Datenschutz

Iran bekommt Vorratsdatenspeicherung

Im Iran wurde jetzt ein weiteres Gesetz zur besseren Kontrolle der Telekommunikation beschlossen und damit bekommt man auch eine Vorratsdatenspeicherung. Bei der Propaganda zur Einführung hat man sich offensichtlich an westlichen Staaten orientiert. Nichts weniger als mehr Datenschutz und mehr Sicherheit soll das Gesetzes-Paket bringen. Klingt wie aus dem Munde von Unions-Politikern.

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Heise berichtet: Iran verschärft Internetkontrolle.

Nach den Protesten, die auf die Präsidentenwahl folgten, und aufgrund der anhaltenden Konflikte, die bis in die politische und religiöse Elite hineinreichen, war abzusehen, dass die Machthaber im Iran die Zensur und Überwachung der Medien weiter anziehen werden. Auf die Schnelle wurde jetzt ein Gesetz im Parlament durchgepeitscht, vom Wächterrat gebilligt und dessen Umsetzung durch eine Eilanordnung vom umstrittenen Präsidenten Ahmadinedschad beschleunigt, das angeblich Cyberkriminalität bekämpfen und die Internetnutzer besser schützen soll. So begründete Generalstaatsanwalt Qorban-Ali Dorri-Najafabadi das Gesetz mit dem Schutz der Rechte der Menschen und der Stärkung des Datenschutzes.

Die Hardware und Software für die Vorratsdatenspeicherung kommt sicherlich auch von Siemens-Nokia, bzw. ist die wahrscheinlich schon eingebaut.

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14 Kommentare
  1. Iran in einem Satz mit Datenschutz und Sicherheit? Ohje … ich befürchte ein Paradoxum welches die Existenz des Universums wie wir es kennen auslöscht.
    Aber wenn ich mir diese Erklärung die bei uns im Westen abgekupfert wurde ansehe und dagegen mal deren Zensurapparat anschaue, bei dem sie unserer Regierung ja _noch_ vorraus sind, kann man wohl von einem gegenseitigen geben und nehmen sprechen.

    Gruß,
    Arestris

  2. Sehr symbolträchtig. Iran hat ein Problem mit Bürgern die sich ihre Meinungsfreiheit Kraft des Internets zurückerobern.
    Gegenschlag: Vorratsdatenspeicherung.

    In Deutschland ist man da vorausschauender: lieber gleich die Spionage- und Blockadeinfrastruktur bereithalten, für den Fall das die Bürger auf die Idee kommen, das mit der Demokratie zu ernst zu nehmen.

  3. Diese Option muss bei Nokia/Siemens nur noch freigeschaltet werden.
    Einfach Lizenzkey einspielen, fertig.

    Weitere Optionen sind:
    – TopKontakter: Spürt gefährliche Potentatoren auf, indem festgestellt wird, wer am längsten (auf Minutenbasis) oder am häufigsten (pro Kopf) kommuniziert.
    – TrackPath: Spürt Handies (und damit deren Besitzer) auf und verfolgt alle seine Bewegungen.
    – CrowdFinder: Findet heraus, wo sich plötzlich Menschen in großer Zahl zusammenrotten. Automatischer Flag auf alle Anwesenden: „Verdächtige Person“
    – BackGroundAnalyzer: Verbindet sich zu zahlreichen Datenbanken und findet Informationen, um wirklich jeden Verdächtigen zu denunzieren.
    – Stimmitate: Sprachmodul, das beliebige Texte mit der Stimme eines Verdächtigen vorliest.

    Und viele weitere nützliche Module, in Kürze auch für den deutschen Sprachraum erhältlich.

    *grummel*
    Sikk

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