Netzneutralität

  • : Tim Berners-Lee für Netzneutralität und gegen DRM
    Tim Berners-Lee für Netzneutralität und gegen DRM

    WWW-Erfinder Sir Tim Berners-Lee war auf einer Anhörung über die „Zukunft des World Wide Web“ im Unterausschuss für Telekommunikation und Internet im US-Repräsentantenhaus als Experte eingeladen.

    IT-World.com: Berners-Lee: Congress should consider net neutrality.

    Berners-Lee didn’t endorse specific net neutrality proposals largely supported by congressional Democrats, but he said the Web as a communications medium deserves „special treatment“ to protect its nondiscriminatory approach to content. While he was growing up in the U.K., there were high penalties for interfering with mail delivery, because mail was one of the main ways to communicate, Berners-Lee said. Now, the Web is a major communications medium worthy of protections, he said.

    One company or country shouldn’t control access to the Web, he added. „We are a society only in as much as we are individuals communicating,“ said Berners-Lee, founder of the World Wide Web Consortium and author of the first version of HTML.

    Heise: Web-Erfinder Berners-Lee spricht sich für Netzneutralität und gegen DRM aus.

    Stirnrunzeln bei einzelnen Abgeordneten löste Berners-Lee mit seinem Pochen auf offenen Standards auch bei der Verbreitung von Inhalten über das Netz aus, für die sich Systeme zum digitalen Rechtekontrollmanagement (DRM) als Hindernis herausgestellt hätten. Konkret bezeichnete der Web-Erfinder die von Apple bei iTunes eingesetzte „geschlossene, nicht Standard-basierte Technik für den Kopierschutz“ als Ursache für das verlangsamte Wachstum beim Verkauf von Musikstücken über die Plattform aus. Apple-Chef Steve Jobs hatte sich zuvor selbst dafür ausgesprochen, DRM von den Songs zu verbannen, um das Inhaltegeschäft weiter anzukurbeln.

    Die Republikanerin Mary Bono, eine strikte Verfechterin eines starken Schutzes geistiger Eigentumsrechte, fragte Berners-Lee daraufhin, wie Kreative in einer Welt ohne DRM ihr Geld verdienen sollen. Dieser verwies auf einen besser handhabbaren Ansatz, in dem digitale Inhalte mit Wasserzeichen markiert und so rückverfolgbar werden. Das wäre wie der Erlass eines Tempolimits ohne dessen Durchsetzung, bohrte Bono nach. Berners-Lee ging auf den Vergleich ein und bekundete, dass im Autoverkehr auch nicht jeder Temposünder sofort und automatisch gedrosselt würde: „Ich bevorzuge es, Software zu machen, die es einem an erster Stelle erlaubt, die richtigen Dinge zu tun.“

    Gute Argumentation.

    2. März 2007 1
  • : Telekommunikations-Gesetz: Abmahnung für Deutschland
    Telekommunikations-Gesetz: Abmahnung für Deutschland

    Heise: EU-Verfahren gegen Deutschland wegen Telekommunikations-Gesetz

    Die EU-Kommission hat gegen Deutschland ein Verfahren wegen des neuen Telekommunikationsgesetzes eingeleitet und ein Mahnschreiben an die Bundesregierung gesandt. Das Gesetz hebele den Wettbewerb aus, teilte die Kommission zur Begründung mit. In der Praxis führe die neue Regelung dazu, dass das Glasfasernetz der Deutschen Telekom, mit dem VDSL-Anschlüsse mit bis zu 50 MBit/s beim Endkunden ermöglicht werden, konkurrenzlos sei. Außerdem werde durch das Gesetz versucht, bei der Bundesnetzagentur als Regulierungsbehörde Einfluss zu nehmen, ob der Konkurrenz Zugang zum VDSL-Netz gewährt werden muss. Das neue Gesetz beschneide dadurch die Entscheidungsfreiheit der Bundesnetzagentur bei der Definition und Analyse von Märkten gemäß den einschlägigen EU-Vorschriften.

    Aber alles halb so schlimm, denn die Bundesregierung fühlt sich unschuldig: Bundesregierung hält EU-Verfahren gegen TKG für ungerechtfertigt.

    Die Bundesregierung hält das von der EU-Kommission wegen des Telekommunikations-Gesetzes (TKG) eingeleitete Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland für nicht gerechtfertigt. „Wir gehen davon aus, dass das Gesetz EU-rechtskonform ist“, sagte eine Sprecherin von Wirtschaftsminister Michael Glos (CSU) laut dpa.

    Glos selbst hatte am Freitag, kurz vor Inkrafttreten des neuen TKG, erneut den Vorwurf zurückgewiesen, es handele sich um eine „Lex Telekom“. Das Gesetz schaffe einen „ausgewogenen Ausgleich“ zwischen der Stärkung des Wettbewerbs und den Anliegen der investitionswilligen Unternehmen. Die Kritik, es würden einzelnen Unternehmen pauschale Regulierungsferien gewährt, sei unzutreffend, erklärte er laut dpa.

    Und das alles nur deswegen: Heftig umkämpftes Telekommunikationsgesetz tritt in Kraft.

    Mit der Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt tritt am morgigen Samstag die lang umkämpfte Novelle des Telekommunikationsgesetzes (TKG) in Kraft. Gemäß dem hinzugekommenen Paragraphen 9a des “ Gesetzes zur Änderung telekommunikationsrechtlicher Vorschriften“ (PDF-Datei) werden „neue Märkte“ für unbestimmte Zeit von der Vorabregulierung freigestellt. Die damit einhergehenden „Regulierungsferien“ für das VDSL-Netz der Deutschen Telekom werden von Wettbewerbern und Oppositionspolitikern als Signal zur erneuten Monopolisierung des Telekommunikationssektors scharf kritisiert. Der Bundesrat hatte Mitte Dezember trotzdem – auch entgegen Bedenken im eigenen Wirtschaftsausschuss wegen mangelnder EU-Rechtskonformität – den Weg für die Reform freigemacht.

    26. Februar 2007
  • : Aktueller Stand der Debatte rund um Netzneutralität
    Aktueller Stand der Debatte rund um Netzneutralität

    Bei Technology Review gibt es eine aktuelle Zusammenfassung der Debatte rund um Netzneutralität: Netzneutralität: Der Kampf geht weiter.

    „Wir haben es hier mit großen Geschäftsinteressen zu tun – Kabel- und Telefon-Firmen und andere, die gerne Gatekeeper sein wollen und dem Internet eine Mautgebühr auferlegen möchten“, meint Dorgan. „Diese Firmen würden gerne zu den Inhalteanbietern sagen: Wenn Du auf meine Datenautobahn willst, dann zahlst Du mir bitte schön etwas dazu. Das halte ich für sehr gefährlich.“ Die innovativen jungen Leute mit großen Ideen, die das „nächste große Ding“ vielleicht gerade in ihrer Garage zusammenbastelten, könnten dann plötzlich nicht mehr an die Nutzer gelangen, so der US-Sentator: „Innovationen im Internet funktionieren nur, wenn es keine Diskriminierung für neue Firmen gibt.“

    26. Januar 2007 1
  • : Mal wieder O´Reilly-Interview
    Mal wieder O´Reilly-Interview

    Technology Review hat ein Interview mit Tim O´ Reilly: „… große Aufkäufer mit tiefen Taschen…“.

    TR: Glauben Sie, dass ein mögliches Ende der Netzneutralität den Geist des „Publishing für jedermann“ zerstören könnte, den das Web 2.0 mit sich gebracht hat?

    O’Reilly: Das ist sicherlich eine Gefahr, aber andererseits habe ich die gute Hoffnung, dass der Markt es hinbekommt, diese Probleme einfach zu umgehen. Damit meine ich nicht nur das berühmte Zitat von John Gilmore („The Net treats censorship as damage and routes around it“), sondern auch den kreativen Geist. Ähnlich wie die Open-Source-Bewegung einen Weg um den Zangengriff Microsofts herum gefunden hat, fand das Internet einen Weg um den Zangengriff der großen Medienkonzerne herum. Würde das Internet als freier Marktplatz blockiert, würde es bald andere Möglichkeiten geben, sich frei auszutauschen. Das würde dann zwar eine Zeit dauern, aber wir würden das sicher hinbekommen.

    Passend zum Thema „Web 2.0“ gibts beim Deutschlandradio Kultur noch einen kurzen Beitrag zu „Das Mitmach-Netz“ mit Zitaten von mir. Nur das MP3 vermiss ich.

    3. Januar 2007
  • : Netzneutralität gegen Aliens verteidigen
    Netzneutralität gegen Aliens verteidigen

    Es gibt ein neues Video zur Debatte rund um Netzneutralität von der „Save the Internet“-Kampagne aus den USA. Das neue Video gibts bei Youtube und hat „Independence Day“ als grafisches Motto. Das Aliensbild spielt u.a. auf die sogenannten Astroturf-Kampagnen der Telekommunikationsindustrie an, die Fake-Kampagnen „im Namen der Internetnutzer“ für ihre Forderungen finanzieren.

    In diesem Fenster soll ein YouTube-Video wiedergegeben werden. Hierbei fließen personenbezogene Daten von Dir an YouTube. Wir verhindern mit dem WordPress-Plugin „Embed Privacy“ einen Datenabfluss an YouTube solange, bis ein aktiver Klick auf diesen Hinweis erfolgt. Technisch gesehen wird das Video von YouTube erst nach dem Klick eingebunden. YouTube betrachtet Deinen Klick als Einwilligung, dass das Unternehmen auf dem von Dir verwendeten Endgerät Cookies setzt und andere Tracking-Technologien anwendet, die auch einer Analyse des Nutzungsverhaltens zu Marktforschungs- und Marketing-Zwecken dienen.

    Zur Datenschutzerklärung von YouTube/Google

    Zur Datenschutzerklärung von netzpolitik.org

    Mehr dazu gibt es hier: Net Neutrality — A Cosmic Battle for Democracy.

    18. Dezember 2006
  • : Das Web 3.0 und die Daten-Maut
    Das Web 3.0 und die Daten-Maut

    Eine schöne Beschreibung der Debatte rund um die Netzneutralität gibt es von Frank Patalong bei Spiegel-Online zu lesen: Der böse Traum vom Zwei-Klassen-Internet.

    Das wichtigste Argument gegen den Wegfall der Net Neutrality ist aber, dass dies den Status Quo im Netz zementieren würde: Wer Geld hat, hätte weiter Chancen auf Erfolg, wer keines hat, stünde auf dem Abstellgleis. Die Erfolgsgeschichten von heute reichen Unternehmen wie Amazon, Yahoo, Google, eBay, MySpace oder YouTube hätten unter solchen Bedingungen womöglich nie stattgefunden. All dies waren Firmengründungen durch pfiffige Jungunternehmer mit guten Ideen, während um sie herum viele der oft mediokren Ausgründungen finanzstarker Unternehmen im digitalen Orkus verschwanden.

    Das ist Survival of the Fittest, wie man es sich wünscht. Was die Telkos offenbar weltweit planen, wäre dagegen Survival of the Richest.

    8. Dezember 2006 3
  • : Deutschland Online 4 Studie
    Deutschland Online 4 Studie

    Heute wurde die Studie „Deutschland Online 4″ vorgestellt. Inhalt sind die „wichtigsten aktuellen Entwicklungen wie Branchenkonvergenz, Triple Play, Internet-TV und Social Web“. Dahinter stehen die Deutschen Telekom AG, T‑Com, der Hubert Burda Media und die Durchführung übernahm ein Prof. Dr. Bernd W. Wirtz.

    Neues sollte man von der Studie nicht erwarten, da findet sich eher der aktuelle Zeitgeist wieder. Hier als Beispiel nur mal die Kernaussagen zum „Social Web“:

    * Das Internet wird sich in Zukunft zu einem Medium wandeln, das in hohem Maße durch die Interaktion der Nutzer geprägt ist.
    * Das gesellschaftliche Leben wird zunehmend durch Online-Anwendungen des Social Web ergänzt und bereichert.
    * Die wichtigsten Anwendungen im Social Web sind der C2C-Commerce, Online-Communities und der Austausch von Dateien zwischen Usern.
    * Für Unternehmen wird das Social Web zu einem immer wichtigeren Bestandteil des Marketings und der Kommunikation.
    * Bei einem Sechsländervergleich schneiden nur Großbritannien und Frankreich beim Entwicklungsstand des Social Web schlechter ab als Deutschland – besser sind hier die USA, Japan, Südkorea und Schweden.

    Ich frag mich immer noch, wieso Frankreich beim Entwicklungsstand des „Social Web“ noch schlechter abschneidet als Deutschland. Mir kommt das immer andersherum vor.

    Witzig ist der folgende Abschnitt:

    Aber auch Blogs, Wikis, Bewertungsportale und Mash-Ups werden zukünftig immer wichtiger im Social Web. So attraktiv diese Anwendungen auch sein mögen: Keine von ihnen ist so anziehend wie der C2C Commerce. Warum das so ist? Die Antwort hierauf ist einfach: Von Konsumenten bereitgestellte Informationen über Produkte und Dienstleistungen erscheinen anderen Konsumenten glaubwürdiger als Hersteller- oder Händlerangaben.

    Kleine Testfrage: Mit welchen Anwendungen schreiben denn wohl die „Konsumenten“ über Produkte und Dienstleistungen?

    Eine 51-seitige Kurzfassung mit vielen bunten Frafiken gibt es hier als PDF.
    Aber für aktuelle Zahlen eignet sich die Studie schon. Soviel andere Studien gibts ja in Deutschland nicht.

    Update: Heise war bei der Pressekonferenz: Studie: Armes Breitband-Deutschland.

    Dort wurde wohl über Netzneutralität diskutiert und die Ersteller der Studie „halten diese Idee nicht für abwegig“:

    Lebhaft wurde die Frage diskutiert, ob erfolgreiche Diensteanbieter nicht eine Datenmaut an die Telekommunikationsunternehmen bezahlen sollen. Sowohl Prof. Wirtz wie auch Raizner (Telekom-Vorstand) halten diese Idee nicht für abwegig. Die Telekom will aber vorerst nur beobachten, wie die Diskussion über eine solche Datenmaut in anderen Ländern verläuft.

    Der ebenfalls in Berlin anwesende Nord-Europa-Chef von Google, Philipp Schindler, vertrat jedoch eine ganz andere Meinung. Er wehrte sich gegen die Ansicht, Google sei Nutznießer der Breitbandinfrastruktur. Das seien die Anwender, die dafür auch bezahlen: „Bedenkt man alle Anschlussgebühren, sind wir weit von einer Null-Euro-Flatrate entfernt. Hier wird nichts verschenkt.“

    29. November 2006
  • : Mash-Up Video zum Thema Netzneutralität
    Mash-Up Video zum Thema Netzneutralität

    Hier ist ein cooles zehn Minuten langes Mash-Up Video zum Thema Netzneutralität:

    In diesem Fenster soll ein YouTube-Video wiedergegeben werden. Hierbei fließen personenbezogene Daten von Dir an YouTube. Wir verhindern mit dem WordPress-Plugin „Embed Privacy“ einen Datenabfluss an YouTube solange, bis ein aktiver Klick auf diesen Hinweis erfolgt. Technisch gesehen wird das Video von YouTube erst nach dem Klick eingebunden. YouTube betrachtet Deinen Klick als Einwilligung, dass das Unternehmen auf dem von Dir verwendeten Endgerät Cookies setzt und andere Tracking-Technologien anwendet, die auch einer Analyse des Nutzungsverhaltens zu Marktforschungs- und Marketing-Zwecken dienen.

    Zur Datenschutzerklärung von YouTube/Google

    Zur Datenschutzerklärung von netzpolitik.org

    23. November 2006 1
  • : Aktion:Remixt Lessig!
    Aktion:Remixt Lessig!

    Anfang letzter Woche hatten wir die Chance, ein Interview mit Lawrence Lessig in Berlin zu machen. Lawrence Lessig ist Autor mehrerer Bücher, ein US-amerikanischer Jura-Professor an der Stanford Law School und Mitgründer von Creative Commons. Im Moment ist er für ein Jahr Fellow an der American Academy in Berlin und hat sich hierher zurückgezogen, um zwei weitere Bücher zu schreiben. Trotz Erkältung und Husten hatte er sich fast eine Stunde Zeit genommen, verschiedene Themen ausführlich zu erklären. Auch wenn wir gerne noch viel mehr Themen angeschnitten hätten.

    Das Ergebnis ist hier zu sehen. Ich habe das ganze Interview in kleine Teile geschnitten, so dass immer ein Block aus Frage und Antwort besteht. Beim schneiden kam die Idee, das ganze Interview gleich unter die Creative Commons Lizenz zu stellen, die am meisten Freiheit gewährt und alles zum Remixen unter der CC-Namensnennung auch zur kommerziellen Nutzung frei zu geben. Die einzelnen Blöcke sind alle als .dv-Dateien in einem beinahe unkomprimierten Zustand (Vorsicht: Teilweise sind die Dateien über 1 GB gross!**). Gleichzeitig finden sich hier bearbeitete Versionen in OGG Theora und weitgehend als AVI mit dem NetzpolitikTV-Intro, was der Wetterfrosch mal erstellt hatte.***

    Es gibt sicherlich viele Leser und Leserinnen, die begnadeter im Videomixen sind als ich es mit meiner knappen Zeit im Moment bin und wahrscheinlich jemals sein werde. Deshalb macht damit, was Ihr wollt: Die einzige Regel ist, die Creative Commons Namensnennungs-Lizenz zu befolgen. Alle Remixe müssen einen Verweis auf netzpolitik.org haben*. Das ist alles. Das Videomaterial kann mit Unterstiteln versehen werden, anders zusammengestellt werden, man kann meine Rolle als Interviewer einnehmen und bessere Fragen stellen, man kann Musik unterlegen, Special-Effects einfügen, einzelne Teil-Aspekte in eigene Videoproduktionen eingebunden werden oder wieso nicht eine Best-of-Zusammenfassung machen? Ich bin gespannt, was dabei kreatives herauskommt. Ergebnisse können und sollen am besten in den Kommentaren verewigt werden.

    Und hier ist das Interview:

    9. November 2006 10
  • : Netzpolitik-Podcast: Interview mit Lawrence Lessig
    Netzpolitik-Podcast: Interview mit Lawrence Lessig

    Hier ist ein ca. 50 Minuten langes Interview mit Lawrence Lessig über Creative Commons, Netzneutralität, Kopierschutz, Web 2.0, Free Culture und vielen mehr. Megr über Lawrence Lessig gibt es auch in der deutschen und englischen Wikipedia.

    Das Interview gibts als MP3 (112kb/s, 40 MB) und OGG (32 MB).

    Etwas mehr Inhalt gibt es morgen dazu. Die Videorohdateien sind irgendwann diese Woche mal hochgeladen. Ich wollte ein paar bearbeitete Ogg-Theora Schnipsel bei Sevenload reinstellen, die werden da aber nicht akzeptiert. Schade.

    6. November 2006 2
  • : Lessig über Breitband-Wettbewerb und Netzneutralität
    Lessig über Breitband-Wettbewerb und Netzneutralität

    Lawrence Lessig hat in der Financial Times einen Kommentar zu Netzneutralität geschrieben: Congress must keep broadband competition alive.

    The US is facing a competitive crisis in broadband deployment. Yet as it continues to fall behind its competitors, the Federal Communications Commission continues to live in denial. The more it has “deregulated” telecommunications, the worse (comparatively) broadband competition and service have become. When it was 10th in the world George W. Bush, US president, said that “10th is 10 spots too low”. The nation is now 16th. Broadband in the US is 12 times the price in Japan and six times the price in France.

    Network neutrality legislation alone will not solve those problems. But it will make sure that the one bright spot in the internet economy – the one place where vigorous competition continues – will be protected. Congress needs to remove the incentive to keep broadband in its currently hobbled state. A thin rule of network neutrality could help do just that.

    19. Oktober 2006
  • : Salon.com über den Kampf um Netzneutralität
    Salon.com über den Kampf um Netzneutralität

    Sehr ausführlich berichtet der Salon.com Artikel „The telecom slayers“ über den politischen Kampf in den USA um Netzneutralität:

    In the Capitol Hill battle over Net neutrality, a ragtag army of grass-roots Internet groups, armed with low-budget videos, music parodies and petitions, have the corporate telecoms, and their allies in Congress, on the run.

    4. Oktober 2006
  • : Dave Farber und die Netzneutralität
    Dave Farber und die Netzneutralität

    Die Futurezone hat den US-Netzwerkarchitekten und Kommunikationsprofessor Dave Farber getroffen und ihn zu Netzneutralität befragt.

    Was also die „Net Neutrality“ angehe, so sei die Situation von AT&T mit jener der deutschen Telekom sehr gut vergleichbar, die ihr neues Glasfasernetz erklärtermaßen nicht für andere Service-Anbieter öffnen will. Dass in Europa immer wieder diskutiert werde, durch Abspaltung des „Services“-Bereichs von der Netzwerk-Infrastruktur bei Quasi-Monopolen mehr Chancengleichheit für alle Anbieter von Kommunikationsdiensten zu erreichen, „macht sehr viel Sinn“ sagt Farber.

    Das europäische Instrumentarium der EU-weiten Telekom-Regulationsbehörden sei an sich gut genug, dass so ein Unterfangen erfolgreich sein könnte. Und in den USA? „In den USA wird das nicht funktionieren“, sagt Farber. Dort sei es allenfalls sinnvoll, über die Gerichte einzugreifen, denn die Judikatur arbeite generell wesentlich effizienter als die Regulationsbehörde FCC.

    25. September 2006
  • : J!Cast zu Netzneutralität
    J!Cast zu Netzneutralität

    Im aktuellen J!Cast gibt es ein Interview (MP3 / 9MB) mit Dr. Simon Schlauri, Oberassistent und Habilitand an der Universität Zürich zum Thema Netzneutralität: J!Cast 14 Netzneutralität.

    28. August 2006
  • : Deutschlandradio über Netzneutralität
    Deutschlandradio über Netzneutralität

    Das Deutschlandradio hat am Samstag einen kleinen Bericht über die Diskussion um Netzneutralität in den USA gesendet: Multimedia-Bremse im Netz. (MP3)

    Den Telefongesellschaften schon längst ein Dorn im Auge, werden solche Internet-Verbindungen bald rätselhaft langsam und störanfällig werden – fürchtet auch Tim Berners Lee, Direktor des World Wide Web-Konsortiums, der im englischsprachigen Raum als dessen Erfinder gilt:

    Netz-Neutralität ist wirklich so wichtig für die Arbeitsweise des Internet. Netz-Neutralität ist die Art und Weise, in der das Internet funktioniert, seit es begann. Was jetzt anders ist, ist die Bedrohung. Es ist immer noch so, dass wir mehr für eine bessere Verbindung zahlen. Niemand bestreitet das. Aber es würde weitgehend wie Kabelfernsehen funktionieren.

    21. August 2006
  • : PR gegen Netzneutralität
    PR gegen Netzneutralität

    Hier kann man wieder eine nette Medienverdummung, bzw. PR der Telkos im Streit um die Netzneutralität sehen. Die Computerwoche berichtet über eine Studie einer Firma namens Brix Networks, welche die Qualität von VoIP-Lösungen untersucht und erstaunliches herausgefunden haben will: VoIP-Qualität wird angeblich schlechter.

    Ein geeignetes Mittel, um die Sprachqualität zu verbessern, wäre eine Priorisierung des Traffics im Netz, was letztendlich in einer von Carriern erhobenen Durchleitungsgebühr münden könnte. Eine Internet-Maut wird von Verfechtern der „Net Neutrality“, darunter Diensteanbieter wie Amazon.com, Ebay, Google, Yahoo oder Vonage vehement bekämpft.

    Aus Sicht von Marktexperten ist die Einführung einer Durchleitungsgebühr nur eine Frage der Zeit: Bei VoIP-Anwendern gebe es noch eine gewisse Toleranz, was die Dienstgüte betrifft, erklärte Yankee-Group-Analyst Zeus Kerravala gegenüber dem News-Dienst Cnet. Spätestens mit dem verstärkten Abruf von Videos aus dem Internet, etwa IPTV, würde eine schlechte Qualität nicht mehr geduldet.

    In der Realität finden die VoIP-Anbieter aber komischerweise eine Neutralität des Netzes gut. Wenn sich die VoIP-Anbieter um ein ordentliches Peering kümmern, ist eine Priorisierung, wie hier beschrieben, nicht nötig. Sinnvoller wäre es, wenn die VoIP-Router zuhause bei den Nutzern die Bandbreite sichern. Und IPTV wird immer von Seiten der Telkos als Beispiel eingebracht, um eine Netzneutralität zu ihren Gunsten aufzugeben.

    [Danke Torsten]

    16. August 2006 3
  • : A closed mind about an open world
    A closed mind about an open world

    Sehr lesenswert ist die aktuelle Kolumne von James Boyle in der Financial Times: A closed mind about an open world.

    Studying intellectual property and the internet has convinced me that we have another cognitive bias. Call it the openness aversion. We are likely to undervalue the importance, viability and productive power of open systems, open networks and non-proprietary production. Test yourself on the following questions. In each case, it is 1991 and I have removed from you all knowledge of the past 15 years.

    You have to design a global computer network. One group of scientists describes a system that is fundamentally open – open protocols and systems so anyone could connect to it and offer information or products to the world. Another group – scholars, businessmen, bureaucrats – points out the problems. Anyone could connect to it. They could do anything. There would be porn, piracy, viruses and spam. Terrorists could put up videos glorifying themselves. Your activist neighbour could compete with The New York Times in documenting the Iraq war. Better to have a well-managed system, in which official approval is required to put up a site; where only a few actions are permitted; where most of us are merely recipients of information; where spam, viruses, piracy (and innovation and anonymous speech) are impossible. Which would you have picked?

    14. August 2006
  • : Netzneutralität und Bürgersteige
    Netzneutralität und Bürgersteige

    Eine große Frage für viele Netzpolitik-Aktivisten ist ja immer, wie man die komplizierten Aspekte der Politik technischer Infrastrukturen so erklären kann, dass sie auch die sprichwörtliche Oma versteht. Ich nehme da immer gern die Verkehrswege als Analogie, das verstehen dann sogar meine Uni-Kollegen, die sonst zu Sozialpolitik oder ähnlichen untechnischen Themen forschen. Zum Thema Netzneutralität gibt es hier ein nettes Beispiel, wie man sein Haus fast umsonst kriegt, aber für die Benutzung der Bürgersteige Gebühren entrichten muss.

    1. August 2006 2
  • : Zeit-Zünder über Netzneutralität
    Zeit-Zünder über Netzneutralität

    Beim Zeit-Zünder ist jetzt ein Artikel über Netzneutralität online, wo ich auch kurz zitiert werde: Internet in Gefahr. Aber irgendwie hat das ziemlich lange gedauert, bis der ARtikel online ging. Hatte die Fragen vor zwei Monaten beantwortet und erinnerte mich kaum noch daran.

    31. Juli 2006 2
  • : DailyShow über Netzneutralität – Teil 2
    DailyShow über Netzneutralität – Teil 2

    Die Daily Show hat gestern erneut das Thema Netzneutralität behandelt:

    http://www.youtube.com/watch?v=-YedWtX9tKE

    20. Juli 2006 1