Zum 1. März trat der damalige CDU/CSU-Obmann im NSA-Untersuchungsausschuss, Roderich Kiesewetter, von seinem Posten zurück. Die Welt berichtet nun unter Berufung auf einen BND-Mitarbeiter, dies sei geschehen, weil ein Mitarbeiter des BND ihm im Oktober 2014 mitgeteilt habe, „dass zwei enge Vertraute im Reservistenverband auf unterer Stufe für den BND tätig seien.“
Die Information an sich über die BND-Leute im Reservistenverband ist bis dahin nichts Neues, schon im Februar hatte Kiesewetter, seines Zeichens Vorsitzender des Reservistenverbandes der Bundeswehr, solches bestätigt. Neu ist, dass die Welt behauptet, er sei explizit von einem BND-Mann benachrichtigt worden. Es wird außerdem ein Bezug zu Russland hergestellt:
Die Motive des BND-Mitarbeiters für die Unterrichtung Kiesewetters sind unklar. In Sicherheitskreisen wird vermutet, dass Russland diese Informationen gezielt über den Mann an Kiesewetter spielen ließ, um einen Befürworter der transatlantischen Zusammenarbeit der Geheimdienste im Untersuchungsausschuss unter Druck zu setzen.