Ticker vom 27.06.2024

The Verge
Einige japanische Athlet:innen werden bei den Olympischen Spielen in Paris besondere Kleidung tragen, die sie davor schützt, mit Infrarotkameras voyeuristisch fotografiert zu werden.
beck-aktuell
Der Bundesgerichtshof hat im "Krieg der Sterne" entschieden, dass Bewertungen im Internet transparent und nachvollziehbar sein müssen. Werbetreibende "müssen auf der Hut sein".
The Guardian
Es gibt Menschen, die mähen den ganzen Tag rasen - am Computer. Warum sind der "Lawn Mowing Simulator" und ähnliche Spiele so erfolgreich? Der Guardian hat sich auf die Suche nach Antworten gemacht.
golem.de
Wegen eines Cyberangriffs war der Radiosender Donau 3 FM gezwungen, seine Moderation auf analog umzustellen. Dabei kamen "ein alter, verstaubter Notfallkoffer mit CDs" und Live-Musik zum Einsatz. Für seine Kreativität wurde der Sender nun mit einem Preis ausgezeichnet.
Verfassungsblog
Die Einstufung der Klimaaktivisten-Gruppe "Ende Gelände" als Verdachtsfall ist "juristisch nicht haltbar" kommentiert Jakob Hohnerlein im Fachmagazin LTO. Das Bundesamt für Verfassungsschutz "verwechselt radikale Systemkritik mit Verfassungsfeindlichkeit", schreibt er.
404 Media
Seit Jahren warnen Fachleute: Ausweiskontrollen machen das Netz weniger sicher. Jetzt berichtet das US-Magazin 404 Media von einer Schwachstelle bei einem Anbieter, der unter anderem Führerscheine für TikTok, Uber und X (Twitter) kontrolliert und entsprechende Fotos speichert.
Access Now
Seit Tagen protestieren in Kenia Menschen gegen geplante Steuererhöhungen – und das Internet funktioniert größtenteils nicht, wie die Menschenrechtsorganisation Access Now berichtet. Sie fordert die kenianische Regierung auf, den Zugang umgehend wiederherzustellen.
Lilith Wittmann
Kommunikationsdaten von mehr als 14.000 Insass:innen aus 20 Gefängnissen und forensischen Kliniken standen frei zugänglich im Internet, berichtet IT-Sicherheitsexpertin Lilith Wittmann. Der Grund: Einer der wichtigsten Telefonieanbieter habe seine Programmierschnittstellen nicht geschützt.

Ticker vom 26.06.2024

Open Source Studie Schweiz
Praktisch alle befragten Firmen und Behörden nutzen freie Software, hat die Open-Source-Studie Schweiz 2024 ergeben. Besonders verbreitet ist OSS dort, wo sie Nutzer:innen nicht sehen, einen Rückgang gab es hingegen bei Desktop-Anwendungen.
Stiftung Datenschutz
Was beim Betrieb einer Mastodon-Instanz zu beachten ist, beschreibt ein Praxis-Leitfaden der Stiftung Datenschutz. Nutzt ihr den Leitfaden in der Praxis? Eine Umfrage läuft noch bis zum 30. Juni.
element.io
Mit Element, einer Kommunikations-Plattform basierend auf dem offenen Matrix-Protokoll, stellt sich ein weiterer Messenger-Anbieter gegen die Chatkontrolle: "Ende-zu-Ende-Verschlüsselung kann diese Anforderungen nicht überleben."
TechCrunch
Reddit sendet eine Warnung an KI-Unternehmen, die sich einfach aus den Inhalten der Plattform bedienen, um damit ihre Modelle zu trainieren. Wer keine Vereinbarung mit der Plattform habe, werde bald blockiert.
Rest of World
Indonesien, die drittgrößte Demokratie der Welt, plant ein neues Mediengesetz. Es soll die Darstellung bestimmter Verhaltensweisen einschränken, die die Regierung für unerwünscht hält. Zensur drohe besonders für queere Inhalte und kritischen Journalismus.

Ticker vom 25.06.2024

ZEIT am Wochenende
Eine sprachlich lohnenswerte Ode an die schöne Umständlichkeit der Barzahlung: "In Kartenzahlung liegt kein Zauber, keine Lässigkeit, bloß das Dauerflexible und besinnungslos Agile, also der Lifestyle von Leuten, die auftreten, als müssten sie gleich schon wieder los."
Open Source Business Alliance
Der IT-Planungsrat soll keine überhasteten Verträge für die Delos-Cloud abschließen, mahnt die OSB-Alliance. Gegen die Variante der Microsoft Azure Cloud würden datenschutzrechtliche, vergaberechtliche, sicherheitstechnische und strategische Bedenken sprechen.
EU-Kommission
Das Kommunikations- und Kooperationsprogramm "Teams" von Microsoft und dessen Integration mit anderen Produkten des IT-Riesen aus Redmont soll gegen EU-Kartellvorschriften verstoßen, meint die EU-Kommission in einer vorläufigen Einschätzung.
Bundesnetzagentur
Der Breitbandatlas wurde mit neuen Daten zur Festnetzverfügbarkeit gefüttert. Jeder dritte Haushalt ist mittlerweile mit gigabitfähiger Glasfaser versorgt. Am 50 Mbit/s-für-alle-Ziel ist man aber immer noch nicht angekommen.
University of Washington
Forschende haben getestet, wie ChatGPT Lebensläufe mutmaßlicher Bewerber:innen einschätzt, wenn diese Hinweise auf Behinderungen enthielten. Das Ergebnis: Das System schätzte die Kandidat:innen als schlechter ein, wenn diese etwa einschlägige Stipendien erwähnten.
Bundeszentrale für Kinder- und Jugendmedienschutz
Die Bundeszentrale für Kinder- und Jugendmedienschutz setzt das Kinderrecht auf Teilhabe um und sucht zwei junge Mitglieder für ihren Beirat, der zwei Mal jährlich tagt. Bewerben können sich Jugendliche bis 17 Jahre, die Amtszeit geht bis 2028.
heise online
Die Schlacht ums Urheberrecht zwischen "KI"-basierten Musik-Generatoren und der Musikindustrie beginnt. Die Vorwürfe richten sich an zwei der derzeit fortgeschrittensten Generatoren: "Suno" und "Udio". Ihre Erzeugnisse sollen Urheberrechte verletzen.
GFF
Die Gesellschaft für Freiheitsrechte erhebt Verfassungsbeschwerde gegen das novellierte Hessische Polizeigesetz. Trotz Nachbesserungen erhalte es demnach verfassungswidrige Befugnisse für den polizeilichen Einsatz der Analysesoftware Hessendata.
The Guardian
Laut dem Bericht einer Agentur für Influencer-Marketing verdienen weiße Influencer:innen am meisten. Wer wie viel Kasse macht, hänge von Hautfarbe, Haartyp, Körperform und Behinderungen ab.
golem.de
Treibt das allseitige Fußi-Gucken die Netzknoten an ihre Grenzen? Eher nicht, lässt der Betreiber DE-CIX wissen. Nur die Fans aus der Schweiz haben einen neuen Spitzendatendurchsatz von circa 671 Gigabit pro Sekunde am SwissIX produziert.
YouTube
YouTube erklärt, was Betroffene tun können, die Fakes von sich selbst auf der Video-Plattform entdecken. Wessen Stimme oder Erscheinung in KI-generierten Inhalten gelandet ist, kann eine Datenschutzbeschwerde einlegen. Die werde dann anhand verschiedener Kriterien geprüft.