Schleichwerbung
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Reaktion auf politischen Druck: TikTok verschärft Datenschutz-Einstellungen für Jugendliche
Jugendliche weltweit nutzen TikTok besonders gerne. Reaktion auf politischen Druck: TikTok verschärft Datenschutz-Einstellungen für Jugendliche Kinder lieben die App TikTok, doch der Druck auf das Start-up wächst, mehr für den Schutz seiner jungen Nutzer*innen zu tun. Jetzt hat TikTok weitere Maßnahmen angekündigt, um die Konten von Jugendlichen besser zu schützen.
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: Die Influencer-Influenza
Im Internet ist Werbung nicht immer so einfach zu erkennen : Die Influencer-Influenza Wie eine Grippewelle breitet sich Influencer-Marketing in den sozialen Medien aus. Dass es sich um Werbung handelt, ist dabei häufig nicht zu erkennen. Eine Entscheidung des Oberlandesgerichts Celle könnte das nun ändern.
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: Frontal 21: Schleichwerbung im Netz. Gekaufte Blogger, manipulierte Kids
: Frontal 21: Schleichwerbung im Netz. Gekaufte Blogger, manipulierte Kids Frontal 21 hat gestern über „Schleichwerbung im Netz. Gekaufte Blogger, manipulierte Kids“ berichtet. Das gibts in der Mediathek zu sehen und auf Youtube.
Immer mehr Großunternehmen machen Schleichwerbung im Internet. Die Industrie bezahlt Blogger oder Videokünstler, die dann in sozialen Netzwerken wie YouTube, Facebook, Twitter oder Instagram versteckte Produkt- oder Markenempfehlungen unterbringen. Das ist das Ergebnis einer Recherche von Frontal21.
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: Schleichwerbung bei YouTube: Unterschätzte Medien-Konkurrenz
: Schleichwerbung bei YouTube: Unterschätzte Medien-Konkurrenz Das NDR-Medienmagazion ZAPP hat gestern über „Medien-Konkurrenz YouTube“ berichtet und wie dort mehr oder weniger unkontrolliert Inhalte mit Schleichwerbung verbunden werden.
Schon jetzt nutzt die Werbeindustrie auf YouTube-Kanälen neue Formen wie Produkt-Platzierung im Video, Spots vor einem Video, also Pre-Rolls, außerdem promoted Pre-Rolls und Banner oder beispielsweise gesponserte Modeblogger mit eigenem Kanal. Die Macher laden die Werbetreibenden ein ins Neuland der fast unbegrenzten Möglichkeiten – unbegrenzt und unbeaufsichtigt. Zuständig für die Internetaufsicht ist die Bezirksregierung Düsseldorf. Diese kann das für über 100 YouTube-Kanäle aber kaum leisten. Klingt weiterhin nach einem guten Geschäft für YouTube und die Netzwerke.
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: Raubkopierer sind Verbrecher im ZDF: Schleichwerbung bei SOKO Stuttgart?
: Raubkopierer sind Verbrecher im ZDF: Schleichwerbung bei SOKO Stuttgart? Der öffentlich-rechtliche Rundfunk in Deutschland bekleckert sich als Mitglied der „Deutschen Content Allianz“ nicht gerade mit Ruhm wenn es um eine zeitgemäße Reform des Urheberrechts geht und die ARD bewegte sich auch in diesem Themenfeld bereits hart an der Grenze zur Schleichwerbung.
In der jüngsten Folge der ZDF-Krimireihe SOKO Stuttgart mit dem Titel „Um Haaresbreite“ findet sich jetzt eine Szene, bei der einschlägiger Wandschmuck gut sichtbar platziert wird:
Der Slogan „Raubkopierer sind Verbrecher“ wurde 2003 im Rahmen einer Kampagne der Filmindustrie popularisiert. Die URL zur Kampagne www.hartabergerecht.de führt inzwischen aber auf die aktuelle Kampagnenseite www.respectcopyrights.de. Der Slogan ist gleich doppelt irreführend: Einerseits gibt es keinen Tatbestand der „Raubkopie“ – Raub setzt die Anwendung von Gewalt oder gefährliche Drohung voraus, was beim Kopieren im Internet eher selten der Fall ist. Alles, was es sonst noch zu diesem Begriff zu sagen gibt, hat Stefan Niggemeier bereits für den Spiegel aufgeschrieben. Andererseits, und das wird schön unter www.raubkopierer-sind-verbrecher.de ausgeführt, sind die übergroße Mehrheit jener Menschen, die illegal im Internet Dateien anbieten oder herunterladen in der Regel keine Verbrecher. Die in den Kinospots der Kampagne angedrohten 5 Jahre Freiheitsentzug für Raubkopierer gelten jedenfalls nur für gewerbsmäßigen Vertrieb illegaler Kopien.
Bleibt die Frage, warum ein Poster mit genau diesem Propaganda-Slogan im Jahr 2012 die Wände von ZDF-Krimiserienwänden ziert?
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: Gekaufte redaktionelle Beiträge bei Zeitungen
: Gekaufte redaktionelle Beiträge bei Zeitungen Wenn man sich mit Menschen aus der PR-Branche unterhält, erhält man immer wieder Informationen, welche Zeitungen käuflich sind. In der Regel kann man das aber nicht verwenden, weil die Beweise fehlen. Aber trotzdem ist es interessant, um zu erfahren, wie das Mediengeschäft funktioniert. Sebastian Heiser von der Taz hat jetzt mal investigativ recherchiert und als vermeintliche PR-Firma bei einzelnen Zeitungen angefragt, ob redaktionelle Beiträge käuflich sind. Dabei hat er vier schwarze Schafe gefunden. Die Gewinner sind: Westdeutsche Allgemeine Zeitung, Frankfurter Rundschau, Märkische Allgemeine Zeitung und Neues Deutschland.
In einer Vorabmeldung berichtet die taz: Zeitungen verkaufen Einfluss auf Berichterstattung.
Der taz-Reporter war an zehn deutsche Verlagshäuser herangetreten. Er hatte erklärt, er berate Firmen bei der Entscheidung, in welchen Medien sie Anzeigen schalten. Dabei habe er sich darauf spezialisiert, ein „geeignetes Umfeld“ zu finden. Dies gilt in der Branche als ein Codewort für Schleichwerbung. Wenn eine bezahlte Veröffentlichung nicht schon durch ihr Layout als Anzeige zu erkennen ist, muss sie nach den Landespressegesetzen mit dem Wort „Anzeige“ gekennzeichnet werden. Die drei genannten Zeitungen wollten die fraglichen Seiten mit Begriffen wie „Verlagssonderveröffentlichung“, „Anzeigensonderveröffentlichung“ und „Beilage“ kennzeichnen.
Sehr interessant ist die Zusammenfassung von Sebastian Heiser zur rechtlichen Lage im Taz-Rechercheblog. Die kompletten Ergebnisse zu den einzelnen Medien finden sich ebenfalls im Rechercheblog.
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: Kommentar: Bloggergate
: Kommentar: Bloggergate Nun ist es also raus: Die Onlinekosten GmbH / BasicThinking.de unterhält eine merkwürdige Agentur für Links ohne Werbehinweis. Die persönlichen Bewertungen dieser Praxis reichen von „SEO-Optimierung“ bis „Schleichwerbung“. Nun gut. Die Jungs (bzw. serverloft) waren immerhin auch bereit, für BasicThinking.de 46.902€ zu bezahlen, insofern ist nun kaum jemand moralisch von der Onlinekosten GmbH enttäuscht.
Die ersten Reaktionen auf Sascha Pallenbergs Enthüllung, die er bereits vor einigen Tagen angekündigt hatte, blieben hinter seinen Erwartungen („Tsunami“) weit zurück. Woran liegt das? Ich denke, dass seine Entscheidung, nur die Machenschaften der Firma, nicht aber die kooperierenden Blogger auffliegen zu lassen, genau diesen Tsunami verhindert hat. Er begründet sie:
Ihr seid letztendlich die armen Schweine in diesem Spiel. Onlinekosten hat euch benutzt um richtig abzusahnen und ihr wolltet ein paar Euros nebenher machen.
Was heißt das aber im Ergebnis? Das Schleichwerbenetzwerk kann so weiter machen wie bisher. Vielleicht erhält die Onlinekosten GmbH nun auch eine Reihe an Initiativbewerbungen von Bloggern? Auch die bisher geschalteten Links bleiben der Google-Welt erhalten. Die Enthüllung hat das Geschäftsmodell in keiner Form angegriffen oder geschädigt. Nein, sie hat es sogar gestärkt: Die Schweigepflicht, der sich Pallenberg unterwirft, ist ein positives Signal an Leute, die mit solchen Methoden Geld verdienen wollen: Mit den Bloggern kann man es machen, die halten dicht.
Zahnloser Papiertiger bleiben, oder aufräumen und die Integrität der Blogosphäre stärken?
Überleg es dir, Sascha.

