Simon Columbus
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: China zahlt Prämien für die Meldung von Pornoseiten
: China zahlt Prämien für die Meldung von Pornoseiten Eine chinesische Behörde versucht sich am Crowdsourcen einer Zensurdatenbank. Als Anreiz für die Meldung von pornographischen Webseiten zahlt das China Internet Illegal Information Reporting Center dem ersten Hinweisgeber zwischen 1.000 und 10.000 Yuan (99 bis 987 Euro).
Die Nachrichtenagentur Xinhua vermeldete am Sonntag bereits erste Erfolge. -
: Play09 Creative Gaming Festival
: Play09 Creative Gaming Festival In Potsdam findet derzeit ein „Festival für kreatives Computerspielen“ statt. Play09 dreht sich um Machinima, das Erstellen eigener Computerspielwelten und Balletttanzen in Ballerspielen.
Es geht bei „Creative Gaming“ darum, Computerspiele anders zu nutzen, als eigentlich von den Entwicklern vorgesehen. -
: Google-CEO Eric Schmidt: Internet ist nicht das Ende der Nachrichten
: Google-CEO Eric Schmidt: Internet ist nicht das Ende der Nachrichten Nicht nur in Deutschland, auch in den USA schlägt Google derzeit harte Kritik von Zeitungsverlagen entgegen, die den Konzern für ihre sinkenden Umsätze verantwortlich machen. Googles Vorstandschef Eric Schmidt hat diesen Anwürfe in einem Meinungsartikel für die Wall Street Journal gekontert:
With dwindling revenue and diminished resources, frustrated newspaper executives are looking for someone to blame. -
: Amadeu-Antonio-Stiftung fördert Engagement älterer Bürger gegen Rechtsextremismus im Internet
: Amadeu-Antonio-Stiftung fördert Engagement älterer Bürger gegen Rechtsextremismus im Internet Das Internetportal Netz-gegen-Nazis.de hat in den vergangenen Wochen ein Projekt gestartet, mit dem Senioren fit gemacht werden sollen für den Kampf gegen rechte Ideologien im Internet. Heute wurde „Generation 50plus aktiv im Netz gegen Nazis“ im Rahmen einer Podiumsdiskussion vorgestellt.
Die Workshops richten sich laut der Geschäftsführerin von Netz-gegen-Nazis, Simone Rafael, sowohl an ältere Menschen mit Interneterfahrung, die sich bisher noch nicht gegen Rechtsextremismus engagiert haben, als auch an im Netz weniger bewanderte, aber bereits politisch aktive Senioren. -
: Web-Unternehmen gegen Digital Economy Bill
: Web-Unternehmen gegen Digital Economy Bill Die Internet-Giganten Facebook, Google, Yahoo und eBay haben sich gegen eine Klausel des „Digital Economy Bill“ ausgesprochen, die dem britischen Wirtschaftsminister weitreichende Befugnisse über das Urheber- und Patentrecht zugestehen würden. Das berichtet die BBC.
Die als „Clause 17“ bekanntgewordene Passage sieht vor, dem Secretary of State for Business, Innovation and Skills die Möglichkeit zu geben, Verordnungen zum Copyright, Designs and Patents Act zu erlassen. -
: EFF-Klage für Offenlegung von Social-Network-Überwachung
: EFF-Klage für Offenlegung von Social-Network-Überwachung Die EFF klagt in den USA gegen ein halbes Dutzend Behörden. Die Bürgerrechtler wollen herausbekommen, wie diese zur Nutzung von Social Networks für „Ermittlungen, Datensammlung und Überwachung“ stehen.
Derzeit werden verschiedene Gesetzesänderungen im Kongress diskutiert, mit denen der Schutz von Nutzern Sozialer Netzwerke gestärkt werden sollen. -
: 8 Millionen Anfragen für GPS-Daten in den USA
: 8 Millionen Anfragen für GPS-Daten in den USA Der drittgrößte amerikanische Mobilfunkanbieter Sprint Nextel hat im Laufe von zwölf Monaten acht Millionen Anfragen für GPS-Daten Strafverfolgungsbehörden bekommen. Was das bedeutet, ist allerdings umstritten.
Der Datenschutz-Aktivist Chris Soghoian hat in seinem Blog Aufnahmen einer entsprechenden Aussage von Paul Taylor, dem Manager des Electronic Surveillance Teams von Sprint Nextel, auf der nicht-öffentlichen Intelligent Support Systems Konferenz im Oktober publiziert. -
: Verlage vs. Google: ACAP, das intelligente robots.txt
: Verlage vs. Google: ACAP, das intelligente robots.txt Wolfgang Michal beschäftigt sich auf Carta mit dem Automated Content Access Protocol (ACAP), der „intelligenten“ Version von robots.txt: „ACAP ist Digitales Rechte-Management (DRM).“
ACAP regelt, anders als das Protokoll robots.txt, nicht nur ob, sondern auch wie Suchmaschinen auf Webseiten-Inhalte zugreifen dürfen. -
: Sippenhaftung bei Amazon
: Sippenhaftung bei Amazon Die Frankfurter Rundschau berichtet über zwei neue Fälle von Datenmissbrauch in Deutschland.
Bei Amazon kommt es demnach zu einer Form von Sippenhaftung. Das Kundenkonto eines Mannes soll gesperrt worden sein, weil seine Tochter im gleichen Haus lebt wie ein Mann, der Schulden bei Amazon hat. In einer Mitteilung von Amazon heißt es:
Wir mussten Ihr Kundenkonto (…) deaktivieren, da es aufgrund von Übereinstimmungen bei den angegebenen Daten in Verbindung zu einem anderen Kundenkonto steht, bei dem es Unstimmigkeiten gegeben hat. -
: Cartoon-Zeichnerin Nina Paley verdient $ 55.000 mit Creative Commons
: Cartoon-Zeichnerin Nina Paley verdient $ 55.000 mit Creative Commons Die amerikanische Künstlerin Nina Paley verdient an ihrem Zeichentrickfilm „Sita Sings the Blues“ mehr, als ihr alle Vertriebsprofis versprochen hatten – indem sie ihn unter einer Creative-Commons-Lizenz kostenlos weggibt.
Insgesamt 55.000 Dollar hat ihr der Film eingebracht, obwohl er unter einer Share-Alike-Lizenz von Creative Commons kostenlos heruntergeladen werden kann. -
: ELENA: Zentrale Datenbank erfasst Streik-Teilnehmer
: ELENA: Zentrale Datenbank erfasst Streik-Teilnehmer Die Frankfurter Rundschau berichtet über den elektronischen Einkommensnachweis „Elena“: „Wer streikt, wird erfasst“.
Demnach wird ab dem 1. Januar 2010 aufgezeichnet, wer an einem Streik teilgenommen hat. Zudem werden Informationen darüber erfasst, ob rechtmäßig oder wild gestreikt wurde oder Beschäftigte vom Arbeitgeber ausgesperrt wurden. -
: Stadt Augsburg mahnt Blogger wegen „augsburgr.de“ ab
: Stadt Augsburg mahnt Blogger wegen „augsburgr.de“ ab Die Stadt Augsburg hat einen Blogger wegen Verletzung ihres Namensrechts abgemahnt, weil der Mann die Domain „augsburgr.de“ registriert hatte. Das schreibt die Augsburger Allgemeine:
Er meldete also die Adresse augsburgr.de an – und schrieb dann an die Stadt: „Wir haben die Domain augsburgR.de im Internet registriert. -
: Britisches Netzsperren-Gesetz vorgestellt
: Britisches Netzsperren-Gesetz vorgestellt In Großbritannien wurde heute der umstrittene Digital Economy Bill vorgestellt. Der Gesetzesvorschlag umfasst unter anderem eine Reihe von Maßnahmen zur Bekämpfung von illegalem Filesharing. Darunter sind eine Three-Strikes-Regelung und umfangreiche Befugnisse für das Wirtschaftsministerium.
Die Netzsperren sollen nicht direkt eingeführt werden, berichtet die BBC. -
: Gesetzesentwurf für Vorratsdatenspeicherung in Österreich
: Gesetzesentwurf für Vorratsdatenspeicherung in Österreich Das Infrastrukturministerium hat heute einen Entwurf (PDF) zur Änderung des Telekommunikationsgesetzes vorgelegt. Damit soll die „Data-Retention“ nach den EU-Vorgaben umgesetzt werden.
Dem Papier zufolge sollen die gespeicherten Daten lediglich für die Mindestdauer von sechs Monaten von den Providern vorgehalten werden. -
: Gefährden intelligente Stromzähler die Privatsphäre?
: Gefährden intelligente Stromzähler die Privatsphäre? Die Washington Post berichtet über eine neue Studie zu Datenschutzbedenken bei der Einführung von intelligenten Stromzählern.
In dem Report wird davor gewarnt, dass die Energieversorger mit der Einführung von „Smart Grids“ umfangreiche Informationen über den Stromverbrauch ihrer Kunden erhalten, weil der Stromverbrauch in kürzeren Abständen gemessen wird:
Even if electricity use is not recorded minute by minute, or at the appliance level, information may be gleaned from ongoing monitoring of electricity consumption such as the approximate number of occupants, when they are present, as well as when they are awake or asleep. -
: Versicherung verliert 1,5 Millionen Datensätze
: Versicherung verliert 1,5 Millionen Datensätze In den USA hat die Krankenversicherung Health Net 1,5 Millionen Patientendatensätze verloren, den Fall aber erst nach sechs Monaten publik gemacht. Dabei handelte es sich um sensible Informationen, schreibt Wired: Threat Level:
The data, which was stored on a portable disk drive that disappeared from the insurer’s office, was unencrypted and included patient Social Security numbers, bank account numbers and health data, according to the Hartford Courant. -
: Pläne für britisches Anti-Piraterie-Gesetz geleakt
: Pläne für britisches Anti-Piraterie-Gesetz geleakt „The most radical copyright proposal I’ve ever seen“: Cory Doctorow hat Informationen über den britische Digital Economy Bill veröffentlicht. Das Gesetz soll morgen der Öffentlichkeit vorgestellt werden.
Doctorow berichtet über Pläne des First Secretary of State von Lord Peter Mandelson, den Träger seines Amtes „Secretary of State“ (ob damit der First Secretary of State oder der Secretary of State for Business, Innovation and Skills, beides von Mandelson eingenommene Ämter, gemeint ist, wird nicht deutlich) Secretary of State for Business, Innovation and Skills zu ermächtigen, Verordnungen (secondary legislation) zum Copyright, Designs and Patents Act zu erlassen. -
: Vodafone führt „privilegierten“ Zugang zu seinem 3G-Netz ein
: Vodafone führt „privilegierten“ Zugang zu seinem 3G-Netz ein Vodafone hat angekündigt, in Spanien zukünftig diskriminierend in den Datenverkehr in seinem 3G-Netz einzugreifen. Der Traffic von Kunden, die bereit sind, eine zusätzliche Gebühr zu zahlen, soll in Fällen von Netzwerk-Überlastung (Congestion) bevorzugt behandelt werden, schreibt La Quadrature du Net:
This means that instead of equally sharing the network capacity between all users, Vodafone will discriminate against the subscribers who do not pay the extra fee, and deliberately slow them down. -
: Datenschutzbeauftragter fordert Haft für Datenschutz-Vergehen
: Datenschutzbeauftragter fordert Haft für Datenschutz-Vergehen Der Berliner Datenschutzbeauftragte Dr. Alexander Dix hat sich gestern auf einer Veranstaltung der Humanistischen Union dafür ausgesprochen, schwere Datenschutzvergehen in Zukunft mit Freiheitsstrafen zu ahnden. Da die bisher verhängten Geldstrafen offensichtlich nicht abschreckend genug wirkten, wäre die Möglichkeit, Haftstrafen zu verhängen, in schweren Fällen begrüßenswert.