Februar 2010
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: EU-Kommission berichtet über ACTA
: EU-Kommission berichtet über ACTA Wir haben einige Dokumente der EU zu ACTA zugespielt bekommen. Vom 26. bis 29. Januar hat die siebte Verhandlungsrunde dazu stattgefunden und die EU-Kommission, die spanische Ratspräsidentschaft und sieben einzelne Mitgliederstaaten haben daran teilgenommen.
Die Kommission wird kommende Woche dem Ausschuss des Parlaments für Internationalen Handel (INTA) Bericht über die Verhandlungen erstatten (Ablaufplan). -
: Porträt Stefan Niggemeier 給會中文的讀者看
: Porträt Stefan Niggemeier 給會中文的讀者看 Für unsere chinesischsprachigen Leser: für das Goethe-Institut hat Wang Rong-hui (王榮輝) ein Porträt von Dominik Reinle über Journalisten Stefan Niggemeier (史蒂芬‧尼格邁爾) übersetzt. Für hiesige Leser kaum etwas neues, aber für den einen oder anderen auswärtigen Leser sicherlich informativ. Link: 自由撰稿的媒體守護者—史蒂芬‧尼格邁爾的肖像.
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: Lettland: 7,4 Millionen Steuerdatensätze im Netz
: Lettland: 7,4 Millionen Steuerdatensätze im Netz In Lettland hat es einen massiven Daten-GAU gegeben. Über eine elektronische Steuererklärungsmaske war jeder beliebige Satz mit Steuer- und Personendaten im Netz abrufbar. 7,4 Millionen Datensätze aus drei Monaten könnten so in die Hand von Kriminellen gelangt sein, schreibt Futurezone:
Der Hinweis auf die massive Sicherheitslücke kam laut TV-Bericht von einer Gruppe von Hackern namens „Volksarmee des Vierten Erwachens“ (4ATA). -
: Jugendmedienschutz: Internetfilter durch die Hintertür? (Update)
: Jugendmedienschutz: Internetfilter durch die Hintertür? (Update) Am 30. Januar schrieb ich hier in einem kurzen Blogkommentar, dass ich den Entwurf zur Novellierung des Jugendmedienstaatsvertrag für gefährlicher halte, als das inzwischen angeblich auf einem Abstellgleis geparkte Zugangserschwerungsgesetz zur Filterung kinderpornographischer Inhalte der großen Koalition:
Und ja, ich halte diesen Vorstoß inzwischen für bedrohlicher für das Netz, als es Zensursulas Filterpläne waren. -
: Jugendschützer wollen „freiwillige Sperren“
: Jugendschützer wollen „freiwillige Sperren“ Alvar Freude hat sich den „Dritten Bericht“ der Kommission für Jugendmedienschutz zum Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV) einmal genauer angeschaut. „Die KJM ist viel gefährlicher, als es Zensursula je war“. Er zitiert aus dem Bericht:
Der KJM-Vorsitzende machte in dem Gespräch nochmals die Erwartung der KJM deutlich, dass deutsche Access-Provider bestimmte unzulässige und jugendgefährdende Inhalte im Sinne des Jugendmedienschutz-Staatsvertrags freiwillig sperren sollen. -
: Meinungsmacher-Interviews #3
: Meinungsmacher-Interviews #3 Philip Banse hat mit dctp wieder vier neue Interviews in der Meinungsmacher-Reihe veröffentlicht. Die Videos finden sich alle schon im Podcast-Feed und demnächst auch zum einbinden.
Tim Pritlove: „Ich will meine eigene ARD sein“ (MP4)
Tim Pritlove ist der Radio-Mann unter deutschen Netzpublizisten. In seinem Berliner Studio produziert der ehemalige Programmierer vier Podcasts, darunter mit Chaosradio Express einen der bekanntesten deutschen Technik-Podcasts. -
: Anklicken von Kinderpornos ist strafbar
: Anklicken von Kinderpornos ist strafbar Schon das Betrachten von Kinderpornographie im Internet kann bestraft werden, hat das OLG Hamburg entschieden. Das Gericht begründet das damit, dass schon das kurzfristige Herunterladen der Daten in den Arbeitsspeicher den Nutzer in Besitz der Daten bringe. Das berichtet Heise.
Das Oberlandesgericht widersprach damit in der Revision einem früheren Urteil des Amtsgerichtes Hamburg-Harburg. -
: USA: FCC-Workshop zu Netzneutralität
: USA: FCC-Workshop zu Netzneutralität Am 13. Januar hat die US-Behörde FCC einen Netzneutralitäts-Workshop veranstaltet: Innovation, Investment, and the Open Internet. Davon gibt es einige Papiere als Dokumentation. Besonders empfehlenswert ist das Papier „Factors that Foster Application Innovation“ (PDF), das Barbara van Schewick von der Stanford Law School geschrieben hat.
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: Regierungsinterne Unstimmigkeiten bei Geheimtreffen zum #JMStV
: Regierungsinterne Unstimmigkeiten bei Geheimtreffen zum #JMStV Die Gefahr, durch schlechte Formulierungen im Jugendmedienstaatsvertrag, über die Hintertür Sperrverfügungen in Deutschland wieder zu bekommen, ist noch nicht vom Tisch. Deshalb sollte man weiter wachsam bleiben und vor allem Landtagsabgeordnete kontaktieren. Aber man kann auch kreativ sein und spielerisch damit umgehen.
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: Der Datenfreihafen in Island wird realer
: Der Datenfreihafen in Island wird realer Ende Dezember hat das Transparenz-Projekt Wikileaks auf dem 26. Chaos Communication Congress eine Idee verkündet, die man gemeinsam mit Aktivisten und Politikern aus Island entwickelt hatte: Island zum Datenfreihafen machen. Die Idee nimmt nun konkrete Züge an.
Eine „Icelandic Modern Media Initiative“ wurde gegründet und 51 Abgeordnete wollen am 16. -
: Radio: Breitband über ACTA
: Radio: Breitband über ACTA Bei der Deutschlandradio-Sendung Breitband ging es gestern u.a. um „ACTA – Eine undurchsichtige internationale Antipiraterieallianz“. Als Studiogast war Thomas Hoeren, Professor am Institut für Informations‑, Telekommunikations- und Medienrecht an der Universität Münster, zugeschaltet, der noch Neuigkeiten berichten konnte.
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: Dresden Blockadesong 2010
: Dresden Blockadesong 2010 Gestern lief in Dresden die Aktion „Dresden Nazifrei“, wofür u.a. durch eine Webseitensperrung von Seiten der Staatsanwaltschaft fleissig geworben wurde. Die zivilgesellschaftlichen Blockaden waren friedlich und erfolgreich, so dass es keinen Neo-Nazi-Aufmarsch gab. Eine Sektion der Hedonistischen Internationale hat sich im Anschluß gegründet und als „Karen Eliot & The Antifa Swingers“ den „Dresden Neustadt 2010 – Blockadesong“ gemacht.
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: Transparenz für Schweizer Bankdaten von Politikern?
: Transparenz für Schweizer Bankdaten von Politikern? Die Bild-Zeitung hat vermutlich weder Kosten noch Mühe gescheut und alle Schweizer Politiker durchtelefoniert auf der Suche nach einem, der die Offenlegung von Schweizer Bankkonton von deutschen Politikern fordert. Und sie wurden fündig, wie die Süddeutsche Zeitung berichtet: Konten deutscher Politiker sollen offengelegt werden.
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: Daten kann man nicht stehlen
: Daten kann man nicht stehlen Es gibt Zitate, die man sich merken sollte. Die bayrische Justizministerin Beate Merk kommentiert den Ankauf von Bankdaten-CDs mit den Worten:
„Da Daten anders als Autos oder Handys keine Sachen sind, kann man sie nicht stehlen. Und wo es keine gestohlene Ware gibt, da gibt es auch keine Hehlerei.“
Damit hat sie ja Recht. -
: Du liebst Freie Software? Umarm einen Entwickler!
: Du liebst Freie Software? Umarm einen Entwickler! Morgen ist Valentinstag. Deshalb ruft die FSFE dazu auf, all jenen Danke zu sagen, die Freie Software entwickeln, dokumentieren, verbreiten und erklären. Denn bei Freier Software steht der Mensch im Mittelpunkt, nicht die Technik.
Auf ihrer Kampagnenseite macht die FSFE Vorschläge dazu: Eine nette Mail an einen Entwickler, eine Umarmung (vorher um Erlaubnis fragen!) oder eine Spende an ein Projekt oder eine Organisation.
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: WLAN ist gut gegen Jugendgewalt
: WLAN ist gut gegen Jugendgewalt Die New York Times berichtet über eine sehr coole Idee aus Arizona, wie man hibbelige Teenager, die stundenlag in Schulbussen sitzen und sich dabei regelmäßig in die Wolle kriegen, ruhig bekommt und sogar dafür sorgt, dass sie mehr Hausaufgaben machen: Man installiert WLAN im Schulbus.
[S]chool officials mounted a mobile Internet router to bus No. -
: Der Staat und die Daten, das Netz und das Privatleben
: Der Staat und die Daten, das Netz und das Privatleben Ich bin morgen um 11 Uhr beim dradio Netzreporter Talk auf dradio-Wissen zu hören. Thema ist „Der Staat und die Daten, das Netz und das Privatleben“. Mit im Studio sind noch Kai Biermann von Zeit-Online, Andreas Bogk vom Chaos Computer Club und Dominik Boecker von Domainrecht. Da wirds sicher auch einen Podcast geben.
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: Ubunchu – Manga erklärt Open Source
: Ubunchu – Manga erklärt Open Source Ubunchu ist ein japanisches Manga-Heft, was jungen (und auch älteren) Menschen die Open-Source-Philosophie näher bringen will. Die Story dreht sich darum, wie drei Schüler Ubuntu kennen lernen. Bisher ist Ubunchu in allen Kapiteln auf englisch (PDF) und japanisch (PDF) erschienen. Es werden aber noch Übersetzer für andere Sprachen gesucht.
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: Wo steht das Zitatrecht bei Youtube-Videos?
: Wo steht das Zitatrecht bei Youtube-Videos? Youtube hat den Account von Stefan Niggemeier gelöscht, weil er mehrfach Videos mit Ausschnitten aus TV-Sendungen hochgeladen hat. Er stellt die Frage, ob das nicht durch das Zitatrecht gedeckt sei:
Das ist ein interessanter Fall. Natürlich besitze ich keine Rechte an dieser Szene und darf sie deshalb eigentlich nicht bei irgendwelchen Videoportalen hochladen. -
: Identitätsdiebstahl
: Identitätsdiebstahl Warum es keine gute Idee ist, in Social-Networks oder Webseiten das richtige Geburtsdatum anzugeben und wie leicht man Opfer von Identitätsdiebstahl werden kann, beschreibt Tina Groll auf Zeit.de. Sie ist selbst Opfer geworden und schildert ihre Geschichte: Meine Identität gehört mir!
Wie klaut man die Identität eines Menschen? Hätte ich noch vor wenigen Wochen von dieser Geschichte gehört, ich hätte gesagt: Das ist doch nicht möglich.