FragDenStaat

  • Standardisierende Leistungsbeschreibung: Wie das Bundeskriminalamt versucht, die Quellen-TKÜ gesetzeskonform zu machen
    Standardisierende Leistungsbeschreibung Wie das Bundeskriminalamt versucht, die Quellen-TKÜ gesetzeskonform zu machen

    Das Bundeskriminalamt versucht, den Staatstrojaner mit verfassungsrechtlichen und gesetzlichen Vorgaben in Einklang zu bringen. Dazu wurde eine „Standardisierende Leistungsbeschreibung“ erarbeitet, die wir an dieser Stelle veröffentlichen. Darin wird versucht, einige Fehler des bisher enttarnten Staatstrojaners zu beheben, die Grundprobleme bleiben jedoch bestehen.

    8. März 2013 3
  • : So viele Anfragen nach Informationsfreiheitsgesetz wie nie zuvor: ‚Frag den Staat’ machts möglich
    So viele Anfragen nach Informationsfreiheitsgesetz wie nie zuvor: ‚Frag den Staat’ machts möglich

    Immer mehr Bürgerinnen und Bürger stellen Anfragen nach dem Informationsfreiheitsgesetz des Bundes (IGF), und FragDenStaat.de hat viel dazu beigetragen. 2012 wurden über 6000 Anfragen gestellt, 2011 waren es noch knapp 3300 gewesen.

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    Mehr als ein Drittel dieser Anfragen erfolgten über FragDenStaat, ein Portal, dass es Bürgerinnen und Bürgern stark vereinfacht, die richtige Behörde zu finden und die IGF-Anfrage mit einigen Klicks zu stellen. Nachdem es auch den Fall gab, dass beispielsweise Gutachten den Antragstellern zwar ausgestellt wurden, diese es aber nicht veröffentlichen durften, entwickelte FragDenStaat.de die Möglichkeit von Ein-Klick-Anfragen, sodass andere das Gutachten sehr einfach selbst anfordern konnten. 1700 Mal wurden solchen Ein-Klick-Anfragen bisher genutzt, zum Beispiel bei den Informationen über das Geburtstagsessen von Josef Ackermann im Bundeskanzleramt.

    27. Februar 2013 2
  • : Österreich auf dem Weg zum Transparenzgesetz
    Österreich auf dem Weg zum Transparenzgesetz

    Die Plattform „Frag Den Staat“ gibt es jetzt auch für Österreich! Wie beim deutschen Vorbild kann man auf dieser Website in wenigen einfachen Schritten Anfragen an Österreichische Behörden stellen. Die Anfragen werden genauso wie die Antworten auf der Website veröffentlicht und der gesamte Prozess dahin wird transparent gemacht.

    Die gesetzliche Grundlage für solche Informationsfreiheitsanfragen ist in Österreich jedoch noch umstritten. Es gibt zwar ein Auskunftsrecht im Verfassungsrang, dieses konkurriert jedoch mit dem Amtsgeheimniss, ebenfalls im Verfassungsrang. Deshalb ist es am Ende oft eine Entscheidung im Einzelfall ob Bürger_innen Informationen von ihrem Staat bekommen oder nicht. Österreich hat auch keine nennenswerte Kultur der Transparenz in der öffentlichen Verwaltung, einen durchsetzbaren Auskunftsanspruch gibt es nicht. Um an diesem Misstand etwas zu ändern hat sich die Plattform Transparenzgesetz.at gegründet, eine Kampagne vom ehemaligen profil-Journalisten Josef Barth und dem Anti-Korruptionsexperten Hubert Sickinger. Gefordert wird ein Auskunftsrecht für Bürger_innen und eine Veröffentlichungspflicht für die Verwaltung.

    Das Anliegen wurde in den letzten Monaten auch von den politischen Parteien aufgegriffen. Den Anfang hat die Piratenpartei gemacht, in ihrem Liquid Feedback gibt es einen Antrag der sehr stark dem Hamburger Transparenzgesetz ähnelt. Die Grünen arbeiten ebenfalls an einem Gesetzesantrag und haben dazu zuletzt eine Parlamentarische Enquette abgehalten. Die nächste Enquette des Netzpolitik Flügels der SPÖ zu dem Thema war für April geplant. Doch dann wurde das Thema auf einmal zur Chefsache und die Spitzen von ÖVP und SPÖ sprachen sich für ein Transparenzgesetz aus.

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    Ob ein modernes Transparenzgesetz in Österreich vor der nächsten Wahl im September noch umsetzbar ist, bleibt fragwürdig. Da sich aber alle Parteien in dieser Frage einig sind lässt sich natürlich für die nächste Legislaturperiode vieles erhoffen und hoffentlich vorbereiten. Die positive Stimmung muss genutzt werden um ein Umdenken in der Verwaltung zu verankern und die verkrusteten Strukturen des Amtsgeheimnisses dort aufzubrechen wo „der Bürger“ noch als Bittsteller gesehen wird. Da Österreich ja schon den elektronischen Akt umgesetzt hat, kann eine Österreichische Lösung durchaus auch über das Hamburger Transparenzgesetz hinaus gehen. Am Ende wird sich weisen welche Partei den weitreichendsten und wasserdichtesten Gesetzesvorschlag vorlegt.

    In jedem Fall haben wir mit Frag Den Staat ein extrem nützliches und effizientes Tool bekommen, um unseren Staat ein Stück transparenter zu machen und dort wo Intransparenz herrscht, diese sichtbar und messbar zu bekommen. Ich habe mal mit ein paar Anträgen angefangen!

    DISCLAIMER: Der Author dieses Artikels ist Mitarbeiter der Open Knoweldge Foundation Österreich.

    19. Februar 2013
  • : „Politisch Netzaktive“ und Politik in Deutschland: TNS Infratest findet heraus, dass die Netzgemeinde stark links ist
    „Politisch Netzaktive“ und Politik in Deutschland: TNS Infratest findet heraus, dass die Netzgemeinde stark links ist

    Menschen, die das Internet aktiv zur politischen Meinungsäußerung und Beteiligung in Deutschland benutzen, tendieren stark zur Wahl linker Parteien, das bürgerliche Lager kommt schlecht weg. Das ist das Ergebnis einer Studie von TNS Infratest im Auftrag des Bundespresseamts aus dem April 2012. Leider dürfen wir die komplette Studie nicht veröffentlichen, aber mit wenigen Klicks könnt ihr sie auch erhalten.

    Nach dem Wahlerfolg der Piraten in Berlin wollte die etablierte Politik wissen, wer denn diese „politisch Netzaktiven“ sind und wie diese ticken. Also beauftragte das Bundespresseamt bei dem Marktforschungs-Unternehmen TNS Infratest eine Studie mit dem Titel „Politisch Netzaktive und Politik in Deutschland“, die im April 2012 durchgeführt wurde.

    Im September berichtete Hans-Martin Tillack auf stern.de über die Studie:

    Bei den „Netzaktiven“, so Infratest, sei eine „starke Ausrichtung auf das linke Parteienspektrum feststellbar“. Das „bürgerliche Lager“ sei mit 19 Prozent hingegen deutlich unterrepräsentiert.

    Auf 12 bis 13 Prozent der Gesamtbevölkerung ab 18 Jahren schätzt Infratest die Zahl derjenigen, die sich an Online-Petitionen beteiligen, „bei Regierungs- oder Verwaltungsstellen online auf Missstände“ hinweisen oder schon mal im Netz „politische Beiträge oder Kommentare in Foren gepostet“ haben.

    Sie sind zu 65 Prozent männlich, überdurchschnittlich gebildet – und es sind nicht mehr die Jüngsten. Vor allem die mittleren Jahrgänge, und da besonders die Kohorte der 50 bis 59-Jährigen, – also die 68er Generation – seien „überrepräsentiert“, der „Anteil der 18 bis 29-Jährigen“ dagegen „deutlich unterrepräsentiert“. Grund: Junge Leute interessieren sich zwar für das Internet, aber kaum für Politik.

    4. Januar 2013 22
  • : Rede: Verfassungsschutz-Präsident fordert „offensive Nutzung des Internets“ gegen „elektronischen Jihad“
    Rede: Verfassungsschutz-Präsident fordert „offensive Nutzung des Internets“ gegen „elektronischen Jihad“

    Das Bundesamt für Verfassungsschutz will mit nachrichtendienstlichen Mitteln Informationen beschaffen, die nicht offen zugänglich sind. Das forderte Präsident Maaßen in einer Rede zum UNO-Bericht über die Nutzung des Internets für terroristische Zwecke. Darin forderte er auch eine Bündelung von Sicherheitsbehörden in neuen Zentren – nicht nur gegen Islamismus und Rechtsextremismus.

    Ende Oktober berichteten wir über das Papier The use of the Internet for terrorist purposes des Büros der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung. Bei der Präsentation des Berichts im österreichischen Innenministerium war auch Hans-Georg Maaßen, Präsident des deutschen Bundesamts für Verfassungsschutz, anwesend.

    In einer Informationsfreiheits-Anfrage auf FragDenStaat.de haben wir das Innenministerium gefragt, welche Personen deutscher Behörden an der Erstellung des Berichts beteiligt waren und welche Dokumente es dazu gibt. Teil der Antwort war auch die Rede von Hans-Georg Maaßen, die wir an dieser Stelle veröffentlichen, damit sie auch anderen zur Verfügung steht:

    13. Dezember 2012 4
  • : FragDenStaat.de: Informationsfreiheits-Portal jetzt auch in Nordrhein-Westfalen
    FragDenStaat.de: Informationsfreiheits-Portal jetzt auch in Nordrhein-Westfalen

    Auf FragDenStaat.de können jetzt auch Anfragen an die Verwaltung in Nordrhein-Westfalen gestellt werden. Mit FragDenStaat.de/NRW unterstützt das Portal nach der Bundesebene auch das erste Bundesland, weitere sollen folgen. Über 1.000 Kommunal- und Landesbehörden können auf Basis des Informationsfreiheitsgesetzes nach Auskunft gefragt werden.

    Aus der Pressemitteilung:

    27. April 2012 1
  • : Informationsfreiheit in Deutschland: Zahl der Anfragen verdoppelt sich
    Informationsfreiheit in Deutschland: Zahl der Anfragen verdoppelt sich

    „Immer mehr Menschen machen von ihrem Recht auf Zugang zu Informationen öffentlicher Stellen Gebrauch.“ Das ist das Fazit des dritten Tätigkeitsberichts zur Informationsfreiheit. Dennoch muss nachgebessert werden.

    Der Bundesbeauftragte für den Datenschutz ist gleichzeitig Beauftragter für die Informationsfreiheit. Gestern hat Peter Schaar einen 122 Seiten starken Tätigkeitsbericht zur Informationsfreiheit für die Jahre 2010 und 2011 veröffentlicht. Aus der Pressemitteilung:

    Im vergangenen Jahr wurden 3.280 Anträge auf Informationszugang gestellt. Das ist im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung von 110 Prozent. Noch im ersten Berichtszeitjahr 2010 verzeichneten die Bundesbehörden nur 1.557 Anträge nach dem Informationsfreiheitsgesetz.

    25. April 2012 4