Wahl09: Fragt die Kandidaten nach Freier Software!

Die deutsche Sektion der Free Software Foundation Europe hat eine kollaborative Kandidaten-Kontakt-Aktion gestartet, um Aussagen zu Freier Software, Offenen Standards und Softwarepatenten zu bekommen: Deutsche Bundestagswahl: Fragen Sie Ihre Kandidaten nach Freier Software!

FSFE ruft alle Interessierten dazu auf, die Kandidatinnen zur Bundestagswahl nach ihren Positionen zu Freier Software und Offenen Standards zu fragen. Wir haben eine Seite zur Bundestagswahl aufgesetzt, die Sie dabei unterstützt und die Antworten sammelt. Auf diese Weise machen Sie das Thema Freie Software im Wahlkampf präsent und tragen zu einem Überblick über die Positionen der Parteien und Kandidaten bei. Wie gut kennen sie sich mit Freier Software und Offenen Standards aus? Wie wollen sie mit Freier Software den Wettbewerb im deutschen IT-Markt stärken? Wie wollen sie Freie Software für die Bildung nutzen? Das sind nur einige der Fragen, für die wir Antworten brauchen. Wir werden die Antworten Ihrer Kandidatinnen auf der Seite sammeln und eine Übersicht über die Parteiprogramme anbieten, wo sie Freie Software betreffen. Gemeinsam können wir den Wählern helfen, am 27. September gut informiert eine Entscheidung für die nächsten vier Jahre zu treffen.

Macht mit.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Campaigning, Deutschland, Digitalkultur, Freie Software, Offene Standards und getagged , , , , , . Bookmarken: Permanent-Link. Kommentieren oder ein Trackback hinterlassen: Trackback-URL. Dieser Beitrag steht unter der Lizenz CC BY-NC-SA: Markus Beckedahl, Netzpolitik.org.

3 Kommentare

  1. Richard Stallman
    Erstellt am 9. September 2009 um 14:33 | Permanent-Link

    Ich möchte gerne für einen Moment um eure Aufmerksamkeit bitten. Was ihr als Linux bezeichnet, ist de facto, GNU/Linux, oder wie ich es lieber nenne, GNU und Linux. Linux ist kein Betriebssystem an sich, sondern vielmehr eine freie Komponente eines vollfunktionablen GNU Systems, integriert durch die GNU Kernbibliotheken, Betriebssystem-Shell and wichtige Systemkompenten, die gemeinsam ein komplettes System bilden, wie durch POSIX definiert.

    Viele Computer-Benutzer nutzen jeden Tag, ohne es zu wissen, eine modifizierte Version des GNU-Systems. Durch eine eigenartige Wendung von Ereignissen ist die gebräuchliche Version von GNU öfter bekannt unter dem Namen “Linux”, doch viele Benutzer sind sich nicht bewusst, in welchem Ausmaß dies mit dem GNU-Projekt zusammenhängt.

    Es gibt ein Linux, und es wird auch benutzt, aber es ist nicht das Betriebssystem. Linux ist der Kernel: Das Programm im System, dass die Systemresourcen den anderen laufenden Programmen zuordnet. Der Kernel ist ein wichtiger Teil eines Betriebssystems, aber allein nutzlos; er kann nur im Zusammenhang mit einem kompletten Betriebssystem funktionieren. Linux wird normalerweise in einer Kombination mit dem GNU-Betriebssystem benutzt: Das ganze System ist im Grunde GNU, funktionierend mit Linux als seinem Kernel.

    • Erstellt am 9. September 2009 um 18:06 | Permanent-Link

      Ok ich glaub ich lass das GNU ab jetzt grad extra weg, um diese Leute, die so vernarrt darauf sind zu ärgern. ;)

      Oder wie wärs mal mit einer Linux/BSD Userland kombi? :D

  2. Rainer Kersten
    Erstellt am 26. September 2009 um 23:48 | Permanent-Link

    Lieber Richard!

    Ja, Du hast Recht. Ich habe mir erlaubt, meine Gedanken dazu zu publizieren. http://blogs.fsfe.org/rainer

3 Trackbacks

  1. [...] http://netzpolitik.org/2009/wahl09-fragt-die-kandidaten-nach-freier-software/ – Hab grad »meinen« MdB nach freier Software gefragt. #btw09 [...]

  2. Von Krieg um Worte « rainer’s blog am 26. September 2009 um 23:14

    [...] einem Kommentar auf netzpolitik.org batest Du darum, den Begriff “Linux” nur für den Kernel zu verwenden und [...]

  3. [...] 2009-09-09: Netzpolitik: “Wahl09: Fragt die Kandidaten nach Freier Software!” [...]

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