Liebe Leser*innen,
Chris Köver und ich recherchieren jetzt schon eine ganze Weile zur Spionage-App mSpy. Was wir uns dabei die ganze Zeit gefragt haben: Warum geht eigentlich niemand juristisch gegen die Hersteller solcher Apps vor? Das nicht-einvernehmliche Ausspionieren von Erwachsenen ist schließlich illegal. MSpy legte in seiner Werbung in der Vergangenheit einen Einsatz bei mutmaßlicher Untreue nahe. Zudem halfen Kundendienst-Mitarbeiter*innen auch Menschen, die offen zugaben, ihre (Ex-)Partner*innen überwachen zu wollen.
Nun gab es in den USA einen Fall, wo sich ein Spyware-Hersteller einer anderen Software schuldig bekannte. Er hatte für den illegalen Einsatz geworben und auch bei diesem geholfen. Da haben wir uns sehr an mSpy erinnert gefühlt – und die alte Frage, warum denn niemand etwas dagegen tut, Franziska Görlitz gestellt. Die arbeitet bei der Gesellschaft für Freiheitsrechte auch zum Thema Spionage-Apps und konnte uns einige interessante Einsichten in die Strafbarkeit bei solchen Apps geben.
Viel Spaß beim Lesen!
Martin

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