Technologie
Künstliche Intelligenz, Drohnen, selbstfahrende Autos, Cyborgs, Roboter und IT-Sicherheit.
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: Weizenbaum über Informatik und Krieg
: Weizenbaum über Informatik und Krieg Die Junge Welt hat ein Gespräch mit Joseph Weizenbaum veröffentlicht: »Kritisches Denken ist das Gegenteil von Internetsurfen«
Wenn Sie in die Zukunft der Informatik für den Krieg schauen, was denken Sie?
Das ist eine tiefe Frage, die mit Tiefenpsychologie und Soziologie zu tun hat. Ich will dazu folgendes sagen: Manchmal kommt ein Student zu mir und macht sich Sorgen über das, woran er arbeitet, ob er weitermachen soll, über seine zukünftige Arbeit nach der Universität etc. Ich sage in solchen Fällen: »Bevor du anfängst, an einem Projekt zu arbeiten, versuche dir vorzustellen, was mit deiner Arbeit gemacht wird. Sagen wir, du arbeitest an Computervision, kannst du sicher sein, daß jeder Fortschritt, den du machst, in einer Rakete, einer Cruise Missile eingesetzt wird, die beobachtet, wo sie lang fliegt und das Ziel findet. Ich spreche von ungefähr 30 Jahren. Stell dir vor, da ist das Ziel, du sitzt auf einem Berg und du beobachtest, wie die Missile kommt. Du weißt, daß diese Rakete mit Hilfe deiner Arbeit den Weg durch das Tor in das Gebäude hinein und in den Keller finden wird, wo Munition oder was weiß ich lagert. Das alles wird zerstört mit allem, was sonst noch da ist, ich meine menschliche Leben. Du sitzt auf dem Berg und hast deinen Knopf. Wenn du den Knopf drückst, verläuft alles planmäßig. Wenn du ihn nicht drückst, explodiert es nicht. Drückst du oder drückst du nicht? Wenn die Antwort nein ist, solltest du nicht an diesem Projekt arbeiten. Mehr kann ich dir nicht sagen. Im übrigen sollst du nicht etwas tun, weil Weizenbaum es sagt, sondern du mußt es selbst wissen.«
Die Lehre aus dieser kleinen Geschichte lautet, daß es uns gelungen ist, eine derart astronomische Distanz zwischen dem, was wir tun, und den Konsequenzen unseres Tuns zu legen, daß die Verbindung einfach verlorenging. Konkrete Beispiele sind Bomberpiloten: Sie bombardieren aus einer B 52 aus einer Höhe von 40000 Fuß wie in Vietnam, drücken den Knopf, und diese riesigen Bomben regnen da runter. Und der ist da oben. Er hört die Explosion nicht, er sieht die Explosion nicht, er sieht kein Blut, keine abgerissenen Arme, er ist so weit entfernt, daß es mehr mit Computern zu tun hat als mit Menschen oder irgendeiner Realität.
Auf der anderen Seite: Im amerikanischen Fernsehen habe ich während des Golfkrieges gesehen, wie die US-Luftwaffe auf der Autobahn von Kuweit nach Bagdad alles zusammengeschossen hat. Dann wurde gezeigt, wie ein Pilot in seinem Kampfflugzeug landet und zu dem Fernsehreporter sagte: »Das war das letzte Mal, daß ich so etwas gemacht habe. Die Menschen da unten konnten sich nicht helfen, keiner hat zurückgeschossen.« Ich werde nie vergessen: Er benutzte das Wort »Truthahnschießen«. Später wurde berichtet, daß sich eine ganze Menge dieser Piloten weigerte, weiterzumachen.
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: Happy Birthday: 5 Jahre Windows XP
: Happy Birthday: 5 Jahre Windows XP Amüsant lesbar ist eine Kolumne in der Washington Post über den 5. Geburtstag von WindowsXP: If Only We Knew Then What We Know Now About Windows XP.
Ich bin ja immer beeindruckt, wie lange so eine WindowsXp-Installation mittlerweile braucht, bis man mal alle Sicherheits-Patches, etc. endlich installiert hat. Da hat man in der selben Zeit mehrere Rechner mit Linux fertig installiert und konfiguriert. Und dann hört man immer die unbegründeten Bedenken, dass eine Linux-Installation kompliziert und langwierig wäre…
Hier nur mal ein paar Zitate aus der Kolumne:
But XP has also become an apt demonstration of the difference between „popular“ and „widely used.“ People use XP but don’t love it. Why should they?
You can think of Windows XP as a house with a second floor built of spackle, wood filler and duct tape.
Windows XP has failed its users worst at keeping them safe from viruses, worms and spyware. Service Pack 2 shut some of the worst holes, but XP still demands far more oversight than its competitors. You can’t just blame that on the cockroach-like persistence of the crooks responsible for releasing all the garbage. Microsoft didn’t do its job, and that failing goes far beyond individual vulnerabilities in Internet Explorer and Outlook Express.
But could it have known how bad things would get? Could anyone? The review of XP that ran under this byline five years ago never even used the word „security.“ That raises a scary thought: What’s the ugly flaw in Windows Vista that people will be screaming about in 2010, but is escaping people’s attention right now?
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: Chaos Computer Club: Gesetzentwurf gefährdet die Computersicherheit
: Chaos Computer Club: Gesetzentwurf gefährdet die Computersicherheit Pressemeldung von heute: Chaos Computer Club: Gesetzentwurf gefährdet die Computersicherheit.
Das Bundeskabinett hat am 20. September einen Regierungsentwurf zur Änderung des Strafrechts in Zusammenhang mit Computersystemen beschlossen. Dabei soll u. a. Software kriminalisiert werden, die zur Analyse von Sicherheitslücken zwingend erforderlich ist. Der Chaos Computer Club warnt davor, dass die Umsetzung des Entwurfes die Sicherheit von Computersystemen gefährdet. Stattdessen fordert der CCC eine drastische Verschärfung der Strafen für Datenverbrechen.
Der Gesetzentwurf wird die Arbeitsgrundlagen von Sicherheitsberatern und Netzwerkexperten unter Strafe stellen. Bereits der Besitz und die Verbreitung von Werkzeugen zur Netzwerkanalyse und zur Aufdeckung von Sicherheitslöchern in Rechnersystemen sollen strafbar werden. Die Arbeit der Sicherheitsexperten wäre damit kaum mehr möglich und von ungerechtfertigter Kriminalisierung bedroht.
„Dieser Gesetzentwurf wird nicht gegen Computerkriminalität helfen. Stattdessen werden der IT-Sicherheitsbranche dringend benötigte Werkzeuge zur Aufdeckung von Schwachstellen aus der Hand geschlagen“, sagte CCC-Sprecher Andy Müller-Maguhn. „Die Vorstellungen des Gesetzgebers zeugen von einer ausgeprägten Unkenntnis der technischen Vorgehensweisen. Testangriffe zum Auffinden von Sicherheitslöchern sind für die IT-Sicherheit wie Crashtests für die Autoindustrie. Niemand käme auf die Idee, Crashtests zu verbieten“, kommentierte der CCC-Sprecher.
Verboten werden sollen sogenannte ‚Hackertools’ und damit zugleich die öffentliche Diskussion von Sicherheitslücken. Der allgemein akzeptierte Standard zur Überprüfung der Sicherheit eines Systems ist es aber, dieses mit Angriffswerkzeugen zu testen (sog. penetration testing), um die dabei gefundenen Lücken schließen zu können.
Mit dem neuen Gesetz sollen Vorgaben der umstrittenen „Cybercrime Convention“ und ein EU-Rahmenbeschluss umgesetzt werden, die ohne Hinzuziehung von Experten entstanden sind. Aus Sicht des CCC wird erneut versucht, über den europäischen Umweg eine gesellschaftliche Debatte in Deutschland über adäquate gesetzliche Rahmenbedingungen zur Handhabe von IT-Risiken zu umgehen.
„Der Gesetzentwurf zeugt von erschreckender Realitätsferne und fehlender Sachkenntnis“, sagte Müller-Maguhn vom CCC. „Durch die Einschränkung der Freiheit der Forschung und Entwicklung im Bereich Computersicherheit wird das Gegenteil des beabsichtigten Ziels erreicht.“
Als effektive Maßnahme zur Eindämmung der Computerkriminalität fordert der CCC stattdessen härtere Strafen für Verstösse gegen den Datenschutz. Datenverbrechen wie das illegale Abschöpfen und Weitergeben sowie das unkontrollierte Verknüpfen von Daten werden derzeit als Kavaliersdelikt behandelt, betreffen aber den Bürger im Alltag immer mehr.
Der CCC fordert deshalb statt der unsinnigen und kontraproduktiven neuen Regelungen ein zeitgemässes Bundesdatenschutzgesetz mit einem harten Strafkatalog für Datenverbrechen. Zusätzlich dazu sind weitgehende Schadenersatzansprüche der Geschädigten gegen Firmen, die ihre persönliche Daten ungenehmigt weitergeben oder unsicher verarbeiten und lagern erforderlich.
„Es muss endlich Rechtssicherheit in der riesigen Grauzone des Datenbasars geschaffen werden. Derzeit verarbeiten und verkaufen internationale Datendealer-Ringe und skrupellose Unternehmen weitgehend ungestört ganz persönliche Daten deutscher Bürger. Hier sind auch eine Vielzahl von Datenlecks in privatisierten Staatsbetrieben und bei Public-Private-Partnerschaften zu schließen“, fasste Müller-Maguhn zusammen.
Forderungen
* 1. Beschränkung des Besitzverbots nach §202c StGBE auf unmittelbar kriminelle Aktivitäten
* 2. Klarstellung der Forschungsfreiheit im Computer-Sicherheitsbereich
* 3. Beschränkung des Schutzbereiches von Datenspionage auf besonders gesicherte Daten (§202b StGBE)
* 4. Klarstellende Engerfassung des Verbotes des Abfangens von elektromagnetischen Abstrahlungen
* 5. Einführung eines „Tätige Reue“ Tatbestandes für Computereinbrüche
* 6. Beibehaltung des Strafantragserfordernis (§ 205 StGBE)
* 7. Umfassende Novelierung des BDSG zur Erfassung moderner Datenverbrechen mit deutlicher Strafverschärfung
* 8. Einführung von weitgehenden Schadenersatzansprüchen für von Datenverbrechen BetroffenePassend dazu ist auch ein Kommentar in Fefe´s Blog.
Update: Joerg Heidrich, Justiziar des Heise Zeitschriften Verlags, hat auf Spiegel-Online den Gesetzesentwurf auch kommentiert: „Kontraproduktiv für die IT-Sicherheit“.
Offensichtlich nicht bedacht hat der Gesetzgeber dabei aber die Tatsache, dass solche Programme nicht nur von bösen Hackern eingesetzt werden – sondern auch von Systemadministratoren, Programmierern und Beratern: Sie dienen als unverzichtbare Werkszeuge dazu, die eigenen Systeme auf Sicherheit, Stabilität und Verwundbarkeit zu überprüfen.
[…]
Ohnehin ist die Vorstellung, mit einem Gesetz auf deutscher oder europäischer Ebene die Verbreitung solcher Werkzeuge nachhaltig zu verhindern, eher naiv – und zeugt von mangelndem Grundverständnis für das Internet. Denn ob diese Programme hierzulande angeboten werden dürfen, ist in einem globalen Netz völlig unerheblich. Angebote aus Russland oder irgendwelchen juristisch kaum zu erreichenden Karibikinseln sind stets nur einen Mausklick entfernt und bieten derartige Software nicht nur kostenlos, sondern auch in fast unbegrenzter Auswahl.
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: Dave Farber und die Netzneutralität
: Dave Farber und die Netzneutralität Die Futurezone hat den US-Netzwerkarchitekten und Kommunikationsprofessor Dave Farber getroffen und ihn zu Netzneutralität befragt.
Was also die „Net Neutrality“ angehe, so sei die Situation von AT&T mit jener der deutschen Telekom sehr gut vergleichbar, die ihr neues Glasfasernetz erklärtermaßen nicht für andere Service-Anbieter öffnen will. Dass in Europa immer wieder diskutiert werde, durch Abspaltung des „Services“-Bereichs von der Netzwerk-Infrastruktur bei Quasi-Monopolen mehr Chancengleichheit für alle Anbieter von Kommunikationsdiensten zu erreichen, „macht sehr viel Sinn“ sagt Farber.
Das europäische Instrumentarium der EU-weiten Telekom-Regulationsbehörden sei an sich gut genug, dass so ein Unterfangen erfolgreich sein könnte. Und in den USA? „In den USA wird das nicht funktionieren“, sagt Farber. Dort sei es allenfalls sinnvoll, über die Gerichte einzugreifen, denn die Judikatur arbeite generell wesentlich effizienter als die Regulationsbehörde FCC.
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: Viel Spass: Windows Media Player 11 DRM
: Viel Spass: Windows Media Player 11 DRM Windows-Nutzer sollten sich schonmal auf das neue Windows Media Player 11 DRM freuen, was demnächst in ihren Computern zu finden sein wird. Früher oder später wird es vermutlich im Rahmen eines Mediaplayer-Updates auf die Rechner kommen. The Inquirer bietet einen ersten Vorgeschmack über die nutzerfreundlichen Features: Microsoft Media Player shreds your rights. Viel Spass.
THINK DRM WAS bad already? Think I was joking when I said the plan was to start with barely tolerable incursions on your rights, then turn the thumbscrews? Welcome to Windows Media Player 11, and the rights get chipped away a lot more. Get used to the feeling, if you buy DRM infected media, you will only have this happen with increasing rapidity.
One of the problems with WiMP11 is licensing and backing it up. If you buy media with DRM infections, you can’t move the files from PC to PC, or at least you can’t and have them play on the new box. If you want the grand privilege of moving that content, you need to get the approval of the content mafia, sign your life away, and use the tools they give you. If you want to do it in other ways, you are either a lawbreaker or following the advice of J Allard. Wait, same thing.
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: Diebold Antwort auf Princeton Wahlcomputer-Studie
: Diebold Antwort auf Princeton Wahlcomputer-Studie Der US-Wahlmaschinen Hersteller Diebold hat auf die Princeton-Studie von Ed Felten & Co geantwortet.
Tenor der Diebold-Antwort: „Es wurde alte Software untersucht, es gibt längst neuere Versionen“.
Antwort von Ed Felten im Freedom-to-tinker-Blog: Die von ihnen analysierte Software wurde bei den vergangenen Wahlen eingesetzt und Diebold verkündete, dass sie absolut sicher sei.
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: Gesundheitskarte wird dreimal so teuer?
: Gesundheitskarte wird dreimal so teuer? Die FAZ berichtet, dass die geplante elektronische Gesundheitskarte „nur“ dreimal so teuer werden soll, wie geplant:
Die Karte wird demnach deutlich teurer, als Schmidt behauptet. Mindestens 3,9 Milliarden Euro errechneten die Berater. Möglicherweise kostet das Lieblingsprojekt der Ministerin sogar sieben Milliarden Euro. Darin sind die 585 Millionen Euro, die allein die Anschaffung der neuen Karte für alle 82 Millionen Versicherten kostet, noch nicht einmal enthalten. Das Gesundheitsministerium bestreitet, daß es Mehrkosten gibt.
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: Anonymer Internet-Zugang wird kriminalisiert
: Anonymer Internet-Zugang wird kriminalisiert Wie anderswo schon berichtet, wurden vor einer Woche die Festplatten mehrerer Anonymisierungs-Server in Deutschland von der Polizei beschlagnahmt, der Hintergrund waren Ermittlungen wegen
TerrorismusKinderpornografie. Kai Raven hat schon ausführlich erläutert, warum das den Staatsanwaltschaften im Zweifelsfall keine Informationen bringt.Bislang war nur die Rede von drei TOR-Nodes. Jetzt wurde bekannt, dass auch der AN.ON-Server des Unabhängigen Landeszentrums für Datenschutz in Schleswig-Holstein am 6. September beschlagnahmt wurde, der Teil des JAP-Anonymisierungsnetzes ist. Das ULD hat diese Beschlagnahme aber erst aufgrund eigener „aufwändiger Recherchen“ am 11. September herausgefunden und den Beschluss nach mehrfachem Nachhaken bei den Behörden am 13. September erhalten, wie es heute bekannt gab.
Nach der geplanten Vorratsdatenspeicherung, der jüngsten Kampagne der CDU-Landesregierung gegen den AN.ON-Server der Kieler, der Ankündigung der Bundesregierung, die Internet-Überwachung durch den Verfassungsschutz auszubauen, der Kriminalisierung von offenen WLAN-Hotspots, die einen anonymen Netzzugang erlauben, ist diese Maßnahme ein weiterer Mosaikstein, der den allgemeinen Druck auf die anonyme Nutzung des Netzes erhöht und einen Diskurs etabliert, der „Kinderpornografie“, „Terrorismus“ und „Internet“ zusammenbringt und mit dem „wer was zu verbergen hat, ist schon verdächtig“-Theorem verknüpft. Wann werden wohl die Betreiber von Cybercafes gesetzlich verpflichtet, die Daten ihrer Kunden zu speichern, wie in Polizeistaaten wie China oder Tunesien schon lange üblich? Wer ein Prepaid-Handy kauft, muss ja auch schon seinen Ausweis vorzeigen.Noch vor weniger als einem Jahr hatten Frank Rieger und Rob Gonggrijp auf dem CCC-Kongress Aufsehen erregt mit ihrer These, dass wir den Krieg gegen den Überwachungsstaat verloren haben. Ihre zentrale Schlussfolgerung:
Anonymity will become the most precious thing.
Anscheinend haben da einige Leute in den Sicherheitskreisen dieses Landes aufmerksam zugehört und versuchen nun gezielt, diesen Punkt zu treffen. Das zeigt für mich aber gerade, dass man es entgegen der Einschätzung von Frank und Rop nicht dabei belassen kann, noch bessere Krypto-Spielzeuge zu entwickeln. TOR und JAP könnte heute bereits jeder benutzen, der zuhause ins Netz geht oder in der Firma nicht hinter einer paranoiden Firewall sitzt. Das Problem ist nicht die Technik, sondern ihr öffentliches Image. Es ist nicht cool, hip oder selbstverständlich, auf seiner Anonymität im Netz zu beharren und etwas dafür zu tun, sondern gilt entweder als geekig, paranoid oder eben der Kinderpornografie verdächtig. Was fehlt, sind schlagende Argumente bzw. ihre weitere Verbreitung auf zwei Ebenen:
1) Es ist eine Selbstverständlichkeit, dass man in einer freien Gesellschaft anonym tun und lassen kann, was man will, solange man sich nicht irgendeiner Straftat o.ä. verdächtig gemacht hat. Das geht weder den Staat noch irgendwelche Provider etwas an. Punkt.
2) Die Beschränkung von Anonymität und Verschlüsselung stellt selber ein Risiko dar. Dies haben die Leute vom ULD sehr schön in ihrer Pressemitteilung herausgestellt:
Der beschlagnahmte Rechner ist Teil eines vom Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit geförderten Projektes AN.ON – Anonymität Online. AN.ON ermöglicht Nutzern des World Wide Web, mit Hilfe der Software JAP kostenlos unbeobachtet zu surfen. Es dient – wie vom deutschen Telediensterecht gefordert – der Gewährleistung des Datenschutzes im unsicheren weltweiten Netz und wird auch von vielen Unternehmen zum Schutz vor Wirtschaftsspionage genutzt.
Hier gibt es also einen Zielkonflikt zwischen dem Überwachungswahn der Polizei- und Geheimdienstfraktion auf der einen Seite und dem Interesse der Wirtschaft an Schutz ihrer Firmengeheimnisse auf der anderen Seite. Diese Argumentation hat bei der Echelon-Debatte wunderbar funktioniert, sie könnte aktuell mal wieder ausgebaut werden. Quintessenz hat das kürzlich sehr schön in bezug auf die Übermittlung der Passagierdaten in die USA gemacht:
Ein paar Wochen im Voraus zu wissen, dass z.B. ein ungewöhnlich großer Trupp Siemens-Manager nach Seattle fliegt, kann doch allemal von Interesse sein.
Also: Kommentare und Ideen erbeten. Denkt euch mal ein paar entsprechende Szenarien zum Thema nicht-anonymer Internetzugang aus.
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: Microsofts „Open Specification Promise“ – was meint die Community?
: Microsofts „Open Specification Promise“ – was meint die Community? Microsoft hat auf der Digital ID World, die gerade in Santa Clara stattfindet, ein Versprechen abgegeben: das „Open Specification Promise“. Es beinhaltet angeblich, dass die Firma bei bestimmten technischen Spezifikationen, für die Microsoft offenbar in den USA geistige Eigentumsrechte hält, verbindlich und in alle Zukunft davon absieht, Ansprüche wie Lizenzgebühren oder anderes geltend zu machen.
You don’t need to sign a license or communicate anything to anyone. Just implement. Further, you don’t need to mention or credit Microsoft. And you don’t need to worry about encumbering people who use or redistribute or elaborate on your code – they are covered by the same promise.
Das ganze wurde als großer Schritt in die richtige Richtung gepriesen. Lawrence Rosen, Autor von “Open Source Licensing: Software Freedom and Intellectual Property Law”, schrieb, dass die Open Source Community damit die Entwicklungen von MS ohne Probleme in eigenen Produkten implementieren könne, weil die OSP mit Freien und Open-Source Lizenzen kompatibel sei. Auch von RedHat, Doc Searls und anderen Szene-Größen kamen entsprechende Kommentare.
Die von dem Versprechen betroffenen Technologien sind vor allem im Bereich digitales Identitäts-Management angesiedelt. Microsoft war hier vor einigen Jahren mit dem Single-Sign-On Dienst „Passport“ grandios gescheitert und bemüht sich mit dem Nachfolger „InfoCards/Cardspace“ massiv um Akzeptanz in der Open-Source-Gemeinde.
Da ich mir seit einer Weile die Entwicklungen zum digitalen Identity-Management mit Interesse ansehe und Microsoft mit Infocards/Cardspace hier hohe Erwartungen mit hohen Glaubwürdigkeits-Anstrengungen verbindet, würde mich die genaue rechtliche Bedeutung dieses Versprechens sehr interessieren. Es ist in leider in unerträglichem Legalesisch verfasst. Gibt es schon menschenlesbare Einschätzungen aus der Juristenfraktion? Bitte melden, ich wäre sehr dankbar über jedes Feedback in dieser Richtung.
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: Sicherheitsanalyse der Diebold Wahlcomputer
: Sicherheitsanalyse der Diebold Wahlcomputer Wie war das nochmal mit dem Wahlmaschinen hacken? Ariel J. Feldman, J. Alex Halderman und Edward W. Felten haben eine Sicherheitsanalyse zu den Diebold-Wahlmaschinen veröffentlicht, die in den USA gerne verwendet werden: Security Analysis of the Diebold AccuVote-TS Voting Machine.
This paper presents a fully independent security study of a Diebold AccuVote-TS voting machine, including its hardware and software. We obtained the machine from a private party. Analysis of the machine, in light of real election procedures, shows that it is vulnerable to extremely serious attacks. For example, an attacker who gets physical access to a machine or its removable memory card for as little as one minute could install malicious code; malicious code on a machine could steal votes undetectably, modifying all records, logs, and counters to be consistent with the fraudulent vote count it creates. An attacker could also create malicious code that spreads automatically and silently from machine to machine during normal election activities — a voting-machine virus. We have constructed working demonstrations of these attacks in our lab. Mitigating these threats will require changes to the voting machine’s hardware and software and the adoption of more rigorous election procedures.
Das ganze Papier gibt es als PDF hier.
Dazu gibts auch ein anschauliches Video:
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: Open Source Hardware mit OpenSPARC
: Open Source Hardware mit OpenSPARC Techworld berichtet über das erste Release von SUN und ihres OpenHardware-Projektes „OpenSPARC“: Say hello to open-source hardware.
OpenSparc is an experiment at creating an open source community around Sun’s Sparc hardware architecture, in the hopes of getting similar benefits to those found in open source software development communities. Sun released the T1 design in December 2005 under the GNU Public License. Simply RISC has taken Sun up on its offer with the S1 Core, available for download from the Simply RISC site. The S1 also uses the GPL, can run Solaris Unix and Ubuntu Linux, and targets embedded devices such as PDAs and set-top boxes.
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: Phishing: Nachlässige Unternehmen und dumme Nutzer
: Phishing: Nachlässige Unternehmen und dumme Nutzer Die Deutsche Welle berichtet über Phishing: Die wundersame Welt der Internetbetrüger
Basare, Bewertungssysteme und Betrug: Internetkriminelle betreiben eine florierende Untergrundwirtschaft und scheuen die Öffentlichkeit nicht. Nachlässige Unternehmen und dumme Nutzer helfen ihnen dabei.
[via]
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: Jungle World: Gerrt Lovink erklärt das neue Netz
: Jungle World: Gerrt Lovink erklärt das neue Netz „Zugriff verweigert“ ist – für Bildschirmleseverhältnisse – ein Monster von einem Text. Am besten ausdrucken und morgen in aller Ruhe auf dem Balkon oder in der Badewanne lesen.
Neben der Kritik am Web 2.0, dem Haupt- und Titelthema des für die Jungle World ausgekoppelten Textes, sprang mir gerade beim Überfliegen der Aspekt des „nationalisierten Cyberspace“ ins Auge:
Manch einer vermag sich kaum vorzustellen, was es bedeutet, dass der englischsprachige Anteil am Inhalt des Netzes deutlich unter 30 Prozent gesunken ist. Durch diese Verwendung anderer nationaler Sprachen hat das Wachstum des Internet gleichzeitig zu einer »Nationalisierung« des Cyberspace geführt – entgegen der Vorstellung vom grenzenlosen Netz, das vielleicht nie existiert hat.
Ich hatte es ja früher mal mit den global villages(!) nach McLuhan vs. Rötzers Grundmodell einer Telepolis, dachte dabei aber weniger an Sprachbarrieren, sondern eher an die – mitunter engstirninge – Fokussierung auf Partikularinteressen und jägerzaunkulturelles Abgrenzungsverhalten. Wie auch immer: Das Buch zum von Felix Kurz übersetzten Textausschnitt erscheint 2007 bei Routledge, New York.
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: CDT: Evaluierung von DRM-Frameworks
: CDT: Evaluierung von DRM-Frameworks Das „Center for Democracy & Technology“ hat heute eine Studie zur Evaluierung von DRM vorgestellt. Hier ist die Pressemitteilung: Paper Offers Framework For Evaluating Digital Rights Management (DRM).
The Center for Democracy & Technology (CDT) today released a document designed to help promote a greater public understanding of the choices and tradeoffs associated with products and services that include Digital Rights Management (DRM) technology. The paper details a series of „metrics“ for evaluating DRM that fall into four major categories: transparency, effect on use, collateral impact, and purpose/consumer benefit. The paper is aimed at fostering greater public understanding and discussion of DRM, on the assumption that marketplace pressures from an informed consumer base can help promote a market for digital media products that is diverse, competitive, and responsive to reasonable consumer expectations.
Und hier ist die Studie (PDF / 1,9 MB). Dazu gibt es auch noch ein „DRM Metrics Quick Reference Chart“.
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: Kopierschutz entmündigt!
: Kopierschutz entmündigt! Disclaimer: Alles Material dieses Beitrages steht auch zu kommerziellen Zwecken unter der Quellangabe „CCC“ honorarfrei zur Verfügung. Die traditionelle Presse ist herzlichst eingeladen, sich zu bedienen.
Heute beginnt in Berlin die Internationale Funkausstellung (IFA). Übliche Verdächtige aus dem netzpolitischem Umfeld brachten einen Warnhinweis vor der Bevormundung durch Kopierschutzsysteme am Messegelände an:

Hier ein zweiminütiges Beweisvideo via YouTube. Es lässt sich auch als kleine (8 MB) und große (27 MB) Datei im Freien Standard OGG sowie mit H264 kodiert (AVI, 20 MB) herunterladen. Gerne stellen wir zur Weiterverwendung das Quellmaterial in Originalqualität (DV) zur Verfügung. Bitte schreibt eine Mail an wetter(@)berlin.ccc.de.
Passend dazu gibt es hier mal fünf kurze Punkte, weshalb Du Dich kritisch mit dem dort beworbenen Themen DRM / Kopierschutztechnologien auseinander setzen solltest.
Warum solltest Du Dir Gedanken darüber machen?
1) Du verliert die Kontrolle über Deine eigene Hardware. Die Kontrolle über Deine eigenen Computer und elektronischen Geräte übernehmen die Anbieter der DRM-Systeme. Diese können Dein Medienverhalten einschränken und überwachen. Und Dir jederzeit den Zugriff auf die erworbenen Medien entziehen. Schau mal in die Allgemeinen Geschäftsbedingungen.
2) Du verlierst traditionelle Verbraucherrechte. Du verlierst das Recht, die erworbenen Medien zu verkaufen oder zu verleihen. Du wirst nicht mehr in der Lage sein, Privatkopien anzufertigen oder Deine Medien mit Freunden und Deiner Familie zu teilen.
3) Du solltest Dir Sorgen um Deine Privatsphäre machen. Möchtest Du, dass eine detaillierte Übersicht über Dein Medienverhalten ähnlich gespeichert wird, wie Deine Telefonrechnung? Auf den Servern von Firmen, die Du nicht kontrollieren kannst und ggf. mit dem Zugriff durch Sicherheitsbehörden? Wo Data-Mining Programme mehr über Dich herausfinden können, als Du denkst? Willst Du, dass die Musikindustrie weiss, wann Du im Schlafzimmer Kuschelrock hörst?
4) DRM-Infrastrukturen eigenen sich hervorragend zur Zensur. Mit denselben Systemen, die hier Deinen Medienkonsum kontrollieren wollen, können in z.B. China auf allen Rechnern die Wörter „Demokratie“ oder „Dalai Lama“ zensiert werden.
5) Kopierschutz und DRM-Infrastrukturen sind teuer und müssen von irgendwem bezahlt werden. Die Rechnung ist ganz einfach: Du zahlst als Verbraucher höhere Preise und die Künstler bekommen weniger Einkommen.
Kopierschutz entmündigt Dich in Deinem Medienkonsum. Nutze Deine Macht als Verbraucher und boykottier diese Technologien einfach!
Natürlich gibt es noch mehr Punkte, weshalb man DRM boykottieren sollte. Du kannst ja weitere Punkte in den Kommentaren ergänzen.



In hoher Auflösung gibt es die Bilder hier, hier und hier. Nachdruck ist mit Quellenangabe „CCC“ oder „Chaos Computer Club“ ausdrücklich erlaubt.
– More coming soon –
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: Web 3.0 schon in der Mache?
: Web 3.0 schon in der Mache? So jedenfalls kommt es in einem Artikel der Libération daher. „Auf dem Weg zum Web 3.0″ von Pierre Haski:
„Man muss von ‚2.0′ sprechen, um auf der Höhe der Zeit zu sein, auch wenn das Konzept soviele Definitionen hat wie es Internetsurfer gibt – also wirklich viele… Es ist die Zeit totaler Interaktivität, verknüpfter Systeme, der Community-Seiten, der von Usern selbst erstellter Inhalte. Das ist die wahre Internetrevolution. Das Internet ist nicht mehr nur eine einfache ‚Leitung’, um Inhalte zu verbreiten, sondern auch eine neue Art des Austauschs, des Teilens, des gesellschaftlichen Lebens… Das Web 2.0 markiert das Ende des Gestotters im Netz und den Anfang einer vereinteren Welt. Man beginnt bereits vom ‚Web 3.0’ zu sprechen, da der rasante technische Fortschritt zu neuen Konzepten führt. Festhalten, es hat gerade erst begonnen.“
Ich spreche praktisch kein französisch, kann jemand aushelfen und sagen, ob auch etwas interessantes in dem (scheinbar betont feulletonistischen) Artikel steht?
[via]
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: Apple und Lenovo weisen Kritik an Greenpeace-Ranking zurück
: Apple und Lenovo weisen Kritik an Greenpeace-Ranking zurück Lenovo und Apple haben beleidigt auf das Greenpeace Konzern-Ranking reagiert, worüber wir gestern berichtet hatten. In dem Ranking ging es darum, welche grossen Elektro-Konzerne am besten ihre Nachhaltigkeits-Hausaufgaben gemacht haben, mittlerweile auf Schadstoffe verzichten und ein Recycling ihrer Produkte anbieten.
Lenono verwendet laut Greenpeace immer noch die Gefahrstoffe PVC (Plastik) und BFR (bromierte Flammschutzmittel) und nehme nicht in allen Ländern Geräte zurück. Ein Lenovo-Sprecher erklärte gestern laut de.internet.com, dass sein Unternehmen sich weltweit an die notwendigen Umweltschutznormen halte oder sie sogar übertreffe. Das Greenpeace-Ranking zeige nicht, was Lenovo tatsächlich für die Natur tut. Geschäftsleute könnten z.B. ihre Geräte recyclen lassen, aber das würde man nicht auf die Homepage schreiben. Soso.
Apple wurde kritisiert, weil das Unternehmen keine Lite mit verwendeten gefährlichen Substanzen transparent publizieren würde. Es gäbe auch kein klares Bekenntnis, auf BFR- und PVC-Substanzen zu verzichten. Pluspunkt machte Apple dadurch, dass sie wenigstens keinen Elektromüll exportieren würden. Apple wiederum ist der Meinung, dass die Kritierien falsch angelegt seien. Noch würde eine kleine Menge Quecksibler in den Flachbildschirmen verwendet werden, aber man schaue sich nach Alternativen um. Röhrenmonitore mit Kadmium seien aus dem Programm genommen worden.
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: New York Times versteckt Inhalte vor den Briten
: New York Times versteckt Inhalte vor den Briten Ein Artikel der New York Times wurde online für britische Leser gesperrt, berichtet The Inquirer. Der Artikel „Details Emerge in British Terror Case“ behandelt die Ermittlungen im jüngsten Fall der mit Flüssigsprengstoff versuchten Anschläge auf Transatlantikflüge. Begründet wird dies mit einer Auskunft der Rechtsabteilung:
On advice of legal counsel, this article is unavailable to readers of nytimes.com in Britain. This arises from the requirement in British law that prohibits publication of prejudicial information about the defendants prior to trial.
Eine ausführliche Begründung gibt es hier: Times Withholds Web Article in Britain.
UPDATE: Offenbar scheitert die Sache ziemlich: New York Times’ no-Brit piece is a failure, Say Canadians, Aussies, Irishmen.
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: Greenpeace veröffentlicht Hitparade der ökologischsten Konzerne
: Greenpeace veröffentlicht Hitparade der ökologischsten Konzerne Greenpeace International wird nicht müde, die Umweltsünden der großen Konzerne aufzuspüren und publik zu machen. Andersherum lobt die Organisation auch die Bestrebungen von Firmen, ökologischer, schadstoffarmer und umweltfreundlicher zu produzieren: Im online veröffentlichten „Green Electronics Guide“ werden die Hersteller von elektronischen Unterhaltungsprodukten aufgelistet, ihre Bemühungen sowie auch ihre Reaktionen auf Vorwürfe seitens der Umweltschützer und der Kunden. Als Kriterien gibt Greenpeace zuerst die zwei Hauptintentionen an, die die Unternehmen signalisieren sollten: Inwieweit sie toxische Substanzen aus den Produkten verbannen und wie groß ihre Bemühungen sind, alte Produkte zurückzunehmen und wiederzuverwerten.
Ganz oben steht der finnische Mobilfunkhersteller Nokia: Der bekommt ein „gut“ für seine Versuche, giftige Chemikalien zu recyceln. Seit Ende des letzten Jahres enthalten die Handys kein PVC, dennoch verliert die Firma Bonuspunkte, weil sie keine Zahlen darüber liefert, wie viele Geräte sie bislang überhaupt recycelt hat. Dicht auf den Fersen ist ihr der Computerhändler Dell, mit einigem Abstand folgen Hewlett Packard, Sony Ericsson und Samsung.
Am schlechtesten schneidet auf der Rangliste der PC-Hersteller Lenovo ab, der in allem Kategorien aufholen sollte. Knapp über ihm ist das Mobilfunkunternehmen Motorola, das von seinem Versprechen Abstand genommen hat, kein PVC mehr zu verwenden.
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: Deutschlandradio über Netzneutralität
: Deutschlandradio über Netzneutralität Das Deutschlandradio hat am Samstag einen kleinen Bericht über die Diskussion um Netzneutralität in den USA gesendet: Multimedia-Bremse im Netz. (MP3)
Den Telefongesellschaften schon längst ein Dorn im Auge, werden solche Internet-Verbindungen bald rätselhaft langsam und störanfällig werden – fürchtet auch Tim Berners Lee, Direktor des World Wide Web-Konsortiums, der im englischsprachigen Raum als dessen Erfinder gilt:
Netz-Neutralität ist wirklich so wichtig für die Arbeitsweise des Internet. Netz-Neutralität ist die Art und Weise, in der das Internet funktioniert, seit es begann. Was jetzt anders ist, ist die Bedrohung. Es ist immer noch so, dass wir mehr für eine bessere Verbindung zahlen. Niemand bestreitet das. Aber es würde weitgehend wie Kabelfernsehen funktionieren.