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Heute Abstimmung bei ICANN über Whois-Datenbank

Die ICANN tagt wieder, diesmal in Los Angeles. Heute gibt es dort eine Abstimmung über Datenschutz bei den Whois-Datenbanken. Wenn man eine Domain beantragt, muss man personenbezogene Daten angeben. Diese finden sich in der Whois-Datenbank und werden gerne missbraucht: Für Spam, Identitätsdiebstahl und andere Dinge. Darüber soll jetzt abgestimmt werden. Gegen mehr Datenschutz ist, wie…

  • Markus Beckedahl

Die ICANN tagt wieder, diesmal in Los Angeles. Heute gibt es dort eine Abstimmung über Datenschutz bei den Whois-Datenbanken. Wenn man eine Domain beantragt, muss man personenbezogene Daten angeben. Diese finden sich in der Whois-Datenbank und werden gerne missbraucht: Für Spam, Identitätsdiebstahl und andere Dinge. Darüber soll jetzt abgestimmt werden. Gegen mehr Datenschutz ist, wie immer, die Content-Industrie. Die beklagt sich, dass abmahnen ohne die Daten schwieriger wird. Wie es letztendlich ausgeht ist noch unklar.
Hier sind schomal zwei Artikel aus dem Vorfeld der Entscheidung:

Guardian: Whois database targeted for destruction.

The long-running attempt by privacy advocates to bin the Whois database will be up for vote at the ICANN meeting in Los Angeles tomorrow. Cheerleaders for the six-year-old „sunset proposal“ say people shouldn’t be required to give up personal information to the web to register a domain name. It is frequently abused by spammers and fraudsters, they argue.

Spiegel: Das Ende der Whois-Datenbanken?

Über die die Whois-Datenbanken kann jeder herausfinden, wer wirklich hinter einem Web-Angebot steht. Für Kunden, Fahnder und viele andere mit legitimen Interessen sind diese Infos Gold wert – für Spammer und Betrüger allerdings auch. In den USA hat die Debatte über ein Ende von Whois begonnen.

Über die Autor:innen

  • Markus Beckedahl
    Darja Preuss

    Markus Beckedahl hat schon 2003 in der Ur-Form von netzpolitik.org gebloggt und hat zwischen 2004 bis 2022 die Plattform als Chefredakteur entwickelt. Seit 2024 ist er nicht mehr Teil der Redaktion und schreibt einen Newsletter auf digitalpolitik.de. Kontakt: Mail: markus (ett) netzpolitik.org, Presseanfragen: +49-177-7503541 Er ist auch auf Mastodon, Facebook, Twitter und Instagram zu finden.


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