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Mitmachen: Onlinedurchsuchung beim BKA

Das data:recollective, das u.a. die Kampagne „Reclaim your data from European Police Authorities“ ins Leben gerufen hat, ruft für kommenden Donnerstag alle dazu auf, beim Bundeskriminalamt eine „Online-Durchsuchung“ durchzuführen: Rund um die „Freiheit statt Angst“-Demonstration am 11. September 2010 laden wir dazu ein, Analyse, Protest und Widerstand gegen die Zunahme von Überwachung und Kontrolle auch…

  • Ralf Bendrath

Das data:recollective, das u.a. die Kampagne „Reclaim your data from European Police Authorities“ ins Leben gerufen hat, ruft für kommenden Donnerstag alle dazu auf, beim Bundeskriminalamt eine „Online-Durchsuchung“ durchzuführen:

Rund um die „Freiheit statt Angst“-Demonstration am 11. September 2010 laden wir dazu ein, Analyse, Protest und Widerstand gegen die Zunahme von Überwachung und Kontrolle auch auf den virtuellen Raum auszudehnen. Am Donnerstag den 9. September wollen wir die Webseiten des Bundeskriminalamts (BKA) besuchen, um uns dort mit einer Schnitzeljagd über deren Verständnis von Freiheit und Bürgerrechten zu informieren. (…)

Auf www.bka.de wollen wir uns umsehen, was das BKA unter „Sicherheit“ versteht und welche Konsequenzen für weltweite Freiheits- und Bürgerrechte daraus absehbar sind. In den Tagen vor der Durchsuchung werden wir auf unserer Webseite datarecollective.net die Ermittlungsziele bekannt geben. Es ist dabei nicht nötig, in den geschützten Bereich des BKA einzudringen; ein einfacher Browser ist alles, was es zur Teilnahme braucht.

Die Begründung dort ist recht lang, enthält aber viele interessante Informationen über die Rolle des BKA im immer weiter wuchernden Dickicht der internationalen und europaweiten Überwachungsapparate.

Über die Autor:innen

  • Ralf Bendrath

    Ralf ist seit Jahren in Zusammenhängen wie DigiGes, EDRi, AK Vorrat, AK Zensur aktiv. 2011 wurde er in den Beirat von Privacy International berufen. Nach einer soliden Grundausbildung als Nerd am Commodore C-64 und dem Studium der Politikwissenschaft in Bremen und Berlin hat er zehn Jahre lang zu Datenschutz, Internet-Governance und Cyber-Sicherheit geforscht, u.a. in Berlin, Bremen, Washington und New York City. Von 2002 bis 2005 hat er für die Heinrich-Böll-Stiftung den Weltgipfel Informationsgesellschaft begleitet. Im Hauptberuf arbeitet er seit Sommer 2009 für den Abgeordneten Jan Philipp Albrecht im Europäischen Parlament, ebenfalls zu Themen der Internetfreiheit und der digitalen Bürgerrechte. Wenn er Zeit findet, bloggt er hier auf deutsch oder auf englisch auf http://bendrath.blogspot.com. Häufiger twittert er als @bendrath.


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13 Kommentare zu „Mitmachen: Onlinedurchsuchung beim BKA“


  1. wieso hab ich das Gefühl, das man während des Tages 404 sehen wird.


  2. mcnesium

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    ich weiß nicht genau, was das ziel der aktion sein soll. wenn die schlau sind, schalten sie den server am donnerstag einfach ab.


  3. LOL, da bin ich dabei. Mal umsehen wird ja wohl erlaubt sein? Wenn nicht, kann man ja am 10. weiterforschen…


  4. @mcnesium: Das wäre aber ziemlich arm/radikal/undemokratisch für eine Bundesbehörde. Wie sollen wir als Volk denn dann unsere Kontrollfunktion wahrnehmen?


  5. ok kinder, aber denkt dran das es eure steuergelder sind. sofern ihr arbeitet :)


  6. ja das BKA wird sich über die gesammelten IP-Adressen, etc. freuen und kann einen schönen Cluster über die Protestierer erstellen – bekanntlich speichert das BKA beim Zugriff auf die Webseite die IP-Adressen und wertet sie aus.


    1. @kybpirate: Auf der Seite mit dem Aufruf sind diverse Möglichkeiten zur Verschleierung der eigenen IP-Adresse angegeben, u.a. Tor und ein VPN-Zugang.


  7. Proxy empfohlen

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    Es gäbe ja auch die Möglichkeit, dem BKA eine Sammlung von Proxy-Adressen zu übermitteln. Würde mich nicht wundern, wenn dort eine Menge Nutzer aus vermeintlich anderen Staaten beim BKA forschen.


  8. Detlef Borchers

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    Beknackte Aktion. Ich denke, das BKA wird eifrig mitmachen und hinterher eine lustige PR-Erklärung raushauen: \Erfahrene Hacker von data:recollective bestätigen: Online-Durchsuchungen sind möglich!\


  9. […] 04.09.2010: Mitmachen: Onlinedurchsuchung beim BKADas data:recollective, das u.a. die Kampagne “Reclaim your data from European Police […]


  10. […] September 2010 von opalkatze Ich will mich Netzpolitik und Telepolis gern anschließen und zur Teilnahme an dieser hübschen Aktion von data:recollective […]


  11. Könnte eine lustige Aktion werden.

    Wobei ich leider Detlef in gewisser Weise recht geben muss. Das BKA könnte eine PR-Aktion daraus machen.


  12. Was mir heute wichtig erscheint #226…

    Schottern: „Der nächste Castor-Transport wird von Seiten der Anti-AKW-Bewegung in der ersten oder zweiten Novemberwoche erwartet, ein genauer Termin ist allerdings noch nicht bekannt. Mit der Aktion des “Schotterns” sollen von der Schienenstrecke viel…

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