„Meine Daten gehören mir, aber …“: Netzpolitischer Abend zum Thema Dateneigentum am 3. April

Die Große Koalition will über die Einführung eines Eigentumsrechts an Daten nachdenken. Eine gute Idee? Eine Sonderausgabe des Netzpolitischen Abends des Vereins Digitale Gesellschaft beleuchtet das Thema aus zivilgesellschaftlicher Perspektive. Anfang April in Berlin.

Am 3. April veranstaltet die Digitale Gesellschaft ihren Netzpolitischen Abend in Berlin. Thema: Dateneigentum. CC0 Cesar Perez

Wie an jedem ersten Dienstag im Monat findet am 3. April ab 20 Uhr der Netzpolitische Abend des Vereins Digitale Gesellschaft in der c-base Berlin statt. Dieses Mal mit einer Sonderausgabe zum Thema Dateneigentum:

Das Ringen um den gesellschaftlich gewünschten und politisch legitimierten Umgang mit persönlichen Daten geht auch in der neuen Legislaturperiode weiter. Während ab Mai die Datenschutzgrundverordnung angewendet wird, drängen Bundeskanzlerin Angela Merkel und andere bereits auf eine Lockerung der Regeln für die Sammlung und Verarbeitung dieses „Rohstoff des 21. Jahrhunderts“. Als ein zentrales Konfliktfeld könnte sich hier die im Koalitionsvertrag benannte Möglichkeit herausstellen, ein Eigentumsrecht an Daten zu schaffen.

Fragen aus zivilgesellschaftlicher Perspektive

Die Idee dahinter ist nicht neu. Mit der fortschreitenden Warenwerdung persönlicher Informationen sorgt sie seit einiger Zeit jedoch wieder verstärkt für Diskussionen: Das Bundesverkehrsministerium hat in der vergangenen Legislaturperiode explizite Überlegungen für ein Dateneigentumsgesetz angestellt. In der EU wird eine Richtlinie verhandelt, mit der personenbezogene Daten als Zahlungsmittel-Äquivalent anerkannt werden könnten. Neue Initiativen versuchen, Verbrauchern durch sogenannte „Personal Information Management Systeme“ mehr Selbstbestimmung über „ihre Daten“ in der Datenökonomie zu ermöglichen.

Mit einer Sonderausgabe seines Netzpolitischen Abends will der Verein Digitale Gesellschaft unterschiedliche Facetten der drängenden Thematik beleuchten und Fragen aus zivilgesellschaftlicher Perspektive aufwerfen.

Programm:

Die c-base befindet sich an der Rungestraße 20, 10179 Berlin. Einlass ist ab 19:15 Uhr, los geht’s gegen 20 Uhr. Für alle, die nicht vor Ort dabei sein können, gibt es einen Live-Stream auf c-base.org. Der Eintritt ist frei.

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