2004
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: Nachrichtenüberblick 26.11.
: Nachrichtenüberblick 26.11. Golem: Bundestag gemeinsam gegen Softwarepatente
Futurezone: Microsoft wirbt mit Firefox-Browser
Pro-Linux: Wächst Linux zu schnell?
Wired: Technology Over Ideology
Telepolis: RFID: Hochkontrollierte Welten?
Telepolis: Zapatistenradio im Internet
The Register: Social engineering – where the user is the weakest link
Silicon: Entscheidung über Sanktionen gegen Microsoft noch vor Weihnachten
mp3world: Online-Musik: Die große Ausnahme?
Heise: Electronic Arts will Diskussion um Computerspiele versachlichen
Futurezone: Britische Musikindustrie mit Rekordhoch
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: Bilder vom WSIS – Civil Society Meeting
: Bilder vom WSIS – Civil Society Meeting Hier sind noch Bilder vom WSIS – Civil Society Meeting im Rahmen der UN ICT Task Force am vergangenen Samstag in Berlin.:



Das Treffen fand im newthinking store statt.
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: Netzcheckers: Familienministerium startet „Internet für Anfänger“-Portal
: Netzcheckers: Familienministerium startet „Internet für Anfänger“-Portal Im Rahmen der von Microsoft gesponserten „Jugend ans Netz“-Initiative hat das Familienministerium am Montag „Netzcheckers“ gestartet. (Grandioser Name übrigens, so richtig Jugend-Slang…) Ziel des Portals ist, Jugendlichen den richtigen Umgang mit dem Internet zu erklären.
Dabei gibt es heute im ersten Kurs folgendes zu sehen:

Anscheinend handelt es sich um einen Grundkurs in MySQL. Wie startet man wohl den MySQL-Daemon richtig? Aber muss man denn direkt damit anfangen und nicht erstmal mit anderen Grundlagen?
Update: Mittlerweile ist die Seite sogar seit zwei Stunden komplett weg…
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: ICT Policy: A Beginner’s Handbook
: ICT Policy: A Beginner’s Handbook 
The Association of Progressive Communications (APC) hat Ende letzten Jahres zum World Summit on the Information Society das „ICT Policy: A Beginner’s Handbook“ veröffentlicht. Letzte Woche bekam ich endlich die gedruckte englische Fassung mit ca. 140 Seiten Inhalt, die sehr gut gelungen ist. Mit vielen Illustrationen und einsteigerfreundlichen Texten wird der gesamte Komplex Netzpolitik anschaulich vermittelt.
Die PDF-Fassung kann als 6.2MB grosses (gepacktes) File heruntergeladen werden, ebenso gibt es eine HTML-Version davon.
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: Nachrichtenüberblick 25.11.
: Nachrichtenüberblick 25.11. Ab heute versuche ich mal mehr oder weniger regelmässig einen Überblick und Links zu den vielen Artikeln des Tages rund um Netzpolitik hier zu geben:
Spiegel-Online: Microsoft macht Gegner mit Millionen gefügig
Heise: EU-Gericht entscheidet im Dezember über Geldbuße für Microsoft
Telepolis: Ziviler Ungehorsam im 21. Jahrhundert
Taz: Die News-Guerilla kämpft weiter
de.internet.com: CIA steuerte Entwicklung von Überwachungssystemen für Chatrooms
Heise: Kritik an Vorschlägen der ITU zur Netzverwaltung
Wired: Newspapers Should Really Worry
Heise: Bundestag will Softwarepatentierung „effektiv begrenzen“
Technology Review: Elektronische Wahlen: Fehlerquelle Mensch
Financial Times Deutschland: Spieleindustrie droht Zwangsabgabe
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: Magnatune – Creative Commons als Geschäftsstrategie für Indie-Labels
: Magnatune – Creative Commons als Geschäftsstrategie für Indie-Labels The Inquirer hat den Chef des Magnatune-Labels interviewed: „We discover a record label that isn’t evil“. Das besondere an Magnatune ist, dass es ein Indie-Label ist, welches alle Songs von über 170 Künstlern unter nicht-kommerziellen Creative Commons Lizenzen stellt und das Teil des Geschäftskonzeptes ist. Das Interview ist sehr interessant, hier mal nur eine Frage und Antwort als „Teaser“:
Question: „Do you think P2P file sharing of copyrighted music helps or hinders Magnatune?“
Answer: „If you mean sharing of non-Magnatune music, then it hinders, as it provides a huge no-cost selection for buyers and removes some of the incentive to buy any music at all.
If you mean sharing of Magnatune’s music, sharing mostly helps us, as we represent relatively unknown artists and have small marketing budgets, and are not engaged in the business of „star-making“ which is the major label’s main contribution. File sharing is a marketing channel for us.“
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: Freie Software Fernseh-Sendung in Südafrika
: Freie Software Fernseh-Sendung in Südafrika Der „South African television channel SABC 2“ bringt ab kommenden Samstag wöchentlich 13 Sendungen über Freie Software und Open Source mit dem Titel „Go_Open“. Die Sendungen sollen sich an ein nicht-technisches Publikum richten und werden um 17:30h Ortszeit ausgestrahlt. Es werden lokale und internationale Pioniere wie Richard Stallman interviewed. Die mit 450.000 $ nicht gerade billige Sendung wird von der „Shuttleworth Foundation“, „Hewlett-Packard South Africa“, „African research institution CSIR“ und „Canonical“, der Open Source Firma, welche die Ubuntu Linux Distribution fördert, finanziert. Die Streams sollen bald auch im Internet verfügbar sein. [via ZDNet]
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: „Die reine Wahrheit: Was Microsoft vor Ihnen verbergen möchte“
: „Die reine Wahrheit: Was Microsoft vor Ihnen verbergen möchte“ Novell kontert mit einem geschickten PR-Schachzug gegen die „Get the Facts“-Kampagne von Microsoft. Auf der Webseite „Die reine Wahrheit: Was Microsoft vor Ihnen verbergen möchte“ bietet Novell viele Gegenargumente und Links zu Studien und Hintergrundinformationen. Golem, Heise und Pro-Linux berichten darüber.
Ein kleiner Auszug aus der Seite:
„Vor kurzem hat Microsoft die Unternehmenstauglichkeit von Linux öffentlich in Zweifel gezogen und damit die Wahrheit so stark verbogen, dass sie endlich in die Weltsicht des Redmonder Unternehmens passt. Auf dieser Website stellen wir die Behauptungen von Microsoft richtig und rücken das Bild von Linux wieder zurecht. Nehmen Sie sich bitte die Zeit und lernen Sie alle Fakten kennen, damit Sie verstehen, warum Microsoft Unwahrheiten über Linux verbreitet und warum Linux in vielen Fällen die bessere Alternative zu Windows in Unternehmen ist.“
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: „In 20 Jahren wird alles besser – Politik und Spiele“
: „In 20 Jahren wird alles besser – Politik und Spiele“ Das Online-Magazin DemoNews.de hat mich zu Computerspielen, Becksteins Forderungen nach einem Herstellungsverbot für Ego-Shooter und zur Förderung der deutschen Computerspiele-Branche interviewed: „In 20 Jahren wird alles besser – Politik und Spiele“.
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: BlogPulse Campaign Radar2004
: BlogPulse Campaign Radar2004 Der Campaign Radar2004 von BlogPulse untersucht die Einflüsse und Auswirkungen von Weblogs auf den US-amerikanischen Präsidentschaftswahlkampf. Es gibt einige sehr interessante Analyse-Grafiken und viele Auswertungen.

„During the fall 2004 Presidential election campaign, BlogPulse mined and analyzed politics-specific data in a variety of ways. This page summarizes the findings, trends and insights from that analysis. It includes lists of the top blogs, media sources and web sites cited most frequently in blogs, and graphs that track blog buzz around key events, issues, personalities and tactics.“
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: Berichte vom UN ICT Task Force Meeting in Berlin
: Berichte vom UN ICT Task Force Meeting in Berlin Freitag und Samstag fand im Auswärtigen Amt in Berlin das „Global Forum“ der UN ICT Task Force statt. Die Diskussionen drehten sich hauptsächlich um die Themen des zweiten Teils des „World Summit on the Information Society“ (WSIS): Die Spielregeln des Internet Governance und Wege zur Finanzierung der Verringerung der Digitalen Spaltung. Natürlich gabs kein Internet und auch am Kaffee wurde kräftig gespart. Dafür hätte jeder Bomben mit reinschleppen können, da die Sicherheitsvorkehrungen nicht besonders sorgsam waren. Insgesamt bestand der Grossteil der Veranstaltung aus sonnigen Grusswörtern, das spannende lief eher in den Pausen ab. Heise berichtet in „UN-Aufsicht bei globaler Netzverwaltung“ darüber, Rik Panganiban hat einen Bericht „Newthinking at the UN ICT Task Force“ in sein Weblog gestellt , ebenso wie Vittorio Bertola in seinem „Hacking the UN“-Blog. Und Ralf Bendrath hat einen Artikel für „WorldSummit2005.org“ geschrieben: „WSIS PrepCom2 will be „stormy“ – Dispute over financing was stepped up at UN ICT Task Force meeting“:
„One of the larger strategic challenges for civil society is to create linkages between WSIS and other processes. WSIS NGOs are largely de-linked from the networks mobilising around WIPO, WTO, UNESCO, etc. They are similarly de-linked from the social movements around the social forum processes. The recent European social forum, according to participant Karen Banks from APC, “demonstrated the benefit of maintaining strong relationships between the activists and the more traditional NGOs”. “
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: „Rip, Mix, Burn, Sue: Technology, Politics, and the Fight to Control Digital Media“
: „Rip, Mix, Burn, Sue: Technology, Politics, and the Fight to Control Digital Media“ „Rip, Mix, Burn, Sue: Technology, Politics, and the Fight to Control Digital Media“ heisst der Titel eines Vortrages von Ed Felten, Professor an der Princeton University, der u.a. das interessante Weblog „Freedom to Tinker“ betreibt.
Der ca. 1‑stündige Vortrag ist jetzt online verfügbar, leider bisher nur in proprietären Datenformaten.
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: Developing for the Commons
: Developing for the Commons Aus dem Creative Commons-Weblog:
Part of our not-so-secret plan for world domination here at Creative Commons includes encouraging developers to include licensing support right in their application. We want to make it easy for developers to integrate license creation, detection and manipulation in their applications.
With that in mind, we’ve created 3 mailing lists and a Wiki. The CC Developer Wiki will collect code samples, examples and tools for using CC licenses and metadata in your applications. There’s still lots of information to add; I’ll be working on improving the contents as we develop new libraries and tools. If you’re working on a CC library or tool, feel free to add your information and grow the collective knowledge base.
The new mailing lists are specifically for developers. They are all hosted at the SourceForge.net CC Tools project, and the archives will be available there. The lists are:
* cctools-developer: Discussion of developer tools, libraries and practices. Have an integration question? Ask it here.
* cctools-announce: A low traffic list for announcements of new libraries, APIs and tools. Moderated.
* cctools-cvs: CVS commit messages from the ccTools project repository. Subscribe if you want to keep tabs on our ongoing development efforts.You can find subscription information for all three in the wiki. If you’re a developer and we can make your life easier, subscribe to the list and let us know how.
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: Englische Kampagne gegen ID-Cards: „no2id“
: Englische Kampagne gegen ID-Cards: „no2id“ No2id ist ein englisches NGO-Netzwerk, welches eine Kampagne gegen Pläne der englischen Regierung, ID-Cards und ein zentrales Melderegister einzuführen, richtet.

Mit dabei sind u.a. die Foundation for Information Policy Research (FIPR), Liberal Party, Green Party, Statewatch und Privacy International. Nun gibt es auch eine Petition zu den Forderungen:
We, the undersigned residents of the United Kingdom, petition the Prime Minister and the government to immediately cease all further development of, and legislation for, national identity cards and the National Identity Register.
We believe the proposals constitute an attack on individual rights and freedoms. We believe they will lead to institutional discrimination and to unfair and unlawful denial of benefits and services. We believe the proposals will lead to an increase in state control and surveillance over the individual, and that they will create an unacceptable imposition on every citizen. We believe the proposals are unlawful under the principles of the European Convention on Human Rights that guarantee every person the fundamental right to privacy.
We believe the identity proposals will lead to an endemic loss of privacy and freedoms. We believe they will present dangers to marginalised, disenfranchised and disadvantaged people. We also believe that an identity scheme will imperil the relations between citizen and state.
Furthermore, we believe that even if these principled concerns had been fully addressed, that the government’s proposals would still constitute an enormous waste of financial resources and would achieve little or no tangible benefits.
For these reasons we urge the government to fully abandon the proposals.
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: LinuxTag 2005 unter dem Motto “Linux everywhere”
: LinuxTag 2005 unter dem Motto “Linux everywhere” “Where. Com meets. Org” heißt es vom 22. bis 25. Juni 2005 wieder, wenn der LinuxTag 2005 in Karlsruhe seine Pforten öffnet. Die wichtigste europäische Veranstaltung, Kongress und Messe zum Thema Freie Software, Open Source und GNU/Linux findet im nächsten Jahr zum zehnten Mal statt.

Die Vorbereitungen zum nächstjährigen Event laufen bereits auf Hochtouren. Das Konzept, hochkarätig besetzte Fachkongresse und innovative Produktmesse zu verknüpfen, birgt seit jeher für den Erfolg des LinuxTag und wird auch im kommenden Jahr weiter ausgebaut. Der LinuxTag ist die einzigartige Gelegenheit für ein Zusammenkommmen von IT-Business, Anwendern und Entwicklergemeinde.
Seit heute steht nun auch die offizielle Homepage des LinuxTag 2005 – www.linuxtag.org – online. [via Freie Software Presseagentur]
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: UN ICT Task Force Meeting and Global Forum in Berlin
: UN ICT Task Force Meeting and Global Forum in Berlin 
Diese Woche ist mal wieder eine Menge los in Berlin im Bereich Netzpolitik. Nicht nur die „One World Konferenz“ findet statt, sondern auch die UN ICT Task Force trifft sich zum „Global Forum“ vom 18.–20. November in Berlin. Viele zivilgesellschaftliche Vertreter von NGOs von vermutlich allen fünf Kontinenten werden die nächsten Tage zu Besuch in Berlin sein. Eine ganze Liste an Aktivitäten findet sich auf WorldSummit2005.
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: „One-World Berlin 2004“-Konferenz Teil 2: Fair Use
: „One-World Berlin 2004“-Konferenz Teil 2: Fair Use Termin: Samstag, 20.11., 17.00,
Ein uraltes Phänomen, das aber durch die Digitalisierung der Musik sich explosionsartig verbreitet hat, ist das Zitieren/Adaptieren/Persiflieren (Sampeln) von existierenden Musikstücken, um neue Werke zu schaffen. Aber was ist, wenn die Verwendung von älterem Material prohibitiv teuer gemacht wird von den Rechteinhabern, die nicht selten autonom und nicht unbedingt im Interesse der Urheber des Originals handeln? Dann sind Werke wie die geistreiche Verbindung von The Beatles White Album mit Jay‑Z The Grey Album u.v.m. zu einem Dasein als illegale Downloads verurteilt. Oder Künstler wie 2 Many DJs verbringen mehr Zeit mit der Rechteklärung als mit der Produktion ihres Bastardpopstandardwerkes As Heard on Soul Wax Radio. Dabei würden viele Urheber von Kulturgütern sich gerne aus dem Zwangsjacke des Copyrights befreien und differenziertere Nutzungsrechte wahrnehmen. Wo liegen die Grenzen zwischen kreativem Zitat und Plagiat?
Eine Flashpräsentationen über Urheberrecht und Creative Commons von Lawrence Lessig führt in das Thema ein, Danach gibt es ausgewälte Beispiele von Musik- und audiovisuellen Werken, die kreativ mit bereits vorhandenem Material umgehen. Gäste wie der Bastardpopmusiker DJ Shir Khan, der Urheberrechtsexperte Till Kreutzer (Ifross) und Jörg Fukking (Vielklang, angefr.) im Anschluss an die Vorführung. Moderation: Oliver Passek (Netzwerk Neue Medien)
Termin: Samstag, 20.11., 17.00, ver.di Bundesverwaltung
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: „One-World Berlin 2004“-Konferenz Teil1
: „One-World Berlin 2004“-Konferenz Teil1 Termin: Mittwoch, 24.11., 17.00
Musik: Ware, Kulturgut oder Information?
Die kostenlose, digitale Verbreitung von Musik in Form von Audiodateien hat die Musikrezeption nachhaltig verändert. Die filternde und kapitalakkumulierende Rolle der Labels (zumindest die der Majors) wird in Frage gestellt, während MusikerInnen mittels Internet ihre Musik direkt dem Hörer zur Verfgung stellen, neue künstlerische Strategien möglich werden. Aber Utopien einer freien Verfügbarkeit der gesamten Weltmusikproduktion können nicht Fragen nach dem Lebensunterhalt der ProduzentInnen übertönen. Andererseits werden TauschbörsennutzerInnen auch in Deutschland kriminalisiert und mit zum Tatbestand unverhältnismässig hohen Strafen bedroht (auch eine Art Menschenrechtsverletzung), weil die Tonträgerfirmen sich bis heute mit neuen, zeitgemässeren Geschäftsmodellen schwer tun. Der Dokumentarfilm Download This! ist eine Einführung in die Debatte. Ein anschlssendes Panel wird verschiedene Modelle und Ansätze der digitalen Musikverbreitung vorstellen und diskutieren.
Film Download This! (Kanada 2004, 14 min)Diskussion ber Musikdownloadmodelle, P2P Filesharing, Kriminalisierung von Downloadern
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: Schröder auf D21-Kongress: „Privatkopie ist Klauen“
: Schröder auf D21-Kongress: „Privatkopie ist Klauen“ Unser Bundeskanzler Gerhard Schröder hat mal wieder sein Fachwissen als Jurist und zweitoberster Bundesbürger mit der Öffentlichkeit geteilt und sich beim D21-Kongress zur Privatkopie geäussert. Was dabei herauskam, kann man böswillig, unfähig oder einfach nur sachlich falsch nennen:
Als weiteres wichtiges Gesetzvorhaben bezeichnete er die Änderung des Urheberrechtes. Dabei zeigte Schröder der so genannten Privatkopie die rote Karte: „Es gibt Bestrebungen, die Privatkopie zu erlauben, also eine Regelung, die auf gut deutsch gesagt das Klauen erlaubt. Wir können die Privatkopie wohl nicht verhindern, aber wir unterstützen nicht diese Idee und tragen damit dauerhaft dazu bei, dass sich neue Geschäftsideen am Markt entwickeln können.“
Als Jurist müsste er es eigentlich besser wissen. Die Privatkopie ist nämlich keine Einladung zum Klauen, sondern ein Verbraucherrecht, welches nun schon jahrzehntelange Geltung hat. Das Urheberrecht sieht nämlich in der Theorie eine Balance zwischen den Interessen der Urheber (mittlerweile eigentlich nur noch der Verwerter) und dem Interesse der Bürger auf Zugang zu Bildung und Kultur vor. Und Dank der Urheberrechts-Lobby in Eintracht mit der CDU, FDP und SPD wird die Privatkopie nun für das digitale Zeitalter endgültig abgeschafft wird. Nur die Grünen setzen sich für ein durchsetzungsstarkes Recht auf Privatkopie ein. Was fehlt, ist noch die Kriminalisierung von Mix-Tapes, das wird die Musikindustrie wahrscheinlich auch noch schaffen. Vielen Dank.
Informiert und wehrt Euch:
* „Rettet die Privatkopie“
* „copy4freedom – Für eine freie Digitalkultur“
* „CCC – Musikboykott“Denn sie wissen nicht, was sie tun…
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: Open Spectrum bei Spiegel-Online
: Open Spectrum bei Spiegel-Online Spiegel-Online hat einen Artikel „Frequenzstreit – Wem gehören welche Wellen?“ von Technology Review übernommen, der sich um Open Spectrum dreht. Die Wizards of OS 3 kommen dabei auch vor.
Ein juristischer Zaun namens Frequenzbereichs-Zuweisungsplanverordnung grenzt in Deutschland eine Weide ab, die nach Meinung mancher wieder zur offenen Prärie werden sollte: das elektromagnetische Spektrum. Am deutlichsten artikuliert die amerikanische „Open Spectrum“-Bewegung ihre Forderung: „Die staatliche Vergabe von Frequenzen ist ein Übel“, sagte der New Yorker Rechtsprofessor Eben Moglen auf der Konferenz der freien Netzwerkbewegung „Wizards of OS 3“ im Juni in Berlin. Moglen sieht nicht ein, wie man Funkfrequenzen besitzen kann.