Leon Kaiser
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: Netzpolitischer Wochenrückblick KW 10: Die Posten sind vergeben
Alles wird gut: Noch elf Tage bis zum Frühlingsanfang. : Netzpolitischer Wochenrückblick KW 10: Die Posten sind vergeben Für den neuen Kanzleramtschef gehört Kupfer im Netzausbau nicht mehr weitergefördert, während die Staatsministerin für Digitales „Tempo machen“ will. Mit Jan Philip Albrecht verliert das Europaparlament einen profilierten Netzpolitiker und Unternehmen bremsen Kampagnen gegen Sexismus aus. Die letzte Woche im Überblick.
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: China: Social-Media-Dienst sperrt feministische Stimmen
Das Logo der chinesischen Aktivistinnen "Feministische Stimmen": Der Social-Media Dienst Sina Weibo hat die Rakete vorerst ausgebremst. : China: Social-Media-Dienst sperrt feministische Stimmen Die chinesische Mikroblogging-Plattform Sina Weibo hat den Account „Feministische Stimmen“, der über 180.000 Follower hat, gesperrt. Zunächst erhielten die Aktivistinnen lediglich den Hinweis darauf, dass der Account aufgrund von „Irregularitäten“ gesperrt worden sei. Lü Pin, die Gründerin des populären feministischen Mikroblogs, schrieb auf Twitter, dass der Blog vor dem Weltfrauentag Nutzer dazu aufgerufen hatte, sich […]
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: EU-Kommission: Ungleichheit im IT-Bereich setzt sich fort
: EU-Kommission: Ungleichheit im IT-Bereich setzt sich fort Zum Weltfrauentag hat die EU-Kommission eine Studie zum Geschlechterverhältnis im IT-Bereich veröffentlicht. Laut der Studie arbeiten in der Branche dreimal so viele Männer wie Frauen. Als Hauptgründe macht die Studie nach wie vor weitverbreitete Vorurteile gegenüber Frauen sowie Tokenismus aus. Letzteres äußert sich beispielsweise darin, dass Frauen zu Konferenzen eingeladen werden, um zu erzählen, wie […]
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: Facebook-Bug gab Werbekunden die Telefonnummern von Nutzern preis
Durch mehrere "Filterungsvorgänge" konnten die Forscher Nutzer ausspähen. : Facebook-Bug gab Werbekunden die Telefonnummern von Nutzern preis Eine Schwachstelle in der Werbe-Schnittstelle von Facebook hat es Forschern ermöglicht, sich persönliche Daten von Nutzern zu verschaffen. Neben dem bekannten Microtargeting nach Kategorien wie Arbeiter, Mittelklasse oder Oberschicht steht Werbetreibenden auf der Plattform noch ein weiterer Weg zum gezielten Werben und Überzeugen zur Verfügung. Sie können Facebook Tabellen mit persönlichen Daten von Kunden, Sympathisanten […]
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: Projekt Gutenberg: Keine E‑Books mehr für deutsche Nutzer
Auf gutenberg.org stehen zumindest US-amerikanischen Nutzerinnen und Nutzern mehr als 56.000 Werke aus den letzten Jahrhunderten als E-Book zur Verfügung. : Projekt Gutenberg: Keine E‑Books mehr für deutsche Nutzer Das gemeinnützige Projekt Gutenberg hat als Reaktion auf ein Gerichtsurteil seine Seite für Nutzer mit deutscher IP-Adresse gesperrt. Wann der Zugriff wieder freigeschaltet wird, bleibt unklar. Das Projekt hat angekündigt, in Berufung zu gehen.
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: Studie: Uber- und Lyft-Fahrten gehen auf Kosten des öffentlichen Nahverkehrs
Ubers Erfindungsreichtum verlagert den Verkehr zurück auf die Straße. : Studie: Uber- und Lyft-Fahrten gehen auf Kosten des öffentlichen Nahverkehrs Fahrtenvermittler wie Uber und Lyft tragen zu mehr Staus bei. Zu dem Ergebnis kommt eine Studie der Planungsbehörde von Boston. Um mehr über den Markt zu wissen und ihn besser zu regulieren, fordert sie mehr Transparenz von den Unternehmen.
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: Netzpolitischer Wochenrückblick KW 8: Upload-Filter gefährden das Internet
: Netzpolitischer Wochenrückblick KW 8: Upload-Filter gefährden das Internet Wir lesen weiterhin den Koalitionsvertrag, während auf EU-Ebene Unheil droht: Sowohl Parlament als auch Kommission diskutieren einen vermehrten Einsatz von Upload-Filtern. In Österreich hat die rechte Regierung ein umfassendes Überwachungspaket ins Parlament eingebracht. Außerdem wird Amazon der Planwirtschaft verdächtigt. Für das Wochenende haben wir Beschäftigungstipps.
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: Feinstaub selber messen: Workshop am 24. Februar in Berlin
Die Feinstaub-Sensoren sind leicht nachzubauen. : Feinstaub selber messen: Workshop am 24. Februar in Berlin Das Projekt luftdaten.info sammelt Daten zur Feinstaub-Belastung in der Luft von selbstgebauten Sensoren ein und bildet sie hübsch aufbereitet auf einer Karte ab. Mittlerweile sind weltweit fast 4000 Sensoren aktiv. Am Samstag, den 24. Februar führt Frank Riedel (@riedelwerk) dazu einen Workshop in der Berliner c‑base durch. Von 19 bis 22 Uhr geht es um […]
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: YouTube-Algorithmen halfen Verschwörungsvideo zu Florida-Amoklauf bei der Verbreitung
Seit dem Amoklauf am 14. Februar protestieren Schüler in mehreren Bundesstaaten für schärfere Waffengesetze. : YouTube-Algorithmen halfen Verschwörungsvideo zu Florida-Amoklauf bei der Verbreitung Nach dem Amoklauf in einer Schule in Florida, bei dem 17 Menschen erschossen wurden, wird in den Vereinigten Staaten erneut über die Waffengesetzgebung diskutiert. Im Zuge dessen sind auf YouTube zahlreiche Videos aufgetaucht, die einem der überlebenden Schüler unterstellen, ein bezahlter Schauspieler zu sein. Als Begründung gab es jedoch nur einen älteren Clip, auf dem […]
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: Von großen Plattformen und kleinen Start-ups: Die Plattformökonomie im Koalitionsvertrag
Die geplante schwarz-schwarz-rote Koalition will deutschen Start-ups den Zugang zur Plattformökonomie erleichtern. : Von großen Plattformen und kleinen Start-ups: Die Plattformökonomie im Koalitionsvertrag Die meisten digitalen Plattformen stammen nicht aus Europa. Das wollen CDU, CSU und SPD nun ändern und eine neue Start-up-Kultur in Deutschland einläuten. Gelingen soll das mit mehr Wagniskapital, mehr Steuergerechtigkeit und einem modernisierten Kartellrecht. Dabei versäumt die Koalition jedoch, alternative Modelle zu stärken.
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: Internet-Shutdown: Regierung von Kamerun vor Gericht
Der Weg ist versperrt. Ein Bündnis aus NGOs klagt vor nationalen Gerichten, um neue Internet-Shutdowns zu verhindern. : Internet-Shutdown: Regierung von Kamerun vor Gericht Die NGOs Access Now und Internet Sans Frontières gehen rechtlich gegen Internetsperren in dem westafrikanischen Land vor. Wegen eines dreimonatigen Shutdowns im vergangenen Jahr laufen bereits zwei Verfahren gegen die Regierung, nun sind erneut Webseiten und Apps von sozialen Medien in Teilen des Landes blockiert.
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: New York City plant Arbeitsgruppe zur Überprüfung von städtischen Algorithmen
Technik in der Verwaltung (Symbolbild). : New York City plant Arbeitsgruppe zur Überprüfung von städtischen Algorithmen Als erste US-amerikanische Stadt plant New York City zum Verwaltungshandeln eingesetzte Algorithmen auf den Prüfstand zu stellen: Experten und Wohltätigkeitsorganisationen sollen Regeln für die Klassifizierung unterschiedlicher Algorithmen entwickeln und Vorschläge machen, wie Bürgerinnen und Bürger Transparenz einfordern können. Dabei gibt es auch Hürden.
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: „Wenn sie ethisch umgesetzt werden, kosten sie mehr“: danah boyd über algorithmische Entscheidungssysteme
danah boyd hielt die Keynote auf der diesjährigen Ausgabe der re:publica. : „Wenn sie ethisch umgesetzt werden, kosten sie mehr“: danah boyd über algorithmische Entscheidungssysteme Software, die registriert, auf welche weiterführende Schule jemand am Liebsten gehen würde und mithilfe eines Algorithmus darüber entscheidet, wer schließlich welchen Schulplatz bekommt, kann für klamme Städte und Regierungen verlockend klingen. Unternehmen versprechen mitunter, dass damit die Effizienz erhöht werde. In den USA werden solche und ähnliche algorithmische Entscheidungssysteme auch in anderen öffentlichen Bereichen implementiert, […]
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: Netzpolitischer Wochenrückblick KW 2: Wenig Netzpolitik in den Sondierungsgesprächen
Wer hat Lust auf GroKo? : Netzpolitischer Wochenrückblick KW 2: Wenig Netzpolitik in den Sondierungsgesprächen Die GroKo-Sondierungsergebnisse ernüchtern, während das NetzDG weiterhin große Wellen schlägt. Weltweit wird Überwachung und Internetkontrolle ausgebaut. Facebook ändert seinen Algorithmus und wir haben Handgriffe aufgeschrieben, die ihr dem entgegensetzen könnt. Die Themen der letzten Woche im Überblick.
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: Studie: Wie demokratische Technologien gestärkt werden können
Civic-Tech-Projekt in Deutschland: Visualisierung des Haushalts von Berlin in 2017. : Studie: Wie demokratische Technologien gestärkt werden können Die Knight Foundation hat eine Studie zu Civic-Tech-Projekten und ‑Förderung in den USA veröffentlicht. Dort geht es um den Status zahlreicher Projekte, die mit offenen Technologien und Infrastrukturen arbeiten, und um Strategien, wie sie sich auf Dauer finanzieren und mehr Menschen erreichen können.
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: Portrait über eine NSA-Whistleblowerin: Wer ist Reality Winner?
Reality Winner wollte die Öffentlichkeit über Hacker-Angriffe auf us-amerikanische Wahlbüros aufmerksam machen. : Portrait über eine NSA-Whistleblowerin: Wer ist Reality Winner? Die Schriftstellerin Kerry Howley hat für das New York Magazine ein Portrait über Reality Winner geschrieben. Winner war als Übersetzerin und Sprachforscherin unter anderem für die NSA tätig. Im Juni 2017 hatte sie einen NSA-Bericht an The Intercept geschickt und war daraufhin schnell festgenommen worden. Winner wollte mit der Veröffentlichung des Dokuments über Versuche des […]
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: Das Überwachen und Strafen geht weiter. Aber wie genau?
Kein Augenphänomen: Datenbanken, die Menschen sortieren, analysieren und katalogisieren. : Das Überwachen und Strafen geht weiter. Aber wie genau? In „Überwachen und Strafen“ erklärte Michel Foucault, wie die Disziplinierung von Menschen in Gefängnissen, Schulen und Krankenhäusern im 19. Jahrhundert eine produktive Gesellschaft hervorbrachte. Und wie eng diese Entwicklung mit Überwachung zusammenhängt. 42 Jahre nach dem Erscheinen des Buchs diskutierten WissenschaftlerInnen über das Überwachen und Strafen von heute.
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EU-Parlament: Grundrechte in Freihandelsabkommen einbauen
Internationaler Handel ist eng mit dem Aufstieg der Container-Logistik verbunden. Neben dem "Warenstrom" soll nun ein "Datenfluss" entstehen. EU-Parlament: Grundrechte in Freihandelsabkommen einbauen Das Europäische Parlament fordert die Kommission auf, Netzneutralität, Verschlüsselung und Datenschutz in internationalen Handelsabkommen zu verankern. Das sei mit dem Prinzip des „freien Datenflusses“ vereinbar. Jetzt liegt es an der Europäischen Kommission, auf diese Forderungen zu antworten.