Demokratie

Auf Linie: Das inoffizielle Unterstützernetzwerk der AfD

Anhänger der AfD betreiben ein einflussreiches inoffizielles Unterstützernetzwerk. Wir haben in einer aufwendigen Datenrecherche untersucht, wen es fördert und welchen Einfluss es auf offizielle AfD-Accounts ausübt.

Wer folgt wem zuerst nach Gründung eines Accounts? Bei dieser Analyse kann sich zeigen, wo schon persönliche Kontakte bestanden bzw. welche Accounts von ein und derselben Person gegründet wurden. Alle Rechte vorbehalten Tagesspiegel Data

Ein Artikel von Markus Reuter und Tagesspiegel DATA.
Die AfD ist auf Twitter nicht so stark wie auf Facebook. Anhänger der Partei betreiben allerdings ein inoffizielles Unterstützungsnetzwerk. Die AfD sagt auf Anfrage, dass es mit den Betreibern der entsprechenden Accounts keine regelmäßigen Absprachen gibt. Recherchen zeigen aber, dass das Netzwerk großen Einfluss auf die Kommunikation der AfD auf Twitter ausübt.


netzpolitik.org - unabhängig & kritisch dank Euch.

Seit Dezember 2016 hat netzpolitik.org zusammen mit Tagesspiegel DATA das Twitter-Netzwerk der AfD analysiert. Ausgangspunkt der Recherche war Balleryna, der vermeintlich reichweitenstärkste Account aus dem AfD-Umfeld, der sich bei näherer Betrachtung als Fake-Account und Scheinriese herausstellte. Im Laufe der Recherche konnten wir ein genaueres Bild davon zeichnen, worüber und wie genau die AfD twittert.

Bei der Recherche rund um Balleryna stießen wir auf ein gut organisiertes Netzwerk aus inoffiziellen Unterstützern der AfD. Balleryna ist dabei nur einer von etwa einem Dutzend inoffizieller Unterstützer-Accounts, die alle ähnlich agieren. Inhaltlich stehen die meisten dieser Accounts dem offiziellen Partei-Account @afdkompakt sehr nahe.

Wer folgt wem zuerst

Um die Nähe der Accounts zu belegen, haben wir jeweils die ersten zehn Follower der Accounts analysiert. In der Regel folgen Menschen denen zuerst, die sie kennen. Erfahrungswerte zeigen, dass Personen mit Zweit- und Drittaccount oder Fake-Accounts sich oft zuerst selbst folgen. Die Grafik „First-Follower-Twitter-Netzwerk der AfD“ verdeutlicht, wie eng die Unterstützer-Accounts beieinander liegen.

Es ist sichtbar, dass der Account @mundaufmachen jeweils zu den ersten Followern sowohl von @afdkompakt als auch den inoffiziellen Unterstützer-Accounts @AfdTweets, @IchwaehleAfD und @MutfuerWahrheit zählt.

Auf der Suche nach weiteren Indizien haben wir uns angeschaut, mit welchen Mailadressen die Accounts bei Twitter angemeldet sind. Die Mailadressen lassen sich durch eine „Passwort vergessen“-Abfrage teilweise rekonstruieren. Hierbei fiel uns auf, dass @Balleryna, @mundaufmachen, @2017_AfDwaehlen und @PinocchioPresse alle mit Mail-Adressen nach dem Muster twittername@gmail.com bei Twitter angemeldet sind.

Zeitanalyse des Unterstützer-Accounts @mundaufmachen: Es wird immer nur Montag bis Freitag zu Bürozeiten getwittert. Dass er von der Partei dafür angestellt sei, verneint der Betreiber des Accounts auf Nachfrage jedoch.

In anderen Punkten unterscheiden sich die Accounts stark. So twittert beispielsweise @mundaufmachen ausschließlich zu Bürozeiten von Montag bis Freitag zwischen 8:30 und 18 Uhr, während andere Accounts die ganze Woche über befüllt werden.

Wen unterstützt das inoffizielle Netzwerk?

Alle Accounts zeichnen sich dadurch aus, dass sie im Twitter-Kanal von @afdkompakt als Unterstützer benannt werden und bis auf ein paar Ausnahmen sehr ähnliche Inhalte twittern. Sie verstärken fast alle diesen Kanal der Bundespartei sowie die anderen Unterstützer-Accounts, einzelne Politiker der AfD sowie Orts-, Kreis- und Landesverbände.

Das anonyme Unterstützernetzwerk erzeugt ein Grundrauschen im Sinne der Partei. Gleichzeitig bietet diese Methode die Möglichkeit, radikaler aufzutreten als mit offiziellen Partei- oder Personenaccounts. So werden beispielsweise die Aussagen des ausländer- und islamfeindlichen Scharfmachers Kolja Bonke vom Netzwerk weiterverbreitet. Doch insgesamt ist das inoffizielle Unterstützernetzwerk vor allem ein Verstärker der Positionen von Frauke Petry, Marcus Pretzell, Jörg Meuthen, Beatrix von Storch und dem Parteiaccount @AfDKompakt, deren Tweets regelmäßig verbreitet werden. Aus dem schon lange andauernden Richtungsstreit hält sich dieses Netzwerk heraus. Dies bestätigt uns @mundaufmachen, einer der anonymen Unterstützer, der sich uns gegenüber in Chats als Sympathisant von Petry und Pretzell bezeichnet.

Um einen genauen Eindruck der Ausrichtung des Netzwerks zu gewinnen, haben wir betrachtet, wen die Unterstützer-Accounts retweeten. Retweets sind leicht zu messen und geben Hinweise darauf, wer mit wem verbunden ist und wer verstärkt werden soll (Stand 13.4.2017):

Es gibt noch weitere Auffälligkeiten: So wird der Magdeburger AfD-Bundestagskandidat Frank Pasemann vom Netzwerk oft retweetet. Auch zeigt sich die Münsteraner Verbindung, auf die wir in der Balleryna-Analyse verwiesen haben, in den Retweets. Insgesamt aber steht der offizielle Account @afdkompakt dominant an der Spitze: Er retweetet das inoffizielle Unterstützernetzwerk nicht, er wird nur von diesem retweetet.

Einfluss der inoffiziellen Unterstützer auf das offizielle Parteinetzwerk

Wie aber beeinflusst das Unterstützernetzwerk die Partei? Um das zu messen, haben wir alle von der AfD selbst als offiziell angegebenen Accounts beobachtet und deren Tweets ab dem 1. Januar 2017 ausgewertet. Zentraler und wichtigster Account der AfD, gemessen an Retweets, ist der Kanal von @afdkompakt. Gepusht vom inoffiziellen Unterstützernetzwerk und von zahlreichen offiziellen Accounts, spricht die Bundespartei über diesen Kanal zu ihren Mitgliedern auf Twitter. Der rechte Flügel rund um Höcke, Poggenburg und Gauland ist auf Twitter nur marginal vertreten. Dafür halten Beatrix von Storch und die in der Partei stark angeschlagene Vorsitzende Frauke Petry die Spitzenpositionen bei den Retweets.

Das Retweet-Netzwerk gibt es auch als hochauflösendes PDF.

Twitter-Strategie: Verifizieren, Blockieren, Kompensieren

Die Twitter-Nutzer @mundaufmachen und @2017_AfDWaehlen nennen im Chat mehrere Gründe, weshalb aus ihrer Sicht die inoffiziellen Unterstützungsaccounts für die AfD so nützlich seien. So könnten die offiziellen Accounts der Partei mangels Verifizierung durch Twitter auf der Plattform nicht so viel Wirkung entfalten. Das müssten inoffizielle Accounts kompensieren, verrät Bürozeiten-Supporter @mundaufmachen, der während unseres Chats damit kokettiert, dass er bald eine Person des öffentlichen Lebens sein könnte, vermutlich als Abgeordneter für die Partei. Die Unterlagen, um für offizielle AfD-Accounts den begehrten hellblauen Haken zu bekommen, lägen unterschrieben bei Twitter, doch Twitter verifiziere nicht. Von der Verifizierung verspricht sich @mundaufmachen auch einen Einfluss auf die Trending Topics bei Twitter und somit eine höhere Sichtbarkeit der Partei.

Wir fragen bei Twitter nach, ob die AfD und ihre Abgeordneten prinzipiell keine Verifizierung bekommen würden. Ein Pressesprecher sagt uns: „Diese Aussage stimmt nicht.“ Beispielsweise seien die Accounts @Afd_Bund oder @AfD_Hessen verifiziert. Die Anfrage zur Verifizierung könne die Partei über die Support-Seite stellen.

Der Twitter-Nutzer @mundaufmachen schreibt auch von „riesigen Blocklisten“, mit denen politische Gegner blockiert werden können. Ist bei Twitter ein Account blockiert, kann er weder die Tweets des Blockierenden lesen noch auf dessen Tweet antworten. Auch Mitglieder des Rechercheteams werden nach Veröffentlichung des ersten Artikels blockiert. Andere Twitter-Nutzer haben bestätigt, dass sie von AfD-nahen Accounts blockiert wurden, obwohl sie zuvor nie mit diesen interagiert haben. Das deutet darauf hin, dass Blocklisten im Netzwerk untereinander ausgetauscht werden. Hintergrund der Blocklisten ist es, Gegenrede unter den Tweets zu verhindern und so einen relativ geschlossenen Paralleldiskurs zu ermöglichen. Nach Auskunft von @mundaufmachen sollen mit dieser Methode, die auch in anderen politischen Strömungen genutzt wird, die AfD-Twitter-Neulinge vor einer angeblichen „#NoAfD-Troll-Armee“ geschützt werden.

Der Einfluss der AfD-Zentrale auf die inoffiziellen Unterstützeraccounts

Der Macher von @2017_AfDWaehlen gibt als Grund für seine Aktivität außerdem an, dass die Partei auf Twitter im Gegensatz zu Facebook quantitativ nicht so gut aufgestellt sei. Auch viele Funktionäre und bekannte Mandatsträger würden das Medium Twitter gerade erst entdecken.

Doch sind es wirklich nur einige „solidarische Mitglieder“, die das anschieben? Wieviel Einfluss nimmt die Partei auf die inoffiziellen Helfer? Sind sie gar von der Partei gesteuert? Dass inoffizielle Unterstützer-Accounts so dominant in der Parteikommunikation sind, ist ein Novum in Deutschland. Üblich ist, dass solche parteinahen Accounts mit offenem Visier vorgehen oder als offizielle Kampagnenaccounts gekennzeichnet sind.

@mundaufmachen und @2017_AfDWaehlen sagen beide, dass sie untereinander und auch mit der Partei in Kontakt stehen würden. Sie betonen beide, sie seien keine offiziellen Partei-Accounts, sondern unterstützende Parteimitglieder. Es gebe Kontakte zwischen den Accounts, sagt @mundaufmachen im Chat. Befehle erhalte er oder sie aber nicht. Man rede virtuell miteinander und stünde auch in Kontakt zu dem offiziellen Account @afdkompakt, sagt @2017_AfDWaehlen, der übrigens auch beim Scheinriesen Balleryna Tweets veranlassen kann.

Man müsste bei @afdkompakt fragen, wie das mit der Koordination sei, sagt er. Doch die Antwort aus der Parteizentrale ist harsch und kurz: „Wir geben grundsätzlich keine Auskünfte zu unseren Social-Media-Aktivitäten.“ Auf eine Anfrage bei der Pressestelle bekommen wir hingegen die Antwort, es würden lediglich die Accounts @AfDKompakt und @AfD_Bund betrieben. Mit den Betreibern aller anderen Accounts bestünden keine regelmäßigen Absprachen.

Wie nahe die Unterstützer-Accounts an @afdkompakt dran sind, zeigt sich dann noch einmal in weiteren Direktnachrichten an uns. Nach Veröffentlichung des ersten Artikels meldet sich @2017_AfDWaehlen zurück und konfrontiert uns mit der Antwort unserer Presseanfrage an den offiziellen Kanal @afdkompakt, die wir aber bis dahin gar nicht veröffentlicht hatten.

Dieser Artikel baut auf einer umfangreichen Recherche und Datenanalyse auf, die netzpolitik.org zusammen mit Tagesspiegel DATA über die AfD auf Twitter gemacht hat. Der erste Artikel „So twittert die AfD“ gibt einen größeren Überblick, der zweite analysiert den AfD-nahen Fake-Account und Scheinriesen „Balleryna“. Alle Grafiken sind von Tagesspiegel DATA erstellt.

61 Kommentare
    1. Wir haben während der Recherche auch jeweils die Top50-Accounts der anderen Parteien angeschaut. Dabei sind uns keine Besonderheiten aufgefallen. Wenn Sie Hinweise auf ungewöhnliche Strukturen haben, dann zögern Sie nicht, uns diese mitzuteilen.

      1. Das ist schön, dass Ihr die auch angeschaut habt. Wollt Ihr uns dann nicht zum Vergleich auch diese Resultate zeigen, damit man die Unterschiede erkennen kann?

      2. „Wir haben während der Recherche auch jeweils die Top50-Accounts der anderen Parteien angeschaut. Dabei sind uns keine Besonderheiten aufgefallen.“

        Mal im Ernst, das ist doch lächerlich! :)

        Schaut doch z.B. einfach mal die ganzen francophonen zero Tweet Eierköpfe in Schulzens offenkundig gepimptem Follover Profil durch:

        http://up.picr.de/29049647jv.jpg

  1. Wirklich eine sehr aufwendige Recherche. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man so etwas nur zum eigenen Vergnügen macht. Deshalb wäre es doch interessant zu erfahren, aus welchen Quellen das Ganze finanziert wird.

    1. Ich wars, ich habe gestern erst gespendet, und zwar nicht zu knapp. Warum? Weil ich für Transparenz bin. Und gegen jede Art von autoritärer oder totalitärer Struktur, egal ob technisch oder gesellschaftlich.

    2. Aufmachung und Sprache sind sehr nahe an den „Extrablätter“ der SVP. Hier in der Schweiz behauptet zumindest eine Zeitung dass der Besitzer der Werbeagentur“Goal“ dahintersteckt (welche auch die unsäglichen SVP-Plakate erstellt und druckt). Auch hier gibts diesen Verein „für Rechtsstaatlichkeit​ und Pipapo“.

      Teile der SVP wollen in Deutschland halt die AfD sehen um die EU zu zerstören.

  2. Hier werden ein paar AFD Trolle sicherlich alles in Frage stellen wollen,welches die AFD, im schlechten Licht zeigt,und der Whataboutism wird als Ablenkungsmanöver gerne gepflegt um AFD Arbeitsweisen zu übertünchen.
    Falls diese Trolle Zweifel hegen, sollen Sie sich selbst mühen und Fehlverhalten der anderen Parteien objektiv herausstellen,ich rede von objektiv,das scheint in derem Vokabular, wenn überhaupt,dann nur inhaltsleer vorzukommen.
    Es steht den AFD Handlangern jederzeit frei,nicht nur an den Erkenntnissen anderer herumzumeckern,sondern selbst Beweise zu erbringen,was natürlich Arbeit kostet.
    Dieses dämliche „…und was ist mit den anderen? …und was ist mit den anderen?“ ist mehr als infantil.

    1. Die „Whataboutism“-Kritik ist ein Totschlagargument gegen berechtigte Doppelmoral- und Heuchelei-Einwände. Und diese als infantil zu bezeichnen, ist eine ad-hominem-Argumentation.

      1. „Totschlagargument“ ist ein totschlagarguent.

        Das Selbstverständnis von Netzpolitik ist klar verständlich:
        „Wir verstehen uns als journalistisches Angebot, sind jedoch nicht neutral. Unsere Haltung ist: Wir engagieren uns für digitale Freiheitsrechte und ihre politische Umsetzung.“

        Und mit Freiheitsrechten hat die AfD ungefähr so viel zu tun wie der Vatikan mit Pornographie, also ist die AfD zu Recht politischer Gegner.

        Beschweren Sie sich auch bei der Sportschau, dass sie nichts über aktuelle Modetrends erfahren?
        Genau DAS ist nämlich Whataboutism

        1. Ach, das war die AfD, die am Donnerstag all die schönen Gesetze verabschiedet hat? Oder die, die Vorratsdatenspeicherung wieder eingeführt hat? Die KFZ-Kennzeichenscanning eingeführt hat und mit der Maut noch ausbauen will? Die Videoüberwachung erweitert? Oder die, die bei der amerikanischen und britischen Extremspionage die Hände in den Schoß gelegt hat?

          Mir ist zudem noch nicht aufgefallen, daß die AfD in Sachen Überwachung, Netzpolitik und Abbau von Bürgerrechten schlimmer als die CDU/CSU ist. Aber das kannst Du mir ja bestimmt erklären. Und auch, wieso von der AfD mehr Gefahr ausgeht als von der Groko? Oder ist das alles nur der gewöhnliche linke Beißreflex gegen den Erzfeind?

          1. Die AfD kann für Bürger- und Menschenrechtler kein Verbündeter sein. Denn die Partei ist durchzogen von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit. Selektive Bürgerrechte a la Datenschutz für Deutsche widersprechen der Idee der Universalität der Menschenrechte. Deswegen finde ich es OK, eine solche Partei kritisch zu beobachten und im politischen Diskurs zu entlarven.

          2. @Sushi:
            Die Bürgerrechte der Flüchtlinge sind also nicht verhandelbar, meine (z.B. bezüglich Datenschutz, Privatsphäre und informationalle Selbstbestimmung) aber schon, z.B. durch die Regierungsparteien?

          3. @KlausM
            „Die Bürgerrechte der Flüchtlinge sind also nicht verhandelbar, meine (z.B. bezüglich Datenschutz, Privatsphäre und informationalle Selbstbestimmung) aber schon, z.B. durch die Regierungsparteien?“

            Jetzt jammern und hetzen Sie ganz AFDlike,dass es Ihnen schlechter geht als den Flüchtlingen,oh Sie arme bemitleidendswerte Wurst.
            Sind Sie auch wie der große Teil der Flüchtlinge ,den niederprasselnden Bomben in ihrer Heimat entkommen,leben Sie auch im Container,müssen Sie sich auch stundenlang bei der Ausländerbehörde anstellen,werden Sie auch vom braunen Mob verfolgt,drangsaliert und körperlich angegangen.
            Sie sitzen mit dem Arsch im Warmen und jammern,das man Sie benachteiligt.
            Die einzige Benachteiligung, die Sie erfahren haben ist,dass Sie zu wenig Hirn und noch weniger Emphase in Ihrem bemitleidenswerten Leben abbekommen haben,diese Benachteiligung teilen Sie mit den AFDlern,Pegidisten Npdlern und der anderen dunkelbeigen Mischpoke,sie tun mir richtig leid,winseln Sie noch ein bisschen,dann erbarme ich mich Ihrer und schenke Ihnen ein paar Hundeknochen.

          4. @wesendlich:
            Ach, das ist doch völliger Quatsch. Vergleichen heißt nicht gleichsetzen. Das ist wohl schwer, in den Hals zu bekommen. Nur, weil es jemand gibt, dem es (deutlich) schlechter geht als mir, hat er automatisch höheren Anspruch auf Bürgerrechte als ich? War das nicht mal so, daß die Justitia blind ist (bzw. mit einer Binde um die Augen)? Hatte diese Metapher irgendetwas zu bedeuten?

            Ich frage mich, warum Du nicht die Wegnahme Deiner Bürgerrechte selbstverständlich hinnimmst und überhaupt Dich auf den Seiten von Netzpoltiik aufhälst. Das alles tut doch Merkel nur, um die Seiteneffekte des offenbar Deiner Meinung nach unumstößlichen Asyl- und Flüchtlingsrechts zu behandeln. Das geringe Opfer der Totalüberwachung und Zensur wirst Du doch eingehen, wenn dadurch auch nur ein einziges Flüchtlingskind gerettet wird, oder etwa nicht?

            Nebenbei, kannst Du auch zivilisiert diskutieren oder nur beleidigend?

          5. Vergiss es, SJWs wie Sushi & Co. begreifen nicht, daß sie in einer „Brot und Spiele“ Matrix gehalten werden.

            Gruppenbezogen menschenfeindlich auf Konservative losgehen zu dürfen (solange die nicht sonstigen Minderheiten angehören) gehört in die Kategorie „Spiele“.

            So sind sie beschäftig und kommen nicht auf die Idee an den real existierenden Herrschaftsverhältnissen tatsächlich etwas ändern zu wollen, um etwas mehr vom Kuchen der internationalen Konzerne abzubekommen.

        1. @KlausM
          Jetzt plärren Sie wie der typische AFDOpferstammler,das man Sie falsch verstanden hat und Sie haben nichts gegen Flüchtlinge und bla bla blabla usw.blabla.

      2. @KlausM
        Ich stimme mit ihnen überein,dass die AFD voller Doppelmoral ist und heuchlerische Einwände hervorbringt,danke für Ihre Ergänzung.

      3. @KlausM
        „…berechtigte Doppelmoral- und Heuchelei-Einwände.“
        Na ja ,wenn Sie Doppelmoral und Heucheleieinwände berechtigt finden,sind Sie bei der AFD gut beheimatet.

      4. @KlausM
        „…berechtigte Doppelmoral- und Heuchelei-Einwände.“
        Na ja ,wenn Sie Doppelmoral und Heucheleieinwände berechtigt finden,sind Sie bei der AFD gut beheimatet.

    2. Ach, ihr habt doch bloß Angst, weil die AfD das Thema soziale Medien professioneller angeht, als ihr das erwartet hättet. Scheint viele Bernds da draußen auf der rechten Überholspur zu geben… :)

      Die Antwort auf die implizite Frage, woher das kommt ist doch recht trivial:

      Was sind heutzutage die herrschenden Verhältnisse und gegen wen kann rebellische Jugend daher nur „ernstgemeint“ rebellieren?

      Wem die staatlich tolerierte West-FDJ Antifa inzwischen zu pfadfindermäßig ritualisiert erscheint, wenn nun selbst schon der Justizminister nach feinstem angegorenen Sahnefisch müffelt, der wendet sich halt fundamentalerer Opposition zu. Das sind dann halt auch digital Natives und es scheinen nicht die dümmsten zu sein, die wissen wohl wie Social Media geht.

      Aber macht euch keine übermäßigen Sorgen, die alte Kahane kriegt das schon in den Griff! Bestimmt!

          1. Dazu muss man nun wirklich kein Antifa sein, um die neurechte und völkische Ideologie als einen Vorläufer des Faschismus zu erkennen. Die einzigen, die das noch abstreiten sind die AfD-Anhänger selbst, die in Diskussionen auf eine Totalauflösung politischer Begrifflichkeiten drängen, damit ihre Ideen nicht als das bezeichnet werden, was sie sind.

          2. Ich bezweifele nicht, daß es solche Leute in der AfD gibt. Bei den Linken gibt es auch Leute, die der DDR und der UdSSR nachtrauern, der Demokratie einen Tritt geben würden, wenn sie es könnten, und die ihren Wunsch ebenso in wohlklingende Worte packen. In beiden Fällen ist die Frage, wieviel Einfluß solche Leute auf die Partei und ihr Programm besitzen. Wenn ich diesbezüglich die AfD mit den Linken und der MLPD vergleiche, dann weiß ich, bei welchen ich richtig Angst bekommen würde, wenn diese an die Macht kämen. Faktisch möchte ich aber bei keinen der drei genannten Parteien, daß sie an die Macht kommen. Allerdings die AfD als „Denkzettelpartei“, um mal ein bißchen Bewegung in die sich eingenistete, selbstsüchtige Parteienlandschaft zu bringen, halte ich momentan für eine durchaus interessante Option.

        1. @Sushi: Rebellion \= Revolution, lerne verstehend lesen.

          Und die AfD ist nicht rechter als die CDU der 80er Jahre, kenn ich noch , ich stamme aus der Generation Brotkasten.

          Denen eine „Restauration einer protofaschistischen Gesellschaftsordnung“ unterstellen zu wollen ist lächerlich überzogen. Schaff Dir einen Aluhut an.

  3. „Die Mailadressen lassen sich durch eine „Passwort vergessen“-Abfrage teilweise rekonstruieren.“
    Ziemlich fragwürdige Methode. Ich würde sagen mindestens im rechtlichen Graubereich, wenn nicht gar strafbar.

  4. Ich frage mich gerade, was genau die Analyse erbracht hat? Dass es Netzwerke von offiziellen und inoffiziellen Unterstützern gibt? Was daran „auffällig“ sein soll, und weshalb solche für andere politische Grüppchen genauso existenten Netzwerke nicht „auffällig“ sind, bleibt die Analyse schuldig.

  5. Ich spende an euch. Aber im Moment werdet ihr mir unsympathisch. Wollt ihr euch wirklich auf das Minenfeld der politischen Einflussnahme begeben? Hat die AfD irgendein Gesetz zur Aushöhlung der Grundrechte verfasst oder den Datenschutz unterhöhlt. Jeder Gegner zur seiner Zeit. Die GroKo vernichtete den Datenschutz und beschließt Überwachungsgesetze. Nicht die AfD. Nutzt eure Zeit dafür, wofür ich euch bezahle.

    1. Ich zahle nicht, bin aber der gleichen Meinung. Hier kümmert man sich um ein brennendes Streichholz, während die ganze Bude in Flammen steht. Die Bundesregierung macht, und die Presse schaut zu. Der Stern z.B. berichtet heute[1] über die gestigen Entscheidungen, und nicht mit einem einzigen Wort oder Silbe wird auf nur irgendeine Problematik in diesem Zusammenhang hingewiesen. DAS ist Journalismus heute. Aber um enie Partei, die wahrscheinlich in die den Bundestag einziehen, aber sonst keinen Einfluß haben wird, da wird ein Trara gemacht und kritisiert und analysiert und weiß der Henker noch…

      [1] http://www.stern.de/politik/deutschland/bundestag-beschliesst-neue-sicherheitsgesetze-7430772.html

      1. Äh, hier ist zu jedem einzelnen Thema, das gestern im Bundestag beschlossen wurde, ein Artikel auf Netzpolitik.org. Dass etwas unter den Tisch fällt, kann man da ja gerade nicht vorwerfen. Und die Bude brennt auch, wenn Rechtsradikale in 10 Parlamenten eingezogen sind und die Republik nach rechts rutscht.

        Deswegen danke, dafür spende ich gern.

      2. Scheint ja mittlerweile usus zu sein, dass man seinen Spenderstatus mitteilt wenn man kommentiert. :-)
        Eine Partei, die in den Bundestag einzieht hat Einfluss. Und gerade wenn sie verkündet, dass sie im Wahlkampf auf Social Media setzen wird, dann finde ich solche Analysen sehr interessant. Habe auch nicht das Gefühl, dass Themen zu kurz kommen – im Gegenteil: die Frequenz neuer Beiträge ist doch gestiegen.

        1. Ja, man sieht, wieviel Einfluß die Linke und die Grünen in der zuendegehenden Legislaturperiode gehabt haben: KEINEN. Nicht einmal in den Untersuchungsausschüssen, wo es noch Minderheitenregelungen gibt.

          Um es klarzumachen. Natürlich ist es das Recht der Leute von Netzpolitik, zu untersuchen, was sie wollen. Und wenn sie dabei feststellen, daß die AfD in den Social Media sich künstlich aufplustert oder mit unlauerern Mitteln arbeitet, habe ich auch kein Problem damit. Ich bin mit denen nicht verwandt oder verschwängert. Nichtsdestotrotz bin ich der Meinung, daß das herausgeschmissene Ressourcen sind, da es Wichtigeres gibt, zum Beispiel Aufklärung der Bevölkerung, was die Entscheidungen der Bundesregierung für die Bürger tatsächlich bedeuten, wie weit wir mittlerweile von einer echten demokratischen und freiheitlichen Gesellschaft entfernt sind, da die Presse diesbezüglich kläglich versagt (siehe mein obiges Beispiel). Und das geht über das Schreiben von Blogeinträgen auf einer Webseite, die leider nur einem kleinen Teil der Bevölkerung bekannt ist und von ihr besucht wird, hinaus.

          1. Mein „verschwängert“ ist natürlich ein Tippfehler, aber ich mußte über mich selbst schmunzeln, weil es eine lustige Wortschöpfung ist… ;-)

          2. Das sehe ich anders. Okay, die GroKo – vor allem mit dem Selbstverständnis, mit dem sie diese Legislaturperiode gelebt wird – ist der SuperGAU aller Regierungskonstellationen. Diese Minderheitennummer, wie sie im NSAUA angewendet wurde ist mindestens krass. Aber Einfluss hat doch jede Partei im Bundestag. Sie sitzen in Ausschüssen, können kleine und große Anfragen stellen und bekommen Redezeit im Bundestag.
            Und jeder Leser hat wahrscheinlich so seinen Themenfocus hier. Dass Artikel in denen die AfD behandelt wird hier derzeit etwas mehr polarisieren ist wahrscheinlich völlig normal.

    2. „Ich spende an euch. / Nutzt eure Zeit dafür, wofür ich euch bezahle.“ – Schau mal bitte im Duden nach, was „Spende“ wirklich bedeutet,bevor du noch Zäpfchen mit Bonbons verwechselst.

  6. Das ist doch ein Witz oder? Sie beschweren sich über die AFD und blenden dabei vollkommen aus das CDU/SPD/Güne & Co. jeden Tag das Grundgesetz und die Menschenrechte mit Dreck bewerfen und angreifen (Kriegstreiberrei, Massenüberwachung, Wollkür…)?

    1. Sie sollten die Artikelserie einmal lesen. Es ist eine recht nüchterne Analyse und keine Beschwerde. Ausgeblendet wird übrigens auch nicht, dazu könnten Sie sich beizeiten mal die restlichen Artikel durchlesen.

      1. Entschuldigung, aber in Zeiten der neofaschistischen Propaganda, der volkommenden Rechtswillkür, absoluten Zensur u.s.w. der Massenmedien habe ich mir das abgewöhnt ganze Artikel zu lesen. Das habe ich hiermit nachgeholt…. ;-)

    2. Tipp für das nächste Spiel: Werfen Sie nicht mit Dreck auf eine Redaktion, deren Artikel Sie nicht kennen. Sonst verlieren Sie in der zweiten Halbzeit.

  7. so,so….

    der mainstream trägt die aluhüte mittlerweile mit einem irwitzigen stolz vor sich her…

    wann wacht die bevölkerung ob einer solch offensichtlicher totalverdummung auf?

    1. Die Bevölkerung ist vielleicht nicht hinreichend schlau und kritisch dafür, sowie zu faul oder fett geworden. Anders kann ich mir das nicht erklären.
      Twitter als Botnetzwerk zur Aufmerksamkeitserhascherei, genauso wie Medien sind doch alle oft lächerlich. Das meiste davon ist nur Ablenkung mit irgendwelchen Meinungen, die zu 90% Müll sind und nie evaluiert werden, bevor auf den Leser ausgegossen (oder dann zurückgenommen werden).
      Bei Kriegen ist es am direktesten zu sehen, bei anderen Sachfragen indirekt auch.
      Falls Sie besonders dumm waren, werden die dann noch zensiert.

  8. Danke für diese schöne und – meiner Meinung nach – relativ objektive Analyse. Anders als hier vielleicht manche behaupten, finde ich es gut, dass eben kein „Vergleich“ zu aktuellen Gesetzbeschlüssen durch CDU/SPD/CSU gezogen wird, das hat nämlich zum Einen rein gar nichts mit dem Social-Media-Verhalten einer Partei zu tun (Apfel-Birnen-Vergleich), zum Anderen existieren ja Artikel zu den angesprochenen Gesetzen, weswegen man auch nicht wirklich von einer „Unausgewogenheit“ von netzpolitik.org reden kann…

    Fehler in der Graphik: Wenn ich das richtig sehe, dann hat der Account @afdkompakt in eurer Graphik die falsche Farbe, kann das sein?

  9. Ich dachte @afd_bund is die Offizieller Partei-Account und nich @afdkompakt. Oder?

    Gibts eigentlich eine liste von Offizieller Partei-Accounts?

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