Technologie
Künstliche Intelligenz, Drohnen, selbstfahrende Autos, Cyborgs, Roboter und IT-Sicherheit.
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: Netzpolitik-Interview zur Verschärfung der Hackerparagraphen
: Netzpolitik-Interview zur Verschärfung der Hackerparagraphen Das Gesetz zur besseren strafrechtlichen Bekämpfung der Computerkriminalität wird wohl heute Nacht im Bundestag trotz grosser Kritik am sogenannten „Hackerparagraphen“ ohne Änderungen beschlossen. Ich hab dazu ein kurzes Interview mit Andreas Bogk vom Chaos Computer Club geführt, welche Auswirkungen dieses Gesetz haben könnte.
netzpolitik.org: Der Bundestag beschliesst heute Nacht einen Regierungsentwurf zur besseren strafrechtlichen Bekämpfung der Computerkriminalität. Worum geht es da?
Andreas Bogk: Es werden einige längst überfällige Lücken geschlossen, um strafrechtlich besser gegen Probleme wie Phishing und Denial-of-Service-Attacken vorgehen zu können. Dies geschieht in internationaler Koordination, nach den Vorgaben der Cybercrime Convention. Leider schießt jedoch die Gesetzesvorlage des Kabinetts weit über dieses Ziel hinaus, es werden auch legitime Sicherheitsinteressen von Bürgern und Organisationen durch eine zu breit gefaßte Strafrechtsverschärfung gefährdet.
netzpolitik.org: Wo liegt das konkrete Problem?
Andreas Bogk: Das Problem liegt darin, daß der neu vorgesehene §202c auch die Herstellung, die Verbreitung und das Sich-Verschaffen von IT-sicherheitsrelevanten Werkzeugen unter Strafe stellt. Problematisch ist hier, daß eine Abgrenzung zwischen legitimen Werkzeugen, die Administratoren zur Sicherung der eigenen Systeme verwenden, und solchen, die von Kriminellen zum Einbruch in Rechner verwendet werden, schwierig ist: diese sind nämlich schlichtweg identisch.
netzpolitik.org: Wieso brauchen denn Administratoren diese Werkzeuge?
Andreas Bogk: Sie benötigen sie, um die von ihnen eingesetzte Software auf Sicherheitslücken zu testen, oder auch ganz generell, um Probleme in ihren Systemen zu beheben. Ein Beispiel sind sogenannte Netzwerk-Sniffer: sie werden oft zur Problembehebung in Computernetzen eingesetzt, weil sie die übertragenen Datenpakete analysieren helfen. Auf der anderen Seite kann man mit genau demselben Werkzeug auch die Übertragung unverschlüsselter Paßwörter belauschen. Man kann das Problem vielleicht mit einer Analogie verdeutlichen: der §202c ist, als würde man die Herstellung, Verbreitung und das Sich-Verschaffen eines Hammers verbieten, wenn dieser überwiegend zu kriminellen Zwecken verwendet werden soll, wie beispielsweise, um bei einem Einbruch eine Tür einzuschlagen. Man sieht deutlich, daß da ein Abgrenzungsproblem existiert, und der Hersteller des hammers Gefahr läuft, sich vor Gericht rechtfertigen zu müssen, und eventuell sogar beweisen, daß er den Hammer zur zum Einschlagen von Nägeln gebaut hat.
netzpolitik.org: Nun argumentieren Politiker, „Für Juristen seien die Tatbestände klar umrissen und verständlich“. Warum schafft der Gesetzestext Deiner Meinung nach keine Rechtssicherheit?
Andreas Bogk: Nun, es gibt durchaus Juristen, wie den Würzburger Strafrechtsprofessor Erich Hilgendorf, die genau diese klare Abgrenzung in Zweifel ziehen. Und wenn sogar Juristen sich in diesem Punkt nicht einig sind, dann ist es mit der Rechtssicherheit für den einfachen Bürger nicht besonders gut bestellt.
netzpolitik.org: Es ist ja relativ ungewöhnlich, dass ein Regierungsentwurf im Bundestag ohne Änderungen durchkommt und zwei Oppositionsfraktionen auch noch zustimmen. Gab es nicht genug Kritik im Vorfeld?
Andreas Bogk: Das ist in der Tat sehr überraschend, da eine breite Front von Betroffenen, sowohl aus der Hacker-Szene, als auch aus der Wirtschaft, vor den Folgen einer solchen Rechtsprechung warnte. Ich halte es für ein ausgesprochenes Armutszeugnis der Demokratie, wenn die Legislative, wie in diesem Fall, von der Exekutive geschriebene Gesetze einfach ohne Änderungen durchwinkt, vorliegende Bedenken unter den Tisch kehrt, und sogar eine Debatte durch geschickte Terminwahl vermeidet.
netzpolitik.org: Welche Auswirkungen könnte dieses Gesetz für Freie Software haben?
Andreas Bogk: Gerade im Bereich von Sicherheitswerkzeugen wird dieses Gesetz drastische Folgen haben. Entwickler Freier Software können das Risiko eines Strafprozesses in der Regel nicht eingehen, selbst wenn die Aussicht auf einen erfolgreichen Ausgang besteht. Das bedeutet, daß die Entwicklung entsprechender Werkzeuge stark gehemmt wird, was wiederum Folgen auf die Verfügbarkeit solcher Werkzeuge hat. Letzten Endes werden also an IT-Sicherheit interessierte Einzelpersonen in den Untergrund gedrängt. Wo dann der Nachwuchs für die IT-Sicherheit hierzulande herkommen soll, bleibt fraglich. Besonders drastisch ist die Bedrohungslage für den Einzelnen aufgrund der Tatsache, daß der Wortlaut des neu zu errichtenden §202c auch in den Paragraphen §303b übernommen werden soll. Auf diesen verweist §129a, der bekannte Terrorismusparagraph. Und da die Wortwahl sehr umfassend ist, und nahezu jedes Programm, das Daten verändern kann, unter §303b fällt, muß also jeder Entwicker Freier Software befürchten, demnächst als Terrorist eingestuft und hausdurchsucht zu werden.
netzpolitik.org: Freie (Linux-) Distributionen wie Debian bieten ja normalerweise einen bunten Strauss an Sicherheitstools. Könnte das Gesetz Auswirkungen auf die Verfügbarkeit von freien Distributionen in Deutschland haben?
Andreas Bogk: Auch die Freien Distributionen werden ja von Einzelpersonen erstellt und gewartet, und in der Regel von kleinen Firmen vertrieben. Beide können sich das Risiko einer strafrechtlichen Verfolgung nicht leisten, so daß schon von einem „chilling effect“ und einer Abnahme der Verfügbarkeit auszugehen ist. Alternativ könnten speziell für Deutschland Distributionen erstellt werden, denen es dann aber an den Werkzeugen zur ordnungsgemäßen Absicherung gegen Einbrüche fehlen würde.
netzpolitik.org: Der Bundestag beschliesst wohl heute Nacht (vermutlich ohne Debatte) das Gesetz. Ist es dann durch oder muss es noch in den Bundesrat?
Andreas Bogk: Das Gesetz muß noch vom Bundesrat verabschiedet werden. Dieser hat ja bereits in einer Stellungnahme erklärt, unsere Bedenken, insbesondere gegen §202c, zu teilen. Es ist zu hoffen, daß der Bundesrat das Gesetz in dieser Fassung ablehnt, und dann der Vermittlungsausschuß für die dringend notwendigen Korrekturen sorgt.
netzpolitik.org: Was kann jetzt noch getan werden, um negative Auswirkungen für Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft zu verhindern?
Andreas Bogk: Vermutlich ist es bereits zu spät, um die Verabschiedung des Gesetzes durch den Bundestag zu verhindern, da ja nicht nur die Koalition, sondern mit der FDP und den Grünen die beiden großen Oppositionsparteien im Rechtsausschuß ihre Zustimmung erklärt haben. Ein übriges tut die unangemessene Eile, die es verhindert, bei den Abgeordneten noch über die Folgen des Gesetzes angemessen aufzuklären. So bleibt es uns nur, den Bundesrat zu ermutigen, zu seiner Stellungnahme zu stehen und diese umzusetzen.
netzpolitik.org: Vielen Dank für das Interview.
Weitere Infos und Links zu dem Gesetz finden sich hier: Hacker und Administratoren werden zu Terroristen?
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: Hacker und Administratoren werden zu Terroristen?
: Hacker und Administratoren werden zu Terroristen? Gestern gab der Rechtsauschuss im Deutschen Bundestag „Grünes Licht für Verschärfung der Hackerparagraphen“.
Der Rechtsausschuss des Bundestags hat am heutigen Mittwoch den Regierungsentwurf zur besseren strafrechtlichen Bekämpfung der Computerkriminalität ohne Änderungen abgesegnet. Allein die Linkspartei stimmte gegen das Vorhaben. Den zahlreichen Bedenken aus der Wissenschaft und der IT-Wirtschaft gegen den Gesetzesentwurf, die unter anderem bei einer Anhörung im Bundestag im März zur Sprache gekommen waren, wollen die Parlamentarier mit einer Zusatzerklärung Rechnung tragen. Darin soll etwa klargestellt werden, dass die neuen und aufgebohrten Hackerparagraphen im Strafgesetzbuch (StGB) einer strengen Auslegung und Zweckbindung unterliegen.
Mir als Nicht-Jurist ist es unverständlich, wieso die juristisch bewanderten Abgeordneten es nicht hinbekommen, einen vernünftigen Gesetzestext zu formulieren. Und der Meinung sind, dass man Klarstellungen in einer Zusatzerklärung unterbringen kann. Vollkommen unverständlich ist, dass es fast keine Lobby ausser den Sicherheitsbehörden gab, die das Gesetz in dieser Form gut fand. Es kommt ja relativ selten vor, dass Wissenschaft, Industrieverbände, der Chaos Computer Club und der Bundesrat eine gemeinsame Front bilden, um Änderungen in den Gesetzestext hineinzubekommen. Und was machen die Oppositionsfraktionen der Grünen und der FDP? Die stimmen einfach zu. Warum? Das leuchtet mir nicht. Scheint mir auf jeden Fall selten dämlich und zeugt nicht gerade von Kompetenz. Weder bei der FDP, wo doch deren Lobby-Verbände dagegen waren, noch bei den Grünen, wo sich Jerzy Montag noch hinstellt und laut Heise folgendes verkündet:
Die Rechtspolitiker des Bundestages hielten es dagegen mit der Ansage des Karlsruher Generalbundesanwalts Michael Bruns, der Klarstellungen am Entwurf als „gesetzgeberisches Feuilleton“ bezeichnet hatte. Für Juristen seien die Tatbestände klar umrissen und verständlich, hieß es heute etwa bei den Grünen zur Begründung der Zustimmung zu dem Regierungsvorstoß. Zudem habe man sich an die internationalen Vorgaben in Form der Cybercrime-Konvention des Europarates und des EU-Rahmenbeschlusses über Angriffe auf Informationssysteme zu halten, die mit dem Gesetz ins nationale Recht umgesetzt werden sollen. Experten schienen zahlreiche Formulierungen aus diesen beiden Texten aber klarer gefasst zu sein als im Papier der Bundesregierung. Auch der Bundesrat hatte zahlreiche Vorbehalte gegen den Entwurf ins Feld geführt.
Warum? Es kommt auch äusserst selten vor, dass man jetzt mal auf den Bundesrat hoffen muss, der ausnahmsweise mal eine vernünftige Position zu einem netzpolitischen Thema beschlossen hat.
Wie es auch bei netzpolitisch-relevanten Gesetzen so üblich ist, findet die Abstimmung übrigens in der kommenden Nacht gegen 2 Uhr im Bundestagsplenum statt. Reden dürften zum Protokoll gegeben werden. Das Thema scheint die Politik ja echt nicht zu interessieren. Ich denke mal, dass den Politikern teilweise wahrscheinlich gar nicht bewusst ist, was sie da angerichtet haben, auch wenn für den Juristen Jerzy Montag der Tatbestand klar umrissen und verständlich sien soll. Das findet ausser ihnen irgendwie niemand. Und wenn man sich mal den Zusammenhang des Tatbestandes der Computersabotage in §303b mit §129 Bildung einer terroristischen Verinigung anschaut, dann dürfte das kommende Camp des Chaos Computer Club wohl als Terror-Zeltlager eingestuft werden. Ein Bärendienst für mehr IT-Sicherheit in Deutschland. Danke an die Juristen im Deutschen Bundestag. Beim nächsten Mal am Besten auf die Leute hören, die sich mit dem Thema auskennen.
Weitere Infos:
Die Bundesdrucksache mit der Beschlußvorlage findet sich hier.
Interessant ist ja der Zusammenhang von §303b (Computersabotage) und §129a (Bildung terroristischer Vereinigungen)
In §303b heisst es bisher:
(1) Wer eine Datenverarbeitung, die für einen fremden Betrieb, ein fremdes Unternehmen oder eine Behörde von wesentlicher Bedeutung ist, dadurch stört, daß er
1. eine Tat nach § 303a Abs. 1 begeht oder
2. eine Datenverarbeitungsanlage oder einen Datenträger zerstört, beschädigt, unbrauchbar macht, beseitigt oder verändert,wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
(2) Der Versuch ist strafbar.
Künftig heisst es laut Beschlussvorlage:
6. § 303b wird wie folgt geändert:
a) Absatz 1 wird durch die folgenden Absätze 1 und 2 ersetzt:
„(1) Wer eine Datenverarbeitung, die für einen an- deren von wesentlicher Bedeutung ist, dadurch erheb- lich stört, dass er
1. eine Tat nach § 303a Abs. 1 begeht,
2. Daten (§ 202a Abs. 2) in der Absicht, einem ande- ren Nachteil zuzufügen, eingibt oder übermittelt oder
3. eine Datenverarbeitungsanlage oder einen Daten- träger zerstört, beschädigt, unbrauchbar macht, be- seitigt oder verändert,
wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.(2) Handelt es sich um eine Datenverarbeitung, die für einen fremden Betrieb, ein fremdes Unternehmen oder eine Behörde von wesentlicher Bedeutung ist, ist die Strafe Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geld- strafe.“
b) Der bisherige Absatz 2 wird Absatz 3.
c) Die folgenden Absätze 4 und 5 werden angefügt:„(4) In besonders schweren Fällen des Absatzes 2 ist die Strafe Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren. Ein besonders schwerer Fall liegt in der Regel vor, wenn der Täter
1. einen Vermögensverlust großen Ausmaßes herbeiführt
2. gewerbsmäßig oder als Mitglied einer Bande han- delt, die sich zur fortgesetzten Begehung von Computersabotage verbunden hat,
3. durch die Tat die Versorgung der Bevölkerung mit lebenswichtigen Gütern oder Dienstleistungen oder die Sicherheit der Bundesrepublik Deutsch- land beeinträchtigt.(5) Für die Vorbereitung einer Straftat nach Ab- satz 1 gilt § 202c entsprechend.“
7. In § 303c wird die Angabe „bis 303b“ durch die Wörter „ , 303a Abs. 1 und 2 sowie § 303b Abs. 1 bis 3“ ersetzt.Und Vorbereitung einer Straftat ist entsprechend 202c die Entwicklung von Werkzeugen. Mir fällt gerade keine Software ein, die *nicht* geeignet wäre, Daten zu verändern. Und genau diese Schwammigkeit ist ja das Problem: ruck-zuck hat man ein 129a-Verfahren am Hals, weil die Vermutung besteht, man könne ja…:
In §129a heisst es u.a.:
(2) Ebenso wird bestraft, wer eine Vereinigung gründet, deren Zwecke oder deren Tätigkeit darauf gerichtet sind,
2. Straftaten nach den §§ 303b, 305, 305a oder gemeingefährliche Straftaten in den Fällen der §§ 306 bis 306c oder 307 Abs. 1 bis 3, des § 308 Abs. 1 bis 4, des § 309 Abs. 1 bis 5, der §§ 313, 314 oder 315 Abs. 1, 3 oder 4, des § 316b Abs. 1 oder 3 oder des § 316c Abs. 1 bis 3 oder des § 317 Abs. 1,
Und im neuen §303b gibt es einen Absatz 5, nachdem §202c sinngemäß für die in §303b genannten Handlungen gilt.
Erste Reaktionen auf den Beschluss des Rechtsauschusses:
Andreas Bogk: §202c so gut wie verabschiedet.
Toll bei diesem Fall finde ich ja auch, wie gut die Gewaltenteilung funktioniert. Der Gesetzesentwurf kommt ja via Justizministerium aus dem Kabinett, also der Exekutive. Und in der Anhörung stellt sich ein Generalbundesanwalt, also verwaltungstechnisch auch dem Justizministerium zugeordnet, hin, und diffamiert jeglichen Versuch der Legislative, tatsächlich am Gesetzgebungsprozeß teilzuhaben, als “gesetzgeberisches Feuilleton”.
Andreas bezieht sich auf eine Anhörung vom Rechtsausschuss, wo dieses Zitat gefallen ist: Klarstellungen bei neuen Hackerparagraphen gefordert. Das Protokoll der Anhörung findet sich hier.
Frank Rieger: Lobbying ist tot und Politiker sind Idioten.
Die Grünen: umgefallen weil ihr Ausschussmitglied Jerzey Montag den knallharten Sicherheitsmacker markieren will (bayrischer Schnurrbartträger, hätte eigentlich Warnsignal genug sein müssen…). Die SPD: sagt das sie ja eigentlich verstanden hat, daß da Änderungsbedarf besteht, winkt aber durch weil ihr Ausschussvorsitzender keinen Bock hat nochmal wg. Überschreiten der Deadline für die Umsetzung einer EU-Direktive angpfiffen zu werden, und überhaupt, die Fraktionsdisziplin. Die CDU/CSU: interessiert sich nicht mal mehr für die Meinung der betroffenen Industrie, wegen der Sicherheit. Die FDP: denkt wahrscheinlich gerade eher über die Farbe der nächste Dauerwelle für ihren Vorsitzenden nach.
Damit auch keine weiteren Zweifel aufkommen wir das de-facto Berufsverbot für Computersicherheitsforscher in Deutschland nachts um zwei beschlossen werden, als Tagesordnungspunkt Nr. 23.
In einer Pressemitteilung verkündet ECO, der Verband der deutschen Internetwirtschaft, u.a. folgendes:
Die Ergebnisse der Anhörung wurden ignoriert. Im Ergebnis ist es jetzt nicht ausgeschlossen, dass Computerprogramme, die zu einem legitimen Zweck wie der Sicherheitsprüfung von IT-Systemen verwendet werden, vom Anwendungsbereich des Gesetzes erfasst werden. Aus der Sicht der Wirtschaft, für die die Computerkriminalität eine enorme Herausforderung und eine existenzielle Bedrohung ist, ist das Gesetz daher schlicht kontraproduktiv.
Die PM kam leider nur als PDF und findet sich nicht im Netz.
Einen guten Hintergrundartikel gab es von Matthias Spielkamp in der brand eins 1/2007: DAS TROTZKOPF-PRINZIP.
Die Bundesregierung will den Besitz von Programmen bestrafen, mit denen sich Schaden anrichten lässt.
Dummerweise soll das auch für Sicherheitsfachleute gelten. Die IT-Branche kämpft in seltener Einigkeit gegen den Plan – vermutlich vergeblich. -
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: Linux-Hardware für Videokonferenzen? Ich suche gerade eine USB-Kamera für Videokonferenzen und VoIP, die unter dem aktuellen (K)Ubuntu läuft. Alle Fachhändler sind mit dieser speziellen Anfrage überfordert. Daher hier die Frage, ob jemand mit aktueller Hardware gute Erfahrungen gesammelt hat und mir was empfehlen kann? Danke im Voraus.
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: Anhörung am Donnerstag: Open Source in der Berliner Verwaltung
: Anhörung am Donnerstag: Open Source in der Berliner Verwaltung Am kommenden Donnerstag, den 3. Mai, gibt es im Berliner Abgeordnetenhaus eine Anhörung des „Ausschusses für Verwaltungsreform, Kommunikations- und Informationstechnik“ zum Thema „IT-Strategie des Landes Berlin: Open Source/Offene Standards beim Einsatz von Software in der öffentlichen Verwaltung“. Die Anhörung ist von 9:30h – 12:30h angesetzt und findet in Raum 113 statt.
Ich bin am Donnerstag leider nicht in Berlin. Würde mich aber über eine Berichterstattung freuen. Wer dabei sein möchte, hat folgende Möglichkeiten zur Anmeldung:
- akkreditieren lassen über Ressort Öffentlichkeitsarbeit, Frau Sertcan, Tel.: 2325 1051
– Anmeldung als Besucher bei Frau Schulz, Tel.: 2325 1064
– Anmeldung online+[Danke an Bastian]
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: Ralf klärt über Identität auf
: Ralf klärt über Identität auf Der data-epi-spacing elektrische data-epi-spacing Reporter data-epi-spacing hat data-epi-spacing in data-epi-spacing der data-epi-spacing Folge data-epi-spacing 28 data-epi-spacing Ralf data-epi-spacing Bendrath data-epi-spacing über data-epi-spacing die data-epi-spacing Risiken data-epi-spacing von data-epi-spacing Online-Identitätssystemen data-epi-spacing interviewt:
data-epi-spacing data-epi-spacing
Es data-epi-spacing wäre data-epi-spacing in data-epi-spacing der data-epi-spacing Tat data-epi-spacing praktisch, data-epi-spacing wenn data-epi-spacing irgend data-epi-spacing eine data-epi-spacing pfiffige data-epi-spacing Entwicklung data-epi-spacing die data-epi-spacing andauernden data-epi-spacing Registrier- data-epi-spacing und data-epi-spacing Anmeldeorgien data-epi-spacing bei data-epi-spacing all data-epi-spacing den data-epi-spacing neuen data-epi-spacing und data-epi-spacing bunten data-epi-spacing Web-Diensten data-epi-spacing überflüssig data-epi-spacing machen data-epi-spacing könnte. data-epi-spacing Derzeit data-epi-spacing sind data-epi-spacing einige data-epi-spacing Systeme data-epi-spacing in data-epi-spacing Entwicklung data-epi-spacing oder data-epi-spacing bereits data-epi-spacing im data-epi-spacing Einsatz, data-epi-spacing die data-epi-spacing ein data-epi-spacing Ende data-epi-spacing der data-epi-spacing Username-Passwort-Hantiererei data-epi-spacing versprechen. data-epi-spacing Der data-epi-spacing Politologe data-epi-spacing Ralf data-epi-spacing Bendraht data-epi-spacing mahnt data-epi-spacing zur data-epi-spacing Vorsicht: data-epi-spacing In data-epi-spacing diesen data-epi-spacing Identitäts-Silos data-epi-spacing sammeln data-epi-spacing sich data-epi-spacing Datenmengen data-epi-spacing an, data-epi-spacing die data-epi-spacing genaueste data-epi-spacing Rückschlüsse data-epi-spacing über data-epi-spacing unser data-epi-spacing aller data-epi-spacing Web-Aktivitäten data-epi-spacing erlauben. data-epi-spacing
Leider data-epi-spacing gibt data-epi-spacing es data-epi-spacing immer data-epi-spacing noch data-epi-spacing kein data-epi-spacing freies data-epi-spacing OGG-Format. data-epi-spacing Und data-epi-spacing ich data-epi-spacing frage data-epi-spacing mich data-epi-spacing gerade, data-epi-spacing welches data-epi-spacing Format data-epi-spacing das data-epi-spacing kleinere data-epi-spacing Übel data-epi-spacing ist: data-epi-spacing Quicktime data-epi-spacing oder data-epi-spacing iPod? data-epi-spacing Ansonsten data-epi-spacing gibt data-epi-spacing es data-epi-spacing hier data-epi-spacing die data-epi-spacing MP3-Datei.
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: Was der Bundestrojaner uns über den Krypto-Kampf sagt
: Was der Bundestrojaner uns über den Krypto-Kampf sagt Fefe hat eine interessante Einschätzung:
So gesehen ist das ein großer Sieg, daß der Staat jetzt mit dem Onlinetrojaner die Hosen runter läßt, denn das sagt mir, daß unsere Krypto-Kampagnen Erfolg genug hatten, um den Regierenden Angst zu machen, ihre Schäfchen könnten sich ohne ihr Mitwissen gegen sie auflehnen. Daher: Weitermachen! Mehr Krypto! Alle eure Platten verschlüsseln, eure Emails verschlüsseln, alles verschlüsseln. Je weniger ihr zu verbergen habt, desto mehr Krypto müßt ihr benutzen.
PS: Wo bleibt eigentlich die Revolution?
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: Mehr Informationen zur IPRED2-Entscheidung im EU-Parlament
: Mehr Informationen zur IPRED2-Entscheidung im EU-Parlament Pressemitteilung des EU-Parlaments: Strafrechtliche Maßnahmen gegen Nachahmung und Produktpiraterie.
Das Plenum stellt klar, dass die Richtlinie nur für Verletzungen in gewerbsmäßigem Umfang zur Erzielung wirtschaftlicher Vorteile gelten sollte. Handlungen privater Nutzer für persönliche und nicht gewinnorientierte Zwecke schließt sie daher nicht ein. Auch „der faire Gebrauch eines geschützten Werkes“ z.B. durch eine Vervielfältigung für Kritik, Kommentare, Zeitungsberichte, den Unterricht, Wissenschaft und Forschung stelle keine Straftat dar.
Telepolis: Abgeordnete sind Raubkopierer und Verbrecher.
Die zweite Durchsetzungsrichtlinie soll nach den Vorstellungen der EU-Kommission die erste Durchsetzungsrichtlinie 2004/48/EC vom 29. April 2004 „ergänzen“ und die Mitgliedsstaaten dazu zwingen, bei der Verletzung von Monopolrechten nicht mit dem Zivilrecht, sondern mit dem Strafrecht einzuschreiten. Sie besteht hauptsächlich aus kontroversen Regelungen aus der Durchsetzungsrichtlinie, die damals entfernt wurden, um eine schnelle Verabschiedung zu ermöglichen. Die Abstimmung über die zweite Durchsetzungsrichtlinie endete am Donnerstag mit so vielen Änderungen, dass es eine zweite Lesung geben wird, mit der Kritiker auf eine komplette Ablehnung hoffen.
IP-Watch: IP Enforcement Directive Clears EU Parliament But Opposition Remains.
“The recording industry is not alone in the view that the European Parliament has taken the wrong road in trying to define what constitutes ‘commercial scale’ and ‘intentional’ intellectual property infringements,” said Frances Moore, the International Federation of the Phonographic Industry’s European regional director. The Commission refrained from introducing definitions “in order to keep the directive in line with international laws and allow national judges to use their own discretion when deciding on particular cases.”
Defining commercial scale as “obtaining by a commercial advantage” does not make it clear “if saving money by filesharing instead of buying CDs would give anyone a commercial advantage or not,” said Erik Josefsson, the Electronic Frontier Foundation’s (EFF’s) European affairs coordinator. If it did, he said, the act of sharing files would, under Zingaretti’s definition, not be considered private use for personal and not-for-profit purposes.
The Foundation for a Free Information Infrastructure (FFII) criticised the decision to criminalise incitement to infringement. “Today, ‘inciting’ is only criminal in some member states, and in exceptional cases such as hate speech,” said analyst Jonas Maebe. “Elevating IP rights to the same level is a scary development.”
Urheberrecht.org: EU-Parlament beschließt Richtlinienvorschlag zu Strafvorschriften bei Verletzungen geistigen Eigentums.
ars technica: Controversial copyright directive passes European Parliament.
The directive is ostensibly designed to crack down on commercial piracy and counterfeiting operations, but critics warned that, thanks to the vague terminology of the directive, it could apply much more widely. They note that no definitions are offered for the terms „incitement“ or „commercial scale,“ opening the possibility that the courts could interpret them to include innovators building new media products. Those terms could be interpreted, for example, to hold ISPs liable for the infringing activities of their users.
Mehr Infos bietet auch Ipred.org. Oder hier im Blog unter: IPRED2: Abstimmung Parlament gelaufen.
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: VDSL-Rasenmäher
: VDSL-Rasenmäher Die letzten Tage fragte ich mich häufig, wo hier mitten in der Stadt ein komisches und beständiges Rasenmäher-Geräusch herkommt. Mittlerweile ist die Lösung da: Wir haben ja seit letztem Herbst einen neuen VDSL-Verteilerkasten von der Telekom vors Bürofenster gesetzt bekommen. Danke Deutsche Telekom. Gehts auch nochmal leiser?
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: Umweltgerechtigkeit in der globalen Computerproduktion
: Umweltgerechtigkeit in der globalen Computerproduktion Am Montag, 23.4., fand eine inhalts- und aufschlussreiche kleine Veranstaltung organisiert vom WEED PC Global Projekt in Köln statt, die die Wertschöpfungskette von Computer Hardware, ausgehend von der Rohstoffgewinnung über Produktion bis Entsorgung unter sozialen und ökologischen Gesichtspunkten beleuchtete. Als zentralen Bezugspunkt der Veranstaltung stellte Soenke Zehle den Zwischenstand seines WEED Arbeitspapieres zum Thema vor.
Hier einige kurze interessante Aspekte und Links, die ich dabei kennengelernt habe:
Einleitend wurde die Problematik der extrem kurzen Produktzyklen (von im Schnitt 2,5 Jahren) von Computerhardware (und auch Mobiltelefonen) und des somit grossen Materialumsatzes thematisiert. Das Design unterstütze die Kurzlebigkeit durch nicht-modularen Aufbau, bei dem das Austauschen defekter Einzelteile teilweise nicht möglich ist. Die dezentralen, hoch-globalisierten Produktionsprozesse sowie die raschen Innovationszyklen in der Computerindustrie machten ein exaktes Nachvollziehen der Wertschöpfungsketten inklusive der einzelnen Komponenten, z.B. für eine Zertifizierung, nahezu unmöglich. Das WEED Papier verfolgt den Ansatz der Umweltgerechtigkeit und behält dabei soziale wie ökologische Belange gleichermassen im Blick.
Im ersten Themenblock ging es um Rohstoffe im Zusammenhang mit Computerproduktion. Während Computer allgemein mit Entmaterialisierung assoziiert werden, ist ihre Herstellung doch sehr materialintensiv, zumal angesichts der Massenproduktion. Eine Vielzahl von, zum Teil seltenen, Metallen wird in Hardware verarbeitet – im Detail wurden hier die Rohstoffe Kupfer und Wasser (> wasserintensive Chip-Produktion) vorgestellt.
Zum Themenblock Produktion stellte Zeina Alhajj von Greenpeace International Ergebnisse der Studie „Cutting Edge Contamination“ vor, die teilweise starke toxische Verschmutzungen (z.B. Flammhemmer PBDE), in Boden und Grundwasser rund um Computerteile herstellende Firmen in Südostasien und Lateinamerika identifzierte. Mit der Toxic Tech Campaign möchte Greenpeace die grossen Computerhersteller zu mehr Verantwortung für die ökologischen Auswirkungen ihrer Produkte bewegen, sowohl im Design als auch in der Entsorgung. Als Anreiz erstellt Greenpeace ein regelmässiges Öko-Ranking von Computerherstellern, welches die Policies und Praktiken bezüglich Giftstoff-Verarbeitung in der Herstellung und Verantwortung gegenüber Altgeräten bewertet. Interessant ist die Bewegung von Firmen auf der Skala innerhalb kurzer Zeit, bzw. das Verharren eines vielgeliebten Herstellers auf dem letzten Platz. Die Diskussion ergab, dass ein Öko-Ranking zwar ein guter Schritt sei, aber wichtige Aspekte wie Sozialstandards ausblende.
Zum Thema Entsorgung und Verantwortung von Firmen für Altgeräte gab es Referenten vom Umweltbundesamt und vom Verband kommunaler Abfallwirtschaft und Stadtreinigung. Hier habe ich gelernt, dass es zwar gesetzliche Richtlinien gibt, die die Verwendung toxischer Stoffe in Elektrogeräten in der EU einschränkt, aber dass z.B. keine rechtliche Grundlage und Praxis zum Monitoring der Ausfuhr von Elektronik-Altgeräten z.B. in Entwicklungsländer existiert. Die Geräte der kommunalen Altgeräte-Sammlung (die von den Kommunen finanziert werden) kämen rein in die Wiederverwertung, aber nicht die Wiederverwendung, da die Hersteller allein Interesse an den wertvollen Sekundärrohstoffen wie Kupfer hätten.
Zum Ausklang habe ich dann noch etwas zu den Möglichkeiten von Freier Software und nachhaltiger Computernutzung erzählt. Und festgestellt, dass das Thema „faire“ Hardware auf jeden Fall mehr Beachtung verdient. Das WEED-Arbeitspapier wird demnächst online zu finden sein.
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: IT-Gipfel: Die Bundesregierung versucht zu erklären
: IT-Gipfel: Die Bundesregierung versucht zu erklären Letzten Winter fand in Potsdam ja der erste IT-Gipfel der Bundesregierung statt, worüber wir ausgiebig gebloggt haben. Grietje Bettin aus der grünen Bundestagsfraktion hat im Anschluss eine kleine Anfrage an die Bundesregierung geschrieben und nun sind die Antworten da. Kurz zusammengefasst ist die Antwort echt langweilig (Ich hatte aber auch nichts spannendes erwartet). Eine Antwort ist durchaus interessant, gebloggt zu werden. Zeigt sie doch das technokratische Verständnis unserer Bundesregierung inkl. dem Internetminister Michael Glos, der gar nicht genau weiss, worum es überhaupt geht:
Frage: Wie erklärt die Bundesregierung den Ansatz, dass sie „der Teilhabe aller gesellschaftlicher Gruppen auf dem Weg in die globale Informationsgesellschaft eine besondere Bedeutung beimisst“ (vgl. Drs. 16/3975) vor dem Hintergrund, dass die Zivilgesellschaft zu dem IT-Gipfel im Dezember nicht eingeladen wurde?
Antwort: Ziel des IT-Gipfelprozesses ist es, den IKT-Standort Deutschland zu stärken. Es geht nicht um alle Bereich der Informationsgesellschaft. Im Zentrum des ersten nationalen IT-Gipfels stand die Verbesserung der wirtschaftlichen und technischen Rahmenbedingungen für Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) in Deutschland als wesentliche Voraussetzung für die Stärkung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit der heimischen IKT-Branche. Angesichts dieser wirtschafts- und technologiepolitischen Grundausrichtung waren zivilgesellschaftliche Aspekte nicht Gegenstand des ersten Gipfels.
Da könnte man gut ein paar Gegenfragen stellen:
* Wann gibts denn mal was für die gesamte Informationsgesellschaft? Wenn der Glos in Rente ist?
* Warum hat nach Meinung des Wirtschaftsministerium die Zivilgesellschaft (Dazu zählt u.a. der Bundesdatenschutzbeauftragte, der CCC, eigentlich der ganze Rest) nichts mit technischen Rahmenbedingungen für Informations- und Kommunikationstechnologien in Deutschland zu tun?Was fällt Euch noch ein?
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: US-Kongress will Spyware legalisieren
: US-Kongress will Spyware legalisieren Der Gesetzesentwurf mit dem passenden Titel „Spy Act“, der gerade von einem Unterausschuss des Repräsentantenhauses angenommen wurde, verbietet zwar fiese Keylogger und Trojaner, aber schafft signifikante Ausnahmen. Legal wäre demnach Spyware, die eingesetzt wird zu Zwecken der „Computersicherheit, Diagnose, technischen Unterstützung oder Reparatur“, zur „Bekämpfung und Prävention von Betrug“ oder zur „Überprüfung, ob der Nutzer autorisiert ist, bestimmte Software zu nutzen“. Wer hat das da wohl reingeschrieben? Ausserdem soll es den Bundesstaaten verboten werden, die Nutzer durch eigene Gesetze besser zu schützen.
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: IPRED2 morgen im EU-Parlament
: IPRED2 morgen im EU-Parlament Morgen ist die Abstimmung über die IPRED2 im EU-Parlament. Im Vorfeld gab es die erste Lesung. Heise berichtet über die Diskussion: Strafvorschriften zum Schutz geistigen Eigentums in der EU weiter umstritten.
Eine Kriminalisierung des Austauschs von Kultur, so wetterte der Vertreter der spanischen Grünen, David Hammerstein Mintz, sei mit dem Industrieausschuss nicht zu machen. Kriminelle und Bürger dürften nicht einfach auf die gleiche Stufe gestellt werden. Genau das aber drohe, würde der von der Kommission vorgelegte Richtlinienentwurf nicht klar beschränkt. Für viele Parlamentarier ist es unabdingbar, das private Kopieren ohne Gewinnabsicht auszunehmen. So wird es nun auch in erster Lesung von Zingaretti als Kompromiss vorgeschlagen. Ebenso sollen Patente explizit aus den Strafrechtsvorschriften herausgenommen werden. Die Kommission ist aber laut EU-Kommissar Günther Verheugen über die vom Parlament gemachten Einschränkungen bei der Definition des Geistigen Eigentums „nicht glücklich“. Die Kommission trete für die Einbeziehung von Patenten ein. Der vom Parlament vorgeschlagene Erhalt von Spielräumen für die Mitgliedsstaaten könne darüber hinaus erneut zu Rechtsunsicherheit führen.
Interessant ist natürlich, dass der SPD-EU-Kommissar Verheugennicht glücklich ist, dass Patentverletzungen vone einer Strafbarkeit ausgenommen werden sollen. Seine Initaitiven etwas weiter gesponnen könnte ein solcher Weg allerdings Programmierer in den Knast bringen, wenn denn doch irgendwie Softwarepatente durch die Hintertür eingeführt werden können. Verheugen´ s Verwaltung hätte dies ja gerne.
Die Free Software Foundation Europe hat sich auch in einem offenen Brief an die Abgeordneten des EU-Parlaments gewandt:
Die FSFE würde Sie gerne auf einen Vorschlag für eine Richtlinie hinweisen, über welchen in der nächsten Plenarsitzung abgestimmt wird. KOM(2006)168 kriminalisiert viele gesellschaftlich sinnvolle und legitime Anwendungen von Technologien und würde Bürokratie, Rechtsunsicherheit und Furcht erzeugen, wodurch die Fähigkeit der europäischen Bürger und Unternehmen, an der Informationsgesellschaft teilzuhaben, eingeschränkt würde. Dies macht die Vorteile des Fortschritts in der Computertechnologie zunichte, der es für alle immer leichter macht, an der Erstellung und Verbreitung von Software und Information mitzuwirken.
Auch die Futurezone berichtet: Streit über EU-Richtlinie zu Produktpiraterie.
Uneinigkeit herrschte jedoch über eine klare Definition darüber, wer sich wodurch strafbar macht. So wurde etwa darüber gestritten, ob es mit Hilfe der EU-Richtlinie auch möglich sein soll, Konsumenten und Enduser strafrechtlich zu belangen. Die im Entwurf festgeschriebene Definition des „gewerblichen Umfangs“ [„Commercial Scale“] lässt diese Interpretation durchaus zu. Damit könnten auch im privaten Rahmen begangene Urheberrechtsverletzungen strafrechtlich verfolgt werden, da eine Absicht zur Gewinnerzielung für die strafrechtliche Verfolgung nicht nachgewiesen werden muss.
Golem: EU-Parlament: Tauschbörsen-Nutzern drohen Haftstrafen.
Zur Rechtfertigung des Richtlinien-Entwurfs verweist die EU-Kommission neben dem Kampf gegen Piraterie und Organisiertes Verbrechen, den Schutz der Verbraucher vor gefährlichen Produktfälschungen und die Notwendigkeit der Harmonisierung von nationalen Strafrechtsvorschriften auf Artikel 17 (2) der EU-Grundrechtecharta, der den Schutz des geistigen Eigentums zum Inhalt hat: „Geistiges Eigentum wird geschützt“. Die Berücksichtigung des öffentlichen Interesses ist in Artikel 17 (2) nicht ausdrücklich vorgesehen. Das Max-Planck-Institut für geistiges Eigentum weist in seiner Stellungnahme zu den EU-Plänen darauf hin, dass „ein unbegrenzter Schutz den Verpflichtungen aus dem TRIPS-Abkommen widersprechen würde, die ebenfalls fordern, das Interesse der Öffentlichkeit zu berücksichtigen“.
Die Berliner Europa-Abgeordnete Sylvia-Yvonne Kaufmann (Die Linke) macht Hoffnungen auf einen adäquaten Änderungsantrag:
„Es zeichnet sich jedoch ab, dass durch voraussichtlich mehrheitsfähige Änderungsanträge Handlungen privater Nutzer für persönliche und nicht gewinnorientierte Zwecke von „gewerblichem Umfang“ nach Art. 3 explizit ausgenommen werden. Von daher hoffe ich, dass Ihre Hauptbedenken mit der Plenumsentscheidung aus dem Weg geräumt werden können.“
Jetzt informieren: Copycrime.eu (englisch).
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: Jonathan Zittrain im tagesschau.de-interview
: Jonathan Zittrain im tagesschau.de-interview Tagesschau.de hat ein kurzes Interview mit Jonathan Zittrain vom Berkman Center for Internet and Society zur IT-Zukunft: „Behalten Sie Ihren PC im Haus!“ Er hat wohl auch ein neues Buch zur Internet-Regulierung veröffentlicht, was ich mir mal beschaffen muss. Das Interview ist auf jeden Fall lesenswert und ich kann leider nicht alle lesenswerten Stellen hier zitieren.
tagesschau.de: Warum die Entwicklungsländer?
Zittrain: Die Lehre aus den vergangen zwanzig Jahren ist, dass die meisten nützlichen oder interessanten Online-Innovationen – darunter das World Wide Web – ohne große Finanzierung oder sogar durch Amateure entstanden sind. Wenn das Mainstream-Internet diese Innovationsquellen künftig ausschließt, könnten die Entwicklungsländer, wo offene Technologien eingesetzt werden, zum Labor für neue Programme werden – und dabei vielleicht sogar die Führung übernehmen.
tagesschau.de: Sie sind Professor für Internetregulierung. Sollten Regierungen etwas unternehmen, um die Entwicklung zu steuern?
Zittrain: Ja, ich denke, Regierungen können etwas tun, um ein ausgewogenes Ökosystem bei der Informationstechnologie sicherzustellen. Sie sollten außerdem davon Abstand nehmen, solche vermeintlich „sicheren Geräte“ für neue Arten der Überwachung zu benutzen. Bei einigen Geräten ist es möglich, bei allen Nutzern quasi per Fernsteuerung störende Dateien zu löschen, oder ein Mobiltelefon einzuschalten und darüber die Umgebungsgeräusche mitzuhören.
[Danke an Bernhard]
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: Was hat mein Repräsentant gesagt? Was hat er eigentlich sagen wollen?
: Was hat mein Repräsentant gesagt? Was hat er eigentlich sagen wollen? Heute früh im Radio1 gehört, erst jetzt komme ich zum kommentieren: in der Sendereihe World Wide Wagner reisen Journalisten um die Welt und interviewen Blogger, Internetuser, geekige Startups, und so weiter. Als Appetithappen zum ersten Kaffee am Morgen durchaus zu empfehlen.
Heute wurde click.tv präsentiert, eine Firma aus San Francisco, die folgendes macht: sie synchronisiert die Reden, die die Abgeordneten gehalten haben, mit den zugehörigen Manuskripten, und blenden den Text passend in das Bild ein. Das hat den Effekt, dass man mit textbasierter Suche die Stelle im Video findet, manchmal kann das nützlich sein. Man sieht ja meist ganz gut, ob ein Satz nebensächlich gemeint war oder besonders auffällig betont wurde. Ganz nebenbei kriegt man leicht mit, welche Partei, welcher Abgeordneter sich zu einem bestimmten Thema überhaupt geäußert hat. Transparenz für Netizens, und besser als die Übertragungen auf Mittelwelle.
Das Beispielvideo funktioniert so: wie üblich steht im Flashplayer-Fenster rechts unten die Laufzeit des Videos, und unten drunter dann die Textfassung. Wenn man nichts gesprochen wird, dann gibts einfach keinen zugeordneten Text. Auf der Webseite gibts Demofilmchen. Reden aus dem Kongress habe ich nicht gefunden, aber immerhin in den Nachrichten ein 53 Minuten langes Video. Unter dem Videofenster kann man direkt per Textfeld z.B. nach „Freedom“ suchen und bekommt 4 Treffer – jedes Kommentarfeld ist klickbar und man springt zu entsprechenden Stelle im Video. Sowas brauchen wir auch in Deutschland.
Der wie ich fand interessanteste Aspekt der Anwendung war, dass sie sich für die Untertitelung der Reden Mühe geben und die offiziellen Redeprotokolle aus der Kongressverwaltung verwenden – die sehr viel mehr Text enthalten als die Manuskripte selbst. Der Grund ist, dass wie in Deutschland die Abgeordneten den mitgeschriebenen Text revidieren können und fleißig Text zu den Parlamentsprotokollen nachlegen – zu Themen, die sie so tatsächlich gar nicht oder nicht so ausführlich im Kongress angesprochen haben. In Deutschland geht das im Prinzip auch, wenn ich mich recht erinnere. Bloß wird das wohl nicht so ausgiebig benutzt, zumindest in den Landtagen nicht. Kennt sich da jemand aus?
Man kann die Radiosendungen im unfreien RealMedia-Format anhören. (Immerhin erwähnt die FAQ auch einen alternativen Player.)
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: Wahlcomputer bei der Wahl in Frankreich
: Wahlcomputer bei der Wahl in Frankreich Ca. 1,5 Millionen der insgesamt 44,5 Millionen wahlberechtigten Franzosen hatten gestern das Vergnügen, ihre Stimme elektronisch abzugeben. Passenderweise gab es meist nur einen Wahlcomputer in den Wahllokalen, statt 4–5 Wahlkabinen: Elektronische Wahlmaschinen sorgen für Verdruss in Frankreich.
Bei Wartezeiten von bis zu einer Stunde seien zahlreiche Wahlberechtigte wieder unverrichteter Dinge abgezogen, beschreibt AFP die Situation vor Ort. Vor allem ältere Leute hätten häufig nicht verstanden, wie sie die Maschinen bedienen müssten. Eingesetzt wurden elektronische Wahlmaschinen in insgesamt 82 französischen Gemeinden, darunter Le Havre, Brest, Mülhausen, Amiens und der Pariser Vorstadt Issy-les-Moulineaux. Ein Politiker der linken Partei MRC aus dem Großraum Paris habe wegen der Probleme noch am Sonntag Beschwerde beim französischen Verfassungsrat eingereicht, hieß es.
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: Freitag: ARTE-Themenabend zu Google, Apple und Microsoft
: Freitag: ARTE-Themenabend zu Google, Apple und Microsoft Mein Lieblingssender hat wieder einen interessante Themenabend am Freitag:
Themenabend – Freitag, den 20. April, ab 22.10 Uhr
Google, Apple, Microsoft … Die neuen Herren der Welt22.15 Uhr: Wer hat Angst vor Google?
Die Dokumentation lässt Erfinder, Fans und Kritiker von Google zu Wort kommen.23.45 Uhr: Die Silicon Valley Story
Der Fernsehfilm beschreibt die Anfänge des Zeitalters der Personal Computer und thematisiert die Rivalität zwischen Apple-Computer-Chef Steve Jobs und dem Microsoft-Gründer Bill Gates.[via]
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: PC Professionell am Ende?
: PC Professionell am Ende? Die monatliche Zeitschrift „PC-Professionell“ scheint am Ende zu sein. Eigentlich schade, hatte man doch gerad erst den optischen Relaunch hinter sich. Ich hab sie früher viel gelesen, irgendwie gab es sie schon den späten 80ern. Ab und an kaufte ich mir noch eine für Reisen, um mal zu schauen, was im Hardware-Markt passiert.
Nach einem missglücktem Weiterverkaufsversuch durch die Private Equity Company 3i wird der Verlag Ende Juni geschlossen. 75 Mitarbeitern droht die Kündigung. Am gestrigen Montag hat die Geschäftsführung der ehemaligen VNU Business Publications Deutschland ihren Mitarbeitern die Einstellung ihrer Geschäftstätigkeiten zum 30. Juni 2007 bekannt gegeben. Die renommierten IT-Zeitschriften „PC Professionell“ und „Internet Professionell“ werden jeweils nach der im Mai erscheinenden Ausgabe 6 eingestellt. Für die Online-Auftritte wird derzeit noch verhandelt.
Die Internet Professionell werde ich hingegen nicht vermissen.
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: Golem-Blog und ‑Radio
: Golem-Blog und ‑Radio Golem.de hat jetzt nicht nur ein Blog, sondern auf MotorFM auch eine (regelmässige?) IT-Sendung.
Montags von 18 bis 19 Uhr sprechen wir mit 100,6 MotorFM über aktuelle IT-Themen, zu hören in Berlin und Brandenburg auf UKW 100,6 MHz sowie im Live-Stream unter motorfm.de. Heute steht das Thema Linux auf dem Plan, genauer gesagt Debian GNU/Linux 4.0 alias Etch sowie das kommende Ubuntu 7.04 alias Feisty Fawn.
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: Fahndung nach einem Apple-Notebook und Zubehör
: Fahndung nach einem Apple-Notebook und Zubehör Die re:publica war toll. Mehr dazu später, wenn ich ein paar andere Sachen abgearbeitet habe. Das einzige traurige passierte ganz zum Schluss: Tim wurde seine Tasche geklaut. Ich gehe mal davon aus, dass es nicht durch einen Teilnehmer der re:publica passierte, sondern durch einen Menschen, der zufällig bei der offenen Abschlussparty vorbei kam. Und sich den Rucksack einfach mitnahm. Tim fahndet jetzt danach und sammelt für neues Equipment:
Ansonsten soll der Rechner zu seiner Stolperfalle werden: Ich fordere hiermit jeden auf, künftig nach folgenden MAC-Adressen zu fahnden: 00:14:51:86:49:D1 (WLAN) und 00:0a:95:f2:0d:38 (Ethernet). Das Gerät ist ein Apple PowerBook G4 1.67 15″ DLSD/HR (Modellnummer M9969LL/A, letzte Generation der PowerBooks). Die Seriennummer des Geräts lautet W8548G5NSX2. Wenn ich schon meine Daten nicht wiederbekomme dann will ich wenigstens das PowerBook irgendwann wieder auf meinem Tisch sehen und damit eine Spur zum Dieb bekommen. Sachdienliche Hinweise an tim at ccc dot de.
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: Japanische Blogs beherrschen die
Weltglobale Blogosphäre: Japanische Blogs beherrschen die Weltglobale BlogosphäreWie AsiaMedia (UCLA) berichten kann, steigt die Zahl der Blogs weiterhin enorm. Direkt von der Taipei Times übernommen, schreiben sie: Japanese lead explosion of blogging:
The popular online personal journal technology, which exploded on the Web only about five years ago, has now spread around the world, with Japanese the biggest bloggers, ahead of English-language bloggers and the rapidly growing Chinese blogging community according to Technorati, which tracks blog content.
Blogging has also exploded in politically repressed countries, with Iran’s Farsi language also scoring high and rising in blogging rankings, the San Francisco company said.
In its State of the Live Web report, Technorati said the number of blogs around the world surged from 8 million in March 2005 to more than 72 million last month.
Also, die Zahlen, die so durch die Gegend fliegen, unterscheiden sich ja dann doch um Größenordnungen voneinander. Man sollte überhaupt nie nur einer Firma allein vertrauen, die Zahlen unter die Leute bringt.
[gefunden via SmartMobs]