Kultur
Meme, Veranstaltungen, Kunst, Museen, Remixe, Musik, Internetphänomene, Computerspiele und Archive.
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: Britischer Verbraucherschutzverband kritisiert DRM
: Britischer Verbraucherschutzverband kritisiert DRM Die gescheiterte SonyBMG Rootkit Einführungskampagne scheint Früchte zu tragen. Nachdem BEUC auf europäischer Ebene die Consumer Digital Rights Kampagne gestartet hat und sich ebenso wie der Verbraucherzentralen Bundesverband unserer DRM-Kritik anschliesst, hat nun auch der britische Verbraucherschutzverband National Consumer Council Kritik an Digital Restriction Management Systemen artikuliert: Britische Verbraucherschützer fordern staatliche Regulierung für DRM.
DRM könne den legitimen Umgang mit digitalen Inhalten einschränken und tue dies bereits, heißt es in einer NCC-Mitteilung. Es schaffe Sicherheitsrisiken, unterwandere den Verbraucherschutz und Datenschutzgesetze. Der NCC hat vor diesem Hintergrund kein Vertrauen in die Selbstregulierung der Industrie. Daher hat die Organisation der parlamentarischen All Party Internet Group (APIG) eine Eingabe zukommen lassen, in der sie zwar die Werte „geistigen Eigentums“ betont, aber auch auf die Konsequenzen hinweist, die durch die Anwendung von DRM-Techniken entstehen (PDF-Datei).
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: Der Weltraum, unendliche Bannerflächen
: Der Weltraum, unendliche Bannerflächen Und es begab sich, daß ich mich erfreuen konnte an der Wirksamkeit der Firefox-Extension Adblock. Man sieht so erstmal, wie leer manche Seiten sind, wenn man sie erstmal von Werbebannern befreit hat.
Apropos Werbung: Digg.com hat eine Meldung, wonach einzelne Firmen nun ihre Dächer mit Logos vollkleistern, damit man sie auf Google Earth entdecken kann.
Grandiose Konsequenz: Das Einführen von Massenvernichtungswaffen in den Weltraum ist verboten, das Einführen von Massennervwaffen nicht (nitpick: Die Werbung bleibt ja – vorerst – am Boden).
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: Respect The Music – Copy Protection Free
: Respect The Music – Copy Protection Free Der „Verband unabhängiger Tonträgerunternehmen, Musikverlage und Musikproduzenten e.V.“ (VUT), der Verband der Indie-Labels im Musikbereich, hat die Kampagne „Respect The Music – Copy Protection Free“ gestartet. Damit emanzipiert man sich von der IFPI/Phonoverband, die sich seit einiger Zeit mit ihrer Kampf-Rhetorik und den Klagewellen vor allem bei den (jungen) Konsumenten sehr beliebt gemacht hat.
Durch die jüngsten Ereignisse um fatale Kopierschutzmassnahmen seitens der Musikindustrie und die erneute Diskussion um den von Bundesjustizministerin Brigitte Zypries vorgelegten Referentenentwurf zum so genannten Zweiten Korb des Urheberrechts, sieht der deutsche Indieverband VUT sich veranlasst, sich deutlich von der Haltung der Musikindustrie zu distanzieren und startet daher die Kampagne „Respect The Music“.
Mit der Kampagne sollen drei Dinge deutlich gemacht werden:
1. DRM und Kopierschutz sind nicht die Lösung des Problems der Musikindustrie. So, wie diese Techniken bislang gestaltet werden, helfen sie eher, auch noch die letzten „ehrlichen“ Musikkäufer zu verprellen und in die Piraterie zu treiben.
2. Wir brauchen ein starkes Urheberrechtsgesetz, das die neuen digitalen Formen von Musikverbreitung und Konsum unterstützt und die Voraussetzungen für zeitgemäße Vergütungsmodelle schafft. Es muss faire Bedingungen für die kreative Branche schaffen und bedarf deshalb einer grundsätzlichen Überarbeitung.
3. Die strafrechtliche Verfolgung von P2P Usern löst das Problem der Piraterie nicht und macht Fans zu Kriminellen.Im Gegensatz zum „Verband Deutscher Musikschaffender“ ist der VUT ein richtiger Verband mit vielen Mitgliedern. Die Kampagnenseite sieht noch im Beta-Stadium aus. Allerdings sollen noch mehr Informationen folgen.
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: Lessig-Interview mit Guardian
: Lessig-Interview mit Guardian Der britische Guardian hat ein Interview mit Lawrence Lessig veröffentlicht: The ideas interview: Lawrence Lessig.
So is public domain a dead duck?
„The public domain has been so important historically in fuelling the spread of culture and keeping competition up and prices down. But copyright terms have recently been extended so repeatedly – Europe is now adopting a life plus 70 [years] term – and the US has extended the terms of existing copyrights 11 times in 40 years. So there’s this ever-increasing pressure to expand the term of copyright. That’s great for the 1% of creative work that continues to have any commercial life more than 10 years after its initial publication. But for the other 99%, all the copyright system does is lock it down and make it inaccessible.“
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: Spiegel Online: Souveräne Reaktion
: Spiegel Online: Souveräne Reaktion Gestern abend wurde Wikipedia auf eine Ähnlichkeit zweier Absätze in einem Spiegel Online-Artikel zu einem Wikipedia-Artikel hingewiesen.
Ich habe gestern abend meinen Kontakt bei Spiegel Online auf diese Ähnlichkeit hingewiesen. Heute morgen erfolgte eine Rückmeldung von Mathias Müller von Blumencron. Man sehe die Ähnlichkeit ebenfalls und schaue nun, wie das passieren konnte.
In der Zwischenzeit wurde schon einmal der Absatz um eine Einleitung mit Verweis auf Wikipedia ergänzt.
Nach der Klärung des Sachverhaltes heisst es nun unter dem Artikel:
Gestern Nacht hat SPIEGEL ONLINE eine Passage im Artikel über den Rubik-Weltrekord veröffentlicht, deren Quelle „Wikipedia“ nicht angegeben war. Aus Kreisen „Wikipedias“ wurde die Redaktion per E‑Mail auf das Versäumnis hingewiesen. Wir überprüften den Vorfall: „Wikipedia“ hatte Recht. Daraufhin haben wir den Quellenhinweis am Morgen nachträglich eingefügt. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.
Man kann jetzt sagen, daß das ja „das Mindeste“ sei und so weiter. Ich widerspreche. Die Geschwindigkeit, Offenheit und Ehrlichkeit von Spiegel Online ist sehr positiv und ich möchte den SpOn-Redakteuren, die daran beteiligt waren danken. Niemand weiss, ob nicht morgen eine IP einen längeren SpOn-Artikel bei Wikipedia einstellt, der von den anderen Wikipedianern nicht schnell genug entdeckt wird. Das Vorhandensein klarer Kanäle und das gegenseitige Ernstnehmen ist hier besonders hilfreich. Wikipedia ist auf Hinweise auf urheberrechtlich möglicherweise problematische Stellen angewiesen und nimmt diese Hinweise ernst. Es tut gut, wenn das auch der Rest der Zunft so handhabt.
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: FDP: Parlament ist nicht legitimiert
: FDP: Parlament ist nicht legitimiert Hans-Joachim Otto, MdB der FDP hat in einer Pressemitteilung ein wenig gegen das Konzept der Kulturflatrate argumentiert und dabei das Kind mit dem Bade ausgeschüttet. Golem berichtet darüber im Sinne einer Nacherzählung der Pressemitteilung.
Seine Kernaussage „Die „Kulturflatrate“ ist eine Mißachtung des Urheberrechts“ ist dabei jedoch Produkt eines gedanklichen Irrtums, denn selbstverständlich fällt etwa dem Bundestag das Recht zu, eine Kulturflatrate im deutschen Urheberrecht zu verankern. „Legalisierung von Cannabis ist unmöglich, da es ja verboten ist“ wäre vielleicht eher als kreisrunde Argumentation aufgefallen.
Noch fehlen mir eindeutige Hinweise, daß die FDP den deutschen Parlamentarismus im Speziellen oder Demokratie im Allgemeinen ablehnt, die Zeichen von Otto sind jedoch nicht ermutigend.
Ob Eigentumsrechte, wie sie das Grundgesetz gebietet oder ein gesetzgeberischer (änderbarer!) Rahmen von europäischer Ebene möglicherweise Probleme aufwerfen können, sei einmal dahingestellt. Im ersten Fall wäre es dann ein verfassungsrechtliches Problem und immer noch kein urheberrechtliches.
Was Otto vorwerfen könnte, wäre die „Verletzung des Geistes des (deutschen/europäischen) Urheberrechts“ und das wäre dann weniger eine Argumentation auf faktischer, denn auf emotionaler Ebene.
Die FDP unterstützt alle Bemühungen, die einer weiteren Stärkung des Urheberrechts im digitalen Kontext und einer Förderung des Respekts vor dem geistigen Eigentum dienen. Die FDP lehnt eine „Kulturflatrate“ deshalb strikt ab.
Das darf sie.
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: Webmontag beginnt!
: Webmontag beginnt! In diesem Moment beginnt der Webmontag in Berlin. Der Laden ist rappelvoll.
Im Moment spricht Jörg Richter über DeepaMehta. Wir werden weiter berichten, was passiert. :)
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: Bald ist Transmediale
: Bald ist Transmediale Vom 3.–6. Februar 2006 findet in Berlin die 19. Transmediale statt:
The 19th transmediale festival again explores how art and society are changing under the influence of media and technologies which become more and more dominant in our everyday lives. In contemporary art, digital media like video and electronic networks are now so wide-spread that a strict definition of what constitutes ‘media art’ seems no longer possible. We have therefore decided to alter the subtitle of the festival: transmediale is no longer called ‘international media art festival’, but ‘festival for art and digital culture’. This name is supposed to demonstrate the step away from
the niche of ‘media art’, yet still points to the field of tension between culture and digital technologies, which continues to form the main driving force of the festival. -
: Heute ist Webmontag in Berlin
: Heute ist Webmontag in Berlin Nochmal als kleine Erinnerung: Heute findet ab 19h der erste Webmontag in Berlin bei uns im newthinking store in der Tucholskystr. 48 statt.
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: Fünf Jahre Wikipedia
: Fünf Jahre Wikipedia Herzlichen Glückwunsch: Gestern ist die Wikipedia fünf Jahre alt geworden. Passend dazu gab es einen Artikel bei Heise („It’s a Wiki World – 5 Jahre Wikipedia“) und einen bei Telepolis, wo Torsten Kleinz „Fünf Herausforderungen für die Wikipedia“ beschrieben hat.
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: Studie: Wie ich blogge?!
: Studie: Wie ich blogge?! Vor einiger Zeit wurde von der Forschungsstelle „Neue Kommunikationsmedien“ an der Universität Bamberg eine Umfrage durchgeführt. Erste Ergebnisse sind online. Auszüge:
# An der Umfrage „Wie ich blogge?!“ nahmen 5.246 Personen teil, von denen ein Großteil nach dem Schneeballsystem durch Verweise in Weblogs auf die Befragung aufmerksam wurden. Die Ergebnisse können daher keinen Anspruch auf statistische Repräsentativität beanspruchen, erscheinen aber als aussagekräftig für die aktive deutschsprachige Blogosphäre.
# 84 Prozent der Teilnehmer sind aktive Blogger, also Autoren von einem oder mehreren Weblogs. Das soziodemographische Profil dieser Gruppe entspricht in etwa dem von Pioniernutzern neuer Internet-Technologien (hohe formale Bildung; um die 30 Jahre alt; oft noch in einer schulischen oder studentischen Ausbildung), weist aber ein vergleichsweise ausgeglichenes Geschlechterverhältnis auf. Unter den Weblog-Autoren im Teenager-Alter sind Frauen gegenüber Männern sogar deutlich in der Überzahl.
# Etwa 60 Prozent der Autoren führen ihr Weblog bei einem Provider, wobei twoday.net, myBlog.de und blog.de in der Stichprobe am Häufigsten vertreten sind. Unter den Stand-Alone-Systemen dominiert WordPress mit deutlichem Abstand vor Serendipity. Die Zufriedenheit mit der jeweiligen Weblog-Software und einzelnen Aspekten variiert zwar in einzelnen Punkten, ist aber im Großen und Ganzen recht hoch.Die Umfrage ist als PDF verfügbar (27 Seiten).
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: Gesetzgebung (auch) gegen digitale Kreativität
: Gesetzgebung (auch) gegen digitale Kreativität Etwas außerhalb der europäischen Aufmerksamkeit liegt die derzeit heiß diskutierte (und absurde) Sensenbrenner Bill H.R. 4569, auch „Digital Transition Content Security Act of 2005“ genannt (PDF, 35 Seiten). Was einstmals ein Slogan für die Broadcast Flag war, „plugging the analog hole“, bei dem einem das Lachen in Hals steckblieb, würde damit technische wie rechtliche Wirklichkeit, plus Kreativitätsverhinderung. Die Broadcast Flag ist gescheitert, und auch diese Initiative im Dreierpack wird verhindert werden.
Über Importverbote für hardwareseitig kopierschutztechnologie-freie Geräte (siehe heise) und qualitätsbeschränkte analoge Ausgänge hinaus würde ein feuchter Traum der Rechteinhaber wahr. Bizarr und realitätsfern wie nur was, und bereits überholt.
Auch die EFF berichtete über die Sache, teils schon im Dezember. Immer betrifft es auch die ganz gewöhnlichen Möglichkeiten von Technik ‚von der Stange’, die für alle zugänglich ist und großartige Möglichkeiten eröffnet. Techdirt berichtet so:
We’ve talked, repeatedly, about how the power of internet has often been in how it has enabled anyone to become a content creator. It’s no longer about „professionals“ or „amateurs“ because that distinction no longer matters. Unfortunately, this bill tries to bring back that distinction in a major way – and then put up huge barriers for the amateurs.
Die geplanten Verhinderungsmaßnahmen im Klartext: digitale Wasserzeichen (als Platzhalter-Technologie mit Patent: VEIL, bisher u.a. für Spielzeug eingesetzt) und andere Kopierschutztechnologien (broadcast flag-ähnlich: CGMS‑A) müssen von allen Geräten respektiert und die eingebauten Restriktionen eingehalten werden. Analoge Videorekorder können dann keinen geschützen Film mehr abspielen oder aufnehmen. Wenn sie es können sind sie illegal.
Die Ausnahme bilden „professionelle Geräte“. Nur solche dürfen in der Herstellungskette für Inhalte eingesetzt werden. Es müssen ebenfalls alle professionellen Geräte so gekennzeichnet, beworben, verkauft, und ausschließlich mit ihnen professionelle Inhalte hergestellt, bearbeitet und übertragen werden. Und dieses Schema wird auch auf die Nutzer angewendet: „professionelle Geräte“ dürfen nur von authorisierten Personen bedient und verwendet werden.Mindestens einen Haken hat die Sache: die technischen Spezifikationen für die verwendete Kopierschutztechnologie, durch die Patent and Trademark Office (PTO) zu erstellen und einzufordern, gelten nicht für professionelle Geräte. Mit anderen Worten, mit diesen werden immer die betreffenden Inhalte vervielfältigt werden können. Wenn Amateure solche durchaus bezahlbaren Maschinen zu Hauf kaufen, ist dieselbe Technik laut Definition plötzlich nicht mehr durch die Definition gedeckt. Dann darf dieselbe Hardware nicht mehr das tun, wofür sie gebaut und eingesetzt wurde.
Ed Felten von Freedom to Tinker führt weiter aus:
The really interesting thing about the professional device hole is that it makes one provision of the bill utterly impossible to put into practice. For those reading along at home, I’m referring to the robustness rulemaking of section 202(1), which requires the Patent and Trademark Office (PTO) to establish technical requirements that (among other things) “can only with difficulty be defeated or circumvented by use of professional tools or equipment”. But there’s a small problem: professional tools are exempt from the technical requirements.
The robustness requirements, in other words, have to stop professional tools from copying content — and they have to do that, somehow, without regulating what professional tools can do. That, as they say, is a tall order.
Next to impossible, aber mindestens ein Schlag ins Gesicht der Kreativen, die dieser Tage bezahlbares Equipment kaufen können, um ordentliche Qualität herzustellen, mit freien Lizenzen weiterverwerten dürfen was nur irgend geht, und ihre Werke frei verbreiten. Nur professionelle Auftragsarbeiter dürften das dann noch. Mike von Techdirt:
In other words, perhaps the point of this bill isn’t so much to „plug the analog hole“ when it comes to copying unauthorized content (not that it would work anyway), but to try to slow down the somewhat rapid growth of amateur content successfully competing with professional broadcast content.
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: Die Feed Factory von BBC
: Die Feed Factory von BBC Die BBC zeigt auf der Webseite „Feed Factory“, wofür RSS-Feeds gut sind und wie sie funktionieren. Untertitel ist „RSS – Made Really Simple“.
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: Trips in die neue Wirklichkeit: PC und LSD
: Trips in die neue Wirklichkeit: PC und LSD Eben im HR2-Radio und jetzt als Podcast: Trips in die neue Wirklichkeit: PC und LSD
Das menschliche Bewußtsein ist auch nicht mehr was es mal war: alles vernetzt sich, wird virtuell und grenzenlos erweitert.
Es geht um die Schnittstellen zwischen LSD und Cyberculture. Sehr interessant.
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: Prinzipien von Open Source-Entwicklung
: Prinzipien von Open Source-Entwicklung Der erste Gentoo-Newsletter im neuen Jahr bringt ein Interview mit Entwickler Andrea Barisani. Dazu wird ein Artikel der Harvard Business School verlinkt, der einige Prinzipien von Open Source gut erklärt und knapp zusammenfasst:
The General Public License under which Linux is published requires that all distributors make their source code freely available so that others can freely emend it. This viral principle prevents code from being stowed away in proprietary products. That transparency, in turn, breaks down the distinction between producer and user. A sophisticated „customer“ like Andrea Barisani is really a user-developer, who fixes flaws and adds features for his own benefit, then shares those improvements with everyone else. Such a role is impossible when proprietary code is licensed from a commercial vendor.
Such extremely rich, flexible collaborations have positive psychological consequences for participants and powerful competitive ones for their organizations. Those consequences are rich common knowledge, the ability to organize teams modularly, extraordinary motivation, and high levels of trust.
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: Neues iTunes telefoniert nach Hause
: Neues iTunes telefoniert nach Hause Die neue Version von iTunes telefoniert nach Hause. Zumindest wird in der Default-Einstellung mindestens der Name der gerade gespielten Band an einen zentralen Server übermittelt, um die passende Werbung einzublenden. Über den Eingriff in die persönliche Privatsphäre wird nicht aufgeklärt. Die gute Nachricht ist, dass man es wohl manuell ausschalten kann. Viel Spass mit iTunes…!
Mehr gibts bei Spiegel-Online und BoingBoing.
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: Die FAZ über digitale Musik und soziale Netzwerke
: Die FAZ über digitale Musik und soziale Netzwerke Verwundert reibe ich mir gerade die Augen. Die FAZ hat vorgestern über Freiheit und digitale Musik geschrieben und der Artikel ist sogar gut geworden: Die Zukunft kostet nichts.
Die Menschen aber, die mit den alten Scheiben ihr Geld verdienten, sie kannten nur noch eine Musikrichtung: den Blues. Sie beschworen den Anfang vom Ende der Musik und warnten davor, die Freiheit der Daten mit einer Freiheit zu verwechseln, wie sie gelegentlich in Wörtern wie Bier oder Flug vorkommt: Gratis wollten sie ihre Songs nicht hergeben.
Daß heute von dieser Euphorie nicht mehr viel übrig ist, das liegt daher zum Teil an den rigorosen Maßnahmen der Musikindustrie, an einer Konterrevolution mit allen technischen und juristischen Mitteln.
Gut, ich teile die Euophorie des kommerziellen Erfolg digitaler Musik nicht, aber darum geht es in diesem Artikel weniger. Vielmehr geht es darum, wie zukünftig Musik konsumiert wird. Und um Plattformen wie Last.fm, MySpace und einige mehr, die gerade zur nächsten Revolution ansetzen.
Der Artikel schliesst dann auch mit folgender Analyse:
Wofür also soll man noch zahlen? Wer tatsächlich nicht darauf verzichten will, einen Song auch als Gegenstand in der Hand zu halten, der sollte sich lieber wieder dem Vinyl zuwenden. Viele neue Bands sind wieder dazu übergegangen, Singles zu veröffentlichen. Sie werden schnell zu Sammlerobjekten und erzielen Spitzenpreise dank kleiner Auflage. Wer die Künstler unterstützen will, kann dies auf eine sehr altmodische Art und Weise tun und ihre Konzerte besuchen. Für viele aber gilt, was Wired-Gründer Kevin Kelly einmal so formuliert hat: „Musik ist von einem Substantiv zu einem Verb geworden.” Verben aber kann man nicht kaufen.
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: LinuxTag 2006: Call for Papers läuft Sonntag aus
: LinuxTag 2006: Call for Papers läuft Sonntag aus Der Call for Papers für den LinuxTag 2006 läuft am kommenden Sonntag, den 15. Januar 2006 aus. Eine lange Liste mit möglichen Beiträgen findet sich auf der Webseite des LinuxTages. Einer der Schwerpunkte wird dieses Jahr Wissensmanagement und Wissensverwaltung sein:
Im Web der Informationen: Die Technologien zur Wissensverwaltung überschlagen sich. Daten werden in Content-Management-Systemen verwaltet, mit Blogs und Wikis sind völlig neue Formen der Informationserzeugung entstanden: Doch welche Werkzeuge sind nötig, damit aus Daten auch Informationen werden und beim Empfänger ankommen?
Hier zählt natürlich auch alles dazu, was im Moment unter „Web 2.0“ zusammen gefasst wird. Wer interessante Projekte oder Themen hat in diesem oder anderen Bereichen hat, ist hiermit eingeladen, ein kurzes Abstract bis zum Sonntag einzuschicken. Ich selbst werde im Webpublishing-Team Beiträge für diesen Bereich auswählen. Mehr Informationen finden sich hier.
Der LinuxTag 2006 wird vom 3. – 6. Mai in den Rhein-Main-Hallen in Wiesbaden veranstaltet.
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: Verband Deutscher Musikschaffender?
: Verband Deutscher Musikschaffender? Kennt hier jemand den „Verband Deutscher Musikschaffender“? Bisher ist mir dieser „Verband“ noch nicht aufgefallen. Heute gibt es aber eine dpa-Meldung, die es auch schon in die Futurezone geschafft hat. Dort stellt der VDM-Vorsitzende Klaus Quirini eine „Kein Kopierschutz“-Label vor, welches auf CDs geklebt werden soll. Und kündigt an, dass schon einige freie Künstler das Label einzusetzen gedenken…
Die Idee ist nicht neu, sondern wird schon seit wenigen Jahren vor allem im Indie-Bereich von vielen Labels und Künstlern eingesetzt. Einer der Vorreiter in Deutschland war das Berliner Label K7 mit ihrem “No Copy Protection – Respect the Music”-Label.
Wer aber ist der „Verband Deutscher Musikschaffender“, der von diesem Herrn Quirini geleitet wird, dessen Frau natürlich auch noch als Ansprechpatnerin agiert? Und dann gibt es noch einen Udo Starkens als weiteren Ansprechpartner, der eine Internetagentur betreibt und den Server wohl hostet. Und wie kommen die auf dpa? War da niemand auf deren Webseite und wurde misstrauisch, so wie ich eben? Wundere mich gerade ein wenig…
Sieht zumindest sehr dubios aus, eine Liste von Mitgliedern des Verbandes sucht man vergeblich.


