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Bitkom: DRM-Markt ist klein und unbedeutend

Bitkom hat eine Studie mit sechs Technolgie-Zukunftsfeldern erstellt, die neue Jobs schaffen sollen. Das ist eigentlich nicht weiter interessant, allerdings verwunderte mich gerade folgendes: 6. Digitales Rechtemanagement: Es schützt die Urheberrechte an digitalen medialen Inhalten und ermöglicht ihre individuelle Verwertung und Abrechnung. Dieser Markt wird weltweit von rund 500 Millionen Euro in 2005 auf 2…

  • Markus Beckedahl

Bitkom hat eine Studie mit sechs Technolgie-Zukunftsfeldern erstellt, die neue Jobs schaffen sollen. Das ist eigentlich nicht weiter interessant, allerdings verwunderte mich gerade folgendes:

6. Digitales Rechtemanagement: Es schützt die Urheberrechte an digitalen medialen Inhalten und ermöglicht ihre individuelle Verwertung und Abrechnung. Dieser Markt wird weltweit von rund 500 Millionen Euro in 2005 auf 2 Milliarden Euro im Jahr 2010 wachsen.

Ob man für einen weltweiten kleinen Markt von zwei Milliarden Euro in 2010 die ganzen Kollateralschäden für eine digitale Umgebung in Kauf nehmen muss?

Hier ist die Studie als PDF.

Ansonsten gibt es noch so schöne Formulierungen wie diese auf Seite 28:

„Als erheblichen Standortnachteil betrachten die Branchenteilnehmer derzeit die hiesigen Bestimmungen zum Datenschutz. Restriktionen ergeben sich hier insbesondere für eine grossflächige zivile Nutzung, beispielsweise im Bereich der Einreisekontrolle oder bei Automatisierungskontrollen für die Kunden privatwirtschaftlicher Unternehmen: Ohne explizite Einwilligung der betreffenden Personen dürfen biometrische Merkmale derzeit nicht genutzt werden.“

Ah ja…

Über die Autor:innen

  • Markus Beckedahl
    Darja Preuss

    Markus Beckedahl hat schon 2003 in der Ur-Form von netzpolitik.org gebloggt und hat zwischen 2004 bis 2022 die Plattform als Chefredakteur entwickelt. Seit 2024 ist er nicht mehr Teil der Redaktion und schreibt einen Newsletter auf digitalpolitik.de. Kontakt: Mail: markus (ett) netzpolitik.org, Presseanfragen: +49-177-7503541 Er ist auch auf Mastodon, Facebook, Twitter und Instagram zu finden.


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3 Kommentare zu „Bitkom: DRM-Markt ist klein und unbedeutend“


  1. tgdaily.com

    „Jerry Pierce, senior vice president of technology at Universal Pictures, told us that his company is fully aware that DRM will not stop piracy, but is rather aimed at preventing mass-piracy. „I don’t think DRM is about a certain technology, DRM is about usage rules. If consumers purchase an HD version of one of our movies and if they make a same quality copy and they can hand that to their friends – and if that was easy to do – they cross the line.“ In regards to private copies, Pierce said: „A properly controlled private copy, with a version that runs on the consumer’s hard drive and their media server, yes, I believe that there should be ways to enable that.“


  2. […] Das Wunschpaket der Industrie für den IT-Gipfel steht: Roland Berger hat für Bitkom eine Studie mit sechs Technolgie-Zukunftsfeldern erstellt, die neue Jobs schaffen sollen. Und stellt fest, dass der ZUkunftsmarkt DRM eigentlich recht klein und der Datenschutz für RFID störend ist. […]


  3. Wegen dem „kleinen“ Zukunftsmarkt DRM. Die Bedeutung ergibt sich nicht aus dem Umsatz dieses Marktes an sich. Sondern daraus, welche Märkte mit dem „Schlüssel“ DRM zukunftsfähig werden, nämlich zumindest ein großer Teil des Online-Content Marktes, und den kann man in Zahlen gar nicht abschätzen.

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