Technologie
Künstliche Intelligenz, Drohnen, selbstfahrende Autos, Cyborgs, Roboter und IT-Sicherheit.
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: Bitkom: DRM-Markt ist klein und unbedeutend
: Bitkom: DRM-Markt ist klein und unbedeutend Bitkom hat eine Studie mit sechs Technolgie-Zukunftsfeldern erstellt, die neue Jobs schaffen sollen. Das ist eigentlich nicht weiter interessant, allerdings verwunderte mich gerade folgendes:
6. Digitales Rechtemanagement: Es schützt die Urheberrechte an digitalen medialen Inhalten und ermöglicht ihre individuelle Verwertung und Abrechnung. Dieser Markt wird weltweit von rund 500 Millionen Euro in 2005 auf 2 Milliarden Euro im Jahr 2010 wachsen.
Ob man für einen weltweiten kleinen Markt von zwei Milliarden Euro in 2010 die ganzen Kollateralschäden für eine digitale Umgebung in Kauf nehmen muss?
Hier ist die Studie als PDF.
Ansonsten gibt es noch so schöne Formulierungen wie diese auf Seite 28:
„Als erheblichen Standortnachteil betrachten die Branchenteilnehmer derzeit die hiesigen Bestimmungen zum Datenschutz. Restriktionen ergeben sich hier insbesondere für eine grossflächige zivile Nutzung, beispielsweise im Bereich der Einreisekontrolle oder bei Automatisierungskontrollen für die Kunden privatwirtschaftlicher Unternehmen: Ohne explizite Einwilligung der betreffenden Personen dürfen biometrische Merkmale derzeit nicht genutzt werden.“
Ah ja…
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: Freie Software durchbricht Barrieren
: Freie Software durchbricht Barrieren Das UN-Entwicklungsprogramm (UNDP) stützt in der Studiensammlung „Breaking Barriers“ die These der vorteilhaften Nachhaltigkeit des Einsatzes von freier und quelloffener Software (FOSS) in Entwicklungsländern. In „Breaking Barriers“ werden 14 Entwicklungsprojekte vorgestellt, in denen FOSS beim sozio-ökonomischen Aufbau hilft und Menschen die Möglichkeiten zur Selbstbestimmung bietet. In der Publikation werden die Vorteile, die Herausforderungen und die dadurch gelernten Lektionen herausgestellt.
Der Fokus der betrachteten Fälle liegt allerdings nicht in der speziellen Entwicklung bestimmter FOSS-Anwendungen, sondern in der Benutzung von FOSS als Mittel, um die primären Ziele der Projekte zu erreichen. So kümmert sich zum Beispiel LexUM um die freie Erreichbarkeit von Gesetzestexten in Burkina Faso, AgriBazaar um die Erstellung einer Handelsplattform für Bauern in Malaysia, OSCAR um die Identifikation und Kontrolle von Weizen in Bangladesh, Indien, Nepal und Pakistan – und Sahana um das Management von Katastrophen in Sri Lanka.
Diese Fallstudien können als Inspiration für Organisationen und Einzelne, die armen Gemeinschaften helfen, Informations- und Kommunikationstechnologien zu verwenden, dienen, weil sie demonstrieren, dass FOSS eine wichtige Rolle dabei spielen kann, Menschen zu ermächtigen, ins Informations- und Internetzeitalter zu gelangen. Und wie es sich für eine Publikation gehört, deren Wissen allen Menschen helfen soll, wurde die Publikation unter einer Creative-Commons-Lizenz veröffentlicht.
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: Das Web 3.0 und die Daten-Maut
: Das Web 3.0 und die Daten-Maut Eine schöne Beschreibung der Debatte rund um die Netzneutralität gibt es von Frank Patalong bei Spiegel-Online zu lesen: Der böse Traum vom Zwei-Klassen-Internet.
Das wichtigste Argument gegen den Wegfall der Net Neutrality ist aber, dass dies den Status Quo im Netz zementieren würde: Wer Geld hat, hätte weiter Chancen auf Erfolg, wer keines hat, stünde auf dem Abstellgleis. Die Erfolgsgeschichten von heute reichen Unternehmen wie Amazon, Yahoo, Google, eBay, MySpace oder YouTube hätten unter solchen Bedingungen womöglich nie stattgefunden. All dies waren Firmengründungen durch pfiffige Jungunternehmer mit guten Ideen, während um sie herum viele der oft mediokren Ausgründungen finanzstarker Unternehmen im digitalen Orkus verschwanden.
Das ist Survival of the Fittest, wie man es sich wünscht. Was die Telkos offenbar weltweit planen, wäre dagegen Survival of the Richest.
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: Wahlcomputer-Debatte in der SZ
: Wahlcomputer-Debatte in der SZ Auf Sueddeutsche.de gibt es heute ein Update der allgemeinen Wahlcomuter-Debatte. Für aufmerksame Leser dieses Blogs gibts da nichts neues, aber eine gute Zusammenfassung der letzten Wochen: Einzelne Wahlcomputer sind manipulierbar – System der kollektiven Sicherheit.
Die Sicherheit komme durch die menschlichen Kontrollen: die Geräte stünden im Wahllokal unter ständiger Aufsicht und würden ansonsten vom Staat sicher verwahrt. Ein System der kollektiven Sicherheit sozusagen. Und dann verweist Schluze Geiping noch auf den Abschreckungseffekt: „Eine Manipulation der Geräte, egal an welcher Stelle im Prozess, ist gesetzeswidrig und wird strafrechtlich verfolgt.“
Dennoch ist man auch in Deutschland ins Grübeln gekommen. „Wir würden jetzt, in dieser neuen Lage, dem Innenministerium nicht mehr raten, die Erklärung, dass die Geräte noch ausreichend sicher sind, ohne Einschränkung abzugeben“, sagte Dieter Richter, Fachbereichsleiter „Metrologische Informationstechnik“ bei der Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) in einem c’t‑Interview zu dem spektakulären Hack.
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: The Politics of „Identity Governance“
: The Politics of „Identity Governance“ Ralf Bendrath hat in seinem Blog einen lesenswerten englisch-sprachigen Beitrag zum Thema „The Politics of „Identity Governance““ veröffentlicht.
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: 8. ITU Internet Report: digital.life
: 8. ITU Internet Report: digital.life Mal wieder Studien-Futter: Der 8. ITU Internet Report ist mit dem Titel „digital.life“ veröffentlicht worden.
Prepared especially for ITU TELECOM World (December 4–8 2006 in Hong Kong), the 8th in the series of ITU Internet Reports, entitled digital.life, begins by examining the underlying technologies for new digital lifestyles, from network infrastructure to value creation at the edges. In studying how businesses are adapting to fast-paced digital innovation, the report looks at how they can derive value in an environment driven by convergence at multiple levels. Moreover, a great challenge lies in extending access to underserved areas of the world. In light of media convergence, a fresh approach to policy-making may be required, notably in areas such as content, competition policy, and spectrum management. And as our lives become increasingly mediated by digital technologies, digital identities (both abstract and practical) take on a new dimension. Concerns over privacy and data protection do not seem to be sufficiently addressed by today’s online environments. In this context, the report examines the changing digital individual, and outlines the need for improving the design of identity management mechanisms for a healthy and secure digital world.
Es gibt ein Executive Summery (PDF) und die ganze Studie (PDF), sowie HTML-Versionen der einzelnen Kapitel auf der Webseite.
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: Donnerstag: Datengarten zu Chipkarten im CCCB
: Donnerstag: Datengarten zu Chipkarten im CCCB Am kommenden Donnerstag gibt es im Chaos Computer Club Berlin wieder einen Datengarten, diesmal zum Thema „Chipkarten“:
Das Thema Chipkarten ist komplex, wer in die Thematik einsteigen will, muss sich erst einmal durch einen Wust von Normen und Protokollen durcharbeiten? Wir zeigen am Donnerstag, dem 07.12.06 um 20.00 Uhr, dass Chipkarten gar nicht so kompliziert sind, wie sie auf den ersten Blick erscheinen. Wir zeigen, was hinter Telefon, Krankenversicherten, Geld und PayTV Karten steckt. Zum Abschluss gibt es einen Workshop, wo jeder mal mit einer Chipkarte an unserem Chipkartenmessplatz herumprobieren kann. Also sei dabei, wir freuen uns auf dich!
Schau auch mal unter: http://www.runningserver.com! Dort stehen jetzt schon viele Downloads zum Thema Chipkarten bereit!
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: From Counterculture to Cyberculture: the Rise of Digital Utopianism
: From Counterculture to Cyberculture: the Rise of Digital Utopianism Bei AudioBerkman gibt es einen interessanten neuen Audio-Beitrag: „From Counterculture to Cyberculture: the Rise of Digital Utopianism“.
Fred Turner of Stanford University on “From Counterculture to Cyberculture: the Rise of Digital Utopianism.” In the early 1960s, computers haunted the American imagination. Bleak tools of the cold war, they embodied the rigid organization and mechanical conformity that made the military industrial complex possible. But by the 1990s—and the dawn of the Internet—computers represented a very different kind of world: a collaborative and digital utopia modeled on the communal ideals of the hippies who so vehemently rebelled against the cold war establishment in the first place.
Fred Turner explores this extraordinary and ironic transformation by tracing the previously untold story of a highly influential group of San Francisco Bay–area entrepreneurs who made the connections between San Francisco “flower power” and the emerging technological hub of Silicon Valley. Thanks to their vision, counterculturalists and technologists alike joined together to reimagine computers as tools for personal liberation, the building of virtual and decidedly alternative communities, and the exploration of bold new social frontiers.
Und hier ist die MP3-Datei.
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: Tim O´ Reilly im SpOn-Interview Teil 2
: Tim O´ Reilly im SpOn-Interview Teil 2 Spiegel-Online hat heute Teil 2 des Interviews mit Tim O’Reilly zu Web 2.0 veröffentlicht: 3D-Drucker werden unser Leben verändern.
Auch im zweiten teil wird deutlich, dass in der Diskussion um „Web 2.0“ viel von Open-Source-Strategien gelernt werden kann:
SPIEGEL ONLINE: Herr O’Reilly, in jüngster Zeit wird immer wieder die Qualität von Online-Communitys wie Wikipedia oder der Nachrichtenseite digg diskutiert. Letztere hat zum Beispiel sehr gut informierte, technikaffine Nutzer, die oft wirklich Interessantes und Neues ausgraben. Doch wenn die Seite vom Mainstream überrannt würde, wäre es damit schnell vorbei. Kann man solche Entwicklungen kontrollieren?
Tim O’Reilly: Sehen Sie sich die Entwicklung der Communitys zu Open-Source-Software an. Die haben in diesem Bereich eine lange Tradition und sind deshalb ein gutes Beispiel. Dort gibt es ein abgestuftes System – und Wikipedia hat davon einiges übernommen, was eine kluge Entscheidung war. Jeder kann einen Vorschlag machen, zum Beispiel einen Bericht über einen Programmierfehler oder einen Patch einreichen. Aber der wird dann erst genutzt, wenn jemand im inneren Kreis sagt: „Oh, der ist gut, den wende ich jetzt an.“ Man wird in diesen inneren Kreis nur eingeladen, wenn man genügend Nützliches beigesteuert hat.
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: Italien scheint Wahlcomputer-Experimente zu stoppen
: Italien scheint Wahlcomputer-Experimente zu stoppen Italien scheint alle Experimente mit Wahlcomputern zu beendigen, wie agi.it verkündet: Elections: Amato, stop to electronic voting.
“We decided to stop the electronic voting machine“. Interior Minister Giuliano Amato announced this during a conference organised by the Assirm, the association of institutes for market research, surveys and social research.
Amato explains: “During the 2006 elections we experimented with the machines as a voting system, and not a system that counts the sections, without any reference to the legally valid votes. Now that we arrived at the point in which we decide to continue, passing from the experimental phase to the implementation, using the machines for the counting as well, it is obvious: we decided to stop. It is a suggestion that came from the ministerial offices, I presented it to Prodi expressing my opinion as well, the Premier agreed. It will be the triumph of our ancestors, but for someone of my generation it isn’t unpleasant either. Let’s stick to voting and counting physically because less easy to falsify“.
[via]
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: Seth Schoen bei der Fulbright Chair Speaker Series
: Seth Schoen bei der Fulbright Chair Speaker Series Gestern war Seth Schoen bei der von Cory Doctorow organisierten „Fulbright Chair Speaker Series“.
Cory Doctorow, the U.S. – Canada Fulbright Chair in Public Diplomacy, welcomed Seth Schoen, the first ever staff technologist for the Electronic Frontier Foundation. Schoen is a polymath expert in cryptography, security, international policy, copyright, digital television, and other subjects too numerous to mention. He has testified and prepared expert evidence for many of the most important cyber law cases in the past five years. He also maintains the popular Bootable Business Card Linux distribution and is the author of the notorious DeCSS Haiku – a series of poems that added up to a technical violation of the Digital Millennium Copyright Act, for they could be used to decrypt scrambled DVDs.
Die erste Stunde gibts als MP3 und auf der Webseite als Video.
Seth wird auf dem 23c3 über „DRM comes to European digital TV – How the DVB project is locking down TV standards and importing U.S. mistakes.“ sprechen. Und hier ist ein Netzpolitik-Podcast mit ihm zu Trusted Computing.
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: Leicht wirres Dokument der EU-Projektgruppe zu Informations- und Kommunikationstechnologien
: Leicht wirres Dokument der EU-Projektgruppe zu Informations- und Kommunikationstechnologien Stefan Krempl berichtet auf Heise „EU-Task-Force kritisiert Pläne zur strafrechtlichen Durchsetzung geistigen Eigentums“.
Die von der EU-Kommission einberufene Projektgruppe zu Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) konnte sich in ihrem am heutigen Dienstag veröffentlichen Abschlussbericht (PDF-Datei) nicht auf gemeinsame Vorschläge zu einer umfassenden Reform des Systems geistiger Eigentumsrechte einigen. „Gewisse Punkte sind zu diesem Zeitpunkt noch zu umstritten“, heißt es in dem 36-seitigen Report. Dennoch liebäugeln die Verfasser des Papiers, zu denen Vertreter großer Branchenfirmen wie Alcatel, Microsoft oder SAP genauso zählen wie Verbände, mit einem softwarepatentfreundlichen Kurs. So setzen sie sich etwa für die Einrichtung eines neuen, auf Patentstreitigkeiten spezialisierten EU-Gerichts ein. Kritiker fürchten, dass über diesen Weg eine Hintertür zur Sanktionierung von Patenten auf Computerprogramme geschaffen werden könnte.
Der Report klingt ein wenig „zusammengeschustert“. Vermutlich durfte jeder „Stakeholder“ eigene Absätze beisteuern. Anders kann ich mir nicht erklären, dass z.B. die beiden folgenden Absätze dort zu finden sind. Klingt so, als ob man den beteiligten europäischen Verbraucherzentralen (BEUC) noch etwas Textraum zubilligen musste (Man mag mich auch gerne korrigieren, wenn es anders ist):
Aus „Recommendations for the uptake of ICTs“:
Foster consumer confidence by developing a charter of consumer rights in the digital environment including the development of labelling schemes designed to inform consumers about playability features in Digital Rights Management protected content.
Abgesehen davon, dass man die unnötigen und nicht akzeptablen Einschränkungen durch DRM als „playability features“ bezeichnet, klingt das so, als ob man einen Warnhinweis fordert. Finde ich gut, sollte man dick kennzeichnen in dem Text.
Oder Seite 24: „Recommodations for a single regulatory environment“:
In the context of the 2007 Reviews of the Copyright and Consumer Acquis, take the opportunity to review the balance between the interests of the public and that of right holders, and strengthen and clarify consumer rights in the digital environment
Finde ich auch prima, ganz meine Meinung. Aber das passt dann wiederum nicht zu einigen anderen Absätzen in dem Report, die eigentlich genau in die andere Richtung gehen und mehr DRM fordern.
Lustig ist dann noch dieses:
Insgesamt sei es eine „Herausforderung“, positiv eine direkte Verbindung zwischen dem Schutz etwa von Urheber- oder Patentrechten und der Innovationsstärkung nachzuweisen, schwächt der Gesamtbericht die Analyse eines vorläufigen Reports der Arbeitsgruppe zu geistigen Eigentumsrechten etwas ab. Man habe aber „empirische Daten“ für diese These gefunden.
Das kann ich mir echt vorstellen, wie schwierig das sein dürfte, da eine „positive Verbindung“ zu Innovation herzustellen.
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: Immer weniger Studienanfänger in Informatik
: Immer weniger Studienanfänger in Informatik Es gibt „Immer weniger Studienanfänger in Informatik“: In diesem Jahr liege die Zahl der Studienanfänger bei lediglich rund 27.000.
„Real Life“ hat dazu konkrete Verbesserungsvorschläge entwickelt:
* Mehr Koffein. Clubmate in der Mensa, für Informatiker eine Koffeinflatrate
* Geschichtsbewusstsein. Nethack-Seminare an der Uni und Leistungsscheine für die schönste Pong-Implementation.
* Zukunftsorientierung: Brainfuck wird Lehrinhalt
* Hörsäle in Second Life. Schließlich soll der Frauenanteil ja steigen -
: Kosten und Nutzen der elektronischen Gesundheitskarte
: Kosten und Nutzen der elektronischen Gesundheitskarte Bei der Gesundheitskarte kann eigentlich nichts mehr schief gehen, da die Kanzlerin von den Lobbyisten darüber aufgeklärt wurde:
Inmitten der weiter laufenden Auseinandersetzungen zur Gesundheitsreform hat sich Bundeskanzlerin Angela Merkel am gestrigen Mittwochabend über die Fortschritte bei der Einführung der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) informieren lassen. Spitzenvertreter der Ärzte, Krankenkassen und der Hersteller von IT-Lösungen versicherten Merkel, dass die Einführung der Karte die Qualität und Wirtschaftlichkeit des Gesundheitswesens verbessern werde. In der Mitteilung zum Informationsabend in kleiner Runde heißt es außerdem: „Mit der erfolgreichen Umsetzung des größten IT-Projektes im Gesundheitswesen werden für die deutschen Unternehmen im internationalen Wettbewerb Perspektiven geschaffen, die aktiv dazu beitragen, Arbeitsplätze zu sichern und auszubauen.“
Oder etwa doch? Dem Chaos Computer Club ist eine interne Kosten-Nutzen-Analyse zur elektronischen Gesundheitskarte zugespielt worden. Erstellt wurde die Analyse von Booz-Allen-Hamilton im Auftrag der Firma gematik, die das Projekt durchführen wird.
In bester Tradition staatlicher Software-Großprojekte wird hier sehenden Auges ein weiteres extrem kostenträchtiges Prestigeprojekt angegangen, dessen Nutzen in keinem sinnvollen Verhältnis zu den Risiken und absehbaren Problemen steht. Eine erste Sichtung der Daten deutet auf eine massive Kostenexplosion bei der Einführung der Gesundheitskarte und ein weiteres Technologie-Desaster hin. Die Sicherheits- und Zuverlässigkeitsauslegung der Software-Architektur der elektronischen Gesundheitskarte genügen den Anforderungen an ein bundesweit ganztägig im Einsatz befindliches System in keiner Weise. Im Ernstfall droht ein Totalausfall des Systems zu kritischen Zeiten, wie z. B. im Fall einer Grippeepidemie.
Das Dokument findet sich hier als PDF.
Siehe auch: Elektronische Gesundheitskarte: Fast kostenlose Karten?
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: Nächste Woche: Chaosradio zu Instant Messaging
: Nächste Woche: Chaosradio zu Instant Messaging Nächste Woche Mittwoch gibt es wieder eine Chaosradio-Sendung auf Fritz-Radio: Instant Messaging – Realtime Kommunikation im Internet.
Instant Messaging (IM) ist nichts neues, doch setzt es in dieser Zeit zum großen Sprung an. Zahlreiche Diensteanbieter wie Google, GMX oder Web.de liefern heute zur kostenlosen E‑Mail-Inbox auch Instant Messaging-Dienste dazu und treiben ein einheitliches Messaging-Netzwerk voran. IM wird zur SMS des Internets – ist aber deutlich billiger und vor allem deutlich flexibler.
Als ICQ 1997 mit seinem Dienst an die Öffentlichkeit trat war vielen der daraus nachfolgende Erfolg des Konzeptes unvorstellbar. Viel zu sehr orientierte man sich an Web und E‑Mail. Doch während E‑Mail unter Dauerbeschuss durch Spam steht und Web das One-on-one-Kommunikationsbedürfnis nur beschränkt bedienen konnte wurde IM immer populärer und ist heute Ausgangspunkt für viele interessante neue Dienste und Anwendungen.
Chaosradio erzählt die Geschichte von Instant Messaging und erläutert die technischen Details, die dahinterstehen. Ein großer Schwerpunkt wird das XMPP-Protokoll (auch als Jabber bekannt) sein, dass nach langer Zeit die Ablösung der technisch grundverschiedenen und proprietären Angebote von Yahoo, AOL, Microsoft und anderen verspricht. Dazu möchten wir auch die kulturellen Auswirkungen der IM-Nutzung diskutieren und hören, welche Bedeutung IM in Eurem Alltag spielt.
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: Das Jahrhundert der Denkmaschinen – Wo bleibt der Mensch?
: Das Jahrhundert der Denkmaschinen – Wo bleibt der Mensch? Sonntag Abend hab es im ZDF-nachtstudio eine spannende Diskussion zum Thema „Das Jahrhundert der Denkmaschinen – Wo bleibt der Mensch?“.
Werden wir einst Szenarien wie in den einschlägigen Science-Fiction-Filmen erleben, wo Computer alles lahm legen und die Menschheit bedrohen, oder ist der Computer doch eher unser „Freund und Helfer“, auf den keiner verzichten will?
Gäste im Studio waren u.a. Joseph Weizenbaum und Constanze Kurz.
Hat zufällig jemand die Sendung digital aufgenommen und kann mir einen Link zur Verfügung zum Download schicken?Danke, das ging ja schnell. -
: Birmingham: Kompetenzzentrum für offene Standards gegründet
: Birmingham: Kompetenzzentrum für offene Standards gegründet In Ländern wie Finnland, Indien oder den USA gibt es bereits nationale Denkschmieden, die sich mit Open Source und offenen Standards befassen. Nun wurde auch in Großbritannien ein Kompetenzzentrum gegründet. Das „National Open Centre“ (NOC) soll der britischen Strategieentwicklung in den sich ergänzenden Bereichen Open Source und offene Standards eine Heimat bieten.
Das NOC will mit Organisationen und Einzelnen zusammenarbeiten, um eine Expertengruppe zu schaffen, die regelmäßig auf Kernprobleme aufmerksam macht, als Ratgeber auf wichtige Informationsquellen hinweist und auch Veranstaltungen organisiert und anbietet.
Die Gründungspartner des NOC sind das National Computing Centre, sowie der Stadtrat von Birmingham und die von ihm geleitete Digital-Birmingham-Initiative. Open-Source-Projektpartner sind OpenAdvantage, welche mit der University of Central England und Midland Open Source Technologies zusammenarbeitet.
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: Chronologie der Wahlcomputer-Geschichte
: Chronologie der Wahlcomputer-Geschichte FH hat in seinem Blog eine Chronologie der aktuellen Wahlcomputer-Geschichte beginnend Anfang Oktober in Holland erstellt: “Der Wahlcomputer eröffnete mit d2-d4.” Sehr schön.
Und Andreas widerspricht in seinem Blog die Darstellung der PTB, der Chaos Computer Club sei unkooperativ gewesen.
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: Interview zu Wahlcomputern in der c´t
: Interview zu Wahlcomputern in der c´t Richard Sietmann hat für die c´ t den Direktor der Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB), Dieter Richter, zu den Wahlcomputern befragt. Die PTB ist für die Prüfung der Wahlcomputer zuständig. Und das Interview ist grossartig, die haben echt ein
kleinesgrosses Problem: „Eine neue Situation“.c’t: Glauben Sie, dass das E‑Voting für politische Wahlen noch zu retten ist?
Richter: Das geht jetzt über die Ebene hinaus, auf der ich aus Sicht der PTB antworten kann. Denn E‑Voting – in welchen Formen auch immer – ist nicht nur eine technische Frage, sondern auch eine Frage des Vertrauens in das, was für den Wähler nicht mehr transparent nachvollziehbar ist. Dieses Vertrauen muss vermittelt werden können. Es reicht nicht, ein von Spezialisten nachvollziehbares, sicheres technisches System zu haben. Wenn es nicht gelingt, dieses Vertrauen zu vermitteln, dann stellt sich in der Tat die grundsätzliche Frage der sozialen Akzeptanz und des politischen Willens, wo man hinwill.
Im Moment gibt es noch nicht mal ein „von Spezialisten nachvollziehbares, sicheres technisches System“.
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: Mogeln mit Wahlcomputern
: Mogeln mit Wahlcomputern Telepolis hat einen gut geschriebenen Artikel über die Wahlcomputerthematik: E‑Mogling – Warum Computer nicht das „Mittel der Wahl“ sind.
Bei den US-Wahlen sind die Macken der Wahlcomputer bereits ein Running Gag, in Holland kann man darüber weit weniger lachen. Dass auch deutsche Wahlen bereits per Computer stattfinden, erstmals am 13. Juni 2004, ist den meisten Bundesbürgern dagegen gar nicht bewusst geworden. Doch sind die computerunterstützten Wahlen prinzipiell nicht gegen unbemerkt bleibende Manipulationen zu schützen.