Netzpolitik
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: Nachrichtenüberblick 30.11.
: Nachrichtenüberblick 30.11. ZDNet: Privatkopie.net steigt gegen Microsoft auf die Barrikaden
Heise: Informationsfreiheitsgesetz: Die Häkchen sind gemacht
Silicon: Neues Konsortium verteidigt die Open-Source-Idee
Wired: Battling the Copyright Big Boys
Telepolis: Medienaktivismus in der Bewegungflaute
FSPA: OpenOffice 1.1.3‑KDE steht zum Download bereit
Golem: Datenschützer schlägt Alarm wegen Ende des Bankgeheimnis
Technology Review: RFID-Technik geht unter der Haut
Spiegel: China blockiert Google-News
Telepolis: Raubkopierer sind immer noch Verbrecher
Berliner Zeitung: Wissen wird wieder teurer
Tagesschau: Spots gegen Raubkopien – Abschreckungskampagne, zweiter Teil
Tagesschau: Tauschbörsen – „Die Filmindustrie muss sich etwas einfallen lassen“
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: Nachrichtenüberblick 29.11.
: Nachrichtenüberblick 29.11. Inkl. vergangenes Wochenende:
intern.de: Tivo: Interessenskonflikte und Innovation
Heise: Gericht erlaubt Kopieren von Handy-Logos
Heise: Verbraucherschützer kritisieren Entwurf für neues Urheberrecht
Heise: TV-Redaktion brandmarkt Suchdienstbetreiber für mangelnden Jugendschutz
Heise: Bürgerrechtler: RFID-Reisepässe für US-Bürger ohne Datenschutz
Heise: Forschungsministerium fordert neue Methoden der Technikfolgenabschätzung
NY Times: Europe Stalls ContentGuard Deal
Wired: Wikipedia Creators Move Into News
intern.de: Google ./. Perfect 10: Männer-Magazin fordert Index-Kontrolle?
Telepolis: Deutsche Politiker an die Cyberfront?
Wired: Passport Privacy Protection? Nope
Pro-Linux: Linux gewinnt Rennen um Hundert-Dollar-PC
Futurezone: Musikindustrie will KaZaA stürzen
Silicon: Bremer Schulen entscheiden sich für Linux-Software
Stern: „Knoppix“ – Linux zum Ausprobieren
Heise: Free Software Foundation Europe wird Beobachter der WIPO
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: Nachrichtenüberblick 26.11.
: Nachrichtenüberblick 26.11. Golem: Bundestag gemeinsam gegen Softwarepatente
Futurezone: Microsoft wirbt mit Firefox-Browser
Pro-Linux: Wächst Linux zu schnell?
Wired: Technology Over Ideology
Telepolis: RFID: Hochkontrollierte Welten?
Telepolis: Zapatistenradio im Internet
The Register: Social engineering – where the user is the weakest link
Silicon: Entscheidung über Sanktionen gegen Microsoft noch vor Weihnachten
mp3world: Online-Musik: Die große Ausnahme?
Heise: Electronic Arts will Diskussion um Computerspiele versachlichen
Futurezone: Britische Musikindustrie mit Rekordhoch
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: ICT Policy: A Beginner’s Handbook
: ICT Policy: A Beginner’s Handbook 
The Association of Progressive Communications (APC) hat Ende letzten Jahres zum World Summit on the Information Society das „ICT Policy: A Beginner’s Handbook“ veröffentlicht. Letzte Woche bekam ich endlich die gedruckte englische Fassung mit ca. 140 Seiten Inhalt, die sehr gut gelungen ist. Mit vielen Illustrationen und einsteigerfreundlichen Texten wird der gesamte Komplex Netzpolitik anschaulich vermittelt.
Die PDF-Fassung kann als 6.2MB grosses (gepacktes) File heruntergeladen werden, ebenso gibt es eine HTML-Version davon.
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: Nachrichtenüberblick 25.11.
: Nachrichtenüberblick 25.11. Ab heute versuche ich mal mehr oder weniger regelmässig einen Überblick und Links zu den vielen Artikeln des Tages rund um Netzpolitik hier zu geben:
Spiegel-Online: Microsoft macht Gegner mit Millionen gefügig
Heise: EU-Gericht entscheidet im Dezember über Geldbuße für Microsoft
Telepolis: Ziviler Ungehorsam im 21. Jahrhundert
Taz: Die News-Guerilla kämpft weiter
de.internet.com: CIA steuerte Entwicklung von Überwachungssystemen für Chatrooms
Heise: Kritik an Vorschlägen der ITU zur Netzverwaltung
Wired: Newspapers Should Really Worry
Heise: Bundestag will Softwarepatentierung „effektiv begrenzen“
Technology Review: Elektronische Wahlen: Fehlerquelle Mensch
Financial Times Deutschland: Spieleindustrie droht Zwangsabgabe
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: UN ICT Task Force Meeting and Global Forum in Berlin
: UN ICT Task Force Meeting and Global Forum in Berlin 
Diese Woche ist mal wieder eine Menge los in Berlin im Bereich Netzpolitik. Nicht nur die „One World Konferenz“ findet statt, sondern auch die UN ICT Task Force trifft sich zum „Global Forum“ vom 18.–20. November in Berlin. Viele zivilgesellschaftliche Vertreter von NGOs von vermutlich allen fünf Kontinenten werden die nächsten Tage zu Besuch in Berlin sein. Eine ganze Liste an Aktivitäten findet sich auf WorldSummit2005.
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: Zivilgesellschaftliches Engagement fördern
: Zivilgesellschaftliches Engagement fördern PublicAction ist ein unterstützenswertes Projekt des Landesjugendring Berlin. Die Idee dahinter ist, dass Schüler in Projektgruppen Organisationen und Initiativen im zivilgesellschaftlichen Bereich besuchen und über deren Arbeit einen Projektbericht schreiben. Eine prima Sache, denn zivilgesellschaftliches Engagement gehört gefördert und Jugendlichen sollte ein Bewusstsein dafür vermittelt werden. So kam es dann, dass vor einem halben Jahr PublicAction Kontakt zum Netzwerk Neue Medien aufnahm, um auch mal das Thema Internet&Gesellschaft dabei zu haben und nicht nur die klassischen Organisationen. Beim ersten Mal klappte es noch nicht, dass sich ausreichend Schüler dafür interessierten, aber vor zwei Wochen kam dann eine Gruppe von sechs mehr oder minder (un-)motivierten 16-jährigen Schülern um 10h morgens zu mir ins Büro. Den Projektbericht haben sie jetzt veröffentlicht, nur irgendwie haben sie das mit dem „Open Source“ verwechselt, was ich ja verstehen kann, denn das Thema Wissensgesellschaft ist für 16-jährige etwas sehr komplex ist, um alles in einer Stunde zu verstehen. Und nun dreht sich der ganz süss geschriebene Bericht, der inhaltlich besser ist als ich bei dem Treffen gedacht habe (11. Klasse halt), um die Organisation „Open Source“.
Der Bericht fängt dann so an:
Netzwerk Neue Medien
Der „Newthinking Store“ ist das weltweit erste Linuxfachgeschäft. Die Räumlichkeiten dieser Firma dienen dem „Open Source“ Projekt.
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: Fahndungsplakat für Datenschnüffler und Überwachungstäter
: Fahndungsplakat für Datenschnüffler und Überwachungstäter Das Fahndungsplakat des Chaos Computer Clubs (CCC) gibt es nun in der vierten Auflage. Auf ihm werden Politiker wie Industrielle gesucht, die per Gesetz und Firmenphilosphie die Privatsphären vieler verletzen und das Recht auf informationelle Selbstbestimmung einschränken.

Unter anderem mit Ulla Schmidts Gesundheitskarte, den verräterischen Farbkopierern von Canon und niveauvoller Lobbyarbeit auf EU-Ebene zu Lasten des immer gläserner werdenen Musikhörers.rversion ist beim CCC Berlin und auch auf dem 21. Chaos Communication Congress vom 27.–29. Dezember in Berlin auffindbar. Das Poster ist in verschiedenen Formaten auf der Website zum Fahndungsplakat abrufbar.
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: Stellungnahme gegen Vorratsdatenspeicherung
: Stellungnahme gegen Vorratsdatenspeicherung Privacy International und die europäische Initiative EDRi – European Digital Rights, in der u.a. auch der Chaos Computer Club und das Netzwerk Neue Medien Mitglied sind, hat eine Stellungnahme gegen eine geplante Vorratsdatenspeicherung zwischen 12 und 36 Monaten auf europäischer Ebene veröffentlicht, die hier von Organisationen unterzeichnet werden kann. Derzeitiger Stand sind 40 Organisationen.
Eine Vorratsdatenspeicherung sammelt alle Kommunikationsdaten, die innerhalb von geplanten 12 bis 36 Monaten so anfallen. Mit wem kommuniziere ich, welche Webseiten besuche ich, mit wem chatte ich, wer schickt mir mails… Klar, dass das definitiv keine Daten sind, die bei einem Provider für den Zeitraum von 12 bis 36 Monaten liegen sollten. Hier wird klar die Unschuldsvermutung der europäischen Bürgern dem sog. „War on Terrorism“ geopfert.
Die Überschrift der Stellungnahme heisst dann auch:
Invasive, Illusory, Illegal, and Illegitimate: Privacy International and EDRi Response to the Consultation on a Framework Decision on Data Retention
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: Anhörung zu Jugendschutz im Internet
: Anhörung zu Jugendschutz im Internet Heute war ich als Sachverständiger bei einer Anhörung zum Thema „Jugendschutz im Internet“ im Berliner Abgeordnetenhaus geladen. Vorausgegangen ist ein Antrag der CDU-Fraktion, die Filter in allen Schulen und Jugendeinrichtungen installiert haben wollen. Meine Aufgabe war es, dem etwas Kritik entgegen zu setzen.
Die Anhörung war schon etwas bizarr, einer der anderen Sachverständiger, eingeladen von der CDU, schien ein Marketing-Mensch der Firma „Time for Kids“ zu sein, der das ganze als Unternehmenspräsentation nutzte, so richtig mit Beamer, Preisen („Alles ganz billig und im Cent-Bereich für jeden einzelnen Schüler…“)… Eigentlich hatte ich von einer Anhörung was anderes erwartet, aber scheint nunmal die Regel zu sein. Zum Glück hat die CDU aber keine Mehrheit in Berlin. Das gleiche gilt für die FDP, hier sass ein ziemlich alt aussehender Abgeordnete da, faselte meiner Meinung nach leicht wirres Zeug über „Medienkompetenz fördern“ und sein einziges Interesse bestand darin, dass Schüler auch im Umgang und Respekt mit Geistigem Eigentum geschult werden müssen. Ausserdem sei das ja alles kriminell mit dem Musik herunterladen und man könne froh sein, dass in den Schulen keine Razzien geben würde, bei all dem geklauten Material auf den Festplatten. Der Mann war auch recht verwirrt, als ich ihm die Frage stellte, was er mit „Geistigem Eigentum“ und Gefahren für Schüler meinen würde, ob darunter auch mögliche Softwarepatentvergehen von 16 Jährigen Programmierern fallen würden. Ausserdem musste ich ständig erklären, dass man für das nichtkommerzielle herunterladen von MP3s in Deutschland noch nicht in den Knast kommt. Das glaubte mir dort aber keiner.
Am bizzarsten war allerdings die Diskussion, worüber man eigentlich redet, da jeder einfach so mit dem Wort Medienkompetenz rumwarf. Meine These war ja, dass alle wohl Informationskompetenz meinen würden und dass Medienkompetenz eher das kreative Auseinandersetzen mit Technik meint, was durch Programmieren, Webseitenerstellen oder Filter umgehen ausgedrückt wird.
Mein vorbereitetes Papier gibts übrigens hier. Da ich aber dann doch die freie Rede genutzt habe, gibts hier jetzt mit einem Monat Verspätung das Redeprotokoll der Sitzung.
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: Call for Paper für Chaos Comunication Congress online
: Call for Paper für Chaos Comunication Congress online Der Call For Papers für den Chaos Communication Congress ist online. Der Kongress des Chaos Computer Clubs wird wie jedes Jahr zwischen Weihnachten und Neujahr (27.–29.12.) in Berlin stattfinden.
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: DRM Talk endlich auch in deutsch
: DRM Talk endlich auch in deutsch Der grandiose DRM-Talk des Digital Rights Aktivisten Cory Doctorow auf einer Microsoft-Konferenz vor wenigen Wochen gehalten, ist endlich in einer deutschen Übersetzung erschienen. Wer schon immer mal auf 14 Seiten eine Zusammenfassung haben wollte, weshalb DRM technisch nicht funktioniert, weshalb die Verbraucher da nicht mitspielen und vieles mehr, sollte den amüsanten Vortrag nachlesen. Kernforderung ist, dass endlich mal Lösungen geschaffen werden müssen, die Verbraucher wollen. DRM gehört nicht dazu.
Auf meinem SuSE-linux konnte ich die Datei nicht direkt öffnen, da sie nicht als PDF-Datei erkannt wurde. Erstmal abspeichern und dann lokal starten klappt aber.
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: Eckpunktepapier zum Informationsfreiheitsgesetz
: Eckpunktepapier zum Informationsfreiheitsgesetz Im zähen Ringen um das Informationsfreiheitsgesetz ist ein weiterer Teilerfolg errungen worden. Die wesentlichen Forderungen der Grünen sind in das, gemeinsam mit der SPD verfasste, Eckpunktepapier eingeflossen, so die medienpolitische Sprecherin der Grünen Grietje Bettin. Dem Prinzip „Offenheit gegenüber den Bürgern“ soll demnach unbedingte Priorität vor der pauschalen Anwendung des Amtsgeheimnis eingeräumt werden.
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: Interview mit John Gilmore
: Interview mit John Gilmore GrepLaw bringt ein interessantes Interview mit John Gilmore, einem der Gründer der Electronic Frontier Foundation (EFF) mit den Themen „inflight activism, spam and sarongs“. Spannend wie immer, wenn er was zu sagen hat.
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: Howard Rheingold über die „nächste soziale Revolution“
: Howard Rheingold über die „nächste soziale Revolution“ Howard Rheingold, der Autor des Buches „Smart Mobs: The Next Social Revolution“ diskutiert bei MSNBC die neuen Möglichkeiten einer Internet-Ökonomie, die Wikipedia, Freie Software und User-Reviews bei Amazon hervorgebracht hat. Rheingold warnt auch davor, dass sich die alte Ökonomie mit Händen und Füssen gegen alles neue wehrt:
„Never before in history have we been able to see incumbent businesses protect business models based on old technology against creative destruction by new technologies. And they’re doing it by manipulating the political process. The telegraph didn’t prevent the telephone, the railroad didn’t prevent the automobile. But now, because of the immense amounts of money that they’re spending on lobbying and the need for immense amounts of money for media, the political process is being manipulated by incumbents.“
Recht hat er, wenn man sich alleine die Diskussion um Filesharing anschaut.
Bei Slashdot gibts dazu eine grosse Diskussion.