Auf den PunktBerlin stellt Fußgänger:innen unter Verdacht.

  • Martin Schwarzbeck

Liebe Leser*innen,

ich schreibe euch aus Berlin. Das ist eine Stadt, die mal für ihre Freiheit legendär war. Doch diese Zeiten sind anscheinend vorbei. Stattdessen hält nun vermehrt Kontrolle Einzug. Videoüberwachung soll es hier bald geben und dazu ein System, das automatisch analysiert, ob die überwachten Menschen sich auch ordentlich benehmen. Verhaltensscanner nennen wir das. Im April soll der erste Testlauf starten.

Jetzt hat sich der Chaos Computer Club sehr deutlich dagegen positioniert. Er warnt vor dem „gefährlichen Mumpitz“. Als Vorbild der Überwachungsmaßnahme sieht er autoritäre Regime. Berlin werde damit zum Testfeld für eine Technologie, die alle vorbeikommenden Menschen unter Verdacht stelle.

Mir tut das gut, solche Warnungen zu hören. Denn während ein Bundesland nach dem anderen Verhaltensscanner einführt, zeigt es, dass es immer noch Widerstand gibt.

Bleibt mutig

Martin

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Über die Autor:innen

  • Martin Schwarzbeck
    Darja Preuss

    Martin ist seit 2024 Redakteur bei netzpolitik.org. Er hat Soziologie studiert, als Journalist für zahlreiche Medien gearbeitet, von ARD bis taz, und war lange Redakteur bei Berliner Stadtmagazinen, wo er oft Digitalthemen aufgegriffen hat. Martin interessiert sich für Machtstrukturen und die Beziehungen zwischen Menschen und Staaten und Menschen und Konzernen. Ein Fokus dabei sind Techniken und Systeme der Überwachung. Für Recherchen zur Spionage-App mSpy hat er gemeinsam mit Chris Köver 2026 den Sonderpreis Print des Datenschutz Medienpreises DAME erhalten.

    Kontakt: E-Mail (OpenPGP), Mastodon, Signal: yoshi.42042


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