Generell

Allgemeine Berichte aus der Welt, in der wir leben, der Politik und der Kultur Deutschlands und des Internets.

  • : Digital Rights: Offener Brief zur Vorratsdatenspeicherung an das Europäische Parlament
    Digital Rights: Offener Brief zur Vorratsdatenspeicherung an das Europäische Parlament

    Offener Brief an die Abgeordneten im Europaparlament von European Digital Rights, dem Zusammenschluss von 17 Organisationen aus 11 europäischen Ländern, tätig im Bereich der digitalen Bürgerrechte, Privacy International, einer internationalen Nicht-Regierungs-Organisation mit Mitgliedern in über 30 Ländern, und Statewatch, einer Organisation, die mit Korrespondenten in 14 europäischen Ländern die Freiheiten der Bürger überwacht.

    […] Die Vorratsdatenspeicherung von Kommunikationsdaten ist eine Maßnahme, mit der die Überwachungsmöglichkeiten in bisher beispielloser Weise erweitert werden. Sie wiederruft auf einen Schlag viele der in den europäischen Menschenrechtsinstrumenten wie den Datenschutzdirektiven und der Europäischen Menschenrechtskonvention verankerten Schutzmaßnahmen.

    Wie wir gegenüber der Europäischen Kommission im September 2004, unterstützt von 200 Organisationen der Zivilgesellschaft und des Privaten Sektors, zum Ausdruck brachten:

    * ist Vorratsdatenspeicherung eine äußerst aufdringliche Maßnahme,
    * die in die Privatsphäre aller Menschen in Europa eingreift. ist die Speicherung von persönlichen Daten über jeden eine illegale Praxis in Hinblick auf Artikel 8 der Europäischen
    * Menschenrechtskonvention, da sie unverhältnismäßig ist. kann sich die Sicherheit, die durch Vorratsdatenspeicherung erreicht werden kann, als Illusion herausstellen, da es
    * wahrscheinlich ist, dass Verkehrsdaten, die einer Person zugeordnet werden, tatsächlich den Aktivitäten einer anderen Person zuzuordnen sind, oder einem Ablauf, der mit den Aktivitäten dieses Benutzers in keinem Zusammenhang steht. sind die Mittel, mit denen diese Politik verfolgt wird, illegitim,
    da einige Mitgliedsländer, deren nationalen Parlamente dieser Maßnahme nicht zustimmten, nun versuchen, diese stattdessen im Namen der Harmonisierung und der internationalen Zusammenarbeit über die EU durchzusetzen.

    Eine derartige Maßnahme hat mit großer Wahrscheinlichkeit teure Auswirkungen auf die Bereitstellung von Telekommunikationsprodukten und ‑dienstleistungen innerhalb Europas. Dies wird nicht nur zu Nachteilen für die Europäische Industrie führen sondern wahrscheinlich auch erhöhte Kosten für die Konsumenten nach sich ziehen und in einem Sektor, der für die Entwicklung der europäischen Wirtschaft und Gesellschaft essentiell ist, zu reduziertem Wachstum führen.

    Daher unterstützen wir den Bericht des LIBE-Berichterstatters. Nirgendwo in Europa wurden Forschungen zum Bedarf und zur Notwendigkeit der Einrichtung einer derart umfassenden Datensammlung vorgenommen, die derart sensible Daten über die 450 Millionen Menschen in Europa enthalten soll. Wir stimmen mit dem Berichterstatter ebenso darin überein, dass diese Maßnahme ineffektiv ist und nicht mit dem Prinzip der grundsätzlichen Unschuldsvermutung in Einklang steht.[…]

    Die komplette deutschsprachige Übersetzung findet sich auf den Seiten des Netzwerk Neue Medien.

    6. Juni 2005
  • : DerStandard mag keine Offenen Standards
    DerStandard mag keine Offenen Standards

    Komische Meldung, die mir DerStandard.at beim Aufrufen mit dem Konqueror zeigt:

    Der von Ihnen verwendete Browser ist nicht mehr mit den aktuellen Internetstandards (HTML 4.01, CSS 2.0) kompatibel. Somit werden die zuletzt auf derStandard.at erfolgten Umstellungen von Ihrem Browser nicht mehr oder nur mehr bedingt angezeigt. derStandard.at wird sich in Zukunft strikt an die Vorgaben des W3Cs für die weitere Entwicklung der Website halten.…

    Hab ich was verpasst? Konqueror geht nicht, weil Standard.at nur die Vorgaben des W3Cs akzeptiert, dafür wird aber der Internet Explorer unterstützt? Ein schneller Blick auf die Konqueror-Seite bestätigt u.a. folgendes:

    Features of the HTML rendering component in KDE 3.4:

    HTML 4.01 compliance.

    Cascading Style Sheets:
    CSS 1: supported
    CSS 2.1: supported (paged media only partially supported)
    CSS 3 Selectors: supported

    Nicht umsonst verwendet Apple bei Safari den Konqueror, bzw. das dahinterliegende KHTML als Basis. Aber wie kommt der Standard darauf, den Konqueror nicht zu akzeptieren und sich darauf noch auf das W3C zu beziehen?

    Alternativen werden auch geboten:

    Mit dem von Ihnen verwendeten Browser werden Sie ab nun automatisch auf unsere Textversion unter derStandard.at/Text umgeleitet. Bitte beachten Sie, dass die Funktionalität dieser Version eingeschränkt ist gegenüber der Vollversion.

    Dort liest man dann:

    Dieses Angebot ist kostenpflichtig:
    € 1,- für einen Tag, € 2,- für eine Woche oder € 6,- für ein Monat.
    LOGIN

    Das klingt tatsächlich „eingeschränkt“. Vielleicht sollte sich die Redaktion mal eine andere Argumentationlinie für die Begründungs-Seite überlegen oder den Konqueror einfach mal testen? Offene Standards sind schon schwer – auch für den Standard.

    5. Juni 2005
  • : Das Open Source Bier verpasst
    Das Open Source Bier verpasst

    Globalisierung ist eine lustige Sache. Ich hatte mal vor einiger Zeit über das erste „Open Source Bier“ namens Vores øl geschrieben. Jetzt lese ich gerade auf einer US-amerikanischen Mailingliste, dass dies vor zwei Wochen bei mir um die Ecke in der Berliner Volksbühne als Kunstprojekt präsentiert wurde:

    Installation:Superflex – FREE BEERGARTEN

    Die dänische Künstlergruppe Superflex (Rasmus Nielsen, Jakob Fenger und Bjørnstjerne Christiansen) thematisiert in ihren Projekten herrschende Ökonomische Strukturen sowie Produktionsabläufe von Waren und schlägt alternative Konzepte vor. Neben dem Vertrieb einer gemeinsam mit afrikanischen Ingenieuren entwickelten Biogas-Produktionseinheit (Supergas) und dem Vertrieb eines mit brasilianischen Kleinbauern produzierten Guarana- getränks (Guarana Power) haben Superflex auch eine eigenes Bier kreiert („Vores øl“ / Unser Bier). Es ist dem Gedanken der „Open Source“ verpflichtet und versteht sich als gegenökonomische Strategie zur Praxis multinationaler Konzerne. „Vores øl“ wurde auf Basis klassischer Brauereikunst entwickelt. Das Rezept für „Vores øl“ ist allgemein zugänglich und kann von jedem verwendet oder modifiziert werden, auch zu kommerziellen Zwecken, unter der Voraussetzung, dass das Produkt als Werk von Superflex ausgewiesen und die genaue Zusammensetzung veröffentlicht wird. Für „Ersatzstadt“ entwickeln Superflex eine Bierstube mit begleitendem Entertainment-Programm. „Unser Bier“ wird hier als Teil einer Surrogat-Ökonomie ausgeschenkt und vertrieben.

    FREE BEERGARDEN, die Bierstube von Superflex bleibt über die gesamte Dauer des ErsatzStadt-Wochenendes im Sternfoyer aufgebaut

    5. Juni 2005
  • : Die Medienkompetenz der Planetopia-Redaktion
    Die Medienkompetenz der Planetopia-Redaktion

    Die Planetopia-Redaktion beweisst ein weiteres Mal ihre nicht vorhandene Medienkompetenz:

    Napster, Kazaa & Co sind out. Der neuste Kick im Internet heißt „BitTorrent“. Auf dieser Internettauschseite lassen sich brandaktuelle Filme runterladen. Super schnell, in super Qualität, aber auch super illegal. Hinzu kommt, dass gerade die schnellen Downloads extrem hohe Datenvolumen verursachen. Zudem schätzen Experten, dass mittlerweile ein Drittel des weltweiten Internet-Datenverkehrs über diese eine Seite läuft!

    Ist ja nicht das erste Mal, dass sie neue Techniken nicht verstehen. Ein Blick nach Wikipedia würde ja schon reichen, um sich über Bittorrent zu informieren.Dort lernt man u.a., dass Bittorrent keine Internetseite ist, über die ein Drittel des Internetverkehrs gehen soll. Und nicht alles, was über Bittorrent läuft, ist „super illegal“. Sehr vieles ist sogar „super legal“.

    4. Juni 2005
  • : Bericht von Wiener WSIS-Konferenz
    Bericht von Wiener WSIS-Konferenz

    Ralf Bendrath berichtet auf WorldSummit2005 in einem englisch-sprachigen Artikel über die Wiener Konferenz zu „IKT und Kreativität“.

    3. Juni 2005. Die österreichische Regierung war Gastgeberin einer thematischen WSIS-Konferenz zu „IKT und Kreativität“, die heute zuende ging. Obwohl die Organisatoren mehr Unternehmensvertreter als zivilgesellschaftliche Aktivsten und wirklich krative Köpfe eingeladen hatten, hat der Entwurf der „Wiener Schlussfolgerungen“ eine interessante Diskussion über Konzepte wie “Inhalte” oder „Kreativität” angestoßen. Die österreichische Zivilgesellschaft hat unterdessen ihre eigene „Wiener Erklärung“ zur Informationsfreiheit erstellt.

    4. Juni 2005
  • : Grüne Wiki Programmdiskussion abgeschlossen
    Grüne Wiki Programmdiskussion abgeschlossen

    Die Wiki-Diskussion über die netzpolitischen Diskussionen ist um 18h abgeschlossen worden:

    BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN bedanken sich bei allen, die in den letzten fünf Tagen am ersten Polit-Wiki in Deutschland mitgearbeitet haben. Es wurden insgesamt 34.467× Seiten aufgerufen und von 453 angemeldeten BenutzerInnen 1.715× Seiten bearbeitet. Wir erhielten zahlreiche neue Anregungen und inhaltliche Impulse und einen Text, der alle Facetten der „Digitalen Gesellschaft“ beleuchtet. Der Text wird nun der Redaktionsgruppe für das grüne Wahlprogramm zugeleitet. Ein herzliches DANKE auch noch mal von den sysops, die kaum eingreifen mussten.

    Die grosse Frage ist noch, ob der letztendliche Text qualitätiv hochwertiger ist als der Entwurf. Zwischenzeitlich war dies auf jeden Fall so, vor allem in den ersten 24h nach Veröffentlichung. Auch kam mir die Diskussion höherwertiger vor, als nur Blogs, Heise und Telepolis darüber berichteten. Nach dem Spiegel-Artikel sank die Qualität eher nachhaltig bis zum Schluss. Der Wochenend-Effekt tat ein übrigens, da viele Beteiligte konstruktive Beiträge zur Arbeitszeit geschrieben haben. Zum Schluss konnte noch ein kleiner „Ebay-Effekt“ gesehen werden. Auf jeden Fall sind zahlreiche neue Aspekte hinzu gekommen. Natürlich gabs auch Trolle, die beispielsweise vehement die Abschaffung von bargeldlosen Transfers waren, um wieder Gold- und Silbermünzen einzuführen. Aber sie waren eindeutig die Minderheit, wie im „normalen“ Leben auch.

    Trotz der Kürze der Zeit ist es ein spannendes Experiment gewesen. Für das nächste Mal ist wohl ein längerer Zeitraum für den Aufbau einer konstruktiven Community zur Moderation und Lenkung notwendig .

    4. Juni 2005 1
  • : Brockhaus und Wikipedia – Bericht von der Pressekonferenz
    Brockhaus und Wikipedia – Bericht von der Pressekonferenz

    Vorgestern nachmittag fand in Hamburg eine Veranstaltung des Vereins “Wissenschaftspressekonferenz” statt. Eingeladen waren Alexander Bob, Vorstandssprecher beim Verlag Bibliographisches Institut und F.A. Brockhaus und Jimmy Wales, Gründer der Wikipedia.

    Das Treffen unter dem Motto “Schneller versus besser? Wikipedia und Brockhaus – Lexika im Vergleich” war eine Idee des WPK-Mitgliedes Marcus Franken, der als Journalist bereits einige Artikel zu dem Thema Lexika geschrieben hatte.

    Mathias Schindler war dabei und berichtet ausführlich in seinem Blog.

    Der Deutschlandfunk war anscheinend auch da:Zukunft der Enzyklopädie

    4. Juni 2005
  • : Hollywood sponsert Videoüberwachung
    Hollywood sponsert Videoüberwachung

    Die Netzeitung berichtet, dass in Los Angeles gerade Überwachungskameras errichtet werden, um an bestimmten Punkten der Stadt gegen kommerzielle DVD-Schwarzhändler vorzugehen. Pikant dabei ist:

    Bratton räumte zugleich ein, die Überwachungskameras seien vom amerikanischen Filmindustrie-Verband bezahlt worden. Dieser habe 186.000 Dollar für die Installation und den Betrieb der Anlage zur Verfügung gestellt.

    Was das bringt, wissen sie anscheinend selbst:

    Der Polizeichef des betroffenen Bezirks sagte, die Händler würden womöglich die DVD-Filme künftig an anderer Stelle verkaufen – auch wenn es dort nicht so viele Kunden gebe.

    4. Juni 2005
  • : Mailbox-Dokumentation unter Creative Commons
    Mailbox-Dokumentation unter Creative Commons

    Jason Scott hat eine 5‑stündige Dokumentation über die goldene Ära der BBS/Mailboxsysteme gedreht. Die Dokumentation ist als DVD erhältlich und der Regisseur erklärt, warum er eine Creative Commons Lizenz gewählt hat:

    Even if you are honest, open, friendly, making a kick-ass product and totally changing the world with your little whooziz, some people, on principle, do not pay for media. This is what they do and they have tools to get media for free, tools that are better than your tools are and which are much more ubiquitous and better updated. In realizing this, perhaps you will stop treating every single person who purchases your product like a scumbag, guilty until proven innocent, beneath and below you. A number of people do not pay. This happens at the circus, the rock concert, your local supermarket and at your job. To turn your customer base into a constantly-on-alert totalitarian wasteland is not the effective solution. Instead, assume that if you’ve actually made a unique, interesting product and put your heart into it and made something that can’t truly be duplicated, people will pay. And if you treat them like they’re human beings, they’ll ask other people to pay too.

    Result: You save a lot of lawyers fees, and people feel like customers and not shotgun targets. Also, your breath will smell better.

    [via BoingBoing]

    3. Juni 2005
  • : EPIC Alert, Volume 12.11, June 2, 2005
    EPIC Alert, Volume 12.11, June 2, 2005

    Ein weiterer spannender Newsletter über Digital Rights kommt vom Electronic Privacy Information Center (EPIC) aus Washington. Gerade ist der neueste EPIC Alert, Volume 12.11, June 2, 2005 erschienen:

    [1] Report: Consumers Vulnerable to Profiling, Price Discrimination
    [2] EPIC Urges Close Scrutiny of Sunsetting USA PATRIOT Act Provisions
    [3] Government Proposes to „Virtually Strip Search“ Air Passengers
    [4] Government Report: Federal Agencies’ RFID Plans Flawed
    [5] Conference in Congo Covers Privacy Policies and Internet Governance
    [6] News in Brief
    [7] EPIC Bookstore: Larry Selden & Geoffrey Colvin: Good & Bad Customers
    [8] Upcoming Conferences and Events

    Der Newsletter kann hier abonniert werden.

    3. Juni 2005
  • : Tolles Comic über Filesharing, Piraten und Künstler
    Tolles Comic über Filesharing, Piraten und Künstler

    Passend zu den Themen Klagewellen, Piraten und fehlende Innovation gibt es hier ein tolles Comic zur Thematik:

    Gefällt mir, schön umgesetzt. Und das Bild ist nur ein kleiner Ausschnitt.

    3. Juni 2005
  • : Mal wieder Klagewellen der Filmindustrie
    Mal wieder Klagewellen der Filmindustrie

    Aus Heise: US-Filmindustrie klagt erneut gegen Tauschbörsen-Teilnehmer:

    „Wir würden natürlich lieber sehen, dass die Leute Kinokarten oder DVDs im Laden kaufen als ihr Geld für Anwälte auszugeben“, fügt Malcolm hinzu. „Doch wir werden nicht eher ruhen, bis auch der letzte Internet-Filmdieb außer Gefecht gesetzt wurde.“

    Vielleicht sollte die Filmindustrie mal lieber in neue Technologien investieren, wonach sich die Verbraucher sehnen. Also beispielsweise On-Demand mit Offenen Standards statt die nächste Videothek aufzusuchen. Aber die Strategie scheint wohl eher zu sein, das Geld in Anwälte zu stecken anstatt in neue Technologien. So wird das nichts, denn irgendwann sind sie pleite, können sich keine Anwälte mehr leisten und die Verbraucher ziehen sich Filme und Serien immer noch über Tauschbörsen, weil ihnen keine Alternativen zur Verfügung gestellt werden. Bittorrent würde sich anbieten, damit scheinen ja viele schon gute Erfahrungen gemacht zu haben.

    Naja, passend zu den Innovationen gibt die MPAA ihre Pressemitteilungen in einem DOC-Format raus…

    3. Juni 2005
  • : Spiegel über BBC: Filesharing für Fernsehzuschauer
    Spiegel über BBC: Filesharing für Fernsehzuschauer

    Spiegel liefert heute den zweiten Teil über BBC-Internetstrategie: Filesharing für Fernsehzuschauer

    „Der BBC stehen dafür offensichtlich angemessene Mittel zur Verfügung. Die ARD kann für ihre Onlineangebote nicht mehr als 0,75 Prozent des ARD-Gesamtaufwands einsetzen“. Bei einem Gesamtbudget von 7,1 Milliarden Euro für die Aktivitäten von ARD und ZDF bleibt zwar trotz allem noch ein erkleckliches Sümmchen übrig, doch bei der BBC gehen rund drei Prozent der Gebühreneinnamen für den Web-Auftritt drauf. Gerechnet auf einen Gesamtetat von 4,1 Milliarden Euro bleibt das wohl das üppigste Online-Budget des Kontinents.

    An den knappen Mitteln wird sich bei der „Ersten Reihe“ in Deutschland auch nicht viel ändern. Der VPRT „Verband Privater Rundfunk und Telekommunikation“ macht massiv Lobbying dafür, dass ARD und ZDF noch weniger Geld für ihre Online-Aktivitäten bekommen. Und steht der CDU/CSU und FDP sehr nahe…

    Spiegel über BBC: Revolution im Auftrag ihrer Majestät

    3. Juni 2005
  • : Statistik ist schon schwer
    Statistik ist schon schwer

    Mal schauen, wie lange Spiegel Online bracht, um den Rechenfehler zu finden:

    Jeder siebte Befragte (72 Prozent) befürwortete einen Regierungswechsel. Für eine Weiterführung der rot-grünen Koalition plädierten den Angaben zufolge hingegen nur 22 Prozent.

    Mittlerweile ist es behoben:

    72 Prozent der Befragten sprachen sich für einen Regierungswechsel aus, zwölf Punkte mehr als noch im März dieses Jahres. Für eine Weiterführung der rot-grünen Koalition plädierten den Angaben zufolge hingegen nur 22 Prozent.

    2. Juni 2005
  • : Mehr zum Philadelphia WLan-Projekt
    Mehr zum Philadelphia WLan-Projekt

    Telepolis über „Das Philadelphia-Projekt

    Internet für alle, drahtlos, flächendeckend und zum Minimaltarif – so lassen sich die [extern] Pläne auf den Punkt bringen, die seit Mitte letzten Jahres in den Köpfen der Stadtväter der US-amerikanischen Millionenstadt [extern] Philadelphia herumgeistern. Diskutiert und vorbereitet wird ein Konzept, das allen Bürgern der Stadt in kommunaler Eigenregie drahtlose Breitbandzugänge zum Internet bescheren soll. Die „internette“ Zukunft soll bereits ab Sommer nächsten Jahres Wirklichkeit werden. Dann wird es in Philadelphia drahtlose Netzzugänge für alle Einwohner zu einem weitaus geringeren Preis geben, als die etablierten US-Internetprovider ihren Kunden derzeit abknöpfen. Doch die einflussreiche US-amerikanische Telekommunikationslobby macht gegen das Projekt mobil. Die Branche fürchtet um ihre Profite.

    Das Thema kommt auch noch auf Deutschland zu, wenn die Kommunen erstmal verstanden haben, wie gut freie Funknetze zum Abbau der digitale Spaltung beitragen können.

    2. Juni 2005
  • : Konferenz-Marathon rund um Softwarepatente
    Konferenz-Marathon rund um Softwarepatente

    Schade, dass ich nicht in Brüssel sein kann. Dort ist gerade ein Konferenz-Marathon zum Thema Softwarepatente im Europaparlament. Die Grünen veranstalteten heute eine Konferenz zusammen mit der Free Software Foundation durch, wo sich die Softwarepatente-Gegner trafen. Parallel dazu luden die Christdemokraten die Patentbefürworter ein. Aber da Stefan Krempl vor Ort ist, können wir das alles bei Heise nachlesen: Softwarepatente als Test für die EU-Demokratie. Auch The Register hat einen Artikel dazu: Free software fans take a stand against software patents.

    2. Juni 2005
  • : Linux an die Schulen – auch in Thüringen
    Linux an die Schulen – auch in Thüringen

    Nach einigen Bundesländern hat nun auch Thüringen eine Partnerschaft mit Microsoft geschlossen:

    Thüringen will auch an dem Microsoft-Programm „Partners in Learning School Agreement“ für besonders förderungswürdige Schulen oder Schulen in geografisch benachteiligten Regionen teilnehmen. Diese Schulen können Software-Lizenzen zu Vorzugskonditionen erwerben.

    Statt Software-Lizenzen zum Vorzugspreis könnte mit Freier Software Geld gespart werden. Dieses Geld könnte an anderer Stelle sinnvoll eingesetzt werden, beispielsweise durch den Kauf von neuer Hardware, woran es ja Schulen meistens mangelt. Freie Software läuft auch prima auf den alten Rechnern, die noch überall herumstehen. Andererseits könnte das Geld auch in eine sinnvolle Lehrer-Ausbildung gesteckt werden. Zuerst sollte Lehrer mehr Medienkompetenz bei den Neue Medien vermittelt werden, damit diese ihre Schüler sinnvoll auf das digitale Zeitalter vorbeiten können. Das wäre eine Alternative zu Intel finanzierten Lehrerausbildungsprogrammen, womit schon viele Lehrer die halbe Produktpalette von Microsoft vorgeführt bekamen. Auf dem LinuxTag 2005 in Karlsruhe vom 22.–25. Juni wird es eine Sub-Konferenz zu „Linux an Schulen“ geben. Dort kann man sich umfassend über Alternativen und interessante Projekte informieren. Und auch das PingoS – Projekt zur Förderung von Linux in Schulen verdient nochmal Aufmerksamkeit in diesem Zusammenhang.

    2. Juni 2005
  • : EDRi-gram – 3.11, 2. Juni 2005
    EDRi-gram – 3.11, 2. Juni 2005

    Das neue EDRi-gram, Nummer 3.11, 2. Juni 2005, der European Digital Rights Initiative (EDRi) ist eben per Mail erschienen und dürfte gleich auch online sein.

    1. Data retention in JHA Council
    2. German court protects privacy P2P users
    3. French campaign against biometric ID card
    4. Software patent debate heads for climax
    5. Big Brother Award for new member Italian DPA
    6. UK ID Card to cost over 435 euro per person
    7. Court condemns illegal snooping by Sonera
    8. Conference report Access to Knowledge
    9. More US claims on European passenger data
    10. ISOC Bulgaria criticises report US Trade Representative
    11. Highest court France defends workfloor privacy once more
    12. Agenda
    13. About

    Der zwei-wöchige englischsprachige Newsletter über Digital Rights in Europa kann hier abonniert werden.

    2. Juni 2005