Öffentlichkeit

Vodafone führt „privilegierten“ Zugang zu seinem 3G-Netz ein

Vodafone hat angekündigt, in Spanien zukünftig diskriminierend in den Datenverkehr in seinem 3G-Netz einzugreifen. Der Traffic von Kunden, die bereit sind, eine zusätzliche Gebühr zu zahlen, soll in Fällen von Netzwerk-Überlastung (Congestion) bevorzugt behandelt werden, schreibt La Quadrature du Net:

Uns fehlen noch 62.000 Euro!
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This means that instead of equally sharing the network capacity between all users, Vodafone will discriminate against the subscribers who do not pay the extra fee, and deliberately slow them down. Such a business model based on organizing a scarcity of resource instead of investing in more infrastructure is in total contradiction with the nature of Internet as we know it.

Ohne gesetzliche Festschreibung der Netzneutralität werden solche als „Privileg“ verkauften Diskriminierungen in Zukunft weiter zunehmen, gerade im Mobilfunk-Bereich, wo die Kapazität beschränkter ist als in den Kabelnetzen.

16 Kommentare
  1. Das gibts doch schon lange ;)

    DSL1000, DSL2000, DSL6000, DSL50000

    Wer mehr zahlt bekommt mehr.

    Oder ist die Neuerung die Drosselung für alle Kunden die NICHT mehr zahlen wollen und für die Kunden die mehr zahlen bleibt alles so wie es ist/war?

  2. Die einzige Lösung: Keine Verträge mehr bei Unternehmen machen, die unser Netz nicht neutral wollen… Und Freunde auch dazu überreden. Waren Vodafone es nicht auch, die Skype blockieren? Auf O2 gehts bei mir (noch?)

  3. Addendum, was wir brauchen, ist eine Regelung, die den freien und nicht diskriminerenden Marktplatz Internet bewahrt, aber auch den Providern es ermöglicht, in diesem Rahmen ihr Geschäftsmodel zu betreiben (so fern es den Konkurenzfähig ist).

    Da ich nach in dubio pro libertate lebe, denke ich das es wichtiger ist das Internet als uneingeschränkten Raum zu behalten, auch wenn es gegen die Provider geht.
    Ich denke aber auch, die Provoider haben das volle Recht, Leuten die mehr Geld zahlen besseren Service zukommen zu lassen.

  4. Wenn ein Provider die Bandbreite X als flat anbietet dann muss er mir die auch voll zur Verfügung stellen.

    Dann nochmal extra geld zu verlangen damit man die bereits bezahlte bandbreite auch nutzen kann ist ja wohl erstmal nichts anderes als zusätzliche Abzocke. Die provider sollen sich an die verträge mit ihren Kunden halten zumindest soweit wie möglich. Das ist zumindest meine Vorstellung von funktionierender marktwirtschaft.

  5. @ 3/Jaquento:
    Mehr Service wäre toll. Da würde ich auch mehr bezahlen.

    Aber wenn Providern einige Kunden bevorzugt behandeln wollen heisst das für mich nichts anderes als das deren Kapazitäten am Limit sind, bzw. die zu viel überbelegt haben.

    Wenn genügend Kapazitäten zur Verfügung stehen würden, wäre so eine bevorzugte Behandlung nicht nötig.

    Und wenn beim DSL „bis zu 50.000“ nicht möglich ist muss eben „bis zu 25.000“ reichen, auch wenn die Kunden dann weniger zahlen. (Ich weiss, das geht gar nicht, da würden die Provider ja nicht mehr genug verdienen).

  6. Die Rede ist doch nicht von mehr Leistung für mehr Geld, sondern von einer künstlichen Verknappung. Somit hat es den Charakter einer Erpressung (zumindest dort, wo man nicht auf Wettbewerber ausweichen kann): volle Leistung nur für mehr Geld.

  7. Es handelt sich dabei doch bei genauer Betrachtung um den Versuch einer verdeckten Preiserhöhung. „Normal“ und „Premium“ statt „Lockangebot“ und „Normal“: hier liegt der Etikettenschwindel. Spricht sich das erst mal bei den Nutzern herum (Konkurrenz belebt das Geschäft), wird der Preis sinken. Hier ist wie immer der Kunde gefragt: nur was er kauft, kann dauerhaft am Markt existieren.
    Nur: wenn statt dessen allen voraus die iPhone-Junkies signalisieren, dass für Telefonie und Datenübertragung jeder noch so unverschämte Preis gezahlt wird – wer mag es den Providern verübeln die Kuh so richtig schön zu melken :D

  8. Ich habe Jeremie von LQ das auch schon geschrieben: Das hat mit NN im klassischen Sinne nichts zu tun, es geht schlicht nur um bessere Leistung für mehr Geld. Es könnte sogar positiv sein, wenn auf diesem Wege andere und viel eingriffsintensivere Optionen des Bandbreitenmanagements vermieden werden können, etwa das Blockieren von Bittorrent oder Skype im 3G-Netz.

    Das war wirklich nicht die schlaueste Aktion von LQ, deren Arbeit ich sonst sehr schätze.

  9. Das ist ja der absolute Hammer. unfafaßbar was Vodafon da vor haben. So geht einfachen nicht sich in den Datenverkehr ihr Kunden.
    Da kann ich froh sein das nicht bei Vodafon bin. Dank Netzpolitik wrid man über solche Themen der Berichen immer gut Infomiert, was so um geschehen tut.
    Ich werde mich auch weiter hin schlau machen, und mich so auf den neusten Stand bringen zu lassen und die Artikel genau und grundlich durch zu Lesen.

  10. Was genau ist mit „Diskriminierung“ denn gemeint? Dass demjenigen, der mehr für seinen Anschluss bezahlt, ein höherer Teil der Netzwerk-Kapazitäten zur Nutzung bereitgestellt wird? Netzneutralität heißt, dass die Datenströme keiner Filterung unterliegen aber nicht, in welchem Umfang sie fließen.

  11. Ganz armseliger Artikel! Grenzt ja schon an Rufmord.

    Hörensagen?

    Wo sind die Primärquellen? Ich lese hier Gerüchte als Fakten!

    Vodafone Spanien hat NICHTS dergleichen angekündigt!

    1. bin 8Jahte bei Vodafone hatte immer Skype lief Super jetzt hatten sie mir einen neuen Vertrag mit angeblich gleicher Leistung aufgeschwatzt
      seitdem ist Skype Blockiert trotz Technicker 30Stunden im Vodafone Laden und Beschwerde in Madrid.Mit der alten Sim von meinen Nachbarn geht es noch.Sie wollen mich auch aus dem Vertrag nicht wieder rauslassen

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