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Bundestag: Von Kinderpornografie zum Urheberrecht in 12 Minuten

Matthias Schindler berichtet gerade per Twitter von der Bundestags-Anhörung zu den Kinderpornografie-Sperren, für die Familienministerin Ursula von der Leyen „an allen Fronten“ kämpfen will. Wie gefährlich es ist, einmal mit so einer Zensur-Infrastruktur anzufangen, weil dann alle möglichen Begehrlichkeiten entstehen, wurde dabei erstaunlich schnell klar:

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„Nur 12 Minuten nach dem Beginn der Kinderpornoblockdebatte fällt das Wort Urheberrecht.“

Update: Fefe hat noch ein nettes Detail. Der CCC hat Andreas Bogk hingeschickt, und der

„hat da öffentlich das Detail angesprochen, dass ein Großteil der von den Skandinaviern gefilterten Domains in Deutschland liegen. Da war die von der Leyen plötzlich ganz klein mit Hut.“

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25 Kommentare
  1. Und das ist doch der typische normale Gang der Dinge. Wie schnell wurde das sogenannte Hooligangesetz gegen politische Gegner angewandt? Es ging nicht einmal 6 Monate.

    Kinderschänder und Terroristen als Argument vorschicken – und dann auf alle anwenden und ausweiten. Geht immer. Klappt immer.

  2. Unsere Politiker finden immer einen Grund, um die Rechte der Bürger einzuschränken! Kinderpornografie sollte bekämpft werden, aber deswegen muss man hier noch lange keine Zensur einführen, denn das würde nicht nur bei der Kinderpornografie bleiben!

  3. Ich hatte mich mit dem Thema ja schon ein paar Mal in meinem Blog auseinandergesetzt, anfangend mit diesem Beitrag:
    http://unkreativ.net/wordpress/?p=3771
    und Beiträgen wie
    http://unkreativ.net/wordpress/?p=3985
    und
    http://unkreativ.net/wordpress/?p=4496
    (Letztere befasst sich mit den aktuellen Zahlen)

    Gibt noch ein paar Beiträge mehr in der Art und die Tatsache, dass es sogar Kommentare gab – was in meinem Blog nicht die Regel ist – zeigt, wie wichtig es ist, immer und immer wieder laut über das Thema zu reden!

  4. Die Sperrliste ist ja geheim. Aber sobald sie allgemeinverbindlich legislisert wurde, Rootserver mieten, Proxy installieren und Zugang dazu öffentlich anbieten (legalerweise mit Registrierung), schon ist man selbst Provider und *muß* die Liste bekommen, damit man sie ausfiltern kann.

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