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In Frankreich sind Computerspiele Kultur

In Frankreich werden Computerspiele jetzt offiziell als Kunst/Kultur akzeptiert und kommen daher in den Genuss von Kulturförderung, analog zur Filmförderung (Gibts so auch in Deutschland, aber bisher nur auf Landesebene in Hambug und irgendwo im Osten). Wäre auch mal was für Deutschland, aber das schreib ich Jahr für Jahr und wenig passiert: Latest French Avant-Garde:…

  • Markus Beckedahl

In Frankreich werden Computerspiele jetzt offiziell als Kunst/Kultur akzeptiert und kommen daher in den Genuss von Kulturförderung, analog zur Filmförderung (Gibts so auch in Deutschland, aber bisher nur auf Landesebene in Hambug und irgendwo im Osten). Wäre auch mal was für Deutschland, aber das schreib ich Jahr für Jahr und wenig passiert: Latest French Avant-Garde: Games.

„The creation of video games is an excellent and intelligent way of harnessing the potential of technologies that are ahead of their time in order to substantiate the richness of French culture,“ said Patrick Ollier, president of the committee on economic affairs, the environment and territory at the Assemblée Nationale (French National Assembly), in an e‑mail.

Ollier said the tax incentive „represents the best way to harbor the innovative vitality of France’s creative juices, by inciting small enterprises to create imaginative works that take advantage of tomorrow’s technologies.“

With the tax breaks, the French games industry now falls under the elite auspices of the „exception française.“ Loosely defined, the term applies to the country’s refusal to leave its country’s arts to the whims of laissez-faire capitalism.

Wäre mal prima, wenn die Politik in Deutschland Computerspiele nicht nur als Gefahr für die Jugend ansehen würde, sondern als das, was sie sind: Kultur!

Über die Autor:innen

  • Markus Beckedahl
    Darja Preuss

    Markus Beckedahl hat schon 2003 in der Ur-Form von netzpolitik.org gebloggt und hat zwischen 2004 bis 2022 die Plattform als Chefredakteur entwickelt. Seit 2024 ist er nicht mehr Teil der Redaktion und schreibt einen Newsletter auf digitalpolitik.de. Kontakt: Mail: markus (ett) netzpolitik.org, Presseanfragen: +49-177-7503541 Er ist auch auf Mastodon, Facebook, Twitter und Instagram zu finden.


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6 Kommentare zu „In Frankreich sind Computerspiele Kultur“


  1. Das machen die nur, damit Vivendi Universal Games Subventionen bekommen kann. Unsere einheimischen Medienmultis (Bertelsmann) haben das Thema aber schon lange vergeigt, also besteht hier kein offizieller Bedarf. Ja, wäre schön wenn die Politik in Deutschland Kultur wahrnehmen würde…


  2. Solange hier Typen wie Beckstein und Schünemann was zu sagen haben wird das sowieso nichts.…


  3. Diese Sicht hat in Frankreich Tradition. Auch Comics werden dort als ernst zu nehmende Kustform zwischen Literatur und bildenden Künsten betrachtet. Gab es hier leider nie. Mir hat man in der Schule Comics um die Ohren gehauen und was von schädlich für meine Entwicklung und Volksverdummung erzählt.


  4. Die Becksteins hierzulande werden Videospiele wohl niemals als Kultur ansehen.


  5. […] wie ich heute via netzpolitik.org erfahren habe. […]


  6. Steffi

    ,

    muss ja nicht gleich Kultur sein. Aber wie wärs den Spielen nicht die Schuld am Versagen der Eltern zu geben?
    Und warum dann nicht gleich auch all die brutalen Filme verbieten, wo manche bei weitem realistischer sind als die Spiele…

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