Liebe Leser:innen,
hat euer Smartphone heute schon Bilder und Videos von den Behörden durchsuchen lassen, bevor ihr sie per Signal oder WhatsApp in den Familien-Chat geschickt habt? Nein? Vermutlich wollt Ihr das auch gar nicht. Weil es nämlich einen ziemlich tiefen Einblick in euer Privatleben erlauben würde – und das ohne jeden Anlass.
Die ungarische Ratspräsidentschaft will aber genau das. Meine Kollegin Constanze berichtet über den drölfzigsten Anlauf im Kreis der EU-Mitgliedsstaaten, die sogenannte Chatkontrolle doch noch durchzusetzen.
Wie die EU ihre Außengrenzen scannt, um Menschen auf der Flucht draußen zu halten, das hat AlgorithmWatch untersucht. Mein Kollege Ben fasst die erschreckenden Erkenntnisse zusammen. Auch deutsche Unternehmen verdienen kräftig an der „intelligenten Grenzsicherung“ mit – siehe Ticker.
Bis zum nächsten Mal, gerne an gleicher Stelle.
Chris
