2004

  • : Aktionsbündnis Urheberrecht für Bildung und Wissenschaft legt umfangreiche Expertise vor
    Aktionsbündnis Urheberrecht für Bildung und Wissenschaft legt umfangreiche Expertise vor

    Wie kann das Urheberrecht im digitalen Zeitalter den Anforderungen aus Bildung und Wissenschaft gerecht werden? Das Aktionsbündnis Urheberrecht für Bildung und Wissenschaft beantwortet die Frage in einer ausführlichen Stellungnahme. Hier sind die Kernforderungen im Überblick:

    In der gegenwärtigen zweiten Reformstufe (Korb 2) gilt es, den Gesetzentwurf so zu ändern,

  • dass es erlaubt ist, digitale Lehrmaterialien für den Unterricht innerhalb eines geschlossenen Personenkreises wie einer Schulklasse oder einem Seminar, an dem möglicherweise Gruppen an verschiedenen Orten [virtual learning] mitwirken, zu vervielfältigen und für die nächsten Veranstaltungen aufzubewahren,
  • dass, wie bisher erprobt, durch Bibliotheken digitale Kopien an wissenschaftliche Gruppen versendet werden dürfen,
  • dass der Zugang zu maschinell geschützten Dokumenten (DRM) im Bildungs- und Wissenschaftsbereich gesichert ist. Es darf nicht sein, dass ein Dokument für die Lehre eingesehen werden könnte, aber der Verlag nicht in der Lage ist, die Lese-Sperren individuell aufzuheben,
  • dass der gesetzlich privilegierte Zugang zu Dokumenten zum Zwecke der Vorbereitung auf die Lehre oder für die Forschung auf ganze Zeitschriftenartikel oder Bücher ausgedehnt werden kann. Nur aus der Kenntnis vollständiger Quellen kann man qualifiziert lehren und forschen.
  • Die detaillierte Stellungnahme kann hier als 40-seitiges PDF heruntergeladen werden.

    Die „Göttinger Erklärung“ kann mittlerweile auch von Privatpersonen unterzeichnet werden, hier ist der direkte Link dazu.

  • : Knoppix 3.7 ist online!
    Knoppix 3.7 ist online!

    Die neue Knoppix 3.7 ist soeben online zum download gestellt worden. Das deutschsprachige ISO-File mit ca. 700 MB kann hier per FTP heruntergeladen werden. Später gibts dann noch hier die Bittorrent-Version.

  • : Legal Affairs über Lawrence Lessig
    Legal Affairs über Lawrence Lessig

    Die Zeitschrift „Legal Affairs“ hat ein grosses Feature über Lawrence Lessig mit dem Titel „Marxist Lessigism“ veröffentlicht. Hier ist nur mal ein kleiner Ausschnitt:

    Thus was the culture war joined. This is not a war between cultures, but a war over culture—who owns it, who can use it in the future, and how much it will cost. On one side are the I.P. owners, with the money and the ear of government. Against them stand research and advocacy institutes, with names like Creative Commons or the Center for the Public Domain, and political action groups such as the Electronic Freedom Foundation and the ACLU.

    Der Artikel beschreibt u.a. eine Veranstaltung in Swarthmore, das passende 52min lange Video dazu gibts im Internet Archive. [via FreeCulture.org]

  • : ver.di setzt auf Freie Software
    ver.di setzt auf Freie Software

    ver.di hat gestern ihren neuen Internetauftritt präsentiert. Dies ist eigentlich keine News wert, aber in diesem Fall schon, denn der gesamte Unterbau wurde mit Freier Software realisiert. Seit einiger Zeit gibt es bei ver.di das Projekt di.ver – „Digitale ver.di“, welches die passende Software dazu entwickelt hat, bzw. weiterentwickelt. Nicht nur die gestern präsentierte Portalseite verdi.de soll damit laufen, sondern im Laufe der Zeit sollen weitgehend alle 300 Webseiten von ver.di Gliederungen mit der Software zusammengefasst werden, dazu natürlich auch das Intranet, bzw. das Mitgliedernetz. Dazu schreibt ver.di:

    Neue Technik – neue Möglichkeiten: Ab Herbst 2005 soll ein Mitgliedernetz im Internet Zusatznutzen für ver.di-Mitglieder schaffen. Mehr Service, maßgeschneiderte Informationen, exklusive Inhalte und Leistungen nur für Mitglieder sind das Ziel.

    Aus Sicht der Gewerkschaften ist es sehr nachhaltig gedacht, Ressourcen zusammen zu legen und daraus ein eigenes CMS-Projekt zu entwickeln, welches an die Bedürfnisse von grossen Mitgliedsorganisationen angepasst wird. Dies spart langfristig viel Geld, da keine Lizenzkosten mehr für proprietäre Content-Management-Systeme gezahlt werden müssen, die bei dieser Grössenordnung sehr hoch ausfallen. Ich bin mal gespannt, wie es mit di.ver und union.cms in den nächsten Jahren weitergeht.