Öffentlichkeit

Zensi, Zensa, Zensursula: Heute Demos, fast überall!

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Ja, ich weiß, das kommt nun vielleicht ein bisschen spät, aber: Die Piraten rufen für heute Mittag (Samstag, 20.06.) in zahlreichen größeren Städten zu Demonstrationen auf. Details und Termine gibt es auf http://www.loeschenstattsperren.de/:

Am Donnerstag, 2009-06-18, stand im Bundestag die Abstimmung über das „Zugriffserschwerungsgesetz“ (ZugErschwG) an, von Menschen mit Ahnung auch zutreffender „Internetzensurgesetz“ bezeichnet. Es wurde mit einer Mehrheit von 389 zu 128 Stimmen angenommen, und das obwohl binnen weniger Wochen eine Petition dagegen über 130.000 Unterzeichnungen erhielt (und damit die erfolgreichste der deutschen Geschichte ist). […] Die Piratenpartei und andere Organisationen organisieren aus diesem Anlass Demonstrationen in so vielen Städten wie möglich, und zwar am

Samstag, 20. Juni 2009, 12:00 Uhr

unter dem Motto

„Löschen statt Sperren – Stoppt die Zensur“

Ihr könnt doch auch gerne das Zensursula-Lied von Diana Leder singen. Mache ich hier am Baggersee auch schon den ganzen Tag.

Rob Vegas schreibt zur Produktion:

Oliver Kels hatte die Idee einen Song zur Zensursula zu produzieren und da konnte ich nicht widerstehen! Im Teamwork ist so unser Beitrag zur Debatte um die Internetsperre entstanden! Gesungen von Diana Leder! Die Mp3 gibt es kostenlos auf www.kels.de

Nein, ich weiß ehrlich gesagt auch nicht, wer Diana Leder ist (Und die Bilder im Web schaut ihr euch bitte erst ab 16 an!). Egal, Zensi, Zensa – Zensursula, Laa lala Laa Laa la la Laa … Und jetzt alle!

Update von Markus: Anhören auf eigene Gefahr – Wir übernehmen keine Haftung!

77 Kommentare
  1. Jede Bewegung braucht eine Hymne, und dieser Song hat das Zeug dazu.

    Außerdem ist der Song einfach perfekt auf die derzeitige Party-Generation zugeschnitten – sehe schon Mallorca-Clubs den Song abspielen, einfach nur weil er den richtigen Beat hat und eine nette Melodie zum Tanzen.

    Hammer! Mit sowas MÜSSEN wir einfach gewinnen!

  2. Irgendwie wird der Sound der Bewegung nicht gerecht finde ich. In Sachen Lyrik wäre da sicherlich mehr möglich gewesen und das Instrumental erinnert mich genau an die Volksverdummungsmusik die ich sonst so strikt ablehne…

    Naja nur meine Meinung, sonst scheint es gut anzukommen und mich freut es natürlich das man jetzt passende Musik für die Demos hat.

  3. Hahaha, ich werf mich weg. Wie geil ist das denn?!! Der Text ist doch vollkommen egal, es ist einfach hervorragende Popmusik, die die Massen anspricht. Wenn das nicht mal eine Hymne wird ;)

  4. Wieviele Verkäufe einer CD braucht man eigentlich , um in den Charts auf Platz eins zu kommen? Das wär doch ne richtig geile Aktion. Die Gewinne könnte man irgendwo hin spenden und die Faschos von der Musikindustrie könnte man auch gleich noch vor den kopf stoßen.

    Und es Lied ist poppig genug um es auf demo ab und an mal zu spielen…

  5. ohh… ähh… das stück ist wirklich nicht mein Geschmack. Als Hymne finde ichs sogar peinlich, besonders für etwas, was eine gerade entstehende politische Bewegung sein möchte und keine leichte Gute-Laune Eintagsfliege.

    Mal ehrlich, es gibt wirklich gute Polit- oder Protestsongs, die sich durch Ironie, Witz und gedankliche Schärfe auszeichnen und außerdem auch danach klingen.

    Ciao bella, ciao bella …

  6. Oha. Also nach 40 Sekunden habe ich den Clip auch wieder ausgemacht.

    Solche Musik ist eigentlich genau der Grund, aus dem ich auf SWR3 und Co. verzichte und lieber Deutschlandfunk mit schrecklicher Empfangsqualität im Auto höre. ;)

    Mir persönlich würde ja was rockiges besser gefallen, aber ich weiß: Das gefällt dann anderen wieder nicht. Wegen mir braucht es auch nicht unbedingt ein Lied. Jetzt haben wir eins, was manchen gefällt: schön! Aber das muss ja jetzt nicht gleich das offizielle Lied dieser „Jugendbewegung“ werden.

    Captcha: nonrigid antisemite – Aha! ;) Was für Bücher werden da gerade digitalisiert?

  7. Mein Geschmack ist der Song auch nicht … doch über Geschmack lässt nun mal streiten. Doch für ihren Mut den ersten Pop-Protestsong gegen zensursula zu veröffentlichen gehört ihnen viel Anerkennung. Der Schritt in die richtige Richtung! Daher finde ich die Aktion gut – und ich hoffe dass sich viele Künstler – ob Punk-, Pop-, Rock-, Reggae-, Techno-Gruppe, Liedermacher, Kabarettist – davon angestachelt werden es besser zu machen … und sich für die vielen anderen Geschmäcker auch etwas findet.

    Protestsongs braucht das Land … und die junge Bewegung für digitale Bürgerrechte.

    P.S. … und wenn Rob Vegas, Oliver Kehls & Diana Leder mit ihrem Song durch den Ballermann touren oder in die Charts kommen ist das sicher nicht schlecht ;-) Zensursula wird hoch erfreut sein.

  8. Die Zielgruppe scheint musikalisch irgendwo bei der Jungen Union und ihren Ballermann Parties zu liegen. Hoffen wir mal, dass da noch was besseres kommt.

  9. @daMax

    genau….das ich der richtige Schtitt.

    ich gehe auch nicht auf diese Demos,
    weil es dafür verdammt trifftige Gründe gibt
    wie z. B.
    Leute mit zu kurzen Harren, langen Haaren, gefärbten Haaren, keine Haare, langen Hosen, kurzen Hosen, keine Hose, *begriff frei wählbar*

    Ach viel besser ich gehe garnicht hin, dann teffe ich wenigstens keine Leute die etwas anderes Sagen, Denken, Hören, Singen wie ICH.

  10. Peinliches Geschrabbel und noch peinlicheres Gebabbel. Da sind ein paar Leute grade dabei, der Sache einen gewaltigen Bärendienst zu leisten.

  11. Ein Protestsong ist immer gut aber dieser ist irgendwie nicht so toll.

    Er mag eventuell die Massen durch den Rhythmus ansprechen aber wirkliche Kunst ist es keine.
    Und wenn er in die Charts kommt ist noch nicht gegeben, dass sich die Käufer nähere Gedanken über den Inhalt des Textes machen.

    Aber eventuell wird es dadurch ein Stück publik.

    Wo sind die wahren Künstler, welche sich politisch engagieren? Das fehlt mir irgendwie in Deutschland und zu dieser Zeit!

  12. Abgesehen davon, dass der Song so viel Niveau hat, wie die Bild, nachdem sich Dieter Bohlen damit den Hintern abgewischt hat, passt er doch wie Arsch auf Eimer zum Wahl-Mob. Vielleicht nutzt es ja was.

    Wenn dich jemand nicht versteht, lern seine Sprache.

    Auf der anderen Seite hätte mir ein Song wie John Farnhams „The Voice“ als Hymne besser gefallen. Aber man kann ja nicht alles haben.

  13. Der Song ist zwar scheiße, damit aber genau das richtige zur Popularisierung des Themas. Wenn jetzt noch Jörg Tauss der erste Bundestagsabgeordnete der Piratenpartei wird, könnte es auch im nächsten Bundestag einen Abgeordneten geben. So ein massentaugliches Lied könnte dazu beitragen.Man muß halt auch Wählerstimmen von Mitläufern oder Spaßwählern mitnehmen, wenn man die 5% Hürde knacken will.

  14. Der Song ist nur noch peinlich und die Massen spricht er bestimmt nicht an. Spielt den bitte nicht, wenn ich Zeit hätte und den auf der Demo hören würde, würde ich sofort nach Hause gehen!

    Definitiv kontraproduktiv. Spielt lieber „Wer hat uns verraten?“ von Marc-Uwe Kling.

  15. Bisschen zu stimmungsvoll, aber sehr sehr geil – schnell ziehen bevor’s weg ist :)

    Wegen der Chartplatzierung, laut einem Interview mit Bohlen reichen 2k verkaufte CDs, um in die Top100 zu kommen.

  16. Mein Fall ist „Zensursula“ zwar auch nicht aber die Geschmäcker sind zum Glück verschieden.
    Ich sehe Das Stück aber auch nicht als Hymne, sondern als versuch das geschehen in eine breitere Masse zu befördern.

    Der Song der mir dazu ins Ohr geht ist „Das Netz“ von „Saubande“ http://www.de-raad.eu/Saubande.htm
    Denn wo Zensursula drauf steht ist Stasi2.01 drin.

  17. Das ist bitter…..Ist die Ernsthaftigkeit dieses Widerstandes so schnell verbraucht?

    Der Song ist ein fürchterlicher Schritt in Richtung „Verspaßung“ des ganzen Themas.

    Nicht nur das von Seiten der Politik versucht wird (erflogreich?) den Tauss dazu zu bringen (zwingen?) sich ins BOOT zu setzen, jetzt wird die Gegenbewegung auch noch von innen heraus verblödet und diffarmiert???

    Durch die Aktion „Tauss“ ist doch schon innerhalb der PP so ein Riss entstanden das ich fast schwarz sehe… Jetzt dafür zu sorgen das das demonstrieren Spaß macht halte ich für fatal!!

    zum Thema Tauss:
    Dem Menschen muss doch klar gewesen sein dsa mit seiner Idee (mit der in die Medien ging) ein riesen Problem entsteht….Wäre Tauss „echt“ hätte er soetwas nie machen dürfen so intelligent schätze ich ihn dann schon ein. Egal ob er Kipo-verdächtig ist oder nicht….darum gehts garnicht. Er müsste wissen das er zu „heiss“ ist um genau in dieser kritischen Phase mitzumischen!

    Meiner Meinung nach ist „Tauss“ ein Zersplitterungsversuch von Seiten der „Zensierer“ – Ein überaus genialer und perfider Schachzug.

    Wenn ich überlege warum Tauss das macht komme ich fast nur zu 2 Schlüssen:
    – Entweder ist er selber ein „Fake“ der unterwandern will oder
    – Er wird dazu gezwungen.

    (Wenn man ein offenes Verfahren wegen Kipo an den Hacken hat ist man schon sehr „lenkbar“ oder?)

    **
    btw. warum zeigt mein FiFo das Captcha-widget nicht an?? zum kommentieren muss ich einen anderen Brwoser nehmen – ist das normal?

  18. @30

    Nein, der Tauss ist kein Fake. Ich kenne ihn ein bißchen von früher, als die Netzgemeinde noch nicht viel von ihm wusste. Er hat sich schon sehr lange für Bürgerrechte und für Datenschutzbelange eingesetzt. Dafür wurde er in der Fraktion auch gerne mal belächelt. Ich war mal bei einer Veranstaltung mit Herrn Wiefelspütz, bei der auch Tauss anwesend war (das war 2004). Da hat der Wiefelspütz versucht, Tauss wegen seiner mahnenden Haltung lächerlich zu machen. Die heutigen Zensierer haben schon damals keinen guten Draht zu Tauss gehabt. Und damals gab es noch keinen irgendwie gearteten Widerstand gegen die Grundrechtseinschränkungen, für den sich ein U-Boot Tauss hätte warmlaufen können.

  19. aber wenn er kein fake sein sollte. warum geht er in so einem heiklen moment mit dieser entscheidung in die medien?

    ihm muss doch klar sein das das sowohl in der PP tiefe gräben reissen wird, als auch ausserhalb der pp für unruhe sorgen wird.

    Meiner meinung nach steht die pp vor einem unlösbaren problem. nimmt sie ihn (und entwickelt sich das verfahren das an tauss haengt negativ) dann wird die pp noch tiefer in der kipofalle stecken.

    nimmt sie ihn nicht – verät sie ihre eigenen prinzipien.

    Also. egal wie entscheiden wird, es ist bereits ein grosser schaden dadurch entstanden. und ich frage mich ernsthaft warum man so etwas nicht vorher bedenkt?

    wenn er wirklich der sache dienen will, dann hätte er in meinen augen so etwas nicht machen dürfen. er hats aber trotzdem getan – und da frage ich mich dann: warum?

    1. „wenn er wirklich der sache dienen will, dann hätte er in meinen augen so etwas nicht machen dürfen. er hats aber trotzdem getan – und da frage ich mich dann: warum?“
      Vielleicht weil er Prinzipien ernst nimmt und ihnen treu bleibt auch wenn der Wind stark ins Gesicht bläst?
      Vielleicht weil er von seiner Unschuld überzeugt ist und er daher mittelfristig nach Feststellung seiner Unschuld und nach dem Kippen des Gesetzes durch das Bundesverfassungsgerichts zu denjenigen gehören wird der richtig gehandelt hat und damit positiv für die PP ist?
      Vielleicht auch deshalb weil paranoides und bedingungsloses Schielen auf eine angenommene öffentliche Meinung eine Krankheit ist von der er nicht infiziert werden möchte?

  20. @creamneuron

    Er hat sich auf der Demo in Berlin dazu geäußert. Seiner Meinung nach würde es ohnehin die Versuche geben, die Piraten zu diffamieren. In Schweden habe man auch ohne Tauss die Piraten mit Vergewaltigern in einen Topf geworfen.

    Ich finde das ganz einleuchtend.

    Die offene oder wenigstens unterschwellige Unterstellung, dass die Protestler eigentlich die Helfershelfer der Kinderpornografen sind, war ja auch schon vor Tauss da. Das ist die Falle, die stets bei solchen Begründungen von Gesetzen gestellt wird. Man richtet die Sicherheitsgesetze angeblich gegen Terroristen, Kinderschänder, Hooligans oder Nazis und wer gegen solche Gesetze ist, macht sich verdächtig, zu dieser inkriminierten Gruppe zu gehören. Das ist halt eine perfide Diskreditierungsstrategie der Politik. Deshalb muss die Piratenpartei ganz sicher runter von den Spezialthemen KiPo und Filesharing und hin zu den allgemeinen Themen Bürgerrechte.

  21. @34
    ich bezog mich nicht auf die öffentliche meinung zu tauss, falls du den letzten satz direkt auf mich bezogst. und paranoia ist ja nunmal leider heutzutage lange nicht mehr ungesund. =)

  22. @creamneuron

    Er ist immer noch MdB und auch erst seit heute EX-SPD-Mitglied. Er war lange Zeit forschungspolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion und damit kein Hinterbänkler. Es ist klar, dass er politisch kein unbeschriebenes Blatt ist.

    Die Netzgemeinde kennt ihn vor allem als Verfechter eines freien Internets. Aber natürlich ist er auch ein Teil der politischen Elite dieses Landes gewesen. Man darf einfach nicht so naiv sein zu glauben, dass jeder, der in Sachen Internet der gleichen Meinung ist, dies auch bei anderen Themen sein muss. Die Protestbewegung gegen Zensursula ist nunmal politisch heterogen. Heute bei der Berliner Demo waren Jusos, Grüne und die FDP da. Man darf bei diesem Thema nicht anfangen, in parteipolitischen Blöcken zu denken. Im Grunde sind wir Lobbyisten, die sich die Unterstützung ÜBERALL dort holen müssen, wo sie sie kriegen können. Das ist auch der Vorteil einer außerparlamentarischen Bewegung. Sie ist nicht an parteipolitische Loyalität gebunden.

  23. Och Kinners, lacht doch mal ,) Warum sollte Demonstrieren bitte keinen Spaß machen dürfen?

    Ich kann auch mit guter Laune ein ernstes Thema ansprechen. Ja, wir haben Donnerstag eine Niederlage kassiert. Ja, die war bitter.

    Sie war bitter, weil es eine Niederlage der Vernunft gegen die Welt der Lügen und Manipulation war. Eine Niederlage des Mutes gegen die eigene Courage (vor allem auf Seiten der SPD).

    Auf der anderen Seite haben die letzten Wochen aber auch gezeigt, dass die Zeit für politische Brandstifter und Leyenpolitiker abläuft.

    Wie René und andere schon schrieben: Wohl nicht bei Bundestagswahl im September. Mit Pech auch noch nicht bei der danach.

    Aber wir sind auf einem verdammt guten Weg (Und wenn das in Badehose und mit FlipFlops vom Baggersee erdammt lächerlich klingt). Da braucht es nicht einmal eine Unabhängigkeitserklärung. Es wird in diesem Land passieren (Ich bin Wessi, ansonsten würde ich nun wohl „Es hat doch schon einmal funktioniert!“ schreiben). Klingt pathetisch, aber ich bin fest davon überzeugt.

    Und ja, ich finde den Song klasse. Nein, ich höre sowas sonst auch nicht. Ja, gerade weil er so ein bisschen gaga ist.

    @creamneuron: Heilige Verschwörungstheorie! Ok,
    wenn die Piratenpartei schon an einer causa Tauss (den ich bis zum Beweis des Gegenteils für einen untaligen und überidealistischen Politiker halte) „zerbricht“, ist der Laden nicht das Papier wert, auf die Unterstützerunterschriften geleistet wurden.

    Der Vorwurf, Tauss sei ein von den „Zensierern“ gesteuertes Uboot jedenfalls ist an Lächerlicherlichkeit und Realitätsferne echt nur schwer zu überbieten.

    Wollt ihr bei Gelegenheit erwachsen werden oder einfach nur aus Prinzip dagegen sein?

  24. @Milo: Keine Ahnung, ob das bekannt ist, aber: Bei AK Zensur haben hinten den Kulissen Politiker aller großen Parteien (Ausnahme: Die Linke, die haben aber immerhin fleißig im Wiki mitgelesen und Argumente auswendig gelernt … und die Union) sehr effektiv zusammengearbeitet. Man muss es nur wollen.

  25. @Jörg-Olaf Schäfers

    „Warum sollte Demonstrieren bitte keinen Spaß machen dürfen?“

    Recht haste. Natürlich darf Demo auch Spaß machen. Wo man Hymnen fordert, grüßt bereits das Pathos, dass am Ende nur in Resignation mündet. Pathos mag einen ja darin bestärken, zu den Guten zu gehören. Es hat aber eine gewisse Tendenz zur Spaßverderberei und zum Totalitären.

    Also schon deshalb bin ich für dieses Liedchen. Geht doch ins Ohr.

  26. @40

    Das ist wunderbar und sehr sinnvoll. Und nein, es war mir nicht bekannt. Geahnt habe ich es aber gleichwohl, schon wegen einer gewissen Redundanz in den Argumentationen ;-)

    Ich finde es jedenfalls gut, dass dieser Weg gegangen worden ist!

  27. mooment…. das war kein vorwurf!
    bitte…nix reininterpretieren, oder aber ich habe mich tatsächlich falsch ausgedrückt?

    wie gesagt, das war kein vorwurf, sondern lediglich ein gedanke von mir dazu.

    und es gab so etwas natuerlich in der politischen geschichte vieler länder noch nie?
    und weil es das noch nie gab ist es eine verschwörungstheorie und lächerlich?

  28. @creamneuron

    Um ehrlich zu sein: Ich glaube, die Große Politik hält die Netzgemeinde nicht für so wichtig, dass sie wirklich sich die Mühe machen würden, die Piraten zu unterwandern. Und die Geschichte zeigt doch, dass sich Bewegungen und neue Parteien von ganz alleine zerstreiten, diesen Prozess muss man gar nicht antreiben und steuern, er ist selbstläufig.

    Nur will man das in der Geburtsstunde einer Bewegung nicht glauben, denn da herrscht zunächst Gemeinschaftsgefühl vor. Die politischen Differenzen treten erst hervor, wenn es an das politische Tagesgeschäft geht und es konkret wird.

  29. Ich kann mich nur meinen Vorrednern anschließen, die gegen diesen „Song“ sind. Dieses stück erinnert mich an Straßenfeste mit verrosteten Riesenrädern, stinkenden Imbissbuden und billiger POP Musik. Nein, danke. Ich glaube die Sache um die wir alle kämpfen ist viel zu ernst um es mit solchen lustigen Liedchen zu besudeln.

  30. Komme gerade vond er Demo in München. Zu hunderten haben wir dem strömendem Regen getrotzt! Bild gibts sicher später, hab zumindest ganz viele Leute mit Kameras gesehen :D

  31. @Igor

    „Dieses stück erinnert mich an Straßenfeste mit verrosteten Riesenrädern, stinkenden Imbissbuden und billiger POP Musik.“

    Richtig, aber genau das ist ja die „Perfidie“ des Songs. Und ehe man es sich versieht, hat man diesen Refrain auf den Lippen. Wenn es in der ganzen Geschichte ein U-Boot gibt, dann ist es dieser Song. Er schwimmt auf der seichten Welle derer, die sich ansonsten nicht um das Zensursula-Thema kümmern. Und damit spült er das Thema aber auch in diese Milieus, weil sie der Eingängigkeit des Liedchens ausgeliefert sind.

    1. Du hast scheinbar noch nie den Gesprächen eben dieser Politiker gelauscht wenn sie wissen, das keine von der presse dabei ist. Da rollen sich die Ohren zusammen. Diese Läute sind nicht so dumm, das sie sich von lustigen Liedchen beidrücken lassen würden. Eine harte Überzeugungsarbeit ist von Nöten sowohl bei den Politikern als auch in der Bevölkerung und zwar vor allem in der Bevölkerung. Machen wir uns nichts vor, von der Freiheit, von der wir alle träumen sind wir noch weit, noch. Der Weg den diese unsere Bewegung angeschlagen hat, ist aber der richtige und der einzige, also setzen wir lieber unsere Kraft richtig ein, und lassen diese Bewegung groß und mächtig werden.

  32. Der Song ist Trash, genauso wie das Gesetz. Insofern passt es schon. Aber es wäre doch gut, wenn man ihn auf Demos mit „Wer hat uns verraten“ tauscht. Es wurde weiter oben ja schon vorgeschlagen. Das Kirmes-Lied passt besser ins Internet oder auf die Kirmes, um Leute zu erreichen.

    zum Tauss:
    Der wurde schon vor der KiPo-Sache innerhalb der SPD-Fraktion „gemobbt“. Bereits vor der Sache hatte er die Position, die Dörrmann jetzt inne hat, abgeben müssen.

    Tauss erwähnte vor einiger Zeit per Twitter, dass er das beschlagnahmte Handy, mit dem er Kipo empfing, von der StA. zurück erhalten habe. Ich weiß jetzt nicht so genau, was für ein Hinweis das ist, wenn ein vermeintliches Beweisstück so zeitig zurück gegeben wird…

  33. @Igor

    „Du hast scheinbar noch nie den Gesprächen eben dieser Politiker gelauscht wenn sie wissen, das keine von der presse dabei ist.“

    Aber sicher habe ich das. Habe damit einige Zeit meine Brötchen verdient.

    Nein, niemand wird sich von einem Liedchen umblasen lassen. Es ist aber ganz nett, wenn es zum Symbol wird und wenn Leute diese Melodie auf der Straße pfeifen. Ich denke, das sorgt für Aufmerksamkeit für das Thema. Das Lied triggert an. Es wird dann leichter, die Zensursula-Botschaften zu transportieren. Es dürfte ähnlich funktionieren wie das Etikett „Zensursula“ selbst. Das führt ja auch ein fröhliches Eigenleben.

  34. Sorry aber „Wer hat uns verraten“ entspricht in dieser Hinsicht billiger Negativ-Kampagne mit der die SPD gerade an die Wand gefahren ist bei den Europawahlen. Das mag zwar des ein oder anderen Rachegemüt befriedigen, hilft aber kein Deut weiter, im Gegenteil. Das hier sollte kein Kreuzzug gegen die SPD sein oder pur ‚gegen dies und das‘ sein, sondern eine Bewegung ‚für die Freiheit‘.

    Musikalisch ist das Lied nicht mein Geschmack, praktisch passt es aber wunderbar zu einer Demo. Ich persönlich bin zwar der Meinung (Klein)demos sind – außer an wirklich wirklich wirklich wichtigen, konkreten Momenten an denen dann auch das halbe Volk demonstriert – überholt, weil sie niemanden erreichen. Ich mag mich irren. Nichtsdestotrotz, Aufgabe unserer Demos kann es im Moment primär nur sein Aufmerksamkeit zu wecken – um effektive Änderungen herzudemonstrieren sind wir (noch!) zu wenige. Dafür eignet sich das aber wunderbar. Ich bin doch viel geneigter mich einem fröhlichen Haufen zu nähern, mit ihm zu reden und erst mal locker flockig nachzufragen was der Aufmarsch denn soll. Das Lied mag musikalisch nicht jeden ansprechen, aber es ist ein eingängiger Anfang der herausstellt um welche Thematik es uns geht. Die komplette Palette an Argumenten muss man so oder so durchdiskutieren in aller Ruhe.

    Klar gefällt es nicht jedem musikalisch oder auch von den Lyrics her, ist bei Musik nun mal so, dass sich Geschmäcker unterscheiden (zum Glück!). Aber hey, ich bin sicher, dass wir auch ein paar Rocker, Metaller, vielleicht sogar Hopper unter uns haben. Wir sind heterogen – lasst uns das nicht zur Schwäche sondern zu Stärke machen. Wo bleiben die Rock-, Metal-, und meinetwegen^^ auch Hiphop- Cover- oder Eigenversionen?!
    Es wäre doch nett wenn wir unsere Toleranz und Vielfalt (wir kommen aus allen Bereichen der Gesellschaft, nicht aus diesem fernen Land des Internets) gleich mit einer Palette an Demomusik unterschiedlichster Richtungen unter Beweis stellen könnten^^

    Würde es das Lied (oder ein Lied) in die Charts schaffen (und die grundsätzliche Qualität hat es, dazu braucht es ja leider auch nicht viel^^), wäre das Thema in aller Munde und man könnte viel leichter Leute erreichen.

  35. @Thaniell
    „Ich persönlich bin zwar der Meinung (Klein)demos sind – außer an wirklich wirklich wirklich wichtigen, konkreten Momenten an denen dann auch das halbe Volk demonstriert – überholt, weil sie niemanden erreichen. Ich mag mich irren.“

    ich glaube du irrst dich. Die Kleindemos, die die Piraten heute betrieben haben sind am Puls der aktuellen Geschehen. In Düsseldorf gab es heute nach meinem Wissensstand sehr viele Menschen, die sich schlicht informiert haben, die wissen wollten, was da gerade los ist. Immerhin dürfte der Widerstand nicht zuletzt durch die Petition eine insgesamt sehr große Öffentlichkeit erreicht haben und wenn die Leute jetzt nachfragen, warum der Protest da ist, lese ich daraus, dass es wirklich möglich ist, ihre Meinung mit zu formen und dann sind solche Aktionen in jedem Fall als Erfolg zuwerten, weil interessierte Menschen eigentlich immer nicht nur einzelne interessierte Menschen, sondern eben Multiplikatoren sind.

  36. @Dave-Kay: Nun, je erfolgreicher die Demos umso besser natürlich. Ich denke nur über direkte soziale Kontakte erreiche ich effektiv mehr Menschen, wobei ein Direktvergleich natürlich schwer ist. Aber hey wie gesagt, ich bin ja nicht komplett dagegen und geh im Zweifel auch mit auf eine Demo, es ist nur nicht mein persönlich bevorzugtes Mittel. Aber beides zusammen ist sowieso noch besser ;)
    In die Richtung geht ja auch mein Kommentar oben, ich sehe unsere Demos momentan primär als Informationsveranstaltung, wie gut das funktioniert liegt z.T. dann auch daran wie die Demo aufgezogen ist. Ich war halt nur auch schon bei der ein oder anderen Demo (z.T. andere Themen) die dann mehr einem Festumzug glich bei dem man ‚an den Menschen vorbei marschiert‘, nette Meinungsbekundung nur hatte davon keiner wirklich was.

  37. Auch ich würde etwas in Richtung „Ciao bella, ciao bella …“ vorziehen, aber das würde ja wieder nicht zur „ZensUrsula“ passen … – Für die „PiratenPartei“ speziell wird sich noch etwas feines finden …

  38. Ich muss es auch noch loswerden: Der Song ist ja scheußlich!! Ich freue mich immer, wenn bei Netzpolitik auch was kulturell-künstlerisches kommt, es gibt ja Künstler die sich mit den Themen rund um Freiheit im Netz, Urheberrecht und so beschäftigen, aber dieser Song ist einfach keine politische Ästhetik, sondern austauschbare Mallorca-Mucke der primitivsten Art, auf die dann ein Text zu einem ernsten Thema geklebt wird. (Der Text selber lässt allerdings auch zu wünschen übrig.)

  39. Ob man den Song nun musikalisch gut findet oder nicht, sollte hintergründig sein. Ich hoffe mal er erreicht u.a. durch die Verbreitung über youtube sehr viele Menschen, die bisher noch nichts von Zensursula gehört haben. Von Freitag bis jetzt gibt es über 46.000 Aufrufe des Videos und er steht schon in den TOP-Favoriten. Da hätte man schon früher drauf kommen sollen.
    PS: Nach der Demo in Berlin gestern haben meine Kinder und ich einen Ohrwurm :-)

  40. Naja, Musik ist ja (zum Glück) Geschmacksache, über die man nicht streiten sollte :-D

    Vielleicht haben meine Bandkollegen und meinereiner da aber auch eine Alternative für Leute, die es lieber etwas bluesiger mögen und nicht ganz so sehr auf Ballermann-Schlager stehn… Ist allerdings nicht konkret (nur) auf Zensur gemünzt. Ist CC und heißt „Stasi2.0

  41. Die Zensur finde ich ganz normal.

    Ganz normal in einer Diktatur oder auf dem Weg dahin. Und das sind wir – insoweit folgerichtig. Und wir sind ja keine Demokratie sondern eine „parlamentarische“ Demokratie – das ist ein Riesenunterschied. (die Adjektive sind so eine Sache so wie Voksrepublik China….im Grunde sind „offiziell“ alle Staaten Demokratien – wer auch immer genau das Volk)

    Folgende Beispiele:

    – alle Parteien lehnen eine Direktwahl von Bundeskanzler oder Abgeordneten ab („besser auskungeln ohne Stimmvieh“)
    – Gesetze, die gegen Interessenvertretungen verstoßen werden blockiert (z.B. Gesetz wegen Krankenhausfehler etc.)
    – Referendum etc. wie in CH wird abgelehnt
    – nach jeder Wahl sagt der Verlierer „Wir haben unsere Botschaft nicht rübergebracht“ soll heißen: wir blöde Wählerstimmvieh haben das Konzept – das sie selber nicht kennen- nicht verstanden weil wir so dumm sind -aber die Verliererpartie hat alles richtig gemacht -nur nicht einfach genug für das „störende Stimmvieh“ kommuniziert
    – über 100 Steuergesetze sind im Verdacht verfassungswidrig und/oder EU-widrig (ich meine die heutige Verfassung nicht die von früher) zu sein – das ist ganz normal
    – der Beamte muss ehrlich sein für Politiker ist „Bakschisch“ erlaubt
    – Geld ist genug da für Banken und US-Kriege (völlig egal was Bevölkerung/Stimmvieh sagt) -niemals für Krankenschwestern, Altersheime und andere Menschen die wertvollste Dienste leisten

    ……

    Es heisst immer unser System ist das Beste (das ist so üblich in Deutschland) und die anderen sind schlechter…..

    Als Unternehmer geht man mit dieser Haltung Pleite (was unser Staat jetzt auch ist).

    Aber in einer Diktatur lässt sich das regeln….(Währungsreform etc.)

    viele Grüße
    Seth

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