Creative-Commons-Lizenzen
-
: Open Music Contest #4 ist gestartet
: Open Music Contest #4 ist gestartet Zum vierten Mal führt der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) der Philipps-Universität Marburg den OpenMusicContest durch. Der bundesweite Wettbewerb zur Diskussion um die Freiheit von Kultur gilt als eines der größten Real-Life-Events der Creative Commons Community und findet zum ersten Mal im Sommer statt. Gewinner des Wettbewerbes werden zum OMC-Konzert am 17. Oktober 2008 in Marburg eingeladen. Dazu wird es wieder einen OMC-Sampler geben. Und ich werde mir wieder alle Bewerbungen anhören und mit einigen anderen die besten Lieder aussuchen. Die Bewerbungszeit läuft vom 25.06.–15.07.2008.
Hier ist ein Teil der Pressemitteilung: Für die freie Wissensgesellschaft: OpenMusicContest #4
„Wir verfolgen modellhaft über Musik das Ziel, in der Öffentlichkeit das Bewusstsein über urheber- und verwertungsrechtliche Konsequenzen der digitalen Informations-Epoche zu schärfen,“ sagt M.eik Michalke, der Initiator des OMC. Teilnehmen können noch bis zum 15. Juli 2008 Bands aller musikalischer Genres – stilistische Vielfalt ist ausdrücklich erwünscht. Zentrale Teilnahmebedingung ist, dass die Bewerbungstitel unter eine Creative Commons-Lizenz gestellt werden: Die Musik wird „frei“ und darf je nach gewählter Lizenz kopiert, verändert oder sogar kommerziell genutzt werden. „Diese freien Lizenzen machen die einfache Verbreitung von kulturellen Inhalten wie z.B. Musik möglich und erhöhen so die Aufmerksamkeit für KünstlerInnen und ihr Schaffen,“ erklärt Christoph Scheid, Mitglied des Organisations-Teams.
„Wir bieten Musikern attraktive Preise für ihre Teilnahme: Sie können einen großen Auftritt vor einem namhaften Headliner gewinnen, außerdem veröffentlichen wir einen begehrten Sampler mit den besten Einsendungen,“ erläutert Marcel Hennes, ebenfalls Mitglied im Organisations-Team. Der kostenlos verteilte Promo-Sampler erschien in den Vorjahren als hochwertiges DigiPak. Er wird zudem zusätzlich auf einer Heft-CD der Zeitschrift LinuxUser veröffentlicht. „Musik ist ein gutes Beispiel, an dem alle verstehen können, wie freie Kultur funktioniert. Das Prinzip ist problemlos auch auf Texte, Filme oder Bilder übertragbar, oder auf wissenschaftliche Veröffentlichungen – dort nennt man das Open Access,“ ergänzt Nicole Ebber, die im März zur Botschafterin für den OMC ernannt wurde und zahlreiche Vorträge und Workshops zu Creative Commons abhielt.
Der OpenMusicContest wird seit 2005 jährlich vom AStA Marburg ausgerichtet. Er wird unterstützt von Creative Commons Deutschland, mp3.de, LinuxUser, netzpolitik.org, zeitgeisty.cc und newthinking network.
-
: Creative Commons Techblog
: Creative Commons Techblog Von Creative Commons gibt es jetzt auch ein englischsprachiges CC-Techblog für die eher nerdigen Themen. Dort wurde auch vom CC Tech Summit gebloggt, der gestern in Kalifornien stattfand.
-
: Plone 3‑Dokumentation unter BY-NC-SA und GFDL
: Plone 3‑Dokumentation unter BY-NC-SA und GFDL Für die Portal- und Content-Management-Software Plone 3, die wir bei newthinking auch verschiedentlich einsetzen, gibt es zunehmend Dokumentation im Netz. Neben plone.org, das v.a. englischsprachige Anleitungen für Endnutzer unter nicht-freien Lizenzen enthält, sind die folgenden auf deutsch verfassten Werke eine Erwähnung wert:
Unter BY-NC-SA steht das Plone-Benutzerhandbuch von Thomas Lotze und Jan Ulrich Hasecke.
Ein weiteres Handbuch steht unter der GFDL: das Plone-Nutzerhandbuch von Veit Schiele.
Kennt jemand noch weitere Plone- oder Zope-bezogene Dokumentation unter freier Lizenzen?
Update: Christian hat daran erinnert, dass wohl für alles Material hinter plone.org/documentation auch BY-NC-SA gilt, in der Fassung 3.0. Da fehlt wohl nur noch die Kennzeichnung.
Bleibt nur noch die Suche nach mehr deutschsprachiger Literatur…
-
: Jamendo erreicht 10.000 CC-Alben
: Jamendo erreicht 10.000 CC-Alben Seit Jahren ist Jamendo die grösste Musikplattform für Creative Commons lizenzierte Musik. Mittlerweile wurde der Meilenstein von mehr als 10.000 Alben erreicht, was ein grosser Erfolg ist.
Aus der Pressemitteilung: „10 000 Alben zum kostenlosen, legalen und unlimitierten Download!“
Auf Jamendo bewilligen tausende von unabhängigen Künstlern die Nutzung und die Weitergabe ihrer Musik – kostenlos, legal und ohne Limit. Gleichzeitig ist Jamendo eine Community für Musiker, Bands und Musikliebhaber, die ihre Leidenschaft miteinander teilen, Musik weiterempfehlen und eigene Playlists erstellen. Jamendo setzt somit auch neue Maßstäbe in Bezug auf die Entdeckung frischer Talente. „Es handelt sich dabei natürlich um eine symbolische Zahl, die jedoch den Erfolg dieses neuen Modells für Musikpromotion im Internet unterstreicht. Ermöglicht wurde dies vor allem durch die enorme Flexibilität der Creative Commons Lizenzen.“ kommentiert Laurent Kratz, Mitbegründer und Geschäftsführer von Jamendo.
Jamendo bietet an aktuellen Zahlen:
* Mehr als 2 Millionen unterschiedliche Besucher pro Monat
* bis zu 500 000 Songdownloads pro Tag
* 350 000 registrierte Mitglieder, mehr als 5000 Musiker und Bands
* 150 000 Songs und… 10 000 Alben!
* fast 300 neue Alben werden auf Jamendo mittlerweile jede Woche hochgeladen.Neu ist auch die Möglichkeit, eigene Widgets mit den Lieblings-Künstlern und/oder Playlists zu erstellen.
-
: Netzwelt.de nutzt jetzt Creative Commons
: Netzwelt.de nutzt jetzt Creative Commons Das Online-Magazin für IT & Consumer Electronics, Netzwelt.de, hat heute seine rund 20.000 Artikel unter die Creative Commons BY-NC-SA gestellt. Zu nicht-kommerziellen Zwecke können die Artikel kopiert und auch geremixt werden, solange die Weiterbearbeitungen wieder unter derselben Lizenz stehen. Und Netzwelt.de als Urheber genannt wird.
Es freut uns sehr, dass mit Netzwelt.de ein erstes größere deutsches Online-Portal seine Inhalte unter einer remix-fähigen Creative Commons Lizenz zur kreativen Weiternutzung zur Verfügung stellt. Mal schauen, wer als nächstes angeregt wird, die eigenen Inhalte offen zu lizenzieren.
-
: Creative Commons Deutschland
: Creative Commons Deutschland Die deutsche Creative Commons – Seite hat jetzt auch RSS und läuft nicht mehr auf HTML. Das bedeutet, dass wir da jetzt viel mehr Inhalte draufstellen und Ihr diesen Inhalten auch einfacher folgen könnt. Gleichzeitig freuen wir uns auf Mitarbeit. Dafür wollen wir die Kommentarfunktionen mehr nutzen.
-
: Den Kopf in den Sand stecken?
: Den Kopf in den Sand stecken? Die New York Times hat ein Portrait über Trent Reznor, dem Kopf der Nine Inch Nails: Frustration and Fury: Take It. It’s Free.
“Aside from any kind of monetization of it, I’m glad to know that a million people have it on their iPods,” Mr. Reznor said. “If you paid for it, great, but I want everyone to hear it, you know? I want to blow people’s minds.”
[…]
Mr. Reznor has no global solution for how to sustain a long-term career as a recording musician, much less start one, when listeners take free digital music for granted. “It’s all out there,” he added. “I don’t agree that it should be free, but it is free, and you can either accept it or you can put your head in the sand.” -
: Offene Weltkarte – Wikipedia für Hobby-Kartographen
: Offene Weltkarte – Wikipedia für Hobby-Kartographen Das OpenStreetMap-Projekt wurde am Samstag in der Deutschlandfunk-Sendung „Computer & Kommunikation“ vorgestellt: Offene Weltkarte – Wikipedia für Hobby-Kartographen.
Linux. – Die offene Software ist in gewisser Weise auch eine Lebenseinstellung. Zu dieser Lebenseinstellung gehört der Wunsch nach der freien Verfügbarkeit von Wissen. Aus diesem Wunsch heraus ist unter anderem die von jedem bearbeitbare Online-Enzyklopädie Wikipedia entstanden. Ganz ähnlich angelegt ist OpenStreetmap, eine Art Wikipedia für Kartendaten.
-
: Blender-Projekt präsentiert: Big Buck Bunny
: Blender-Projekt präsentiert: Big Buck Bunny Die Blender-Foundation hat heute „Big Buck Bunny“ (Project Peach) veröffentlicht. Der 3D-Comic ist das zweite grössere Open Movie Projekt nach dem riesigen Erfolg von „Elephants Dream“. Fünf Künstler und zwei Entwickler haben sieben Monate lang im Blender Studio in Amsterdam zusammen den Film entwickelt. Wie “Elephants Dream” setzt Peach auch komplett auf Freier Software, offenen Formaten und Community-Beteiligung.
Für das Blender-Projekt ist der Film zugleich ein grossartiger Showcase, der sehr anschaulich zeigt, was man mit der freien 3D-Software anstellen kann. Der Film und sämtliche Rohdaten stehen selbstverständlich unter einer Creative Commons Lizenz. Das Kopieren und Remixen ist ausdrücklich auch zu kommerziellen Zwecken erlaubt und erwünscht.
Hier gibts unterschiedliche Download-Möglichkeiten, darunter verschiedene Formate und Bildgrössen. Bittorrent funktioniert derzeit am Besten. Der Film ist als Stream bei Vimeo zu finden:
Big Buck Bunny from Blender Foundation on Vimeo.Teil des offenen Geschäftsmodells rund um Blender ist auch der Verkauf von Mehrwerten, wie z.B. einer DVD. Die wurde im Fall von „Elephants Dreams“ sehr häufig verkauft und half mit, das Projekt zu refinanzieren und auszubauen. Von Big Buck Bunny gibt es auch ein DVD-Set. Für 34.00 € erhält man zwei DVDs mit der HD-Version, Kommentaren der Machern, die gesamten Rohdaten (alle Texturen, Modelle, etc), Drehbuch und Storyboard und eine ausführliche Dokumentation und Tutorials. Wenn das mal keine Mehrwerte sind.
Hier gibts den Trailer:
Und hier hatte ich mal einen Vortrag über das Blender-Projekt mitgebloggt.
Das nächste Projekt läuft auch schon: Apricot Open Game. Sechs Menschen sollen in sechs Monate als Kernteam mit Support von verschiedenen 3D-Studios und der Community ein “Open Source Industrie quality Game” erstellen. Ich bin gespannt.
-
: VIA OpenBook: Notebook-Design unter CC
: VIA OpenBook: Notebook-Design unter CC Die Firma VIA hat das Design eines ihrer Mini-Notebooks unter der Creative Commons BY-SA-Lizenz veröffentlicht: VIA OpenBook. Auf der Projekt-Website können die CAD-Dateien heruntergeladen und anschliessend auch zu kommerziellen Zwecken verändert werden. Das ist mal eine etwas andere Herangehensweise an OpenHardware. Mal schauen, ob da noch mehr kommt.
Die Entscheidung ist klug: VIA verdient vor allem Geld mit dem Verkauf von Prozessoren. Mit der Öffnung wird es kleineren Notebook-Herstellern erleichtert, auf Basis der VIA-Prozessoren und des offenen Designs eigene Notebook-Linien günstiger zu entwickeln.
-
: Netaudio-Bar in Berlin
: Netaudio-Bar in Berlin In Berlin öffnet bald die erste Netaudio-Bar mit garantiert freier Musik: „BreiPott“. Die Adresse ist Skalitzer Strasse 81 und die Eröffnungsparty ist am Samstag, den 14. Juni 2008.
Das Konzept ist etwas komplexer. Einerseits gibt es Bar und „creative cooking“ (alles mit Milchreis), andererseits kann man sich über USB mit der neuesten Netlabel-Musik versorgen. Bin mal gespannt, wie das in der Realität dann aussieht.
-
: Creative Commons in der Schweiz
: Creative Commons in der Schweiz Ich bin gerade in Zürich im Rahmen des „Creative Commons Hands On“, den die Digital Allmend hier veranstaltet. Im Rahmen einer Halbtages-Veranstaltung werden verschiedene Initiativen und Projekte rund um freie Digitalkultur präsentiert. Und es ist sehr nett hier im Cabarett Voltaire, einem dadaistischen Kulturprojekt. Ich geb mal einen kleinen Überblick, was sich hier neben den CC-Lizenzen selbst präsentiert:
[project 21] ist eine studentische Projektplattform für nachhaltige Entwicklung an der ETH und Universität Zürich. Erfreulicherweise sehen sie die Diskussion um Nachhaltigkeit weiter als sie üblich geführt wird und denken das digitale gleich mit. Daher präsentieren sie auch zwei Projekte für eine freie digitale Kultur. Das erste ist noch im Entwicklungsstadium und heisst „Creative Corner“, eine „Plattform zur Förderung der freien Kultur an Schulen“. Dazu soll eine „creativebox„als „digitaler Kiosk“ entwickelt werden, die dem Freedom Toaster ähnelt. Diese sollen an Schulen aufgestellt werden, wo Schüler sich freie Inhale brennen, bzw. auf USB-Sticks ziehen können. Dazu soll es eine Linux-Distribution geben, die Lehrer sich selbst installieren können, die Rechner können aus alter Hardware zusammen gebastelt werden, die sonst als Elektroschrott enden würde. Das zweite Projekt von [project 21] ist ein freies Bier. Genauso wie das FreeBeer steht es unter einer liberalen Creative Commons Lizenz und das Rezept ist offen. Aber der beteiligte Projektpartner, eine Bio-Brauerei, hatte nicht alle notwendigen Zutaten des FreeBeer und so haben sie gleich ein eigenes freies Bier gebraut und veröffentlicht. Das trinke ich gerade und es schmeckt nicht schlecht. Aber das FreeBeer schmeckt mir doch noch besser, zumal es Guarana enthält, was zusätzlich fit macht.
Restorm.com ist eine schweizer Musikplattform, die sich „the musc econosphere“ als Untertitel gegeben hat. Seit Dezember ist die Plattform online und sie hat das Ziel, alles abzudecken, was Musiker brauchen. Dabei gibt es einige interessante Ideen. Das Design erinnert an Last.fm, aber zusätzlich zu Streams kann man als Künstler auch Downloads anbieten. Creative Commons Lizenzen können dabei auch ausgewählt werden, sie werden sogar ausdrücklich empfohlen. Ziel der Plattform ist es, jungen Künstlern eine Plattform zu geben, die alle notwendigen Dienstleistungen, die Labels anbieten, ersetzt. In der Schweiz hat sie schon 1600 Künstler, klingt erstmal viel für das kleine Land. Mals chauen, wie die Plattform sich weiterentwickelt. Einige Ideen für die Zukunft klingeln auf jeden Fall interessant. Gleichzeitig soll die Plattform zukünftig auch noch für alle medialen Inhalte ausgebaut werden, sich also an Künstler im Allgemeinen richten und nicht nur an Musiker.
Eine kleine Dokumentation des Events findet sich im Kulturpavillion-Blog, was hier aus Zürich mit Fotos und Podcasts berichtet.
-
: Die Videos der re:publica’08
: Die Videos der re:publica’08 Die Video-Dokumentation der re:publica’08 ist endlich fertig und steht komplett online zur Verfügung. Einerseits können die Vorträge und Diskussionen bei Hobnox in hoher Auflösung angeschaut werden. Dort gibt es jetzt auch die Möglichkeit zum einbinden der Videos in Blogs, etc. Zusätzlich stehen alle Videos als MP4 zum Download bereit.
In der Audio-Dokumentation haben wir viele weitere Vorträge.
Update: Dank Aljoscha Marcel Everding gibt es jetzt auch Torrents der einzelnen Tage:
* Tag 1
* Tag 2
* Tag 3TAG 1
Keynote: Nützliches Vergessen.
(Hobnox) | ( MP4)Die Zukunft der Social Networks:
(Hobnox) | ( MP4)Die Qualitätsdebatte
(Hobxnox) | (MP4)Web 2.0 im Unternehmen
(Hobnox) | (MP4)Die digitale Gesellschaft
(Hobnox) | (MP4)Die kritische Masse
(Hobnox) | (MP4)TAG 2
Taking back local media
(Hobnox) | (MP4)Placeblogging und Stadtwikis
(Hobnox) | (MP4)Geld verdienen mit Blogs
(Hobnox) | (MP4)Bloglaw reloaded
(Hobnox) | (MP4)The Pirate Bay
(Hobnox) | (MP4)Political geeks: Mysociety.org
(Hobnox) | (MP4)Advocacy 2.0: Digitaler Aktivismus
(Hobnox) | (MP4)Musik im Netz
(Hobnox) | (MP4)First they twitter, later…monochrom
(Hobnox) | (MP4)TAG 3
Weil wir es können
(Hobnox) | (MP4)Wenn Politiker ins Internet sprechen
(Hobnox) | (MP4)Was ist öffentlich-rechtlich im digitalen Zeitalter?
(Hobnox) | (MP4)open video, open society
(Hobnox) | (MP4)the audience that wasn’t there
(Hobnox) | (MP4)citizen video journalism
(Hobnox) | (MP4)Creative Commons
(Hobnox) | (MP4) -
: Netzpolitik auf Tour
: Netzpolitik auf Tour Die nächsten zwei Wochen wird es eventuell etwas ruhiger hier, da ich unterwegs bin. Am Freitag gehts erstmal nach Zürich, wo ich am Samstag auf diesem Creative Commons Event sprechen werde. Sonntag geht es dann direkt weiter nach New Haven in den USA, um die Computers, Freedoms and Privacy (CFP) – Conference an der Yale University zu besuchen. Anschliessend werde ich noch eine Woche New York und Boston dranhängen und viele Menschen besuchen. Wahrscheinlich wird das eine oder andere neue Netzpolitik-Interview dabei entstehen. Am 1. Juni bin ich wieder zurück in Berlin.
Mal schauen, wie die Netz-Verfügbarkeit sein wird und ob ich von dort auch regelmässig zum bloggen komme. Aber ersteres sollte man von den USA schon erwarten. Gibt es noch Tipps, was ich mir unbedingt in New York und Boston anschauen sollte? Das übliche Tourismusprogramm interessiert mich eher nicht, dafür mehr die Geek-Orte. Wen sollte ich dort noch besuchen und interviewen?
-
: Trailer von Iron Sky
: Trailer von Iron Sky Die finnischen Macher von Star Wreck haben einen ersten Trailer ihres Nachfolge-Projektes veröffentlicht: „Iron Sky“. Die Geschichte spielt in der nahen Zukunft. Im Jahre 1945 sind die Nazis auf den Mond ausgewandert und im Jahre 2018 kommen sie zurück auf die Erde. Wie bei der Star Treck-Parodie „Star Wreck“ erwartet einen sicherlich wieder lustiger finnischer Humor, gute Animationen und eine kollaborative Entwicklung. Der Trailer und das letztendliche Ergebnis stehen selbstverständlich unter einer Creative Commons Lizenz.
Im Gegensatz zu Star Wreck wird Iron Sky direkt in englisch verfilmt. Geplant wird mit einem Budget von fünf Millionen, was von finnischen Produzenten bereitgestellt wird. Immerhin war Star Wreck der erfolgreichste finnische Film. Dies lässt gleich viel mehr Produktion zu als ein Studio im WG-Wohnzimmer wie beim Erstlingswerk. Dabei wird man die gesammelten Erfahrung in der Online-Kollaboration ausbauen und viel mehr Beteiligung zulassen. Das Drehbuch hat Johanna Sinisalo geschrieben, die wohl die bekannteste Drehbuchautorin Finnlands ist.
Ich bin gespannt auf das Endergebnis. Das scheint das bisher grösste Open-Movie Projekt zu werden.
-
: Nine Inch Nails: The Slip
: Nine Inch Nails: The Slip Nine Inch Nails haben wieder zugeschlagen und ein weiteres Album im Netz publiziert: The Slip. Im Gegensatz zum letzten Ghost-Album ist dieses Werk kostenfrei zugänglich. Lediglich eine Mailadresse wird zur Verifizierung gewünscht. Es steht aber ebenso unter einer remixfähigen Creative Commons Lizenz, was sehr erfreulich ist. Beim Download kann man verschiedene Varianten auswählen. Die Auswahl reicht von MP3 über Flac bis hin zu komprimierungsfreien Wav-Files. Sehr schön.
Im Juli soll es wohl auch noch eine CD- und LP-Version zum haptischen kaufen geben.
-
: 3Sat-Neues über Creative Commons
: 3Sat-Neues über Creative Commons 3Sat-Neues berichtet gleich um 16:30 Uhr u.a. über die Urheberrechtsdebatte und Creative Commons. Im Video-Podcast gibt es jetzt schon die ganze Sendung zum Download. Der CC-Beitrag ist direkt am Anfang. Später gehts noch um eSports und andere Themen.
-
: Ars Electronica 2008
: Ars Electronica 2008 Für die Ars Electronica 2008 wurde heute das Motto und die Leitidee verkündet: „A New Cultural Economy – wenn Eigentum an seine Grenzen stößt.“ Das klingt doch mal sehr spannend. Das dazu passende Symposium wird von Joi Ito kuratiert. Stattfinden wird der Event vom 4.–9. September, wie immer in Linz / Österreich.
Aus dem Mission-Statement:
Das Zeitalter von Copyright und geistigem Eigentum ist abgelaufen. Eine Entwicklung, die sich schon in den technischen Grundlagen des Internet manifestiert hat, ist in den Nutzungspraktiken der jungen Generation zum Leben erwacht und bringt eine neue Ökonomie des Teilens und des offenen Zugangs hervor.
Mit dieser provokanten Formulierung stellt Ars Electronica eine der Kernfragen der modernen Wissensgesellschaft in den Mittelpunkt des diesjährigen Festivalprogramms: Es geht um den Wert geistigen Eigentums, um Informationsfreiheit und Urheberrechte, um das große Geschäft und die Vision einer offenen Wissensgesellschaft, die ihre neue ökonomische Basis auf Kreativität und Innovation aufbauen will. Es geht aber auch darum, dass es weithin an brauchbaren und tragfähigen Regeln und Gesetzgebungen für diese neue Realität fehlt und nicht zuletzt darum, dass die Arbeit daran nicht nur Juristen und Wirtschaftsexperten alleine überlassen werden sollte. Denn egal, von welcher Seite man sich der Frage nähert – von den Netzpiraten über die Neuerfinder der Allmende zu den Pionieren einer Sharing Economy oder den Apologeten der Creative Industries – wenn Wissen und Content tatsächlich das neue Kapital der postindustriellen Gesellschaft sein sollen, dann muss es fließen, dann muss es zugänglich sein, für alle.
-
: Rechtsfragen offener Netze
: Rechtsfragen offener Netze Reto Mantz hat seine Dissertation über das Thema „Rechtsfragen offener Netze“ als Buch veröffentlicht. Dies kann man wahlweise unter einer Creative-Commons-Lizenz (CC-BY-NC-ND) herunterladen (hier, 14MB) oder gleich als Buch kaufen (ISBN: 978–3‑86644–222‑1, Euro 39,90). Der Stand soll sehr aktuell sein, weil Rechtsprechung
und Literatur bis einschließlich Februar 2008 eingearbeitet sind.Aus der Ankündigung des Buches:
Offene Netze (oder freie Netze) sind Funknetzwerke, die nicht von kommerziellen Anbietern, sondern hauptsächlich von Privatpersonen, teilweise auch von gemeinnützigen Vereinen betrieben werden. Offene Netze bieten jedem Interessierten die Möglichkeit, zum einen das offene Netz zu nutzen und zum anderen Teil des Netzes zu werden und aktiv an dessen Weiterentwicklung und dem Angebot mitzuwirken. Offene Netze werden dabei auch als Etablierung einer „Netzwerk-Allmende“ begriffen, die als Parallele zu Open Source oder Open Content freien Zugriff auf Netzwerke und das Internet umfasst. Die Idee des offenen und freien Netzes ist damit Ausdruck einer fremdnützigen, altruistischen Motivation der Betreiber, die zumindest ein wesentliches Element der unterschiedlichen Motivationswege der Beteiligten darstellt. Offene Netze sind darüber hinaus durch die Auflösung einer Rollenverteilung geprägt, die für Netzwerke und das Internet bisher vorherrschend war: Statt eines Diensteanbieter-Nutzer-Verhältnisses ist jeder Teilnehmer eines offenen Netzes gleichzeitig Nutzer und Diensteanbieter.
Die vorliegende Arbeit betrachtet und bewertet die rechtlichen Fragestellungen und Gestaltungen, die offene Netze aufweisen können. Dabei wird untersucht, welchen Pflichten Nutzer eines offenen Netzes unterliegen, ob Rechtsverhältnisse entstehen sowie welche Rechtsfolgen diese haben können. Wesentliches Augenmerk wird darüber hinaus auf die Haftung der Beteiligten, die als Access Provider einzuordnen sind, gelegt.
Da wir gerade beim Thema sind: Ich hätte ein Interesse an besseren Gesetzesformulierungen rund um dieses Thema, um in der Lobbyarbeit Politiker für Änderungen gewinnen zu können. Eine Möglichkeit sind die Kommentare hier.
