Ticker vom 07.07.2025

Techcrunch
Letzte Woche wurde Elon Musks KI-Chatbot Grok „verbessert“, wie der Firmenchef auf X verkündete. Nun wirft das Tool mit noch mehr antisemitischen Verschwörungserzählungen und konservativen Thesen um sich.
Bundesnetzagentur
Mit einem „KI-Service Desk“ will die Bundesnetzagentur Unternehmen, Behörden und Organisationen über die EU-Anforderungen beim Einsatz und bei der Entwicklung von künstlicher Intelligenz praxisorientiert informieren.
The Guardian
Handyverbote in niederländischen Schulen sollen die Lernumgebung verbessert haben, so eine von der Regierung in Auftrag gegebene Studie. In den Niederlanden sind in rund zwei Dritteln der Schulen Handys inzwischen verboten, manche Schulen lassen Ausnahmen zu.
Golem.de
Die Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche, CDU, will 2.200 deutschen Unternehmen drei Jahre lang bis zu 50 Prozent ihrer Stromrechnung zahlen. Auch Rechenzentren sollen unter den Begünstigten sein.
Süddeutsche Zeitung
Einem polnischen Lastwagenfahrer handelte eine „Spionagebrille“ ein Strafverfahren ein. Mit der Sonnenbrille filmte er nicht ganz unbemerkt eine Polizeikontrolle und streamte sie laut Polizei live an seinen Arbeitgeber nach Polen.
taz
In Georgien kommt verstärkt Videoüberwachung zum Einsatz, die Gesichtserkennungstechnik stammt vom chinesischen Unternehmen Dahua. Damit enttarnte Protestierende müssen mit hohen Geldstrafen rechnen.
Tagesspiegel
Ein Bericht erklärt, wie Nordkorea Hacker*innen einsetzt, um die Staatskasse aufzupolstern. Die nordkoreanischen Hacker*innen gehörten zu den besten der Welt, heißt es dort.
Handelsblatt
Ein neues und einheitliches Messverfahren der Bundesnetzagentur soll die Netzabdeckung aus Perspektive der Nutzer:innen erfassen. Strafen wegen verletzter Ausbauverpflichtungen gab es für Anbieter bislang allerdings nicht.
t3n
Meta versucht, Mitarbeiter*innen von OpenAI abzuwerben. Um die Menschen im Unternehmen zu halten, hat OpenAI eine Woche Zwangsurlaub verordnet.
N-TV
Die türkische Kartellbehörde ermittelt wegen angeblich wettbewerbsverzerrender Praktiken gegen den Musikstreaming-Dienst Spotify. Hintergrund sollen Streits darüber sein, dass Spotify sich weigert, Playlists mit "beleidigenden" und "provokanten" Titeln zu löschen.
CNN
Der Tech-Milliardär Elon Musk gründet seine eigene Partei, die America Party. Sie soll sich vor allem gegen "Verschwendung" engagieren, es ist ein Seitenhieb gegen Musks Ex-Buddy Trump.
LTO
Ein Jurastudent hat eine Software programmiert, die zu einer gerechteren Bewertung von Hausarbeiten führen soll. Sie setzt schon bei der Vergabe der fertigen Arbeiten an Korrektoren an. Ein Testlauf an der Universität Bayreuth war erfolgreich.
t-online
Akribisch hat t-online nachgezeichnet, wie das Scam-System hinter gefälschten Anzeigen mit Promis funktioniert. Vom gekaperten Social-Media-Account über gekaufte Anzeigen bis zum Kampf von Aufsichtsbehörden gegen den Betrug beschreibt Lars Wienands Text die Maschen außergewöhnlich detailliert.
Tagesspiegel
Durch eine Betrugsmasche hat eine Frau ihr gesamtes Kryptowährung-Portfolio im Wert von 250.000 Euro verloren. Ein vermeintlicher Sicherheitsberater leitete sie auf eine Website, wo sie ihre Zugangsdaten eingab. Dann war alles weg.

Ticker vom 04.07.2025

Anwalt­verein
Mit der Umsetzung der NIS-2-Richtlinie soll ein hohes Cybersi­cher­heits­niveau in der Europäischen Union geschaffen werden. In einer Anhörung des Bundes­mi­nis­teriums des Innern unterbreitet der Deutsche Anwalt­verein heute Verbes­se­rungs­vor­schläge zum deutschen Gesetz­entwurf.
SWR
Bayern und Hessen nutzen bereits Big-Data-Analysesoftware von Palantir, Baden-Württemberg würde es auch gern tun. Doch Kritik kommt von den Grünen, der SPD und dem Chaos Computer Club.
Bundesnetzagentur
Die Bundesnetzagentur hat ein Konzept vorgestellt, um die Mobilfunkversorgung einheitlich zu messen. Acht Smartphones werden dafür benötigt, vier für Sprachtelefonie und vier für Datenraten von insgesamt vier Netzbetreibern.
taz
In ihrer Kolumne Digitalozän nimmt sich Svenja Bergt Fahrassistenzsysteme für Autos vor und vergleicht sie mit Haushaltsgeräten. Warum lassen sich die einen ausschalten, die anderen aber nicht oder nur unter großen Verrenkungen? Und was hat das mit Bundestrainern zu tun?
nd
In der polizeilichen Fahndungsdatenbank SIS II, dem Schengener Informationssystem, gibt es immer wieder Sicherheitsprobleme und technische Schwächen. Bis die behoben werden, dauert es oft mehrere Monate. Matthias Monroy fasst die Enthüllungen von Bloomberg und Lighthouse Reports zusammen.
Tagesspiegel
Das Sprachmodell Centaur kann menschliche Entscheidungen relativ sicher voraussagen. Forscher sehen einen Erkenntnisfortschritt für die Psychologie und fürchten gleichzeitig „digitale Sklaverei“.
Golem.de
19 Prozent der Menschen in Deutschland verloren in den vergangenen zwölf Monaten Geld durch Scams, insgesamt 10,6 Milliarden Euro. Entgegen des Klischees erkennen junge Menschen Betrugsversuche besonders schlecht, so eine Studie.
Stuttgarter Zeitung
Meta will die 200-Millionen-Euro-Strafe nicht akzeptieren, die die EU gegen den Konzern verhängt hatte. Es ging darum, dass der Konzern mit einem Pay-or-Okay-Modell unrechtmäßig die Zustimmung zur Datennutzung erzwingt. Jetzt zieht Meta vor das EU-Gericht.

Ticker vom 03.07.2025

EU AI Champions
Über 40 selbsternannte AI Champions – in der Regel Führungskräfte von Unternehmen wie Airbus, Philips oder Mercedes-Benz – appellieren in einem offenen Brief an die EU-Kommission, die KI-Verordnung vorerst nicht durchzusetzen.
Euronews
Eine Mehrheit von Bürger:innen in Deutschland, Frankreich und Spanien wünscht sich eine schärfere Regulierung von Big Tech. Umgekehrt halten acht Prozent der hierzulande Befragten die Regeln für zu streng, hat eine YouGov-Umfrage herausgefunden.