Technologie
Künstliche Intelligenz, Drohnen, selbstfahrende Autos, Cyborgs, Roboter und IT-Sicherheit.
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: Audio: Wendy Seltzer über Broadcast Flag und Chilling Effects
: Audio: Wendy Seltzer über Broadcast Flag und Chilling Effects Cory Doctorow hatte Wendy Seltzer in seiner Vorlesung und verlinkt die Audioaufzeichnung auf BoingBoing: Audio of activist lawyer talk on Broadcast Flag and Chilling Effects.
The audio of Wendy Seltzer’s talk at my USC lecture series is now online. Wendy, an activist lawyer, is the co-founder of Chilling Effects and the Digital Television Liberation Front, two critical projects for defending Internet freedoms. She discussed the ways that „takedown notices“ and the Broadcast Flag proposal threaten the future of PCs and free speech. Wendy is one of the few lawyers who also writes software, and her perspective on this is that of a lawyer and self-taught coder, a great combination for understanding how a sane set of Internet laws would work. Towards the end of the talk, Wendy was joined by Wired News’s Quinn Norton, who talked about her experiences covering the Swedish Pirate Party movement.
Hier ist die 45MB grosse MP3 mit 1:38:44 Länge.
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: Wahlcomputer sind unsicher und gehören verboten
: Wahlcomputer sind unsicher und gehören verboten Die niederländische Initiative „Wir vertrauen Wahlcomputern nicht“ hat heute die Ergebnisse ihrer in enger Kooperation mit dem Chaos Computer Club durchgeführten Analyse von Nedap-Wahlcomputern publiziert. Nedap-Wahlcomputer, nahezu baugleich zu den niederländischen Geräten, sind auch in Deutschland zugelassen und im Einsatz. Die Bauartzulassung der Nedap-Wahlcomputer in Deutschland beruht auf einem Gutachten der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB).
Die Analyse zeigt auf, dass
* Wahlcomputer keinen effektiven Schutz gegen Stimm-Manipulation bieten,
* die Software der Wahlcomputer einfach auszutauschen und zu manipulieren ist,
* das Wahlgeheimnis durch die Wahlcomputer kompromittiert wird,
* Manipulationen an Wahlcomputern praktisch nicht nachgewiesen werden können,
* Wahlcomputer den gesetzlichen Vorgaben in keiner Weise genügen.Und man kann auf den Wahlcomputern Schach spielen, auch wenn das die Herstellerfirma nicht glauben mag. Hier ist das Video einer gestern in den Niederlanden ausgestrahlten Sendung, die das beweist. Leider nur Windows Media Stream, kann das mal jemand befreien? Sehr vertrauenswürdig ist auch das Passwort für den Support-Zugang, das lautet tatsächlich: „GEHEIM“.
Computersystemen sind für Wahlen nicht geeignet. Die politische Forderung ist ganz einfach: Ein vollständiges Verbot von Wahlcomputern für Bundes‑, Landtags- und Kommunalwahlen!
Hier ist die Pressemitteilung des Chaos Computer Club dazu: Chaos Computer Club fordert Verbot von Wahlcomputern in Deutschland
Hier ist der ausführlche Prüfbericht als PDF.
Heise: Niederländische Bürgerinitiative knackt Nedap-Wahlcomputer.
Über das Thema hatte ich schonmal mit Andreas Bogk vom CC gesprochen: Netzpolitik-Podcast: Wahlmaschinen hacken. Hier ist die MP3-Datei dazu.
Update:
Bei ZEIT-Online ist ein schöner Artikel dazu: Prozente nach Belieben.
Gonggrijp hatte sich seine Aufgabe deshalb viel schwieriger vorgestellt, sagt. „Es gab keine Kryptographie, wir mussten keine Schlüssel suchen,“ sagt er, fast ein wenig enttäuscht. Das Wahlgerät kauften die Hacker von einer Gemeinde. Jeder kann das machen. Den 28 Kilogramm schweren, sperrigen Koffer fuhren sie in dann das Büro von „Wij vertrouwen stemcomputers niet“ (Wir vertrauen Stimmcomputern nicht), einer Mischung zwischen Hacker Club und Bürgerinitiative. „Wir sind ein wenig Hacker und ein wenig politisch,“ sagt Gonggrijp. Sie waren zu siebt, vielleicht zu neunt, so genau will Gonggrijp sich da nicht festlegen. Auch seine Freunde vom Chaos Computer Club in Berlin kamen. Alles Leute, die von sich sagen, das Thema Sicherheit „hobbymäßig“ zu betreiben. Das Fernsehen zeigte Gongrijp, wie er das Gerät aufschraubt. Drinnen sah man eine grüne Platine. Nach fünfeinhalb Wochen Arbeit zählte das Gerät so, wie sie es wollten. „Das war leichter, als ein Handy zu knacken,“ sagt Gonggrijp.
UPdate:
Heise berichtet weiter: CCC fordert Verbot von Wahlcomputern – Nedap wehrt Vorwürfe ab. Und das mit dem Vorwürfe abwehren klingt dann so:
In einer Stellungnahme zur TV-Sendung am gestrigen Mittwoch hält der niederländische Hersteller unterdessen fest, dass die Nedap-Wahlmaschine „hervorragend funktioniert“. „Die Wahlmaschine erledigt genau das, was ihr aufgetragen wird. Dies wurde auch von allen Beteiligten erwartet und bestätigt“. Der von der Bürgerinitiative gewählte Name „Wir vertrauen Wahlmaschinen nicht“ sei unangebracht. Lauten sollte er vielmehr „Wir vertrauen Menschen nicht“, da ja nicht die Maschinen sondern die Menschen, die das System manipulierten, die „Bösen“ seien.
Ja, genau…
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: Wer braucht schon Computer in Schulen?
: Wer braucht schon Computer in Schulen? Die Netzeitung berichtet: Deutschlands Lehrer mehrheitlich PC-Muffel
Deutsche Lehrer setzen im Vergleich zu ihren europäischen Kollegen im Unterricht nur sehr selten Computer ein. Wie die Europäische Kommission in einer Studie ermitteln ließ, hat fast jeder vierte Lehrer im vergangenen Jahr kein einziges Mal einen Computer im Unterricht genutzt. Von den übrigen 78 Prozent nutzten deutlich mehr als die Hälfte die Rechner nur sehr selten; in höchstens einer von zehn Stunden, berichten die «Ruhr Nachrichten».
Die gute Nachricht ist ja, dass diese Lehrer mehrheitlich in den nächsten zehn Jahren in Rente gehen. Die schlechte Nachricht ist, dass bis dahin eine Generation Schüler nicht wirklich in digitaler Medienkompetenz unterrichtet und auf das digitale Zeitalter vorbereitet wurden.
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: The big DRM mistake
: The big DRM mistake Im Register gibt es einen lesenswerten Kommentar über „The big DRM mistake – It just doesn’t make sense…“. Der Autor verarbeitet dort seine Erfahrungen als Konsument mit DRM geschützt Werken und fragt ausführlich nach dem (Un-)Sinn mit guten Argumenten.
DRM has wormed its way into the imaginations of Hollywood, the RIAA, and publishers, and they in turn have convinced the computer industry (who, it must be admitted, needed little convincing) that DRM must be applied and supported throughout their products. To The New Yorker, I’m sure that DRM made lots of sense. In reality, though, it doesn’t. DRM has angered this customer (and many others), eviscerated my Fair Use rights, ultimately rendered the money I spent moot, and it can still be copied anyway! Where does that leave the publisher? It sounds to me like we were both – consumer and publisher – sold a bill of goods. Welcome to the future!
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: Salon.com über den Kampf um Netzneutralität
: Salon.com über den Kampf um Netzneutralität Sehr ausführlich berichtet der Salon.com Artikel „The telecom slayers“ über den politischen Kampf in den USA um Netzneutralität:
In the Capitol Hill battle over Net neutrality, a ragtag army of grass-roots Internet groups, armed with low-budget videos, music parodies and petitions, have the corporate telecoms, and their allies in Congress, on the run.
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: drm.info
: drm.info drm.info ist eine neue Informationsplattform zum Thema „Digital Restriction Management“, die soeben federführend von der Free Software Foundation Europe sowie weiteren Organisationen gelauncht worden, wozu auch dieses Blog zählt. Die Plattform ist ein Beitrag zur globalen Debatte rund um DRM und Kopierschutzsysteme. In mehreren Sprachen soll zukünftig ausführlich über das Thema informiert und von zivilgesellschaftlicher Seite Stellung bezogen werden.
Der Start dieser Kampagne ist unser Beitrag zum internationalen “Day against DRM”, welcher heute von der Defective by Design Kampagne organisiert wird.

Wer mitmachen möchte: Mit einem Link ist man schon dabei. Eines der Ziele ist, durch die praktische Domain möglichst weit oben bei Suchmaschinen zu erscheinen und viele Nutzer zu erreichen – und hier hilft eine gute Verlinkung.
Weitere Informationen finden sich in diesem Beitrag zum „Day against DRM“.
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: Digital Rights Management
: Digital Rights Management
Heute findet der erste internationale “Tag gegen Kopierschutz (Day against DRM)” statt. Organisiert wird er von der Defective by Design – Kampagne und bisher gibt es mehr als 200 Aktionen, die heute offline wie online in zahlreichen Städten, Ländern und Kontinenten durchgeführt werden.Unser Beitrag zu diesem Tag ist neben diesem Blog-Eintrag die internationale Plattform drm.info, die heute federführend von der Free Software Foundation Europe, und weiteren Organisationen gelauncht wurde.
Worum gehts?
Digital Restriction Management ist eine Technik, die alle Computer, Abspielgeräte, Mobiltelefone und andere Medien betrifft. Sie soll die Rechte urheberrechtlich geschützter Werke „managen“, also verwalten. Um jemanden Abspielrechte zu verwehren, muss ein DRM-System allerdings die Abspielgeräte kontrollieren. Dem Nutzern muss also die Macht über seine Geräte genommen werden, damit er verbotene Abspielvorgänge garnicht erst tätigen kann.
DRM betrifft Dich. Du kennst es vielleicht als “Digital Rights Management” (DRM) oder als “Technological Protection Measures” (TPM). Diese Begriffe drücken aus, was DRM-Befürworter als Verwendung und Rechtfertigung für Digital Restriction Management sehen. Sie verstecken aber, was die Technik letztendlich erreichen muss: Sie beschränkt die Nutzer eines Computers oder anderen Geräte nach dem Willen Dritter – mit oder ohne Einwilligung des Nutzers.
DRM ist eine Risikotechnologie, die massive Eingriffe in Gesetzgebung, Verbraucher- und Bürgerrechte und vor allem Infrastruktur erfordert. Und damit ist sie eine erhebliche Gefahr für den Zugang zu Wissen, Innovation, Demokratie sowie der freien und nachhaltigen Entfaltung eines offenen Internets.
Werde aktiv!
Wer eigene Grafiken, Bilder oder Banner zum Thema hat und Flickr nutzt: Bei Flickr gibt es eine Defective by Design Gruppe zum kollaborativen Sammeln. Das Tag dafür ist „Defective By Design“. Wer kein Flickr nutzt, kann diese auch in ein Blog stellen und in den Kommentaren verlinken.
Wir brauchen mehr Designer und Multimedia-Produzenten, die uns helfen, das Thema und die Kritik populärer zu machen und die Hintergründe zu visualisieren. Ein tolles Beispiel ist die kurze Animation „Trusted Computing“ von Benjamin Stephan und Lutz Vogel. Diese studentische Arbeit wurde bereits von hundertausenden Menschen gesehen und gewann Preise auf Festivals.

Warnhinweise vor Kopierschutz/DRM gibt es zum Ausdrucken und selber Aufkleben bei Defective by Design:
* DRM Warning Label Color Sticker (Avery 5160) PDF
* DRM Warning Label Black and White Sticker (Avery 5160) PDFDie Problematiken rund um DRM können auch in Weblogs, Podcasts oder anderem Medium thematisiert werden. Weiter unten finden sich viele nützliche Ressourcen dafür. Weitere interessante Links, Kampagnen und Zitate, die wir hier noch nicht haben, können gerne in den Kommentaren ergänzt werden.
Aber am einfachsten ist, auf DRM/Kopierschutz-verseuchte Medien hinzuweisen und sie zu boykottieren und damit die eigene Macht als Verbraucher zu nutzen.
Weitere Informationen zu DRM / Kopierschutz:
Im Rahmen der IFA hatten wir schon eine kleine Aktion im Vorfeld dieses Aktions-Tages gemacht: Kopierschutz entmündigt! Hinter dem Link gibt es noch weitere Argumente gegen DRM / Kopierschutz, weitere Bilder und ein kleiner Film der Aktion.

Zur Popkomm 2005 haben wir uns die tollen neuen Online-Stores genauer angeschaut, die Musik mit DRM verkaufen. Dieser Testbericht ist immer noch erschreckend aktuell: Ausgeschlossen und restriktiv: Music-Stores im Netz. Auf iRIghts.info gibt es eine geänderte Fassung des Artikels.
Wer sich mehr für die Auswirkungen von DRM/Kopierschutz auf Wissenschaft und Forschung interessiert, findet viele Informationen beim Aktionsbündnis „Urheberrecht für Bildung und Wissenschaft”.
Warum DRM Schrott ist, zeigt dieser Film. Und dieses anschauliche Kinderbuch wurde auch schon ins deutsche übersetzt: The pig and the box.
Die Verbraucherschutzzentralen in Deutschland führen im Moment eine Kampagne für mehr Verbraucherrechte im Urheberrecht durch. Wir waren beim Start dabei und haben ausführlich von der Pressekonferenz berichtet: Massive Kritik an Urheberrechtspolitik von den Verbraucherzentralen. Dabei entstanden auch zwei Video-Interviews, die sich auch hinter dem Link befinden.Am 26. Januar waren wir auf der nicht-öffentlichen Ahörung der Bundesregierung zum 2. Korb der Urheberrechstreform. Wir waren damals dabei und haben mit einem Live-Stream und Live-Bloggen für etwas Transparenz gesorgt.
Viele Informationen bietet auch die Electronic Frontier Foundation: „Digital Rights Management and Copy Protection Schemes“. Dort findet sich auch ein „The Customer Is Always Wrong: A User’s Guide to DRM in Online Music“, der Vorbild für unseren Music-Store Test war. Sehr schön ist auch die kurze EFF-Animation “The Corruptibles“.
In Grossbritanien ist die parlamentarische “All Party Internet Group” mit interessanten Vorschlägen an die Öffentlichkeit gegangen, wie man mit DRM umgehen sollte. Eine ihrer Kernforderungen ist die Kennzeichnungspflicht für DRM-Erzeugnisse. Eine sehr sinnvolle verbraucherpolitische Forderung, die für mehr Transparenz sorgen kann.Sehr viele deutsch-sprachige Informationen bietet iRights.info. Das Portal hat auch schon zu Recht den Grimme Online Award gewonnen. Im Artikel „Rechte oder Restriktionen?“ geht es um DRM.

[via]Viele Informationen bietet auch Privatkopie.net.
Die Consumer Digital Rights Kampagne von BEUC, dem Dachverband der europäischen Verbraucherschützer,gibt es auch in deutsch. Consumer Digital Rights klärt über Verbraucherrechte in der Urhebergesetzgebung auf und fordert mehr Verbraucherrechte und weniger DRM.
Für einen Vortrag auf dem 22. Chaos Communication Congress zum Thema “Sonys digitaler Hausfriedensbruch” hatten wir uns mal die Entwicklungen rund um das Sony Rootkit angeschaut und eine Zeitleiste erstellt.
Beim Chaos Computer Club findet sich eine etwas ältere Infoseite: Digitaler Maulkorb?
Lesenswert ist die Disseration von Julius Mittenzwei zum Thema “Informationen zur Rechtewahrnehmung im Urheberrecht – Der Schutz von Digital Rights Management-Systemen und digitalen Wasserzeichen durch § 95c UrhG“. Das PDF hat 237 Seiten, ein interessantes Literaturverzeichnis und auch sonst sind viele wichtige Fragestellungen aus juristischer und technischer Sicht enthalten.
Das “Center for Democracy & Technology” aus den USA hat eine Studie zur Evaluierung von DRM veröffentlicht.
Das PC Magazin hat eine Kampagne gegen DRM und Kopierschutz gestartet: “Kopierschutz – Nein Danke!“. Aktuell ist auch die „Wir haben bezahlt“-Kampagne.
Das Bundeskabinett hat am 22. März den 2. Korb der Urheberrechtsform verabschiedet und an den Bundestag übergeben. Die „Reaktionen zum 2. Korb Kabinettsbeschluss“ hatten wir damals ausführlich zusammen gefasst.
Der „DRM-Talk“ des Digital Rights Aktivisten Cory Doctorow auf einer Microsoft-Konferenz ist sehr unterhaltsam. Auf 14 Seiten gibt es eine Zusammenfassung, weshalb DRM technisch nicht funktioniert, weshalb die Verbraucher da nicht mitspielen und vieles mehr. Kernforderung ist, dass endlich mal Lösungen geschaffen werden müssen, die Verbraucher wollen. DRM gehört nicht dazu.

Zitate zu DRM:
Lawrence Lessig im schweizer Tagesanzeiger:
Was halten Sie von Digital Rights Management, kurz DRM?
Das ist eine Problemlösung, die selber eine Reihe grösserer Probleme schafft. Die Auswirkungen sind dieselben, wie wenn Sie das Gift DDT gegen Unkraut spritzen: Das Unkraut ist garantiert tot – aber zugleich haben Sie einen Haufen ekliger Umweltprobleme.
Können Sie das konkreter formulieren?
DRM löst einen winzigen Teil des ganzen Problemkreises: Es rettet das Geschäftsmodell der Industrie, welche kommerzielle Inhalte produziert. Aber DRM sperrt Kultur in technischen Geräten ein – und die Maschine gibt Ihnen nur Zugriff, wenn Sie den richtigen Schlüssel haben. Das bedeutet wahrscheinlich, dass wir in zehn Jahren überhaupt keinen Zugriff mehr darauf haben, weil sich die Software ändert. Die Bücher aus dem 16. Jahrhundert hingegen können wir heute noch lesen, wir müssen sie nur aufschlagen.
Peter Lee, Manager bei Disney (aus dem Economist):“If consumers even know there’s a DRM, what it is, and how it works, we’ve already failed”.
Technology Review hat den Sicherheitsexperten Bruce Schneier zum Sony-Rootkit und DRM befragt: Kopierschutz als Sicherheitsrisiko.
TR: Sagen wir, Sie sind ein Kunde, der digitale Inhalte kaufen will, aber gleichzeitig die Kontrolle über seinen Rechner behalten möchte. Was würden Sie tun?
Schneier: Ich würde meinem Kongressabgeordneten schreiben. Wenn die Kunden nur das kaufen können, was ihnen angeboten wird und all diese Angebote einen Kopierschutz enthalten, bekommen die Kunden letztlich nicht das, was sie wollen. Dem Kundenwunsch wird nur dann entsprochen, wenn die Gesellschaft seine Erfüllung einfordert oder die Firmen dazu gezwungen werden. Wir könnten die Medienfirmen boykottieren, aber das wird wohl kaum passieren. Auch die Boykottmaßnahmen gegen Sony BMG hielten sich nicht – und die Medienkonzerne wissen das.
Der “Verband unabhängiger Tonträgerunternehmen, Musikverlage und Musikproduzenten e.V.” (VUT), der Verband der Indie-Labels im Musikbereich, hat die Kampagne „Respect The Music – Copy Protection Free“ gestartet.
Dort heisst es:
1. DRM und Kopierschutz sind nicht die Lösung des Problems der Musikindustrie. So, wie diese Techniken bislang gestaltet werden, helfen sie eher, auch noch die letzten „ehrlichen“ Musikkäufer zu verprellen und in die Piraterie zu treiben.
Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) in einer Pressemitteilung zum Urheberrecht: “Schulen und Wissenschaft werden von digitalem Wissen abgeschnitten“.
Der vzbv befürchtet durch die DRM-Systeme eine Einschränkung des Zugangs breiter Bevölkerungsschichten zu Informationen und Kultur. Wenn für jeden Informationsabruf, das Hören eines Musikstückes oder das Sehen eines Dokumentarfilms Geld verlangt werden kann, ohne dass eine Aufzeichnung gestattet wird, besteht die Gefahr einer Verknappung und Verteuerung von Informationen, Kulturwerken und Beiträgen der Wissenschaft. Dies kann nicht im Interesse des Allgemeinwohls liegen. DRM-Systeme können auch genutzt werden, um das Verhalten der Nutzer am PC oder anderen Endgeräten aufzuzeichnen und zu kontrollieren. Dies ermöglicht die Bildung von Nutzerprofilen und bedeutet einen erheblichen Eingriff in die Privatsphäre.
Mathias Schindler hat das Prinzip der DRM-Nutzungslizenzen auf klassische Bücher übertragen .
3. Es darf nur eine Person gleichzeitig in das Buch sehen.
4. Das Buch schließt sich automatisch am 31. Dezember 2010. Vielleicht auch später.
5. Meistens sollte das Buch aufklappbar sein.
6. Vielleicht polieren wir das Buch manchmal auf.
7. Wenn das Buch nicht aufklappt, dann kann man daran nichts ändern.
8. Der Kunde hat ein halb geöffnetes Buch zu dulden.Volker Grassmuck in der FIfF-Kommunikation 4/2002:
Das Ende des Allzweck-Computers steht bevor – Die Datenherren planen die Aufrüstung des Cyberspace zu einer Welt des totalen „Digital Restrictions Management“„DRM“ wird in der Presse, aber auch von der Branche selbst, gern mit „Kopierschutz“ übersetzt. Das ist eine Verniedlichung. Suggeriert es doch einen Mechanismus im jeweiligen digitalen Objekt und vielleicht noch ein Gegenstück in der Darstellungs-Software, also eine lokale, auf den urheberrechtlichen Schutzgegenstand beschränkte Lösung. Tatsächlich zielt DRM auf einen globalen Umbau der digitalen Infrastruktur. Hard- und Software von Rechner und Netz sollen, wenn es nach dem Großprojekt DRM geht, systemweit, flächendeckend und lückenlos auf die partikularen Interessen der Rechteindustrie ausgerichtet werden. In letzter Konsequenz zielt es auf das Verbot des Allzweck-Computers.
Privates Kopieren und Tauschbörsen werden zum Buhmann aufgebaut, um drastische Maßnahmen zu rechtfertigen: immer neue Kontroll- und Überwachungstechnologien bis hin zu Viren und anderen Mitteln, PCs zu schädigen, das gesetzliche Verbot, sich dagegen zur Wehr zu setzen, und umgekehrt gar eine gesetzliche Erlaubnis, private PCs zu hacken. In der Presse ist bereits von einem „Cyberwar“ die Rede, von einem „Bürgerkrieg der Industrie gegen ihre Kunden.“
Professor Dr. Rüdiger Weis:
„Apple bildet leider die Speerspitze bei der Nutzerentmuendigung mittels DRM und „Trusted“ Computing Ueberwachungshardware. Mittelfristig werden Apple-Intel-PC Nutzer zu Podslaves(TM?).“
Weitere News:
25. September 2006 – Britische Nationalbibliothek warnt vor DRM
23. September 2006 – Frankreich: Selbstanzeigen wegen DRM-Gesetzgebung
5. September 2006 – Neuseeland reguliert staatlichen DRM-EinsatzUpdate:
Hier ist die erste Lesereinreichung und zwar hat Mat die Warnhinweise ins deutsche übersetzt und ein PDF sowie ein PNG erstellt. „Man nehme Zweckform No. 4781.“
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: Vorlauf zum „Tag gegen Kopierschutz“
: Vorlauf zum „Tag gegen Kopierschutz“ Morgen ist der „Day against DRM“. Dieser Tag wurde von der Defective by Deisgn Kampagne ausgewählt, um weltweit den Protest und die Kritik an DRM/Kopierschutz zu bündeln. Leider an einem Tag, wo wir hier in Deutschland nicht mit Apple-Stores rumspielen dürfen. Aber vielleicht gibts ja doch noch was…
Heute berichtet aber schon die Futurezone: Vorlauf zum „Tag gegen Kopierschutz“.
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: Am Amsix das Internet berühren
: Am Amsix das Internet berühren Reuters schreibt über den Amsix und etwas Netzneutralität: In Amsterdam, Internet freedom reigns. Ich würds eigentlich nicht verlinken, aber dieser Abschnitt ist lustig:
The fact that Amsterdam has one of the three root servers outside the United States is not lost on local politicians, including the former Dutch Prime Minister Wim Kok, who have come to this room to „touch the Internet“ by placing their palm on the computer’s casing. During rush hour, 170 Gigabits of data per second – the equivalent of over 30 compact disks – travel through the exchange.
Ich will auch mal das Internet berühren dürfen.…
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: 3sat neues zu Besuch
: 3sat neues zu Besuch Gerade war „3sat – neues“ hier und hat mich zum Thema „nach Hause telefonieren / Spyware“ in Zusammenhang mit Verbraucherrechten befragt. Das Ergebnis wird u.a. am Sonntag um 16:30 Uhr gesendet.
Die Nutzung des Internets und damit auch die Nutzung des PCs gewinnen immer mehr an Bedeutung. Kaum ein Haushalt ist mehr ohne einen eigenen Rechner. Doch aufgrund der schnellen Verbreitung und der nicht vorhandenen Transparenz der Betriebssystems Windows XP und demnächst auch VISTA steigt auch die Gefahr der Datenspionage. Im Hintergrund telefonieren die Systeme teilweise selbständig und ohne das Wissen der Nutzer mit irgendwelchen Servern. Schlimmer noch sind Angriffe auf passwortgeschützte Privatbereiche, die der User ebenfalls nicht bemerkt. neues zeigt was im Hintergrund des PCs passiert!
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: Neu im Angebot: Die elektronische Ausländerkarte
: Neu im Angebot: Die elektronische Ausländerkarte Jeder Tag mal was neues. Die elektronische Ausländerkarte hatten wir noch nicht. Aber bald schon, denn die Bundesregierung hält sie für eine tolle Idee. Und warum? Na, ist doch klar: It´ s the Industriepolitik, stupid. War doch auch schon bei den biometrischen Pässen und den meisten anderen Karten so.
Mit einer elektronischen Ausländerkarte, die vom Umfang her einer digitalen Aufentshaltsgenehmigung entspricht, aber auch biometrische Merkmale wie Bild und Fingerabdruck enthalten soll, würde Deutschland innerhalb der EU eine Vorreiterrolle spielen. Denn eine solche Karte ist innerhalb der EU-Konsultationen noch nicht über das Entwurfsstadium hinausgekommen. „Industriepolitisch ergibt die Karte eine Menge Sinn. Derjenige, der zuerst kommt, setzt die Standards. Und der Sicherheitsbereich ist eine große Wachstumsindustrie“, führte Hanning weiter aus. Außerdem sei dem Bürger nicht vermittelbar, wenn im Kampf gegen den Terror die schnelle Identitätsüberprüfung nur bei deutschen Staatsbürgern möglich sei.
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: Chaosradio 117 zu Wahlcomputer online
: Chaosradio 117 zu Wahlcomputer online Die gestrige Chaosradio-Show Nr. 117 zum Thema „Wahlcomputer“ ist mittlerweile online zum Download verfügbar. Die Sendung ist drei Stunden lang und die MP3-Datei ist 162 MB gross.
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: Weizenbaum warnt vor Sicherheitsgesellschaft
: Weizenbaum warnt vor Sicherheitsgesellschaft Weizenbaum ist im Moment in Höchstform: Weizenbaum bezeichnet „Sicherheitsgesellschaft“ als Katastrophe.
Joseph Weizenbaum hat im Vorfeld der am morgigen Freitag in Berlin beginnenden Tagung „Informatik und Rüstung“ vor einer hauptsächlich vom Militär geförderten Forschung in den Bereichen Computertechnik, Biotechnologie und innere Sicherheit gewarnt. „Die Entwicklung der Informationsverarbeitung ruft die Frage der Verantwortung hervor“, forderte der Computerpionier eine strengere Ethik in diesen Wissenschaftsgebieten bei einem Pressegespräch ein. Während seiner Zeit als Professor am renommierten MIT in Boston habe er seine Studenten schon immer dazu angehalten, auf die mögliche Endnutzung ihrer Arbeiten zu achten. Abgeraten habe er etwa von Projekten, mit denen Computer gleichsam das Sehen beigebracht werden sollte. Dabei sei schließlich davon auszugehen, dass die entsprechenden Rechner in Raketen eingebaut und für den Abgleich von eingespeicherten Landkarten zur „Verbesserung“ der Zielgenauigkeit verwendet werden.
Ich hatte eigentlich eingeplant, an der Tagung teilzunehmen. Aber wegen Erkältung, viel Arbeit und Barcamp am Wochenende fällt das leider flach.
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: Abstimmung über Open Source-CMS
: Abstimmung über Open Source-CMS Der Verlag PacktPub stellt in einer Abstimmung verschiedene OpenSource-CMS zur Wahl. 4 von 5 sind PHP-basiert, 1 baut auf Python. Man kann alle auf einer Demoseite mal antesten und dann fundiert abstimmen. Zur Wahl stehen:
Your vote is needed!
There are four judges in this final stage, with the results of a public vote counting as the fourth judge.Die Abstimmung begann bereits am 12. September und läuft noch bis zum 7. November. Auf den jeweiligen Mailinglisten gab es belustigte Kommentare, man hätte ja noch nie von den anderen gehört. Ich kannte e107 bisher nicht.
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: Militante Technikverweigerer bedrohen das Internet?
: Militante Technikverweigerer bedrohen das Internet? Wieder was gelernt. Man wird nicht nur aus dem Netz bedroht, sondern auch im Netz. Nein, ich meine nicht den bemerkenswert schlecht recherchierten Beitrag „Rufmord im Internet“ letzte Woche bei Frontal21 (ZDF), sondern diesen Bericht bei RP-Online:
Experten gehen davon aus, dass es Zukunft eine immer militantere Gruppe von Technik-Verweigerern geben wird. Einer aktuellen Studie zufolge besteht die Gefahr, dass diese Menschen terroristische Anschläge auf das Internet planen könnten. […]
PS: Nicht vergessen, am 20. Oktober gibt es eine „Demonstration gegen Vorratsdatenspeicherung und Sicherheitswahn: Freiheit statt Angst“. In Bielefeld.
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: Greenpeace-Kampagne: Green my Apple!
: Greenpeace-Kampagne: Green my Apple! Greenpeace International hat eine coole Kampagne gegen Apple mit der Hauptforderung gestartet, dass die Apple Hardware endlich mal ökologischer hergestellt werden soll. Unter dem Motto „I love my Mac. I wish it came in green.“ sollen Apple-Nutzer motiviert werden, kollaborativ Druck auf Apple auszuüben, damit der Hersteller zukünftig auf giftige und umweltschädliche Substanzen bei der Produktion von Macs und iPods verzichtet und ein Rücknahmesystem für Elektroschrott etabliert.
Das Design der Kampagne ist im Apple-Stil gestaltet und es gbt verschiedene Partizipationsmöglichkeiten. Als Nutzer kann man eine Mail an Steve Jobs schreiben, im Namen von Steve Jobs eine ökologische Rede schreiben, die Kampagne diggen oder bookmarken, Poster und T‑Shirts designen, aus bereitgestelltem Videomaterial neue Videos remixen und ganz altmodisch eine Petition unterstützen. Das ist meines Wissens das erste Mal, dass Greenpeace Elemente des Open Source Marketings offensiv nutzt und die Kampagne ist gut gelungen. Ich hätte ihnen als Berater ähnliches vorgeschlagen.
Sehr schöne Kampagne. Und nun liebe Apple-Nutzer und ‑Evangelisten – Macht da mit und setzt Euch für die Forderungen ein.

[via]
Mehr Informationen zum Themenkomplex finden sich auch hier:
10 März: Nachhaltig Hacken.
29. August: Greenpeace veröffentlicht Hitparade der ökologischsten Konzerne.
30. August: Apple und Lenovo weisen Kritik an Greenpeace-Ranking zurück. -
: Mittwoch Abend: Wahlcomputer – Der schleichende Untergang der öffentlichen Kontrolle
: Mittwoch Abend: Wahlcomputer – Der schleichende Untergang der öffentlichen Kontrolle Am Mittwoch Abend gibt es wieder im Fritz-Radio (Berliner Umland und Live-Stream) eine Chaosradio-Sendung. Thema diesmal ist: „Wahlcomputer – Der schleichende Untergang der öffentlichen Kontrolle“.
Sendung vom: 27.09.2006, 22:00 Uhr
Team: Tim Pritlove, Andreas Bogk, Ulrich Wiesner, Holger Klein
Computer nehmen langsam aber bedrohlich Platz in unseren Wahlkabinen. Unter dem Deckmantel angeblicher Einsparungen, Beschleunigungen oder gar einer erhöhten Demokratisierung versuchen uns Unternehmen eine Lösung für ein Problem zu verkaufen, das nicht existiert. Noch sind Wahlcomputer nicht überall zugelassen, doch überall wo es sie gibt, verschwindet ein Kernelement der Demokratie: die Nachprüfbarkeit und damit die Verläßlichkeit einer demokratischen Wahl. Die Einfachheit von Stift und Papier wird durch die Komplexität von Software und Silizium ersetzt.
Chaosradio möchte den Stand der Dinge aufzeigen und diskutieren, welche Szenarien mit der Einführung elektronischer Hilfsmittel von heute auf morgen Realität werden könnten. Wir stellen Aktionen und Strategien vor, mit dem der schleichende Verlust demokratischer Kontrolle verhindert werden kann.
Es gibt auch eine Mitmachseite im Chaosradio-Wiki.
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: Eco-Mapping bei Google
: Eco-Mapping bei Google Das United Nations Environment Programme (UNEP) öffnet sich neuen Applikationen, um auf die globale Umweltzerstörung aufmerksam zu machen: In einer Zusammenarbeit mit der digitalen Weltkarte von Google, der Google-Map, kann sich nun jeder aus der Distanz von oben, nämlich durch Satellitenaufnahmen, ein Bild vom Zustand der Erdoberfläche machen. Der „UNEP-Atlas of Our Changing Environment“ zeigt detailliert die ökologischen Veränderungen, indem jeweils eine Luftaufnahme von vor 25 Jahren mit einer aktuellen aus der jüngsten Zeit gegenübergestellt wird.
Der Atlas zeigt eine interaktive Google-Weltkarte mit den Markierungen der Orte. Klickt man auf ein Symbol, öffnet sich zunächst ein Fenster mit den beiden Aufnahmen. Über einen weiteren Klick erhält man detaillierte Informationen über den Ausmaß und die Entwicklung der Zerstörung. Das geht von bedrohten bis ausgestorbenen Tierarten und schützenswerten Wäldern, Folgen der Urbanisierung, Rodung, Rückgang von großen Seen wie dem afrikanischen Tschad-See oder dem Aral-See in Zentralasien.
Eine Übersichtsliste der Orte, von denen vergleichende Luftaufnahmen existieren, findet sich ebenfalls auf der Webseite des Projekts.
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: Informationelle Ökologie ohne Ökologie?
: Informationelle Ökologie ohne Ökologie? Lesenswert ist ein Beitrag von David Bollier im „On the Commons“-Blog: »Can We have an “Environmentalism for the Net” Without an “Environmentalism for the Environment”?
Years ago, in a much-cited article, Professor James Boyle called for an “environmentalism for the net” – i.e., a mobilization of language and activism to preserve the commons of the Internet. In light of the new books about computer industry abuses of nature and human health, perhaps now it is worth asking if we can have an environmentalism for the net without also pursuing an environmentalism for the environment.
Er bezieht sich auf den Artikel „Environmentalism for Web 2.0“ von Soenke Zehle im Mute Magazin:
Happy to describe media cultures in ecological terms, net users may be unaware of the heavy ecological cost of communications networks. But can environmental justice and labour movements learn a trick or two from net culture? Soenke Zehle reviews two recent books, High Tech Trash: Digital Devices, Hidden Toxics, and Human Health and Challenging the Chip: Labor Rights and Environmental Justice in the Global Electronics Industry

