2004
-
: Film über Londoner GNU/Linux Community veröffentlicht
: Film über Londoner GNU/Linux Community veröffentlicht Unter einer Creative Commons-Lizenz wurde ein Film über die Londoner Linux-Community namens „GNU – London“ veröffentlicht. Die Datei ist 128 MB gross und liegt im Apple Quicktime-Format .mov vor.
-
: „Jugend ans Netz“ gestartet
: „Jugend ans Netz“ gestartet Heute stellte Bundesministerin Renate Schmidt zusammen mit dem Berliner Jugendsenator Klaus Böger die Bundesinitiative „Jugend ans Netz“ vor (Nicht zu verwechseln mit der schon länger laufenden sächsischen Initiative „Jugend ans Netz“). Wie so immer bei solchen Projekten wurde das ganze ein Public-Private Partnership Programm, sponsert u.a. by Microsoft und Cisco. Anlass war wohl der Abschluss einer ersten Schulungsrunde für Berliner Jugendzentren, wo Jugendarbeiter das nötige Rüstzeug vermittelt wurde, um Jugendlichen und Kindern den Umgang mit modernen Medien zu vermitteln. Wie immer, wenn Microsoft dabei ist, geht es auch wieder darum, Jugendliche anzufixen und ans Monopol zu gewöhnen und der Staat spielt mit.
„Jugend ans Netz“ besteht aus mehreren Teilen. Bereits seit zwei Monaten können jugendzentren bundesweit PCs mit Windows XP bestellen. Die „massgeschneiderten“ PCs können für 17 bis 30 Euro geleased werden. Dazu gibt es „Medienpädagogische Schulungen für Jugendzentrums-Leiter“. Diese sollen die Jugendarbeit mit Hilfe der Microsoft E‑Learning Plattform „Lernscouts“ ankurbeln. Jugendliche, die bei den Schulungen mitmachen, bekommen ein Lernzertifikat. Danke Microsoft, dass diese Firma ein so grosses Herz hat und ohne Eigengedanken unserer Gesellschaft etwas Gutes tut. Lang lebe das Monopol!
-
: Nachrichten aus der Linux-Welt
: Nachrichten aus der Linux-Welt Während SuSE zwei Lecks im 2.6er Kernel stoppft, hat RedHat einen neuen Chief-Finance-Officer (in Neu-deutsch CFO) und beruhigt damit nach eigenen Angaben seine Investoren. Und Lindows heisst jetzt endlich Linspire. Dachte, das wäre schon lange passiert. Hoffentlich hören die Medien jetzt auf, diese Distribution zu hypen und ständig wegen des Namens in den Medien zu halten.
-
: Social Software verändert das Networking?
: Social Software verändert das Networking? Die Computerwoche behandelt das Thema „Social Networks“. Wie immer in solchen Artikeln werden OpenBC und Orkut genannt. Der vier-seitige Artikel ist aber eher was für die, die diese Art von Software noch nicht kennen oder noch ein paar „Expertenstimmen“ hören wollen.
-
: Tempelhof-Schöneberg erwägt Migration zu Linux
: Tempelhof-Schöneberg erwägt Migration zu Linux Der Berliner Bezirk Tempelhof-Schöneberg erwägt laut Computerwoche den Umstieg auf Linux. Grund ist die Einstellung des Supportes von WindowsNT durch Microsoft. Die alten Rechner laufen halt nicht unter WindowsXP, 90% laufen allerdings noch unter Linux. Da Berlin pleite ist, können auch keine neuen Rechner gekauft werden. Das ganze entscheidet sich endgültig im Herbst, da noch viele Dinge geklärt werden müssen. Zu hoffen bleibt, dass die Entscheidung pro-Linux ausfällt und damit ein Erdrutsch für die 25.000 städtischen Computer hin zu Linux eingeleitet wird.
-
: 23 Jahre Chaos Computer Club
: 23 Jahre Chaos Computer Club Der Chaos Computer Club wird 23 Jahre alt. Aus diesem Grund gibts eine grosse Party am 11. September in der C‑Base in Berlin. Eintritt kostet 5 Euro, Beginn ist ab 20h. Auflegen wird u.a. Sven Dohse und ich bin mir sicher, dass die C‑Base richtig schön bunt wird.
-
: Der Countdown zum LinuxTag 2005 läuft
: Der Countdown zum LinuxTag 2005 läuft An den Erfolg des diesjährigen LinuxTag, der einen neuen Ausstellerrekord zu verzeichnen hatte, wollen die Veranstalter auch im nächsten Jahr anknüpfen. Die Planungen für den LinuxTag 2005, der vom 22. bis 25. Juni stattfinden wird, laufen bereits auf Hochtouren, wie die Freie Software Presseagentur berichtet.
Der LinuxTag gilt seit vielen Jahren als wichtigste und etablierteste Veranstaltung zum Thema Freie Software und GNU/Linux in Europa. Kennzeichnend dafür ist das breite Publikumsspektrum, die der LinuxTag jedes Jahr aufs Neue anzieht. Auch in 2005 wird es darum neben dem Freien Kongress auch wieder den Business- und Behördenkongress geben.
-
: Präsident der US-Filmindustrie im Interview zu Fair Use
: Präsident der US-Filmindustrie im Interview zu Fair Use Im Netz bin ich über ein aktuelles Interview mit Jack Valenti, Präsident der US-amerikanischen Filmdindustrie MPAA gestolpert. Und da ich die besten Antworten irgendwo abspeichern wollte, da man sie sicherlich nochmal verwenden kann, mache ich es gleich mal hier.
Frage: Do consumers have a fair use right to remix a few seconds of a Hollywood movie into a home movie project?
There is no fair use to take something that doesn’t belong to you.
That’s not fair use. If you’re a professor in a classroom, you show ‘Singing in the Rain’ to your class. You can fast forward it, and there’s no performance fee for that. That’s fair use. Now, fair use is not in the law.Um das ganze nochmal auf deutsch zu wiederholen: Lehrer, die Filme oder Bücher ihren Schülern zeigen, um ihnen Allgmeinwissen und Fachwissen zu vermitteln, dürfen dies nach Herrn Valenti gerne legal tun, wenn sie den Film oder das Buch schnell vorlaufen lassen. Dabei kommen auch sicherlich die besten Lern-Resultate raus. Alles andere ist schon nicht mehr legal.
Frage: What would you say to a mom who wants to make a backup of her kids’ DVD movies?
When you go to your department store and you buy 10 Cognac glasses and two weeks later you break two of them, the store doesn’t give you two backup copies. Where did this backup copy thing come from? A digital thing lasts forever.
Wenn ein Cognac-Glas kaputt geht, habe ich immer noch den Cognac. Wenn ich eine DVD kaufe, dann will ich den Film darauf haben und nicht den physikalischen Träger, der schnell verkratzt. Und wenn der physikalische Träger kaputt geht, möchte ich einen neuen haben, da ich den Film schauen möchte. Und wenn Herr Valenti mal die Lebenszeiten von Cognac-Gläsern und DVDs vergleichen würde, dann würde er feststellen, dass er auch noch in tausend Jahren aus dem Glas Cognac trinken kann und die DVD nur noch Umweltmüll ist. Und wenn ich in den USA ein Cognac-Glas kaufe, dann kann ich es auch in Deutschland mit einem deutschen Cognac trinken (wenn es den gibt?) Mit einer DVD würde das nicht klappen, weil die Filmindustrie die Erde in Länderregionen eingeteilt hat und Deutschland eine andere Länderzone ist als die USA.
Aber was soll man dazu sagen? Armer alter Mann, der es nicht verstanden hat? Oder kann man die Filmindustrie des Diebstahls von Bürgerrechten und Freiheiten bezichtigen? Leider plappern Politiker gerne solche Phrasen nach, vor allem, wenn ihr Wahlkämpfe von Hollywood finanziert werden, was nicht gerade unüblich in den USA ist.
-
: Studien von Unternehemensberatungen und wirre Berichterstattung darüber
: Studien von Unternehemensberatungen und wirre Berichterstattung darüber Und wieder eine neue Studie einer Unternehmensberatung, diesmal der Bostoner Yankee Group. Während Yahoo.de die Ergebnisse mit „Jeder zehnte Windows-User will Plattform wechseln“ und ZDNet mit „Unternehmen sind bei Linux-Migration vorsichtig“ betiteln, berichtet Heise.de „Marktforscher warnen vor voreiligem Wechsel des Betriebssystems“. Ergebniss der Studie, die irgendwie Unternehmen befragte, ist, dass 10% der Unternehmen in den nächsten zwei Jahren von Windows-Servern auf Linux-Server migrieren wollen. Wie Yahoo und viele andere zu dem Ergebniss kommen, dass jeder zehnte Nutzer wechseln will und wer überhaupt befragt wurde, bleibt unlogisch. Liegt vielleicht daran, dass der Content einer gekauften Pressemitteilung bei Pressetext.de entstammt mit dergleichen Überschrift. Gut möglich auch, dass nur Unternehmen in den USA gefragt wurden oder nicht sehr viele. Auf jeden Fall sind Nutzer etwas anderes als Unternehmen mit Nutzern.
Ansonsten prognostiziert die Yankee Group Linux weiterhin zweistellige Wachstumsraten. Allerdings können sie auch rechnen und haben festgestellt, dass damit Linux Unix und Windows nicht verdrängen wird. Zumindest nicht bald, was ja auch bei zweistelligen Wachstumsraten nicht möglich ist, das müssten dann schon eher hohe dreistellige oder gar vierstellige sein die nächsten zehn bis zwanzig Jahre, was wiederum unrealistisch ist. Insofern auch keine wirklich neue News. Silicon.de kommentiert das ganze dann auch richtig: „Der Pinguin nimmt Fahrt auf, langsam aber sicher“.
Die 10% wechselwilligen Windows-Server Nutzer-Unternehmen werden auch gleich von der Yankee Group gewarnt, sich den Wechsel genau zu überlegen. Abgesehen davon, dass jede unternehmerische Entscheidung genau überlegt sein sollte, kommen mir gleich wieder Gedanken an gekaufte Studien. Die Yankee Group ist übrigens auch eine Verteidigerin der SCO-Linie gegen Linux…
Update: Langsam wird es immer verwirrender von den Schlagzeilen. Während PC-Magazin mit „Wenige Firmen wechseln zu Linux“ darüber berichtet, bringt der Börsenreport „Immer mehr Firmen wollen zu Linux wechseln“ und nun die Computerwoche „Zwei von drei Firmen wollen zu Linux wechseln“.
-
: DeutschlandRadio über barrierefreies KDE
: DeutschlandRadio über barrierefreies KDE Am vergangenen Samstag lief im DeutschlandRadio in der meist spannenden „computer & kommunikation“-sendung um 16.30h ein Beitrag über die KDE aKademy, wo das Thema barrierefreies Linux ein grosses Thema war. Neben dem Transcript gibts noch die komplette Sendung als MP3 und Real-Stream. Netterweise wurde auch noch die Freie Software Presseagentur verlinkt.
-
: Das letzte Aufgebot gegen Filesharing
: Das letzte Aufgebot gegen Filesharing „9,99 Euro! Ab heute Billig-CDs“ titelte heute die Bild, nicht als Schlagzeile des Tages, aber kleiner darunter. Die Nachricht dürfte nur für Bild-Leser neu sein, BMG hat sich ein geniales neues Preissystem ausgedacht. BMG ist übrigens der ehemals deutsche Musikkonzern, der jetzt fast alle deutschen Musiker rausschmeisst, um Geld zu sparen und dafür verantwortlich ist, dass Udo Lindenberg nun zu einem Indie-Label muss. Der erste Satz des Artikels lautet dann auch:
„Es ist die letzte Hoffnung im Kampf gegen illegale Raubkopien!“
Bitte was? Wenn CDs ohne Cover und Booklet für 9,99 Euro das letzte Aufgebot darstellen sollen, dann haben sie es nicht anders verdient. Wieviele Menschen kaufen sich wohl diese „Billig-CDs“ mit keinem Cover? War doch für Konsumenten trotz allen digitalen Möglichkeiten ein Mehrwert von CDs immer im haptischen zu finden, nämlich ein nettes Booklet, Cover und vielleicht ein Poster. Ausserdem machen sich gekaufte CDs besser im Schrank oder Regal als ein Haufen Rohlinge. Einfach nur einen bebrannten Rohling für 9,99 Euro – das ist schon mehr als mutig und vielleicht sogar dumm. Nun gut, ich lass mich gerne vom Gegenteil überzeugen und ende mit einem optimistisch-stimmenden Zitat eines BMG-Managers am Ende des Bild-Artikels:
„Wenn sich die Stückzahlen nicht kräftig erhöhen, haben wir ein Problem“.
Was soll man dazu noch sagen?
-
: Microsoft mit eigenem Musik-Shop
: Microsoft mit eigenem Musik-Shop Diese oder nächste Woche wird Microsoft den eigenen Musik-Store vorstellen. Ähnlich wie Apple geht es aber nicht darum, mit eBusiness Geld zu verdienen, sondern die eigenen Produkte durch Mehrwerte an den Mann oder die Frau zu bringen. Was bei Apple der iPod ist, ist für Microsoft das eigene Windows samt Upgrades. Verbraucher können sich über handliche WMA-Files freuen, die sich garantiert nicht öfters als 3x kopieren lassen. Wenn man überhaupt dazu die Chance hat und nicht vor dem dritten Kopieren das Windows nach einer Neu-Installation verlangt. Abgesehen davon nutzt Microsoft wieder seine gesamte Marktmacht um ein neues Geschäftsfeld zu besetzen und seine eigenen Standards durchzusetzen.
-
: Hinter den Kulissen der Ars Electronica
: Hinter den Kulissen der Ars Electronica Jedes Jahr findet in Österreich die Ars Electronica statt, am ehesten vergleichbar mit der Transmediale in Berlin. Auch dieses mal gab es viele Nominierungen und Futurezone hat einen kleinen Blick hinter die Kulissen geworfen und berichtet über die Jury-Entscheidungen zum Prix Ars Electronica.
-
: Bis morgen noch Nominierungen für BigBrotherAwards möglich
: Bis morgen noch Nominierungen für BigBrotherAwards möglich Morgen läuft die Nominierungsfrist für die nächsten BigBrotherAwards aus. Nominiert werden können Organisationen, Institutionen, Verbände oder Personen, die im letzten Jahr besonders negativ aufgefallen sind, was den Abbau von Datenschutz und Freiheitsrechten betrifft.
Meine Favoriten sind ja die Musik- und Filmindustrie für ihr Lobbying zum Thema „Auskunftsrecht“ im zweiten Korb der Urheberrechtsnovellierung. Damit wollen sie das Recht erhalten, bei Urheberrechtsverletzungen (Wie das tauschen von Musik) an Hand der IP-Nummer direkt bei den Providern die dazugehörigen Personendaten anzufordern. Gerichte stören da nur und könnten gar entscheiden, dass es unverhältnissmässig ist, für das tauschen von Musik Persönlichkeitsrechte auszusetzen. Dies passiert immer mal wider von US-amerikanischen Richtern.
Aber auch Beckstein , Schily und die US-Regierung haben wie jedes Jahr gute Chancen auf den Life-Time BigBrother-Award für besonders herausragende Verdienste beim Abbau von Bürgerrechten in der digitalen Gesellschaft.
-
: Das Internet wird 35
: Das Internet wird 35 Wenn man CNN Glauben schenken kann, dann ist heute der 35. Geburtstag des Internet. Lang ist es also her, dass zwei riesige Computer über ein ca. 15m langes Kabel verbunden wurden und eine neue Ära einleiteten. Aber immer noch stehen wir am Anfang der Entwicklung und ein Ende ist bei weitem nicht absehbar. Bleiben wir gespannt, welche Entwicklungen noch folgen werden.
-
: Und weg war ebay.de.…
: Und weg war ebay.de.… Am gestrigen Samstag staunten Besucher von ebay.de nicht schlecht, als sie statt des erwarteten Flohmarktes eine halb fertige Clan-Webseite vorfanden. Als Grund nannte ebay, dass bei der Denic ein KK-Antrag (Ein KK-Antrag braucht man für Domainwechsel) für ebay.de eingegangen wäre, der auch erfolgreich bearbeitet wurde. Spannend bleibt die Frage, wer Schuld ist. Und ob ich bei der Denic auch erfolgreiche KK-Anträge für z.B. spiegel.de oder heise.de stellen kann, bzw. das ganze vielleicht auch nur eine Nebelbombe von der ebay-PR ist. Wir werden es vermutlich in den nächsten Tagen oder Wochen erfahren.
Heise thematisiert die Frage, was denn aus den in der Zeit zwischen Freitag Abend und Samstag Mittag endenden Versteigerungen wird. Normalerweise werden in den letzten Minuten einer Aktion die Preise nochmal weit in die Höhe getrieben, was diesmal nicht möglich war, bzw. nur von Nutzern, die die englische URL für das deutsche Angebot kannten. Anbieter könnten eine Kompensation fordern, allerdings kann niemand errechnen, was tatsächlich der wirtschaftliche Schaden ist.
-
: Weapons of Mass Mobilization
: Weapons of Mass Mobilization Was sich zunächst als Massenvernichtungswaffen anhört ist tatsächlich ein langer und lesenswerter Artikel auf Wired über die MoveOn-Plattform.
-
: GeekCorps Gründer im Interview
: GeekCorps Gründer im Interview Das WorldChanging-Weblog hat Ethan Zuckermann, Gründer des GeekCorps, interviewed. GeekCorps ist eine Non-Profit Organisation, die Geeks (Andere würden Techies sagen) nach Afrika und andere südliche Regionen schickt, damit diese IT-Infrastrukturen aufbauen und Menschen vor Ort in der Nutzung dieser schulen.
-
: Björk schwenkt die Piratenflagge
: Björk schwenkt die Piratenflagge Die Sängerin Björk hat sich in einem ausführlichen und interessanten Interview „Waving a pirate flag„u.a. zum Thema Filesharing geäussert, was ich gerade dank Janko Röttgers Weblog fand.
“You know, its ironic that just at the point the lawyers and the businessmen had calculated how to control music, the internet comes along and fucks everything up.” Björk gives the finger again, this time waving it into the air. “God bless the internet,” she adds.
-
: Call for Paper für Chaos Comunication Congress online
: Call for Paper für Chaos Comunication Congress online Der Call For Papers für den Chaos Communication Congress ist online. Der Kongress des Chaos Computer Clubs wird wie jedes Jahr zwischen Weihnachten und Neujahr (27.–29.12.) in Berlin stattfinden.