Biometriedaten
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Rechtlich fragwürdig: Bundesregierung will biometrische Fotofahndung im Netz
Bei Straftaten von erheblicher Bedeutung soll die Polizei auch per biometrischem Abgleich das Internet nach Treffern durchsuchen dürfen. Rechtlich fragwürdig: Bundesregierung will biometrische Fotofahndung im Netz Die Polizei soll künftig Fahndungsfotos mit allen im Internet verfügbaren Bildern abgleichen dürfen. In der EU sind die technischen Grundlagen für diese Fotofahndung eigentlich verboten. Dennoch will die Bundesregierung Ermittlungsbehörden genau das nun erlauben.
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Huduma Namba: Wie Kenias Zivilgesellschaft die Totalerfassung der Bevölkerung bekämpfte
Biometrische Erfassung für die staatliche Datenbank "Huduma Namba" in Kipcherere, Bariongo (Kenia). Huduma Namba: Wie Kenias Zivilgesellschaft die Totalerfassung der Bevölkerung bekämpfte Mit radikaler Verweigerung brachte die kenianische Zivilgesellschaft eine geplante Mega-Datenbank ihrer Regierung zu Fall. Wie das gelang und warum der Kampf noch nicht gewonnen ist, berichtete Inklusionsaktivist Mustafa Mahmoud Yousif auf dem 39. Chaos Communication Congress in Hamburg.
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Koalitionsvertrag: Einmal alles für Hessens Hardliner
Aus Sicht der hessischen Koalitionäre scheint die Polizei als Lösung für fast alle Probleme. (Symbolbild) Koalitionsvertrag: Einmal alles für Hessens Hardliner Der Koalitionsvertrag von CDU und SPD in Hessen sieht deutlich mehr Überwachung und massive Einschränkungen der Grundrechte vor. Er ist getrieben von einem technologischen und polizeistaatlichen Sicherheitsverständnis. Eine Analyse.
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Biometrie: Parlament in Österreich führt Gesichts- und Venenscanner ein
Bitte lächeln! Ab nächster Woche sollen sich Mitarbeitende und Abgeordnete per Gesichtsscan ausweisen können. Biometrie: Parlament in Österreich führt Gesichts- und Venenscanner ein Nächste Woche öffnet das frisch sanierte österreichische Parlament seine Tore. Wollen Mitarbeitende oder Abgeordnete herein, müssen sie wie bisher ihre Zugangskarte vorzeigen – oder ein neues biometrisches Erkennungssystem nutzen. Doch das System birgt Risiken.
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Überwachung : China sammelt massenhaft DNA in Tibet
China sammelt massenhaft DNA-Proben – in Tibet und darüber hinaus Überwachung : China sammelt massenhaft DNA in Tibet Forscher*innen der Universität von Toronto untersuchen in einer Studie, wie chinesische Behörden massenhaft DNA-Daten der tibetischen Bevölkerung sammeln. Die Erfassung bildet einen wichtigen Baustein der chinesischen Repressions- und Überwachungspolitik.
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Im eID-Gesetz versteckt: Mal eben die Zentralisierung biometrischer Daten durchwinken
Die Bundesregierung plant zentrale Gesichtsdatenbanken. Im eID-Gesetz versteckt: Mal eben die Zentralisierung biometrischer Daten durchwinken Biometrische Fotos sind in Deutschland zum Standard geworden, weil es der Gesetzgeber so wollte. Das Versprechen, diese biometrischen Daten auf dem Chip in den Ausweisdokumenten und nur dezentral zu speichern, will die Regierungskoalition nun kassieren. Ein Kommentar.
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Gesichtserkennung: Kampagne für ein dauerhaftes europaweites Verbot
Anonymität im öffentlichen Raum könnte der Vergangenheit angehören, sollte sich automatisierte Gesichtserkennung weitflächig durchsetzen. (Symbolbild) Gesichtserkennung: Kampagne für ein dauerhaftes europaweites Verbot Automatisierte Gesichtserkennung in öffentlichen Räumen, in Schulen oder auf Flughäfen gehört verboten: Das ist die Forderung einer heute europaweit gestarteten Kampagne mitsamt einer Petition. Bei den biometrischen Erkennungsverfahren sei heute noch nicht abzusehen, welche gesellschaftlichen Langzeitfolgen sie haben werden.
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Privatsphäre: Portland verbietet Videoüberwachung mit Gesichtserkennung
Die Abgeordnete Jo Ann Hardesty, links im Bild, war die treibende Kraft hinter dem Verbot von Gesichtserkennung. Privatsphäre: Portland verbietet Videoüberwachung mit Gesichtserkennung Immer mehr US-Städte verbieten Videoüberwachung mit Gesichtserkennung. Nun untersagt mit Portland erstmals eine große Stadt auch privaten Unternehmen die Nutzung dieser umstrittenen Technik. Lokalpolitiker hoffen, damit eine Blaupause für den Rest des Landes geschaffen zu haben.
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: Speicherpflicht: Bald Fingerabdrücke in allen Personalausweisen
Fingerabdrücke sind sensible Daten : Speicherpflicht: Bald Fingerabdrücke in allen Personalausweisen Das EU-Parlament hat die Pflicht zur Speicherung von Fingerabdrücken und biometrischen Fotos in allen Personalausweisen beschlossen. Behörden in ganz Europa könnten damit ihre biometrischen Datenspeicher ausbauen.
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: Indisches Verfassungsgericht: Nationale Biometriedatenbank ist rechtens
Die biometrischen Daten eines indischen Bürgers werden für das Aadhaar-Programm registriert. : Indisches Verfassungsgericht: Nationale Biometriedatenbank ist rechtens In einem knapp 1.500 Seiten starken Urteil hat der oberste indische Gerichtshof heute das Biometrieprojekt Aadhaar für verfassungskonform erklärt. Datenschützer scheiterten mit einer Verfassungsbeschwerde. Dabei ist die Liste der Skandale lang: Erst im Januar konnten Angreifer auf die persönlichen Daten von über einer Milliarde Menschen mit Aadhaar-ID zugreifen.
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: Verfassungsbeschwerde gegen automatisierten Biometriezugriff von Polizeien und Geheimdiensten
: Verfassungsbeschwerde gegen automatisierten Biometriezugriff von Polizeien und Geheimdiensten Gegen die drastische Erweiterung des automatisierten Biometriezugriffs durch sämtliche Polizeien und Geheimdienste sowie weitere Behörden liegt nun eine Verfassungsbeschwerde vor. Die faktische Freigabe der biometrischen Passbilder durch das eID-Gesetz aus der vergangenen Legislaturperiode wird als verfassungswidrig bewertet.
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: Australien stoppt den Ausbau der nationalen Biometriedatenbank – wegen hoher Kosten
Fußabdrücke sind biometrische Daten und sollten in der aufgemotzten Datenbank gespeichert werden. : Australien stoppt den Ausbau der nationalen Biometriedatenbank – wegen hoher Kosten In Australien wird derzeit eine gigantische neue Biometriedatenbank aufgesetzt. Seit zwei Jahren arbeitet eine IT-Firma am Aufbau der Systeme bei der Kriminalpolizei. Jetzt wurde das Projekt vorerst auf Eis gelegt, die Mitarbeiterinnen mussten abziehen.
Der Sydney Morning Herald berichtet über den Grund für den Stopp:
Der Vertrag wurde im April 2016 geschlossen und sollte das nationale Fingerabdruckerkennungssystem ersetzen und Gesichtserkennung, Handabdrücke und Fußabdrücke hinzufügen. Stattdessen musste ACIC [die Kriminalpolizei] den Vertrag über die bestehende Fingerabdruckdatenbank immer wieder verlängern.
Ein vernichtender unabhängiger Bericht der Wirtschaftsprüfer von PriceWaterhouseCoopers […] empfahl, dass der Vertrag komplett überarbeitet werden müsse. Unter anderen sollte der Umfang des Projekts reduziert werden.
Die Kriminalpolizei und der IT-Konzern NEC Australia beendeten den Vertrag einvernehmlich und wollen erneut verhandeln. Schon im November 20017 war das Budget um 40 Millionen Australische Dollar (etwa 26 Millionen Euro) überschritten worden. Die Regierung hat allerdings keine Bedenken ob des Ausbaus von Überwachung geäußert, ihr geht es nicht schnell und günstig genug.
Eine Reihe von Staaten weltweit baut derzeit detaillierte, zentrale biometrische Datenbanken aus. Die indische Regierung betreibt mit Adhaar etwa die weltweit größte. Mittlerweile sollen darin über eine Milliarde Menschen registriert sein. Zentrale Datenbanken mit biometrischen Daten sind auch ein attraktives Ziel für Angriffe. Adhaar blickt seit der Einführung 2009 auf eine lange Reihe von Sicherheitslücken zurück, in deren Zuge Daten von Bürgerinnen öffentlich wurden. Als Reaktion darauf erkannte das höchste indische Gericht in einem wegweisenden Urteil das Grundrecht auf Privatsphäre an.
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: Biometrische Datenbanken: Studie deckt schwere Mängel auf
Ein Mitarbeiter des Bundesamt fürs Migration und Flüchtlinge scannt einen Fingerabdruck. : Biometrische Datenbanken: Studie deckt schwere Mängel auf Bei der Erhebung und Speicherung von biometrischen Daten im Bereich Asyl und Migration kommt es immer wieder zu schwerwiegenden Fehlern, die in manchen Fällen zur unberechtigten Ablehnung von Asylanträgen führen. Das geht aus einer Studie der Europäischen Agentur für Grundrechte hervor. Demnach berichten die Hälfte der befragten Grenz- und Visumsangestellten von Problemen bei der Eingabe von Daten in eine der zahlreichen Datenbanken.
Allein in der Eurodac-Datenbank für Asylbewerber und illegale Einwanderer waren 2016 fünf Millionen Fingerabdrücke gespeichert. Biometrische Daten werden auch im Schenger Informationssystem und dem Visa-Informationssystem gespeichert. Ein kritischer Punkt ist die Eingabe von Daten, schreibt Heise Online in der Zusammenfassung der Studie:
Dabei handle es sich etwa um falsche Schreibweisen von Namen, unterbliebene Übersetzungen, verfahrenstechnische Schwierigkeiten oder die Zuweisung von Fingerabdrücken zu einer falschen Person. Die Folgen könnten sein, dass beispielsweise Visa nicht erteilt oder Asylanträge abgelehnt werden.
Die EU-Kommission möchte die verschiedenen Datentöpfe künftig in einer zentralen biometrischen „Super-Datenbank“ zusammenfassen.
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: Im Bundestag: Automatisierter Zugriff auf biometrische Passbilder für alle Geheimdienste
Die Befugnis zum automatisierten Zugriff für sämtliche Geheimdienste und Polizeien auf die Ausweis- und Passdaten in den dezentralen Meldeämtern besteht durch das Gesetz zur Förderung des elektronischen Identitätsnachweises vom 7. Juli 2017. : Im Bundestag: Automatisierter Zugriff auf biometrische Passbilder für alle Geheimdienste Die Aufrüstung der Geheimdienste geht in die nächste Runde: Nun sollen sie auch Biometriedaten aus Ausweisen und Pässen automatisiert abrufen dürfen – ab sofort. Nichts hindert die Behörden mehr, eine bundesweite Datenbank anzulegen und automatisch zu rastern. Anstatt auf Kritik einzugehen, weitet die Große Koalition die Zugriffe noch aus.
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: Morgen startet neue europäische Polizeidatenbank SIS II
: Morgen startet neue europäische Polizeidatenbank SIS II Das Schengener Informationssystem (SIS), ein Informationssystem für Sicherheitsbehörden der Schengen-Länder, sollte 2007 an den Start gehen und 15 Millionen Euro kosten. Jetzt, sechs Jahre und 160 Millionen Euro später, ist es soweit. Ab morgen sind Sicherheitsbehörden, Europol und Eurojust berechtigt, auf die 42 Millionen Datensätze zuzugreifen, um folgende Personen besser erfassen zu können:
- Personen, die von der Polizei gesucht oder überwacht werden
- vermisste Personen oder Personen, die in Gewahrsam zu nehmen sind, insbesondere Minderjährige
- Personen, die nicht die Staatsangehörigkeit einer Schengener Vertragspartei haben und denen die Einreise in das Schengener Hoheitsgebiet zu verweigern ist
Die erweitere Version SIS II wurde entwickelt, um u.a. biometrische Daten verarbeiten zu können, und wurde damit zum Recherchesystem. Constanze Kurz erklärt beim DRadio Wissen mehr über die Funktionsweise, legt Kritikpunkte dar und berichtet, wieso Innenminister Friedrich nicht besonders glücklich mit SIS II ist:
Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich kommentierte den Start verhalten: „Ich bin nicht derjenige, der mit großer Euphorie über SIS II referieren kann.“ Er hoffe aber, dass es wirkt. Immerhin seien alle seine Kollegen von der neuen Einrichtung sehr begeistert gewesen.