Neue Chrome-API: Google lässt Werbetreibende messen, wann ihre Anzeigen gesehen werden

Foto: Veri Ivanova unter CC0-Lizenz.

Google unterstützt seine Werbekunden bei Messungen im Chrome-Browser. Foto: Veri Ivanova unter CC0-Lizenz.

Google ergänzt seinen Chrome-Browser um eine Programmierschnittstelle, die es Werbetreibenden ermöglichen soll, genau zu messen, wann ihre Anzeigen gesehen wurden. Die „Intersection Observer“ genannte API ist Teil einer Reihe von jüngst angekündigten Maßnahmen, mit denen Googles Werbenetzwerk DoubleClick für seine Kunden das „viewability measurement“ verbessern möchte. Nachdem der Technologie- und Werberiese seine NutzerInnen mit Account seit dem Sommer dazu ermutigt, einer Zusammenführung der über Google-Dienste und über DoubleClick-Cookies gesammelten Informationen zuzustimmen, ist dies ein weiterer Schritt der umfassenden Verzahnung der beiden Werbesysteme.

Dass Werbeunternehmen daran interessiert sind zu messen, ob ein Werbeelement auf einer Seite nicht nur geladen, sondern (gerade bei größeren Fenstern oder mobil) auch im aktiven Sichtfeld war, ist dabei nicht neu. Wohl aber, dass ein Hersteller für diesen Zweck ein Analyse-Tool direkt in die Architektur des Browsers integriert. Wer immer noch Google Chrome nutzt, sollte sich also bewusst machen: Primärer Zweck dieses Browsers ist es, das Verhalten seiner NutzerInnen möglichst exakt zu erfassen.

Nachtrag: Auch beim Mozilla Firefox und Microsoft Edge wird mit „Intersection Observer“-APIs experimentiert. Danke für den Hinweis, Norbernd!

30 Kommentare
    • Ingo Dachwitz 6. Dez 2016 @ 15:07
    • Anonymer Angsthase 6. Dez 2016 @ 20:51
      • Anonymer Angsthase 6. Dez 2016 @ 20:58
      • > Neinsager 7. Dez 2016 @ 10:43
    • Frl. Unverständnis 7. Dez 2016 @ 9:06
        • Heinzelmann 7. Dez 2016 @ 10:42
    • Heinzelmann 7. Dez 2016 @ 10:39
    • tornode8510258 8. Dez 2016 @ 11:32

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