2004
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: „Games Knoppix“ veröffentlicht
: „Games Knoppix“ veröffentlicht „Games Knoppix“ ist eine angepasste Knoppix-Distribution, die eine Zusammenstellung von Spielen aus der Freien Software Welt beinhaltet. „Games Knoppix“ erkennt moderne 3D-Grafikkarten und hat auch einige Emulatoren, beispielsweise für MS-DOS Spiele, dabei. Der Download erfolgt im Moment nur über das Bittorrent-Netzwerk. Hier ist die Torrent-Datei. [via Pro-Linux]
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: The Yes Men hacken Dow Chemicals
: The Yes Men hacken Dow Chemicals „The Yes Men“, eine politische Künstlergruppe aus den USA, haben erneut zugeschlagen und diesmal Dow Chemicals, einen US-Chemiekonzern gehackt. The Yes Men hatten in den vergangenen Jahren mehrmals gefakte Webseiten ins Netz gestellt, u.a. gatt.org und wurden daraufhin des öfteren zu Konferenzen eingeladen. Dort tauchten sie dann in Business-Kleidung auf, und agitierten übertrieben im Namen fremder Organisationen wie der WTO.

Bei der letzten Aktion haben sie die Fake-Seite dowethnics.com online gestellt, die angeblich das Corporate Social Responsibility-Programm von Dow Chemical darstellt. Dow Chemical hatte vor ein paar Jahren die US-Firma Union Carbide aufgekauft, die wiederum vor 20 Jahren für ein riesiges Chemie-Unglück in Indien verantwortlich war. Die BBC wandte sich an die dowethics-Seite und interviewte einen „Yes Men“-Sprecher. Dieser versprach live im Fernsehen ca. 12 Milliarden $ Entschädigung, was zweimal gesendet wurde und um die Welt ging. Nun hat die BBC innerhalb von einem Jahr die zweite Ente (bzw. die erste „Ente“, wie Stefan anmerkte) und Dow Chemical einige Kommunikationsprobleme, der Welt zu erklären, dass man weder rechtlich verantwortbar, noch irgendwas zu zahlen bereit sei.Hier sind einige Links dazu:
Telepolis, Times Online, Wienweb,
Bleibt zu hoffen, dass durch diese Aktion die Wahrscheinlichkeit erhöht ist, dass wir den „Yes Men Movie“ endlich auch mal in Europa sehen können. Diesen gibt es nämlich bisher nur in den USA. Beim Onion A.V. Club gibt es Trailer zu sehen und bei iFilm liegen ein paar Interview-Streams. -
: Nachrichtenüberblick 06.12.
: Nachrichtenüberblick 06.12. Wired: Who’s Recycling Techno Trash?
Wired: Study: Musicians Dig the Net
Computerwoche: EU überdenkt Richtlinie zur Speicherung von Verbindungsdaten
Heise: Harte Spam-Strafen dürften wenig Wirkung haben
Deutsche Welle: Software-Firmen fürchten Patente
Spiegel: Wiki News: Und noch ein Blog…
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: ICANN Meeting in Kapstadt wird gebloggt
: ICANN Meeting in Kapstadt wird gebloggt Susan Crawford bloggt direkt vom ICANN-Meeting, welches gerade vom 1.–5. Dezember in Kapstadt stattfindet. Eigentlich soll auch alles per Webcast übertragen werden, aber ich finde momentan nur einen Real-Player Link. [via Joi Ito]
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: Nachrichtenüberblick 03.12.
: Nachrichtenüberblick 03.12. Futurezone: Europa im Zeichen der Fingerprints
The Register: ICANN selects its wardens
Telepolis: Email: die neue Schneckenpost
Spiegel: Krieg mit Filter
Deutsche Welle: Podcasting – eine Alternative zum Radio?
intern.de: Snocap startet
Tagesschau: EU berät über Speicherung sensibler Daten – Zwischen Terrorbekämpfung und Grundrechten
Deutschlandfunk (aus Brüssel) als Audio-Stream: „Jede SMS wird gespeichert“
The Register: ID cards will hit business, watchdog warns
Futurezone: Ex-CIA-Chef will im Netz Recht und Ordnung
intern.de: Weniger Privatsphäre, mehr Produktivität
Silicon: CIA und FBI suchen nicht mit Google – sondern mit Convera
Tecchannel: Lycos Europe schaltet Anti-Spam-Aktion ab
Computerwoche: EU bringt Regelung für biometrische Ausweise auf den Weg
Silicon: Vorstoß: Internet- und Datenverbindungen bis zu drei Jahre speichern
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: Chaosradio98 zum downloaden
: Chaosradio98 zum downloaden 
Die Chaosradio98-Sendung auf Fritz zum Thema „Vergütung im Netz“, wo ich gestern mit Wetterfrosch und Katherina als DJane zu Gast war, gibts jetzt auch als Ogg (75MB) und MP2 (250MB) zum downloaden oder online anhören. Eine Zusammenfassung der Sendung mit Links findet sich im Wiki des Chaos Computer Club Berlin. -
: Geldverschwendung: Firefox-Anzeige in der FAZ
: Geldverschwendung: Firefox-Anzeige in der FAZ Lang war sie angekündigt und Dank mehr als 2400 Spendern kamen auch über 47000 Euro zusammen, um dem Firefox-Browser in der FAZ eine würdige ganz-seitige Anzeige zu schenken. Was hätte man nicht alles mit diesem Geld machen können? Als erstes vielleicht mal eine tolle Anzeige? Dank der Agentur Dorten, die sich sehr viel Mühe machte, gibts nun heute in der FAZ folgendes zu sehen:

Super, nicht? Vor allem die Message sitzt. Richtig zielgruppenkompatible! Aber anscheinend scheint man sich nicht so sicher zu sein (warum auch?) und deshalb wurde jetzt erstmal eine Begründung auf die Firefox-Kampagnenseite gestellt, weshalb das Design so langweilig und schlecht ist. Es ist die Message, die wichtig ist:
Wir (und sicherlich auch ein Großteil der Spender) waren anfangs der Meinung, eine solche Anzeige muss in erster Linie bunt sein und den Firefox und auch ein bisschen die Aktion an sich feiern. Wer dabei verliert, ist: der Leser!
Unser Ziel war es, die FAZ-Leserschaft anzusprechen und sie zu überzeugen, den Firefox auszuprobieren. Wir haben uns bemüht, die „Kernbotschaft“ der Anzeige so mächtig wie möglich darzustellen, nämlich die (Anzahl der) Namen. Alles, was davon ablenkt, würde diese Botschaft schwächen.
Als einzigen farblichen Kontrapunkt zu dem mächtigen Namenblock haben wir, in Augenhöhe mit den Konzernen dieser Welt, welche sonst in der FAZ inserieren, das Logo rechts unten in Farbe gesetzt, und so deutlich, dass eine Wiedererkennung, z.B. im Internet, jederzeit gewährleistet ist.
Super. Echt. Die Message sitzt. Nicht dass es sehr gute Argumente für den Firefox-Browser gibt, wie komfortabel, sicher, zuverlässig… Nein, das sind ja Argumente, die zählen nicht wirklich, wenn man schon 47000 Euro für eine FAZ Anzeige zahlt, um die FAZ-Leserschaft mit Argumenten zu überzeugen. Vor allem, wieviele FAZ-Leser kennen den Begriff Browser?
Alles in Allem sind wir uns sicher, dass dies eine mutige Anzeige ist. Allerdings sind wir uns auch sicher: Eine solche Anzeige macht allen, die versuchen, „Open Source“ als komisches unprofessionelles Communityding abzutun und in die „Frickel-Schublade“ zu stecken, mehr Angst. Weil sie professionell ist, weil sie die Leser erreicht, weil sie zeigt, daß wir konkurrenzfähig sind!
Danke, das hat echt geklappt, vor allem das Argument, dass ganz viele Menschen in ihrer Freizeit sich damit beschäftigen, der Welt eine Software zu schenken, hilft sicherlich sehr, „Open Source als komisches unprofessionelles Communityding abzutun und in die Frickel-Schublade zu stecken“.
Ich hatte grosse Hoffnungen in die Anzeige, aber das Resultat sieht so aus, als ob ich mich eine Stunde lang vor Gimp gesetzt hätte. Und so ist es eigentlich eine riesen Geldverschwendung, die wieder sämtliche Klischees erfüllt.
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: Nachrichtenüberblick 2.12.
: Nachrichtenüberblick 2.12. Heise: „Affront gegen den Bundestag, das EU-Parlament und die Bürger“
ZDNet: Berlin lehnt EU-Pläne zur Telefondaten-Speicherung ab
Wired: They’ve Got Your Number …
Computerwoche: EU-Kommission friert Untersuchung gegen Microsoft und Time Warner ein
The Register: Europe pauses Microsoft DRM probe
de.internet.com: Neonazis im Internet: Innenminister sucht Zusammenarbeit mit Lehrern
de.internet.com: Bundestagsfraktionen: Patentierung von Computerprogrammen „effektiv begrenzen“
Futurezone: EU-Streit über Verkehrsdaten-Speicherung
Futurezone: EU-Parlament segnet Fingerabdrücke ab
Spiegel: TERRORANGST IN SCHWEIZ – 130.000 Prepaid-Handys abgeschaltet
The Register: UK police fingerprint system collapses
The Register: ICANN works Harry Potter magic on net
Heise: EU-Parlament macht Weg frei für Biometriepässe
Computerwoche: Anti-Spam-Screensaver in der Kritik
Golem: Softwarepatente: Parlament macht Druck auf Regierung
Futurezone: Strafregister-Auskunft in EU beschleunigt
Silicon: Freie Software ist längst kein Reizwort mehr
Heise: EU-Justizminister legen sich bei Telekommunikationsüberwachung nicht fest
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: Kazaa-Verfahren in Australien wird gebloggt
: Kazaa-Verfahren in Australien wird gebloggt In Australien wird gerade der Fall „Musikindustrie vs. Kazaa“ behandelt. U.a. soll durch das Gerichtsverfahren herausgefunden werden, wer für Kazaa verantwortlich gemacht werden kann, denn die Eigentümer-Struktur ist durch einige Briefkastenfirmen und andere Tricks eher ungeklärt. Dadurch ist das Kazaa-Netzwerk für die Musikindustrie weniger angreifbar als Napster es seinerzeit war. Das Australische Magazin APCMag hat einen Reporter vor Ort, der mitbloggt:
Whispers from the court gallery of the world’s‑biggest-copyright-case for the Internet’s most-downloaded-program-in-history…and other hyperbole, nonsense and mischief
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: Offener Brief ans EU-Parlament wegen Biometrie
: Offener Brief ans EU-Parlament wegen Biometrie Die European Digital Rights Initiative (EDRi), Statewatch und Privacy International haben einen gemeinsamen Offenen Brief ans Europa-Parlament verfasst („An Open Letter to the European Parliament on Biometric Registration of all EU Citizens and Residents“), indem sich die Organisationen gegen die Einführung von Biometrie in Pässe auf Druck der USA aussprechen. Mittlerweile findet der Offene Brief immer mehr Unterstützer und eine Vielzahl an Organisationen und Initaitiven aus dem Bereich Netzpolitik unterstützen ihn. (Aus Deutschland u.a. der Chaos Computer Club, Foebud und das Netzwerk Neue Medien)
Hier ist ein Auszug aus den Forderungen:

Greater Oversight is Required
The fatal flaw in this entire policy process is the lack of adequate supervision, oversight, and deliberation. This must be rectified. We call on the European Parliament to play this key role in democratic process.
We call on the European Parliament to:
* Re-establish essential safeguards for the proposed systems, including those that were set out in the Parliament’s report, and in particular the abandonment of an EU-wide database.
* Require and/or establish a legal framework for the collection and use of personal information in travel documents and border programmes. This framework must be consistent with the European Convention of Human Rights, and in particular Article 8. This would include requiring clearer statements of purpose and use, so that the data collected is not used for generalised surveillance or other purposes.
* Require that this legal framework also ensure that the systems supporting this policy are secure, with clear lines of accountability, and that the collection procedures are well understood. Only then can we begin to understand the complexity of the system involved, and in turn the potentially severe cost implications.
* Call for the establishment of mechanisms for the oversight of the planning, implementation, testing, and use of biometrics in travel documents.
* Remove the unnecessary requirement of mass fingerprinting of EU residents and citizens.
* Review the technological implications of this and related policies. In establishing what could be one of the largest database systems in existence, we are alarmed by the lack of publication, public discourse, and scrutiny of the costs and implications of this policy. We need valid research of the problem, which can then be relayed to the Parliament, focussing on cost implications, legal implications, technological implications, and potentials for abuse.
* Call on the research and policy community to propose alternative solutions that are privacy-friendly. Alternative systems and technologies exist, as we already see that the U.S. is not intending on generating a fingerprint registry. Innovative solutions must be brought to the forefront to preserve European values, rights, democratic standards, and laws.
* Reserve the right to question the legal basis especially as the Parliament will have no chance to examine or change the implementing rules.
The EU is embarking on a policy that will make our most personal information the currency of travel, while creating one of the world’s largest surveillance infrastructures. This is unprecedented and unnecessary.
These are serious times and we need serious policy based on effective deliberation. Rushing this policy through the European Parliament is not required, when careful scrutiny is necessary. The EU’s respect for privacy is often considered the global gold-standard, and yet now the EU is revolutionising surveillance. When combined with data profiling and data sharing proposals also being developed by the Commission and the Council, Europe faces the real prospect of creating a surveillance behemoth.
We call on MEPs to oppose this proposed policy, and we look forward to working with you in the future on establishing effective policies for securing our societies whilst simultaneously securing our rights and liberties.
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: Linux im Bayrischen Fernsehen
: Linux im Bayrischen Fernsehen Morgen Abend um 20:15h berichtet die Sendung „Quer“ des Bayrischen Fernsehens u.a. über die Münchener Migration zu Linux. Aus dem Ankündigungstext, der ein wenig „reisserisch“ geschrieben ist und mal wieder das Ganze journalistisch auf eine Person herunterbricht:
Computer-Rebell: Münchner fordert Bill Gates heraus
Er ist der Herrscher über Tausende von Computern der Stadt München und er plant das scheinbar Unmögliche: Wilhelm Hoegner, der Enkel des ersten bayerischen Ministerpräsidenten, will das Betriebssystem Microsoft Windows – weltweit fast ein Monopol – von allen Rechnern verbannen. Stattdessen sollen die Computer mit der unabhängigen Software Linux laufen. Bisher hat noch keine Stadt eine derartige Umstellung geschafft. Aber Hoegner könnte Microsoft wirklich gefährlich werden. Denn die Nachahmer stehen schon in den Startlöchern: Paris, Wien oder Frankfurt wollen im Erfolgsfall dem Münchener Beispiel folgen. quer hat den Mann getroffen, der sich mit Bill Gates anlegt…Wie die Redakteure aber ausgerechnet auf Frankfurt kommen, welches schon in den „Startlöchern“ stehen soll, ist mir unklar. Parallel zur Münchener Entscheidung hat die Stadt Frankfurt nämlich einen Rahmenvertrag mit Microsoft geschlossen und dürfte deshalb die nächsten Jahren garantiert nicht in den „Startlöchern“ stehen.
Wiederholungen gibts Freitag, jeweils um 0.35 Uhr und 11.45 Uhr sowie Samstag um 12.15 Uhr auf 3sat.
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: Überblick über europäische Urheberrechtsharmonisierung
: Überblick über europäische Urheberrechtsharmonisierung Das „Digital Media Project“ des „Berkman Center for Internet & Society at Harvard Law School“ hat einen Überblick über die derzeitige Implementation der europäischen Urheberrechts-Direktive von 2001 erstellt (PDF). Der Überblick vergleicht die Harmonizierung des Urheberrechts innerhalb der Europäischen Union.
In essence, the paper demonstrates that EU member states continue to struggle with some of the thorniest problems already identified at the level of the EUCD, and leave it to the national courts and, ultimately, to the European Court of Justice not only to fine-tune the new legislation, but also to address and resolve rather fundamental issues related to the legal protection of technological measures. The paper suggests that the EUCD, in fact, has led to a certain level of harmonization of member states’ laws, but also identifies and maps significant differences among member states in the field of anti-circumvention laws.

Eine Linkseite zu den nationalen Umsetzungen gibt es hier. Ebenso verfügbar ist eine Linkliste zu offiziellen Webportalen rund um die „European Copyright Directive“. -
: Nachrichtenüberblick 01.12.
: Nachrichtenüberblick 01.12. Foreign Policy: Web of Influence
Futurezone: Copyright-Unterricht für Englands Schüler
Futurezone: EU-Parlament unter [Fingerab-]Druck
Futurezone: Biometrie-Pässe heute im EU-Parlament
Heise: China bestreitet Blockade von Googles Meta-Newsdienst
Silicon: Der Pinguin darf einer Sekretärin nicht im Wege stehen
Silicon: Open Source ist oft einfach ‚gut genug’
Futurezone: Vier Parteien gegen Softwarepatente
de.internet.com: Firefox: Zeitungsanzeige für neuen Kult-Browser erscheint morgen in der FAZ
de.internet.com: Brauchbarer Kompromiss gegen Vorratsdatenspeicherung verabschiedet
Spiegel: „Computerspiele machen dumm“
Silicon: Telefongesellschaft bekämpft erfolgreich Billig-WLAN
Heise: BMI deklariert Sicherheitsmängel im Umgang mit geheimen Daten als Einzelfälle
Heise: Bundestag will Datenschutzreform anmahnen
Heise: Biometriepässe in der EU: Hinterhältiges Spiel beklagt
Silicon: Wikipedia lässt jetzt auch Nachrichten schreiben
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: Chaosradio: „Vergütung im Netz“
: Chaosradio: „Vergütung im Netz“ Morgen, den 01.12.2004, läuft wieder das 98. Chaosradio vom Chaos Computer Club Berlin zum Thema „Verguetung im Netz“ von 22–1 Uhr auf Radio Fritz in Berlin. Und diesmal bin ich als Gast geladen, um über „Musik im Netz“, Urheberrechtsverschärfungen und Filesharing zu reden.

Aus dem Ankündigungstext:
Die Filesharing-Revolution ist auf halben Wege stecken geblieben; Einerseits koennen Daten – Songs, Filme, Texte – von vielen schnell kopiert werden, andererseits ist fuer diese Nutzung die ausreichende Verguetung der Urheber nicht gewaehrleistet.
Die digitale Privatkopie ist weiter Streitgegenstand zwischen Industrie, Politik und Nutzern – defakto fast abgeschafft aber trotzdem fleissig weiter praktiziert: Filesharinguser werden verklagt und zunehmend kriminalisiert und neueroeffnete „Musikportale“ moechten kopiergeschuetzte Musik in nicht kompatiblen Formaten verkaufen.
In diesem Chaosradio stellen wir Euch alternative Konzepte vor, wie Kulturgueter in der digitalen Welt verguetet werden koennen und wollen eure Vorstellungen hoeren. Wir moechten von Euch wissen, welche Erfahrungen Ihr mit Musik im Internet gemacht habt und welche Angebote Ihr Euch wuenscht – sei es aus Sicht eines Verbrauchers, Musikers oder Indylabels.
Fragen und Kommentare zu dieser Sendung bitte an 98@chaosradio.ccc.de, allgemeine Anfragen bitte an chaosradio@ccc.de.
Außer im Radio könnt ihr Chaosradio während der Sendung auch per Livestream empfangen. Danach liegen die Streams mit einigen Tagen Verzögerung unter ftp://ftp.ccc.de/chaosradio, oder siehe http://www.ccc.de/club/ftp.
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: LinuxTag startet „Call for Papers“
: LinuxTag startet „Call for Papers“ Der nächste LinuxTag findet vom 22.- 25. Juli 2005 wieder in Karlsruhe statt. Dazu wurde jetzt der „Call for Papers“ gestartet, der bis zum zum 15. Januar läuft. In der Ankündigung heisst es:
Noch bis zum zum 15. Januar 2005 läuft der “Call for Papers” für den Freien Kongress. Wenn Sie Experte für ein bestimmtes Linux-Thema sind und dieses im Rahmen des Freien Kongresses präsentieren wollen, so senden Sie die entsprechenden Unterlagen den Verantwortlichen zu.
Gleiches gilt für das parallel stattfindende “Practical Linux Forum“, für das ebenfalls bis 15. Januar Themenvorschläge eingebracht werden können. Ihr Ansprechpartner ist in beiden Fällen Nils Magnus. Details über die Veranstaltung und zu den Teilnahmenbedingungen finden sich auf der Website des LinuxTag.
Das Organisationsteam des Freien Kongresses wird die eingegangenen Meldungen im Januar 2005 sichten. Natürlich können nicht alle Vorschläge berücksichtigt werden, jedoch soll ein möglichst breites Themenspektrum abgedeckt werden.
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: Nachrichtenüberblick 30.11.
: Nachrichtenüberblick 30.11. ZDNet: Privatkopie.net steigt gegen Microsoft auf die Barrikaden
Heise: Informationsfreiheitsgesetz: Die Häkchen sind gemacht
Silicon: Neues Konsortium verteidigt die Open-Source-Idee
Wired: Battling the Copyright Big Boys
Telepolis: Medienaktivismus in der Bewegungflaute
FSPA: OpenOffice 1.1.3‑KDE steht zum Download bereit
Golem: Datenschützer schlägt Alarm wegen Ende des Bankgeheimnis
Technology Review: RFID-Technik geht unter der Haut
Spiegel: China blockiert Google-News
Telepolis: Raubkopierer sind immer noch Verbrecher
Berliner Zeitung: Wissen wird wieder teurer
Tagesschau: Spots gegen Raubkopien – Abschreckungskampagne, zweiter Teil
Tagesschau: Tauschbörsen – „Die Filmindustrie muss sich etwas einfallen lassen“
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: Neue Spots von „Raubkopierer sind Verbrecher“
: Neue Spots von „Raubkopierer sind Verbrecher“ Gerade präsentiert die „Hart-aber-gerecht“-Kampagne der deutschen Filmindustrie in Berlin ihre neuen Spots zum Thema „Raubkopierer sind Verbrecher“ und ich vermute mal, dass sie ähnlich „provozierend“ sein werden wie die ersten Spots. Diese bekamen von vielen das ehrenvolle Prädikat „menschenverachtend“ und die normale Wirkung im Kino war Anfangs schallendes Gelächter und nach einiger Zeit gingen sie echt auf die Nerven. Zum Glück habe ich kein Fernsehen zuhause und bleibe so davor geschont, dass sie jetzt auch in TV-Werbeblöcken zu sehen sind. Aber zur heutigen Präsentation wird verkündet:
Seit einem Jahr ist die Aufsehen erregende Kampagne der Filmwirtschaft „Raubkopierer sind Verbrecher“ mit Spots, Print-Motiven und spektakulären Aktionen wie „Knast on Tour“ präsent. Der Erfolg spricht für sich: Dank der konzertierten Aktionen der Filmwirtschaft konnte das Brennen und Downloaden zwar nicht aufgehalten, aber im Verhältnis zur verbesserten technischen Ausstattung zumindest im Zaum gehalten werden.
Die Knast on Tour-Sache war echt eine spektakuläre Aktion, ich habe lange nicht mehr so überraschte Gesichter gesehen wie von den Kampagnenverantwortlichen, als wir „spektakulär“ bei der Pressevorstellung auftauchten. Alleine das war es schon wert, morgens um 10h auf dem Potsdamer Platz zu stehen:

Passend dazu gibt hier jetzt auch noch passendes Zitat von der Kampagnen-Webseite, wo „namhafte Testimonials“ ihre besten Sprüche aufsagen:
„Das Recht auf eine Raubkopie ist genauso schwachsinnig wie das Recht auf einen Zweitwagen!“
Das von Bodo Schwartz, Vorstandsvorsitzender der GVU als Spruch des Tages.
Mal schauen, wann die ersten Artikel heute im Netz auftauchen, Heise wird sicherlich wieder ausgiebig darüber berichten und Fritz Radio / Berlin hatte mich schon im Vorfeld dazu interviewed.
Jetzt hat auch Heise einen Artikel dazu veröffentlicht: Filmbranche führt Abschreckungskampagne weiter.
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: Nachrichtenüberblick 29.11.
: Nachrichtenüberblick 29.11. Inkl. vergangenes Wochenende:
intern.de: Tivo: Interessenskonflikte und Innovation
Heise: Gericht erlaubt Kopieren von Handy-Logos
Heise: Verbraucherschützer kritisieren Entwurf für neues Urheberrecht
Heise: TV-Redaktion brandmarkt Suchdienstbetreiber für mangelnden Jugendschutz
Heise: Bürgerrechtler: RFID-Reisepässe für US-Bürger ohne Datenschutz
Heise: Forschungsministerium fordert neue Methoden der Technikfolgenabschätzung
NY Times: Europe Stalls ContentGuard Deal
Wired: Wikipedia Creators Move Into News
intern.de: Google ./. Perfect 10: Männer-Magazin fordert Index-Kontrolle?
Telepolis: Deutsche Politiker an die Cyberfront?
Wired: Passport Privacy Protection? Nope
Pro-Linux: Linux gewinnt Rennen um Hundert-Dollar-PC
Futurezone: Musikindustrie will KaZaA stürzen
Silicon: Bremer Schulen entscheiden sich für Linux-Software
Stern: „Knoppix“ – Linux zum Ausprobieren
Heise: Free Software Foundation Europe wird Beobachter der WIPO
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: Lycos spammt zurück
: Lycos spammt zurück Eine schwachsinnige Marketing-Aktion hat sich Lycos Europe ausgedacht: „Make Love not Spam“. Nutzer sollen sich einen Screensaver installieren, der in der Art des S.E.T.I. die Rechenleistung und Bandbreite nutzt, um Spam-Server mit Müll zurück zu fluten.
„Aus dem letzten Jahr wissen wir, dass gerade zur Weihnachtszeit das Spam-Aufkommen deutlich steigt. Das Versenden von Spam ist jedoch kein Kavaliersdelikt, denn Spam richtet volkswirtschaftliche Schäden in Milliardenhöhe an. Daher legen wir im Kampf gegen Spam eine härtere Gangart gegenüber den Verantwortlichen ein und geben unseren Nutzern die Möglichkeit, sich gegen die Absender der nervigen Spam-Mails zur Wehr zu setzen“, erläutert Felicitas Piegsda-Rohowski, Managing Director Portal bei Lycos Germany die aus Schweden stammende Kampagne.
Super, und was macht man gegen die „volkswirtschaftlichen Schäden in Milliardenhöhe“? Man spammt zurück und verursacht noch mehr Datenmüll und informationelle Umweltverschmutzung. Abgesehen davon, dass dies natürlich eine „gute“ Denial-of-Service Attacke ist. Und verkauft das noch als innovative Marketingkampagne.
Ich bin, wie wahrscheinlich die allermeisten Internetnutzer, sehr genervt von Spam, aber diese Aktion geht echt zu weit. Und verwundert bin ich über die zumeist unkritische Berichterstattung dazu. Zumindest Heise denkt etwas mit:
Nach Ansicht von Joerg Heidrich, Justiziar des Heise Zeitschriften Verlags, ist auch der Aufruf zur Selbstjustiz von Lycos zumindest fragwürdig. Ein vorsätzlicher DoS-Angriff mit dem Ziel, die betroffenen Server lahm zu legen, stelle nach der herrschenden Ansicht unter Juristen nach deutschem Recht sowohl eine Datenveränderung nach Paragraf 303a als auch eine Computersabotage nach Paragraf 303b des Strafgesetzbuchs (StGB) dar. Ob dies allerdings auch gilt, wenn die attackierten Server wie im Falle des Lycos-Projekts nicht ausgeschaltet, sondern nur behindert werden, bezweifelt Heidrich.
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: Privacy & Human Rights 2004
: Privacy & Human Rights 2004 „Privacy International“ und das „Electronic Privacy Information Center“ (EPIC) haben ihren jährlichen globalen Privacy/Datenschutz Report veröffentlicht: „Privacy & Human Rights 2004 – An International Survey of Privacy Laws and Developments“. In dieser Studie werden auch einzelne Länder untersucht. Der Bericht über Deutschland findet sich hier. Theoreatisch müsste es den Report demnächst auch als PDF geben, ansonsten müsste aber auch schon eine Lieferung der gedruckten Fassung auf dem Weg nach Berlin sein.
PI and EPIC have released the 7th annual Privacy and Human Rights report. It finds that governments across the world have substantially increased surveillance in the past year and warns that threats to personal privacy have reached a level that is dangerous to fundamental human rights.