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DRadio: Kriegstagebücher im Internet

Am Dienstag Abend berichtet das Deutschlandradio Kultur um 19:30 Uhr über Warblogs: „Seit Tagen leben wir von nichts“ – Kriegstagebücher im Internet. Kriege unterscheiden sich inzwischen auch darin, ob die von Kriegsgewalt Betroffenen einen Internetzugang haben oder nicht. In Belgrad, im Kosovo, in Bagdad und in Beirut gingen die Menschen ins Netz und meldeten sich,…

  • Markus Beckedahl

Am Dienstag Abend berichtet das Deutschlandradio Kultur um 19:30 Uhr über Warblogs: „Seit Tagen leben wir von nichts“ – Kriegstagebücher im Internet.

Kriege unterscheiden sich inzwischen auch darin, ob die von Kriegsgewalt Betroffenen einen Internetzugang haben oder nicht. In Belgrad, im Kosovo, in Bagdad und in Beirut gingen die Menschen ins Netz und meldeten sich, während die Bomben fielen, zu Wort. Kriegstagebücher im Internet – Warblogs genannt – halten alltägliches Leben im Krieg fest, geben dem Individuum eine Stimme und sind deshalb geeignet, das vom Militär gern gezeichnete Bild eines sauberen Krieges zu konterkarieren.

Sie können die Berichterstattung korrigieren, Lügen aufdecken, politische Filter außer Kraft setzen, Propaganda aushebeln. Aber halten sich alle Blogger aus Kriegsgebieten immer an die Wahrheit, fragt man sich angesichts einer inzwischen wahrhaften Flut überwiegend anonymer Kriegstagebuchschreiber. Zusammen mit dem Pionier der Warblogs, dem Niederländer Wam Kat, Begründer einer Hilfsorganisation und Blogger in den Jugoslawienkriegen, geht die Sendung zum Ursprung des Internet-Tagebuchs im Krieg zurück und macht den Versuch, sich seiner spezifischen Qualität, Relevanz und Bedeutung anzunähern.

Hoffe mal, dass dieser Beitrag anschliessend auch als On-Demand-Lösung veröffentlicht wird.

[Danke an Sandra]

Über die Autor:innen

  • Markus Beckedahl
    Darja Preuss

    Markus Beckedahl hat schon 2003 in der Ur-Form von netzpolitik.org gebloggt und hat zwischen 2004 bis 2022 die Plattform als Chefredakteur entwickelt. Seit 2024 ist er nicht mehr Teil der Redaktion und schreibt einen Newsletter auf digitalpolitik.de. Kontakt: Mail: markus (ett) netzpolitik.org, Presseanfragen: +49-177-7503541 Er ist auch auf Mastodon, Facebook, Twitter und Instagram zu finden.


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