Auf den PunktMit diesem Omnibus fahren nicht alle gleich gut.

  • Chris Köver

Liebe Leser*innen.

Bürokratie abbauen, Unternehmen entlasten, nervige Cookie-Banner endlich mal abschaffen. Eigentlich ist das, was die EU-Kommission mit ihrem neuen Paket für die Datengesetze der EU vorhat, ausnahmslos dufte. So klingt es zumindest, wenn man die Berichterstattung vieler Leitmedien dazu liest. Denn statt selbst einzuordnen, haben diese größtenteils den Spin der Kommission übernommen. Keine journalistische Meisterleistung, kommentiert mein Kollege Markus.

Tatsächlich müsste dieser Omnibus, wie die Kommission ihr Vorhaben nennt, eher für Empörung sorgen als für Erleichterung. Zum Beispiel damit: Unternehmen wie Meta, LinkedIn oder OpenAI können künftig die Daten ihrer Nutzer*innen dafür benutzen, um ihre KI-Modelle zu trainieren – auch ohne deren Einwilligung.

In der Vergangenheit hat das noch für einen Aufschrei bei Nutzer*innen und viel kritische Berichterstattung gesorgt. Diesmal geht es im Wust der neuen Regeln – und auch in den Medienberichten – eher unter. Wenn ihr wissen wollt, was sonst noch in dem Gesetzespaket steht, lest das FAQ, das Ingo und Daniel gestern veröffentlicht haben.

Und ich verspreche: ab jetzt keine Omnibus-Witze mehr. Wir sind allerdings auch schon am Ende.

Euch einen guten Abend wünscht

Chris

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Über die Autor:innen

  • Chris Köver
    Darja Preuss

    Chris Köver recherchiert und schreibt über Migration, biometrische Überwachung, digitale Gewalt und Jugendschutz. Recherche-Anregungen und -Hinweise gerne per Mail oder via Signal (ckoever.24). Seit 2018 bei netzpolitik.org. Hat Kulturwissenschaften studiert und bei Zeit Online mit dem Schreiben begonnen, später das Missy Magazine mitgegründet und geleitet. Ihre Arbeit wurde ausgezeichnet mit dem Journalistenpreis Informatik, dem Grimme-Online-Award und dem Rainer-Reichert-Preis zum Tag der Pressefreiheit.

    Kontakt: E-Mail (OpenPGP), BlueSky, Mastodon, Signal: ckoever.24


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