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Linux an die Schulen – auch in Thüringen

Nach einigen Bundesländern hat nun auch Thüringen eine Partnerschaft mit Microsoft geschlossen: Thüringen will auch an dem Microsoft-Programm „Partners in Learning School Agreement“ für besonders förderungswürdige Schulen oder Schulen in geografisch benachteiligten Regionen teilnehmen. Diese Schulen können Software-Lizenzen zu Vorzugskonditionen erwerben. Statt Software-Lizenzen zum Vorzugspreis könnte mit Freier Software Geld gespart werden. Dieses Geld könnte…

  • Markus Beckedahl

Nach einigen Bundesländern hat nun auch Thüringen eine Partnerschaft mit Microsoft geschlossen:

Thüringen will auch an dem Microsoft-Programm „Partners in Learning School Agreement“ für besonders förderungswürdige Schulen oder Schulen in geografisch benachteiligten Regionen teilnehmen. Diese Schulen können Software-Lizenzen zu Vorzugskonditionen erwerben.

Statt Software-Lizenzen zum Vorzugspreis könnte mit Freier Software Geld gespart werden. Dieses Geld könnte an anderer Stelle sinnvoll eingesetzt werden, beispielsweise durch den Kauf von neuer Hardware, woran es ja Schulen meistens mangelt. Freie Software läuft auch prima auf den alten Rechnern, die noch überall herumstehen. Andererseits könnte das Geld auch in eine sinnvolle Lehrer-Ausbildung gesteckt werden. Zuerst sollte Lehrer mehr Medienkompetenz bei den Neue Medien vermittelt werden, damit diese ihre Schüler sinnvoll auf das digitale Zeitalter vorbeiten können. Das wäre eine Alternative zu Intel finanzierten Lehrerausbildungsprogrammen, womit schon viele Lehrer die halbe Produktpalette von Microsoft vorgeführt bekamen. Auf dem LinuxTag 2005 in Karlsruhe vom 22.–25. Juni wird es eine Sub-Konferenz zu „Linux an Schulen“ geben. Dort kann man sich umfassend über Alternativen und interessante Projekte informieren. Und auch das PingoS – Projekt zur Förderung von Linux in Schulen verdient nochmal Aufmerksamkeit in diesem Zusammenhang.

Über die Autor:innen

  • Markus Beckedahl
    Darja Preuss

    Markus Beckedahl hat schon 2003 in der Ur-Form von netzpolitik.org gebloggt und hat zwischen 2004 bis 2022 die Plattform als Chefredakteur entwickelt. Seit 2024 ist er nicht mehr Teil der Redaktion und schreibt einen Newsletter auf digitalpolitik.de. Kontakt: Mail: markus (ett) netzpolitik.org, Presseanfragen: +49-177-7503541 Er ist auch auf Mastodon, Facebook, Twitter und Instagram zu finden.


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