2013
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: NPP119 – Zur netzpolitischen Dimension von Maschek: Illegal erfolgreiches Remix-Kabarett
: NPP119 – Zur netzpolitischen Dimension von Maschek: Illegal erfolgreiches Remix-Kabarett Am Rande einer parlamentarischen Enquete der österreichischen Grünen zum Thema Urheberrecht habe ich ein kurzes Interview mit Robert Stachel, Mitglied der Satire- und Kabarett-Gruppe Maschek. geführt. Wikipedia beschreibt das Konzept von Maschek. wie folgt:
„Das Konzept von ‚Maschek.’ besteht aus der Live-Synchronisation von zusammengeschnittenen Fernseh-Passagen. Ihre Neuvertonungen geben dem Videomaterial eine völlig neue Handlung, verwandeln die originären Inhalte in eine absurde Fernsehsatire. Opfer dieser Satire sind häufig Prominente wie Papst Benedikt XVI., Heinz Fischer, Wolfgang Schüssel, Alfred Gusenbauer, Karl-Heinz Grasser, Angela Merkel, Maria Fekter, Arnold Schwarzenegger, Werner Faymann oder der 1994 verstorbene Fernsehclown Arminio Rothstein alias Clown Habakuk.“
In Österreich sind Maschek. mit diesem Konzept so erfolgreich, dass sie mittlerweile von ihrem Bühnenprogramm leben können. Außerdem sind sie ständiger Bestandteil verschiedener Fernsehformate wie beispielsweise „Willkommen Österreich“ des Duos Stermann & Grissemann.
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In dem Interview berichtet Stachel von den urheberrechtlichen Herausforderungen, die mit der kabarettistischen Neusynchronisation von Filminhalten verbunden sind. Einerseits gestaltet sich die Klärung von Rechten selbst für die bloße Verwendung im Rahmen der Bühnenfauftritte von Maschek. bisweilen schwierig, vor allem wenn es sich um Amateurinhalte („Found Footage“, z.B. von YouTube) handelt. Andererseits bereitet es Maschek. Probleme, Videos von ihren kreativen Fortschöpfungen online zugänglich zu machen. Genau diese möglichst einfache Verbreitung ihrer Videos im Netz ist für Maschek. aber entscheidend:
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: ownCloud 5 bringt überarbeitete Benutzeroberfläche und neue Funktionen
: ownCloud 5 bringt überarbeitete Benutzeroberfläche und neue Funktionen
ownCloud ist ein Open-Source-Projekt, dass Anwendern und Firmen eine Alternative zu kommerziellen und/oder proprietären Cloud-Diensten von Anbietern wie Google, Dropbox, usw. bieten will. Man kann ownCloud auf einem eigenen Server betreiben und behält so die Kontrolle über seine Daten. Für alle gängigen Plattformen und Betriebssysteme (Linux, Windows, Mac, Android, iOS) gibt es Clients, mit denen man Dateien, Adressbücher und Kalender synchronisieren und teilen kann. In der Weboberfläche ermöglicht der integrierte Medienplayer das Abspielen von Musik, Anzeigen von Bildern und Lesen von eBooks. Mit der heute erschienenen Community Edition 5 kamen neben einem überarbeiteten User Interface auch weitere nützliche Funktionen wie beispielsweise Volltextsuche über alle gespeicherten Dateien, verbesserte Versionskontrolle und ein integrierter Virenscanner hinzu. Der komplette Changelog findet sich auf owncloud.com. Neben der kostenlosen Community Edition gibt es auch eine kostenpflichtige Enterprise Edition, die sich an Geschäftskunden richtet und diverse Supportmodelle beinhaltet.
In der cBase in Berlin findet morgen Abend die offizielle ownCloud 5 Release-Party statt. Vorgestellt werden ownCloud, Sync-Clients und die neuen Funktionen. Und es gibt Pizza!
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: re:publica-Programm: Eine frühe Beta ist online
: re:publica-Programm: Eine frühe Beta ist online
Im Mai findet unsere nächste re:publica-Konferenz in Berlin statt. Das Programm ist offline zumindest fertig (Beweisfoto!), für den klickbaren Fahrplan laufen wir aber noch vielen Sprecherinnen und Sprechern wegen Texten, Fotos und Zeiten hinterher. Da wird aber nicht warten wollten, bis es endgültig fertig ist (Erfahrungsgemäß ist das spätestens dann, wenn die Konferenz läuft), gibt es jetzt eine frühe Beta-Version. Das ist erst der Anfang, da kommen mindestens nochmal genau so viele Vorträge, Diskussionen und Workshops in den kommenden Wochen dazu.Ausgewählte Sessions stellen wir auch im Blog vor. Tickets gibt es noch zu kaufen. Und wir haben das Luxus-Problem, dass wir einige spannende Vorträge und Diskussionen auf der Warteliste haben, die wir auch gerne dabei hätten. Aber gerade noch nicht wissen, wie und wo wir die noch unterbringen können.
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: EU-Datenschutzverordnung: Auf Datenschützer hören!
: EU-Datenschutzverordnung: Auf Datenschützer hören! Die Datenschutzbeauftragten des Bundes und der Länder haben sich für eine starke EU-Datenschutzverordnung ausgesprochen. Ihre Entschließung „Europa muss den Datenschutz stärken“ geht in aller Deutlichkeit auf den aktuellen Verhandlungsstand der Datenschutzreform ein:
Aktuelle Diskussionen und Äußerungen aus dem Europäischen Parlament und dem Rat lassen die Absenkung des derzeitigen Datenschutzniveaus der Europäischen Datenschutzrichtlinie von 1995 befürchten.
Deshalb machen sie noch einmal klar:
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: National Digital Council rät französischer Regierung, Netzneutralität gesetzlich zu verankern
: National Digital Council rät französischer Regierung, Netzneutralität gesetzlich zu verankern Der National Digital Council (Conseil national du numérique, CNNum) in Frankreich ist ein 2011 gegründetes Kommittee, das die Regierung in Fragen von ‚digitalen Angelegenheiten’ berät. Am Dienstag veröffentlichte der CNNum eine Stellungnahme zum Thema Netzneutralität. Darin heißt es laut La Quadrature du Net, die französische Regierung solle Netzneutralität gesetzlich verankern und auch auf Suchmaschinen und andere Online-Dienste wie auch Social Networks anwenden. Während eines intergouvernementalen Seminars hatte auch der Premierminister Jean-Marc Ayrault ein Gesetz „zum Schutz von digitalen Rechten und Freiheiten“ angekündigt, dass laut EDRi sehr nach Verbesserungen beim Thema Netzneutralität klang.
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: To Save Everything, Click Here: Wie Facebook dazu führen könnte, dass du verhaftet wirst
: To Save Everything, Click Here: Wie Facebook dazu führen könnte, dass du verhaftet wirst
Smart Technologies und Big Data versprechen umfangreiche und ausgefeilte Veränderungen in Politik, Kultur und Alltag. Das beschreibt der weißrussische Publizist Evgeny Morozov in seinem neuen Buch „To Save Everything, Click Here“. Ein Anwendungsfall ist „Pre-Crime“: Die Generierung von Verdacht, eh überhaupt ein Verbrechen passiert. Nicht nur von Polizeibehörden, sondern auch privaten Firmen.Das neue Buch gibt’s auf clickherethebook.com:
The temptation of the digital age is to fix everything—from crime to corruption to pollution to obesity—by digitally quantifying, tracking, or gamifying behavior. But when we change the motivations for our moral, ethical, and civic behavior we may also change the very nature of that behavior. Technology can be a force for improvement—but only if we keep solutionism in check and learn to appreciate the imperfections of liberal democracy. Some of those imperfections are not accidental but by design. Arguing that we badly need a new, post-Internet way to debate the moral consequences of digital technologies, To Save Everything, Click Here warns against a world of seamless efficiency, where everyone is forced to wear Silicon Valley’s digital straitjacket.
Einen ersten Auszug gibt es beim Guardian: How Facebook could get you arrested
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: Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte bestätigt Urteil gegen Pirate-Bay-Gründer Sunde und Neij
: Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte bestätigt Urteil gegen Pirate-Bay-Gründer Sunde und Neij 2010 wurden vier Schweden für Betrieb und Werbung der Filesharing-Seite The Pirate Bay zu je mehreren Monaten Haft und insgesamt mehr als zehn Millionen Euro Geldstrafe verurteilt. Zwei von ihnen, Peter Sunde und Fredrik Neij wendeten sich an den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR), nachdem der oberste schwedische Gerichtshof im November einen Antrag von Sunde auf Wiederaufnahme des Verfahrens abgelehnt hatte. In der Beschwerde an den EGMR argumentierten die beiden Pirate-Bay-Gründer, dass The Pirate Bay eine Plattform zum Austausch von Inhalten sei und sie nicht verantwortlich gemacht werden können für Urheberrechtsverletzungen, die von anderen über diese Plattform begangen worden seien. Durch den automatisierten Serverbetrieb von The Pirate Bay seien nur Torrent Files zwischen Userinnen und Usern übertragen worden – und diese enthielten keine urheberrechtlich geschützten Informationen, erklärte letztes Jahr Neijs Anwalt Jonas Nilsson. Die Strafe verletze Sundes und Neijs Menschenrecht auf freie Meinungsäußerung.
Der EGMR lehnte die Beschwerde nun ab. In der Begründung heißt es, dass Sundes und Neijs Recht auf freie Meinungsäußerung durchaus verletzt wurde, jedoch sei dies in einem legitimen Rahmen und zur Wahrung der Urheberrechte der Kläger passiert. Der EGMR betont, dass trotz deutlicher Aufforderungen an die Pirate-Bay-Betreiber keine Maßnahmen zum Schutz des Urheberrechts getroffen wurden und die in Schweden verhängten Strafen daher nicht unverhältnismäßig ausgefallen seien.
The Court held that sharing, or allowing others to share files of this kind on the Internet, even copyright-protected material and for profit-making purposes, was covered by the right to ‘receive and impart information’ under Article 10 (freedom of expression). […] However, the Court considered that the domestic courts had rightly balanced the competing interests at stake – i.e. the right of the applicants to receive and impart information and the necessity to protect copyright – when convicting the applicants and therefore rejected their application as manifestly ill-founded.
Eigentlich sind damit alle rechtlichen Mittel ausgeschöpft. Peter Sunde sagte allerdings gegenüber TorrentFreak, dass noch nicht alle Türen geschlossen seien.
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: Deutsche Ermittler können Herausgabe von Cloud-Daten aus den USA anfordern und umgekehrt
: Deutsche Ermittler können Herausgabe von Cloud-Daten aus den USA anfordern und umgekehrt Aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage des Abgeordneten Andrej Hunko und der Fraktion Die Linke geht hervor, dass deutsche Ermittler in US-amerikanischen Cloud-Diensten suchen und Inhalte beschlagnahmen können. Ausländische Ermittler können umgekehrt über das G8 24/7 Netzwerk ebenfalls eine Sicherung und Herausgabe von Cloud-Daten ersuchen.
Gefragt wurde, ob der US-amerikanische Patriot Act oder der Foreign Intelligence Surveillance Act FISA auch Zugriffe von US-Behörden auf deutsche Cloud-Inhalte gestattet. Darauf heißt es:
Rechtsgrundlagen für Ersuchen im Bereich der justiziellen Rechtshilfe in Strafsachen mit dem Ziel des Zugriffs und der Übermittlung von Daten, die in einer Cloud gespeichert sind, sind im Wesentlichen der Vertrag vom 14. Oktober 2003 zwischen der Bundesrepublik Deutschland und den Vereinigten Staaten von Amerika über die Rechtshilfe in Strafsachen in Verbindung mit dem Zusatzvertrag vom 18. April 2006 zu dem vorbezeichneten Vertrag sowie das Übereinkommen des Europarats über Computerkriminalität vom 23. November 2011.
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: Wie sich Zollkriminalämter in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union vermeintliche Kriminelle googeln
: Wie sich Zollkriminalämter in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union vermeintliche Kriminelle googeln Im Oktober 2009 hatte die EU-Ratsarbeitsgruppe Zollzusammenarbeit (Customs Cooperation Working Party; CCWP) eine neue Strategie beschlossen, um die grenzüberschreitende Zusammenarbeit von Zollbehörden weiter zu forcieren. Ein 18 Monate dauernder Aktionsplan sah im Zeitraum vom 1. Juli 2011 bis 31. Dezember 2012 vor, in mehreren Arbeitsgruppen Vorschläge für Kooperationen zu entwerfen. Eine der „Aktionen“ widmete sich digitalen Ermittlungstechniken von Zollkriminalämtern, aber auch anderen Strafverfolgungsbehörden. Einen Abschlussbericht hat die britische Bürgerrechtsorganisation Statewatch nun online gestellt.
An der Aktion mit dem sperrigen Titel „To examine the working/investigative techniques applied by customs and other law enforcement authorities to combat customs related crime, including organised crime, through the Internet, and to explore the current situation regarding the existence of Customs Internet Crime specialised units“ haben neben der EU-Kommission und der Polizeiagentur EUROPOL unter anderem Deutschland, Frankreich, Italien Schweden, Großbritannien und die Niederlande teilgenommen. Ziel war die Zusammenstellung und Bewertung von Maßnahmen in den einzelnen Mitgliedstaaten. Dabei ging es einerseits um die „Nutzung des Internets für kriminelle Zwecke“.
Von besonderer Bedeutung war jedoch die Sammlung neuer „Arbeitsmethoden und Ermittlungstechniken“ unter Nutzung des Internet. Erfahrungen mit als hilfreich befundenen Anwendungen sollen ausgetauscht werden, was mit Sparzwängen wegen der Finanzkrise begründet wird.
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: Spreeforum Informationsgesellschaft: Das vergessene Grundrecht
: Spreeforum Informationsgesellschaft: Das vergessene Grundrecht Das Forschungszentrum “Kultur und Informatik” (FKI) der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin veranstaltet mit Unterstützung der Alcatel-Lucent-Stiftung für Kommunikationsforschung und der Frankfurter Allgemeinen Zeitung am 18. März das erste Spreeforum Informationsgesellschaft zum Thema: Das vergessene Grundrecht – zum fünften Jubiläum des Bundesverfassungsgerichtsurteils zur Online-Durchsuchung.
Am 27. Februar 2013 jährte sich das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur sogenannten Online-Durchsuchung zum fünften Mal. Wir möchten Sie herzlich einladen, das in der Entscheidung konstituierte Grundrecht auf Gewährleistung der Vertraulichkeit und Integrität informationstechnischer Systeme und seine Auswirkungen zu diskutieren. Mit dabei sind Constanze Kurz, unsere Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, der ehemalige Richter des Bundesverfassungsgerichts Prof. Dr. Wolfgang Hoffmann-Riem und der FAZ-Herausgeber Dr. Frank Schirrmacher.
Die Veranstaltung findet am 18. März um 19 Uhr im Atrium der FAZ-Hauptstadtredaktion statt, Mittelstraße 2–4, 10117 Berlin. Eintritt ist frei, aufgrund der begrenzten Plätze soll man sich aber bis Freitag bei Constanze Kurz anmelden: kurz(at)htw-berlin.de.
Ich würde gerne dabei sein, bin aber
leiderglücklicherweise woanders. -
: Nächste Woche Freitag in Berlin: Energize, Polarize, Mobilize!
: Nächste Woche Freitag in Berlin: Energize, Polarize, Mobilize! Unter dem Motto „Energize, Polarize, Mobilize!“ veranstaltet die Heinrich-Böll-Stiftung vom 21.–24. März eine Internationale Workshop und Aktivisten-Konferenz. Themen sind Menschenrechte und Meinungsfreiheit, die Freiheit des Internets sowie Geschlechterdemokratie, das ganze mit einem starken Aktivismusbezug, wie es auf der Veranstaltungsseite heißt:
„What are the tools and trends, the opportunities and challenges for activism in 2013?» both on a theoretical and practical level and also both online and offline.“
Eingeladen sind etwa 35 Aktivistinnen und Aktivisten aus mehr als 20 Ländern von Albanien über Jordanien bis zur Ukraine. Unter ihnen zum Beispiel: der Frontmann der ersten jemenitischen Reggae-Band, ein serbischer Journalist, eine kenianische Feministin, eine russische Bloggerin, ein ungarischer Theatermacher, eine thailändische Bürgerrechtlerin.
Die eingeladenen Aktivisten – bunt gemischt aus Politik und Kultur – werden dann mit internationalen Netzaktivisten wie Jillian York (EFF), Jeremie Zimmermann (La Quadrature du Net) und Organisationen wie Reporter ohne Grenzen, Digitaler Gesellschaft e.V. und Tactical Tech zusammengebracht. Spannend an der Veranstaltung ist, dass versucht wird, eine Brücke zwischen Vertretern der Netzbewegung und klassischem Aktivismus sowie Kulturschaffenden zu schlagen.
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: Praktikum bei netzpolitik.org
: Praktikum bei netzpolitik.org Ab Mai oder Juni bieten wir wieder die Möglichkeit, ein Praktikum in der Redaktion von netzpolitik.org zu machen.
Die klassische Laufzeit beträgt zwischen drei bis sechs Monaten, weniger macht in der Regel keinen Sinn. (Ausnahmen bestätigen aber die Regel.) Die Praktikumsvergütung beträgt 300 Euro pro Monat.
Was erwarten wir?
In unserem Berliner Büro arbeitest du an der Schnittstelle zwischen Netzaktivismus und Online-Journalismus. Du solltest einen Überblick über unsere Themen haben, dich in neue Themen einarbeiten und recherchieren können.
Dabei sind wir ziemlich frei, du solltest selbstständig Themen suchen und arbeiten können. Wir unterstützen dich aber gerne dabei. Den Arbeitsalltag vorstrukturieren können wir nicht, dafür aber die Möglichkeit bieten, dezentral und vernetzt neue Sachen auszuprobieren.
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: Lebensprinzipien für das 21. Jahrhundert
<a href="http://brucesterling.tumblr.com/post/45107871992/joi-ito-of-mit-media-lab-from-a-wired" >http://brucesterling.tumblr.com/</a> : Lebensprinzipien für das 21. Jahrhundert Joi Ito, Leiter des MIT Media Lab, hat in einbem Interview über die „Tools for the Coming Chaos“ eine Liste von Prinzipien für das Leben im 21. Jahrhundert formuliert. Hier die deutsche Übersetzung:
- Ausdauer statt Stärke, was bedeutet: Du willst lieber nachgeben, Fehler zulassen und wieder auf die Beine kommen anstatt versuchen, keine Fehler zu machen.
- Du ziehst anstatt zu drücken. Das heißt, du ziehst Ressourcen aus dem Netzwerk, so wie du sie benötigst, anstatt sie zentral zu lagern und zu kontrollieren.
- Du willst lieber etwas riskieren, anstatt auf Sicherheit bedacht zu sein.
- Du willst das System fokussieren anstatt Objekte.
- Du willst gute Kompasse haben und keine Karten.
- Du willst praktisch arbeiten, nicht theoretisch. Manchmal weißt du nicht, wieso es funktioniert, aber es ist wichtig dass es funktioniert und nicht, dass du irgendeine Theorie dafür hast.
- Ungehorsamkeit statt Regelbefolgung. Du bekommst keinen Nobel-Preis dafür, zu tun, was dir gesagt wird. In der Schule geht es zu viel um Gehorsamkeit, wo wir doch eigentlich den Ungehorsam feiern sollten.
- Es ist die Crowd, nicht die Experten.
- Der Fokus liegt auf Lernen, nicht auf Bildung.
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: Gamma FinFisher: Staatstrojaner „made in Germany“ auf der ganzen Welt verbreitet
: Gamma FinFisher: Staatstrojaner „made in Germany“ auf der ganzen Welt verbreitet Server auf der ganzen Welt funktionieren als Kommando-Zentralen für den kommerziellen Staatstrojaner FinFisher/FinSpy. Das geht aus einem Bericht des Citizen Lab hervor, der 33 Server in 25 Staaten auflistet. Das verstärkt die Vermutung, dass diese deutsche Überwachungstechnologie auch in Staaten eingesetzt wird, die für Menschenrechtsverletzungen bekannt sind.
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: Mündliche Anhörung vor dem EuGH: Biometrische Daten auf dem Reisepass obligatorisch?
: Mündliche Anhörung vor dem EuGH: Biometrische Daten auf dem Reisepass obligatorisch? Heute wird beim Europäischen Gerichtshof in einem Vorabentscheidungsverfahren über die Frage verhandelt, ob Fingerabdrücke aufgrund der EU-Verordnung Nr. 2252/2004 von jedem EU-Bürger gefordert werden können, der einen Reisepass beantragt. Der klagende Rechtsanwalt Michael Schwarz aus Bochum sieht darin seine Rechte auf informationelle Selbstbestimmung verletzt, er fordert eine Verpflichtung zur Erteilung des Reisepasses ohne Fingerabdrücke. Constanze Kurz wird ihn dabei als Sachverständige unterstützen. Bei DRadio Wissen erklärt sie, welche datenschutzrechtlichen Bedenken sie hat:
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: RAT – Wie Remote Support Tools für Überwachung und Spannerei mißbraucht werden
Quelle: <a href="http://arstechnica.com/tech-policy/2013/03/rat-breeders-meet-the-men-who-spy-on-women-through-their-webcams/" >Ars Technica</a> : RAT – Wie Remote Support Tools für Überwachung und Spannerei mißbraucht werden Remote access tool, kurz RAT: Eine Software, die es ermöglicht, die Kontrolle über ein fremdes Computersystem zu übernehmen. Solche Programme wurden entwickelt, um von außen technischen Support auf einem Zielsystem leisten zu können. Doch der umfangreiche Ars Technica Artikel über ‚Ratter’, der gestern erschienen ist, beschreibt ein ganz anderes Szenario: Vater, Mutter, Kind sind zu Hause. Ein ‚Hacker’, tausende Kilometer entfernt, sieht Frau und Kind auf der Couch vor ihrem Computer sitzend. Er sieht sie durch ihre eigene Webcam. Weil ihm das zu langweilig wird, öffnet er pornografische Webseiten auf dem Computer der Familie und beobachtet die Reaktionen. ‚For teh lulz’.
Nate Anderson schreibt, es handle sich wohl ausschließlich um männliche ‚Ratter’, die RAT benutzen, um Frauen zu beobachten und sich in Foren damit zu brüsten. Im Hack Forums gibt es einen mehr als 130 Seiten umfassenden Thread mit Aufnahmen von Frauen, die mit ihren eignen Webcams gemacht wurden. Diese Frauen werden von den Rattern slaves genannt, also Sklaven. Und das ist nicht der einzige Thread und nicht das einzige Forum, in dem es um RATs geht.
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: Audioaufnahme von Bradley Mannings Teilgeständnis vor Gericht
: Audioaufnahme von Bradley Mannings Teilgeständnis vor Gericht Wir berichteten über Bradley Mannings Teilgeständnis, er bekannte sich in 10 der 22 Anklagepunkte für schuldig. Die Freedom of the Press Foundation hat dieses Teilgeständnis, eine Rede die Manning über eine Stunde lang vorlas, nun als Audioaufnahme veröffentlicht. Wer ihnen die Aufnahme zugespielt hat, ist unklar, doch sie schreiben, dass die extreme Geheimhaltung der Gerichte ein Gräuel für die Demokratie ist und dass die ganze Welt Mannings Stimme hören können soll.
When we received this recording, we realized we had a unique opportunity to bring some small measure of transparency directly by allowing the world to hear for itself the voice of someone who took a controversial and important stance for government transparency.
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: Du bist, was du magst: Aus Facebook Likes lassen sich Religion, Sexualität und Drogengebrauch vorhersagen
: Du bist, was du magst: Aus Facebook Likes lassen sich Religion, Sexualität und Drogengebrauch vorhersagen Aus digitalen Aufzeichnungen des menschlichen Verhaltens lassen sich individuelle Eigenschaften und Einstellungen ableiten. Das ist das Ergebnis einer Studie an der Cambridge University. Es reicht, die „Likes“ von Facebook-Profilen zu betrachten, um sehr persönliche Dinge mit hoher Wahrscheinlichkeit vorherzusagen.
Ein Forscher-Team um den Psychologen Michal Kosinski hat ein Paper in der wissenschaftlichen Fachzeitschrift PNAS veröffentlicht: Private traits and attributes are predictable from digital records of human behavior (PDF):
We show that easily accessible digital records of behavior, Facebook Likes, can be used to automatically and accurately predict a range of highly sensitive personal attributes including: sexual orientation, ethnicity, religious and political views, personality traits, intelligence, happiness, use of addictive substances, parental separation, age, and gender.
Dazu haben sie auf myPersonality.org Facebook Likes und demografische Daten von 58.000 Freiwilligen gesammelt. Mit dieser Datenbasis können die Forscher mit statistischen Analyseverfahren aus den öffentlichen Likes von beliebigen Facebook-Profilen individuelle psycho-demografische Eigenschaften vorhersagen. Und zwar mit einer Genauigkeit von bis zu 95 Prozent. Im Einzelnen:
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: Bericht über Geschlechterstereotypen: Europaparlament stimmt gegen Porno-Verbot
: Bericht über Geschlechterstereotypen: Europaparlament stimmt gegen Porno-Verbot
Ein „Verbot aller Arten von Pornographie in den Medien“ auf europäischer Ebene ist vom Tisch. Das Europäische Parlament hat soeben den Bericht über den Abbau von Geschlechterstereotypen angenommen, aber die beiden von uns kritisierten Absätze abgelehnt.Können wir jetzt bitte die ganze Aufmerksamkeit auf die wichtigen Themen lenken, wie die Europäische Datenschutz-Reform?
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: Vorratsdatenspeicherung: Italienische Finanzpolizei ermittelt gegen Datenschutzverstöße bei Providern
: Vorratsdatenspeicherung: Italienische Finanzpolizei ermittelt gegen Datenschutzverstöße bei Providern Italienische Internet-Provider stehen im Verdacht, die Daten der Vorratsdatenspeicherung nicht ausreichend zu sichern. Die Guardia di Finanza und der Datenschutzbeauftragte haben eine Untersuchung bei elf Anbietern eingeleitet. So soll herausgefunden werden, ob die Provider die datenschutzrechtlichen Anforderungen der Vorratsdatenspeicherung verletzen.
Das Fachblatt Telecompaper berichtet über die Vorwürfe:
Nine cases were registered over alleged administrative violations of the Privacy Code relating to the retention of traffic data beyond the prescribed limits, the non-adoption of minimum safety measures, and the failure to adopt some of the additional protective measures prescribed by the Guarantor, such as the use of biometric recognition technologies to control data access and data encryption.