KW 29Die Woche aus der Vogelperspektive

Die 29. Kalenderwoche geht zu Ende. Wir haben 7 neue Texte mit insgesamt 57.961 Zeichen veröffentlicht. Willkommen zum netzpolitischen Wochenrückblick.

Lila Fraktal
Fraktal, generiert mit MandelBrowser von Tomasz Śmigielski

Liebe Leser:innen,

vor allem die Berliner Medien sind in den letzten Tagen so voll von gemutmaßten Raubtierkatzen-Liveberichten, dass beinahe der Hund in der Pfanne verrückt wird. Doch unsere Seite füllt sich gerade eher im Schneckentempo. Das lag nicht nur am Sommerloch. Das liegt auch daran, dass wir fleißig wie die Bienchen viele andere Dinge tun und vorbereiten, denn wir brüten gerade nicht nur inhaltliche Eier aus.

Dass wir mit Adleraugen nach einem neuen Büro suchen, wissen viele von euch schon. Das bedeutet ganz praktisch, dass wir in kleinen Teams flink wie die Wiesel durch die Stadt fahren, um Büroräume zu besichtigen. Gleichzeitig strecken wir aber auch unsere Fühler nach Menschen aus, die künftig unsere Geschäftsführung und unsere Finanzen schaukeln wollen. Wenn ihr euch davon angesprochen fühlt, freuen wir uns auf eure Bewerbungen! Leitet die Stellenanzeigen auch gern an Menschen weiter, die mit uns Pferde stehlen würden und sich inmitten von Zahlen fühlen wie ein Fisch im Wasser.

Da brat mir einer ’nen Storch: Mein Kollege Sebastian und ich haben diese Woche tatsächlich einen neuen Podcast für euch aufgenommen, der am Samstag erscheint. Ausnahmsweise war mal keine Affenhitze in unserem Noch-Dachgeschoss-Büro und wir erkunden zusammen eine halbe Stunde lang den politischen Herzschlag, der in der Sommerzeit etwas langsamer wird. Dazu haben wir Geschichten von Gesetzen mitgebracht, die vor der Parlamentspause noch im Schweinsgalopp durch die Abstimmungen gebracht werden. Und solche, um die es seit Monaten mucksmäuschenstill zu sein scheint.

Und versprochen, im Podcast binden wir euch keinen Bären auf und quälen wir euch auch nicht mit Tier-Metaphern, nicht dass ihr uns noch zum Kuckuck wünscht. Aber sorry, die vermeintliche Löwin hielt alle auf Trab und ich hatte einen Affen daran gefressen. Nächste Woche kräht kein Hahn mehr nach dem Wildschwein im Katzenpelz. Und ich hoffe, ihr seht mir den Ausreißer nach.

Ein saugutes Wochenende!
anna


NetzsperrenWarum eine Seite für Schwangerschaftsabbrüche in Spanien gesperrt bleibt

Eine Schwangerschaft auf Wunsch beenden? In Spanien ist das bis zur 14. Woche völlig legal. Trotzdem blockiert die Regierung seit drei Jahren die Webseite einer internationalen Organisation, die über Abbrüche informiert. Über einen Streit um Pillen und Meinungsfreiheit.

Lesen Sie diesen Artikel: Warum eine Seite für Schwangerschaftsabbrüche in Spanien gesperrt bleibt

Internes ProtokollEU-Staaten steuern auf Kampfabstimmung zur Chatkontrolle zu

Die meisten EU-Staaten wollen private Kommunikation anlasslos überwachen, obwohl ihre eigenen Juristen warnen, dass das illegal ist. Die spanische Ratspräsidentschaft treibt die Verhandlungen zur Chatkontrolle voran und streicht Entschärfungen. Wir veröffentlichen ein eingestuftes Verhandlungsprotokoll.

Lesen Sie diesen Artikel: EU-Staaten steuern auf Kampfabstimmung zur Chatkontrolle zu

Deine Spende für digitale Freiheitsrechte

Wir berichten über aktuelle netzpolitische Entwicklungen, decken Skandale auf und stoßen Debatten an. Dabei sind wir vollkommen unabhängig. Denn unser Kampf für digitale Freiheitsrechte finanziert sich zu fast 100 Prozent aus den Spenden unserer Leser:innen.

Eine Ergänzung

  1. Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP) will die Überwachung von verschlüsselten Chats in Ermittlungsverfahren wieder einschränken.

    Die seit 2017 bestehenden Regelungen würden „die Gefahr einer Totalausforschung einer Person“ bergen, heißt es im Vorwort zu einem Referentenentwurf, der am Freitag zur Stellungnahme an die anderen Ressorts der Bundesregierung verschickt wurde.

    https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/onlinedurchsuchung-gesetz-100.html

Wir freuen uns auf Deine Anmerkungen, Fragen, Korrekturen und inhaltlichen Ergänzungen zum Artikel. Bitte keine reinen Meinungsbeiträge! Unsere Regeln zur Veröffentlichung von Ergänzungen findest Du unter netzpolitik.org/kommentare. Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.