Netzneutralität
-
: Netzwerkmanagement und Deep Packet Inspection – Wer kontrolliert das Netz?
: Netzwerkmanagement und Deep Packet Inspection – Wer kontrolliert das Netz? Ein weiteres Panel auf der „Netz für Alle“-Konferenz der Rosa Luxemburg Stiftung / Linken Bundestagsfraktion ging es um „Netzwerkmanagement und Deep Packet Inspection – Wer kontrolliert das Netz?“
Für Hendrik Schulze, Präsident der ipoque GmbH, einem Leipziger Anbieter von Deep-Packet-Inspection-Dienstleistungen, ist DPI „ein ganzes Bandel an Technologien“. DPI sei sowas, „wie ein Röntgengerät“. Es gäbe nicht das eine konkrete Anwendungsszenario, sondern man könne damit Koffer scannen oder es zur Diagnose einsetzen. Im Grunde könne man damit aus Kommunikationspattern Informationen über Nullen und Einsen herausbekommen. Alles andere wären Anwendungsfälle. Im übrigen sei das Netz noch nie neutral gewesen und Netzneutralität werde meist gleichgesetzt mit „keine Regeln für das Internet“.
Die Gegenmeinung vertrat Prof. Dr. Rüdiger Weis von der Beuth Hochschule für Technik Berlin und dem Digitale Gesellschaft e.V.: „DPI ist nicht ein Röntgengerät für Bomben am Flughafen. Es ist ein Nacktscanner für alle Geräte“.
-
: Wie neutral ist das Internet?
: Wie neutral ist das Internet?
Der Diskussion rund um die Netzneutralität mangelt es nicht an hinkenden Vergleichen, aber oft hapert es an Fakten und ihrer einfachen Aufbereitung. Deshalb haben Aktivisten aus Österreich eine Visualisierung der Mess-Daten des meassurment labs gebaut, und auf netneutralitymap.org veröffentlicht. Fazit der Karte: die Situation ist schlimmer als erwartet und es besteht eindeutig Handlungsbedarf!In einer farblichen Kodierung zeigt die Karte in welchem Ausmaß die Internetprovider eines Landes in den Datenverkehr ihrer Kunden eingreifen. Basis der Grafik sind die Daten des „Glasnost“ Netzwerktests des meassurment labs. Aus den Daten geht hervor ob Provider gezielt gewisse Protokolle verlangsamen. In einem ausführlichen Paper beschreibt das Max-Planck-Institut für Softwareentwicklung wie der Test funktioniert. Es wurde eine sehr konservative Messmethode gewählt um möglichst wenige false-positiv Ergebnisse zu bekommen. Obwohl die Verlangsamung von Datenpacketen aufgrund ihres Dienstes nur eine von mehreren möglichen Verletzungen der Netzneutralität ist, zeigt die Karte klar wie häufig dies Praxis im Internet geworden ist. Diese Tendenz wird durch die bevorstehende Verabschiedung von Dienstklassen durch die ITU Konferenz im Dezember 2012 tendenziell noch steigen.
Entwickler Michael Bauer äußert sich zum Effekt seines Projekts auf ihn:
-
: Was sonst noch am Ende war: Porno-Pranger, Netzneutralität, Domain-Beschlagnahme und Leistungsschutzrecht
: Was sonst noch am Ende war: Porno-Pranger, Netzneutralität, Domain-Beschlagnahme und Leistungsschutzrecht Zweites Gericht urteilt gegen Porno-Pranger
Der Porno-Pranger liegt auf Eis. Am Freitag hat das Amtsgericht Regensburg eine weitere Einstweilige Verfügung gegen die Abmahn-Kanzlei U+C erlassen. Die Bayerische Landesaufsicht für Datenschutz hat die Veröffentlichung vorläufig untersagt.
regensburg-digital – Stefan Aigner
Telekom verteilt Gleitcreme auf der IFA, damit wir nicht merken, wie die Netzneutralität entfernt wird
Dem Deal Telekom/Spotify wurde ein Element untergeschoben, dass die Konsumenten hinsichtlich eines freien innovationskräftigen Internets, wie wir es seit seiner Anfangszeit kennen, betrügt. Der Daten-Bevorzugungs-Aspekt ist eine subtile Methode der Öffentlichkeit den Bruch der Netzneutralität als einen Gewinn zu verkaufen. Dieser Gewinn ist nur scheinbar und von kurzfristiger Natur. Netze ausbauen statt Netzneutralität mit Marketing-Talk zu vernebeln ist die Aufgabe der Stunde für die Telekom.
Fünf entscheidende Fragen zum Leistungsschutzrecht
Und trotzdem wird ein so kauderhaftes, kringsiges Gesetz eingeführt, obwohl eine so breite, gesellschaftliche Front dagegen opponiert. Obwohl ganz offensichtlich vorher eine öffentliche Diskussion notwendig wäre. Das ist mehr als nur merkwürdig, das ist schon verräterisch. Aus diesem Grund habe ich mich entschlossen, Fragen zu stellen. Und zwar solche, die aus meiner Sicht die entscheidenden sind – auf die Tatsache bezogen, dass das Gesetz auf dem besten, bzw. schlechtesten Weg ist, zustande zu kommen.
Warum ich mir eine (vermutlich) einmalige Gelegenheit entgehen lasse.
Ich hab mich wirklich gefreut und war ein bisschen stolz, bei Jauch eingeladen zu werden. Wirklich. Das ist mir eine sehr große Ehre. Aber nicht für diesen Preis. Ich diskutiere nicht mit einem Verweigerer eines Mindestmass an sozialem Miteinander. Ich diskutiere nicht mit so einem Verkäufer. Und erst recht nicht mit solch einem Fundamentalisten. Ich diskutiere nicht mit einem Wissenschaftler, der nicht diskutieren will oder kann. Sorry Günther! Aber danke! Und viel Glück!
Gepflegte Konversation fuer den Weltfrieden – Nilz Bokelberg
Government admits defeat, gives back seized Rojadirecta domains
In 2011, the US government grabbed two domains, one .com and one .org, belonging to Spanish sports-TV „linking site“ Rojadirecta, claiming that the site was a flagrant enabler of copyright infringement. The government then sought forfeiture of the domains, at which point Rojadirecta’s Spanish parent company fought back. A year and a half after the seizure, the government has capitulated—today it dismissed the case against Rojadirecta and will have to return the domains.
-
: Was sonst noch interessant war: Whistleblowing-Umfrage, Visualisierungs-Wettbewerb, Netzneutralität-Verhaltenskodex, EU-Hack
: Was sonst noch interessant war: Whistleblowing-Umfrage, Visualisierungs-Wettbewerb, Netzneutralität-Verhaltenskodex, EU-Hack Weltweite online Whistleblowing Umfrage
In dieser Umfrage möchten wir ihre Ansichten bezüglich „Whistleblowing“ erfahren. Whistleblowing ist, wenn jemand Insider Informationen bezüglich groben Fehlverhaltens veröffentlicht; entweder gegenüber Menschen oder Autoritäten, die in der Lage sein könnten, etwas dagegen zu tun.
Forscher der Griffith Universität und der Universität von Melbourn
So schön können Daten sein
Welch enormes Potenzial in Infografiken steckt, hat ein Visualisierungswettbewerb gezeigt, den McCandless Anfang des Jahres startete. Der Londoner stellte eine Excel-Tabelle mit Wirtschaftsdaten aus der Filmbranche ins Netz und lobte 5000 Dollar Preisgeld für die besten Visualisierungen aus. 671 Filme der Jahre 2007 bis 2011 umfasste die Liste – darunter Blockbuster wie „Avatar“, Animationen wie „Wall‑E“ und Michael Moores Dokumentation „Sicko“.
Technology Review – Holger Dambeck
ISPs split over UK open internet code of practice
Ten ISPs including BT, O2 and Talktalk backed the agreement promising not to restrict or block content unless there was a reason to deploy „reasonable traffic management practices“.
But Virgin Media said the principles set out were too vague while Vodafone said the code was „impractical“.
Hackers Linked To China’s Army Seen From EU To D.C.
In just 14 minutes of quick keyboard work, they scooped up the e‑mails of the president of the European Union Council, Herman Van Rompuy, Europe’s point man for shepherding the delicate politics of the bailout for Greece, according to a computer record of the hackers’ activity.
Over 10 days last July, the hackers returned to the council’s computers four times, accessing the internal communications of 11 of the EU’s economic, security and foreign affairs officials. The breach, unreported until now, potentially gave the intruders an unvarnished view of the financial crisis gripping Europe.
Bloomberg – Michael Riley, Dune Lawrence
After the Arab Spring: new paths for human rights and the internet in European foreign policy
In the medium term, the EU should also consider developing effective regulation of dual use technologies, which are a separate category from the worst of the worst and exist in a far more complex regulatory space. It may also be possible to limit the demand for repressive technologies by actively supporting organisations promoting the democratic control of the Intelligence Services, Law Enforcement and Military Intelligence in third countries. Lastly, the EU should make all public sector funding, financial support and involvement in the creation of communications infrastructure conditional on basic human rights principles.
Europäisches Parlament – Ben Wagner
Redrafted US cyber security act could still threaten internet freedom
The latest draft of the US Cybersecurity Act could restrict internet freedom and result in the prosecutions of ISPs and peer-to-peer media sharers.
The Act failed to pass in February 2012, but Senator Joseph Lieberman and his supporters have returned with a redraft, which they want passed as quickly as possible in order to address the „clear and present danger“ of cyber criminality and aggression.
Computing News – Peter Gothard
-
: Netzneutralität: Kabel Deutschland drosselt nicht nur BitTorrent, dementiert Eingriff in Speedtests
: Netzneutralität: Kabel Deutschland drosselt nicht nur BitTorrent, dementiert Eingriff in Speedtests Der Internet-Anbieter Kabel Deutschland greift in den Traffic seiner Kunden ein und drosselt bestimmte „Anwendungen“. Darunter fällt jedoch nicht nur BitTorrent, sondern auch Sharehoster und Usenet. Einen Eingriff in Speedtests dementiert der Konzern.
Blogger und CCC-Hacker Felix von Leitner beobachtete gestern komisches Shaping seines Kabel Deutschland Netzes:
Nun soll ja das Shaping angeblich nur Bittorrent betreffen und erst ab 10 GB/Tag für den jeweiligen Rest des Tages, das trifft bei mir beides nicht zu.
Das ist nicht ganz richtig. In den AGB (deren relevanten Teil wir hier mal aus dem PDF befreit haben), definiert man die Begrenzung der Übertragunsgeschwindigkeit als „Qualitätssicherungsmaßnahme“. Das macht man zwar „ausschließlich für File-Sharing-Anwendungen“, aber darunter versteht man „z.B. Peer-to-Peer, One-Click-Hoster und Net-News“. Das kann also auch HTTP sein. Eine genaue Auflistung der Protokolle oder Merkmale will man uns aber nicht geben. Nicht nur verletzt man die Netzneutralität, man verweigert den Kunden auch noch die Transparenz, wie.
-
: Wolfgang Kleinwächter: „Eine Verfassung für das Internet“
: Wolfgang Kleinwächter: „Eine Verfassung für das Internet“ Regierungen dürfen nicht die alleinige Kontrolle über das Internet erhalten. Wolfgang Kleinwächter ist Professor für Internetpolitik und Regulierung an der Universität Aarhus und sitzt in diversen Gremien, die sich mit der Zukunft des Netzes beschäftigen. Im Interview mit der Thurgauer Zeitung spricht er über Netzneutralität, Cyberwar und Liquid Feedback.
„Ein immer wieder auftauchender Irrtum in diesem Zusammenhang ist, dass Telefonnummern und IP-Adressen als zwei Seiten einer Medaille gesehen werden. Das ist aber grundfalsch“, sagt Kleinwächter. „Das Telefonnummernsystem ist hierarchisch organisiert und streng national geregelt. IP-Adressen werden netzwerkartig generiert und werden von regionalen Internet Registries bei Bedarf dynamisch an die Provider weitergleitet. Es gibt also keine Länder- oder Städtekennung bei den IP-Nummern.“ Bei einer Gleichbehandlung von Telefon- und IP Nummern drohe eine Art Renationalisierung des Internets. Der seit 30 Jahren bestehende globale und grenzenlose Charakter des Netzes könnte erheblichen Schaden nehmen.
-
: Was sonst noch interessant war
: Was sonst noch interessant war U.S., Israel developed Flame computer virus to slow Iranian nuclear efforts, officials say
The Washington Post – Ellen Nakashima, Greg Miller and Julie Tate
The United States and Israel jointly developed a sophisticated computer virus nicknamed Flame that collected intelligence in preparation for cyber-sabotage aimed at slowing Iran’s ability to develop a nuclear weapon, according to Western officials with knowledge of the effort.
The massive piece of malware secretly mapped and monitored Iran’s computer networks, sending back a steady stream of intelligence to prepare for a cyberwarfare campaign, according to the officials.
Ruling Facebookistan
Foreign Policy – Rebecca MacKinnon
The incident underscored the extent to which people around the world have come to rely on Facebook for political activism and discourse – from the Green Movement in Iran, to revolutionaries in Egypt, to U.S. President Barack Obama’s re-election campaign. Facebook is not a physical country, but with 900 million users, its „population“ comes third after China and India. It may not be able to tax or jail its inhabitants, but its executives, programmers, and engineers do exercise a form of governance over people’s online activities and identities.
Gamers Need a Bill of Rights
The Atlantic – Yannick LeJacq
The need for gamers to assert their rights becomes immediately apparent now that real money has been introduced to the Diablo world. As Edward Castronova, Professor of Telecommunications at Indiana University Bloomington and scholar of virtual economies, explained to me, multiplayer videogames have long featured complex economic interactions with real-world implications—whether in money gained or lost, or simply the amount of time sunk into a virtual world. Since EverQuest first launched in 1999, games often used a „dual currency model“—where all goods within a virtual world are exchanged with a unique virtual currency.
But within any dual-currency model, a third party market invariably arose where users could trade virtual goods through a platform like eBay. Lacking the regulation of either the game itself or a real-world government, these sales gave rise to „gold farming“ (harvesting virtual goods or currency to sell to other users, such as this Diablo III player claiming to make 60 million coins an hour) and periodic charges of de facto „virtual sweatshops“ arising (a more insidious form of gold farming where groups of players work inhumane hours for substandard pay)—transforming a leisure activity presumed to be fun into a geopolitical nightmare.
Network Neutrality and Quality of Service: What a Non-Discrimination Rule Should Look Like
Center for Internet and Society at Stanford Law School – Barbara van Schewick
This paper proposes a framework that policy makers and others can use to choose among different options for network neutrality rules and uses this framework to evaluate existing proposals for non-discrimination rules and the non-discrimination rule adopted by the FCC in its Open Internet Order. In the process, it explains how the different non-discrimination rules affect network providers’ ability to offer Quality of Service and which forms of Quality of Service, if any, a non-discrimination rule should allow.
EuroDIG: Will Governments Let Civil Society Rescue Net Governance?
Intellectual Property Watch – Monika Ermert
The roles of governments, civil society and industry in ruling the internet – and other spaces – seems to be in a profound change. With governments in cross-border law enforcement situations increasingly unable to protect fundamental rights, as European Parliament Member Marietje Schaake said during a session of the European Dialogue on Internet Governance (EuroDIG) in Stockholm last week, it seems to be civil society that can do something about it.
-
: Marco Civil da Internet: Brasilien erarbeitet Grundrechtekatalog für das Internet
: Marco Civil da Internet: Brasilien erarbeitet Grundrechtekatalog für das Internet Brasilien gibt sich gerade einen Grundrechtekatalog für das Internet. Wie in herkömmlichen Verfassungen sollen zunächst digitale Grundrechte definiert werden, bevor andere Gesetze diese einschränken können. Der Marco Civil wurde in einer öffentlichen und kollaborativen Debatte formuliert, die Chancen auf eine baldige Verabschiedung stehen gut.
-
: Netzneutralität in den Niederlanden: Gesetz verhindert Sperre von The Pirate Bay nicht
: Netzneutralität in den Niederlanden: Gesetz verhindert Sperre von The Pirate Bay nicht Das niederländische Gesetz zum Schutz der Netzneutralität ist leider doch nicht so umfassend, wie zu wünschen wäre. Es erlaubt Verstöße gegen die Netzneutralität per Gesetz oder Gericht. The Pirate Bay bleibt also weiterhin in den Niederlanden gesperrt.
Nachdem Chile bereits vor zwei Jahren Netzneutralität gesetzlich festgeschrieben hat, steht auch in den Niederlanden ein Gesetz zum Schutz der Netzneutralität kurz vor der Verabschiedung. Das wurde auch von uns begrüßt.
Bei den Kollegen vom Logbuch:Netzpolitik wurde die Hoffnung geäußert, dass dann auch die existierenden Sperren von The Pirate Bay ein Ende haben. Leider ist dem nicht so. Gleich der erste Absatz des Gesetzes lautet:
-
: Jetzt auch wissenschaftlich belegt: Netzneutralität wird permanent verletzt
: Jetzt auch wissenschaftlich belegt: Netzneutralität wird permanent verletzt Weltweit drosseln oder blockieren Internet-Provider Filesharing-Protokolle wie BitTorrent mittels Deep Packet Inspection. Das zeigen neue Daten von Wissenschaftlern aus New York und den Niederlanden. In Deutschland fällt vor allem Kabel Deutschland negativ auf.
Das Tool Glasnost des Max-Planck-Instituts für Softwaresysteme ermöglicht Internet-Nutzern, zu untersuchen, ob ihr Provider in Filesharing-Traffic eingreift. Forscher der Syracuse University sowie der Technischen Universität Delft haben die Datenbank der Messergebnisse nun untersucht und auf deeppacket.info dokumentiert.
Aus den Daten geht hervor, dass Internet-Anbieter weiterhin in den Traffic ihrer User eingreifen. Insgesamt geht die Anzahl der Eingriffe zwar leicht zurück, dennoch sind die Ergebnisse regional recht unterschiedlich:
-
: BEREC-Studie: DPI bei vielen Providern bereits im Einsatz
: BEREC-Studie: DPI bei vielen Providern bereits im Einsatz In einer Vorabankündigung zu einer Studie, die BEREC (Body of European Regulators for Electronic Communications) bereits am 6. März veröffentlichte, finden sich einige interessante Punkte zum Thema Netzneutralität.
So stellt die EU-Behörde in einer Pressemitteilung fest, dass die heftig debattierte Drosselung oder Bevorzugung einzelner Internet-Anwendungen bei einem Großteil der europäischen Provider bereits Praxis ist. In erster Linie seien Internettelefoniedienste (VoIP) in mobilen Netzen sowie Peer-to-peer-Verkehr sowohl im Mobilfunk- als auch im Festnetzbereich betroffen. Auch werde bei manchen Anbietern der Datendurchsatz von Videostreams mit der Begründung, „Datenstaus“ zu vermeiden, verringert.
-
: Netzpolitik ist nicht Medienpolitik
: Netzpolitik ist nicht Medienpolitik Bernd Holznagel und Pascal Schumacher haben in einem Text für verschiedene netzpolitische Konfliktfelder wie Urheberrecht, Datenschutz und Netzneutralität beschrieben, welche Konfliktlinien sich dort ergeben, welche Akteure sich mit welchen Interessen gegenüberstehen und warum die traditionelle Herangehensweise der Medienpolitik dafür nicht wirklich geeignet ist. Die Analyse teile ich: Netzpolitik ist nicht Medienpolitik.
Das Fazit:
Manche Politiker werden hoffen, dass es mit der Netzpolitik bald vorbei sein wird. Bei klaren Mehrheitsverhältnissen, so lautet das Argument, werde die Netzgemeinde in der Politik keine solch herausgehobene Rolle mehr spielen wie derzeit. Diese Sicht der Dinge verkennt, dass mit dem Internet ein grundlegender Wandel der Öffentlichkeit eingeleitet ist. Die klassischen Gatekeeper des analogen Mediensystems (Redaktionen, Medieneigentümer) sind durch die Many-to-many Kommunikation geschwächt. Jeder kann heute zu niedrigen Kosten seine Sicht der Dinge verbreiten. Die Möglichkeiten einer Kontrolle der Verbreitung von Meinungen sind so gering wie nie zuvor. Insbesondere mit Social Media gibt es neue Formen des Ausdrucks kollektiver Willensbildung und Interessenvertretung, wie es sie vielleicht seit dem Entstehen der Gewerkschaftsbewegung im 19. Jahrhundert nicht mehr gegeben hat. Und die Verhältnisse sind so, dass die Menschen hierauf mehr und mehr zurückgreifen werden. Der Widerstand gegen ACTA hat gezeigt, dass mit den neuen Kommunikationsmitteln eine europaweite Öffentlichkeit entstanden ist, die bisher von vielen als unmöglich eingestuft wurde. Diese Entwicklung lässt sich nicht mehr zurückdrehen.
Das Internet ändert alles.
-
: NPP116: Jeremie Zimmermann über ACTA, Netzneutralität & Hadopi
: NPP116: Jeremie Zimmermann über ACTA, Netzneutralität & Hadopi Der Netzpolitik-Podcast Folge 116 ist ein rund 53 Minuten langes Gespräch mit Jeremie Zimmermann über La Quadrature du Net, ACTA, Netzneutralität, Netzzensur, sowie die Hadopi-Gesetzgebung und die Vorratsdatenspeicherungsdebatte in Frankreich.
Der Podcast ist in englisch und liegt als MP3 und OGG auf dem Server.
Und das sind die einzelnen Punkte:
0:00 Begrüßung
0:30 Vorstellung
1:06 Geschichte von La Quadrature du Net
– HADOPI-Leak
– Angriff auf das freie Internet
2:15 Organisationsstruktur -
: Netzneutralität braucht Unterstützung
: Netzneutralität braucht Unterstützung Auf respectmynet.eu/ werden seit einiger Zeit Verstöße gegen die Netzneutralität gesammelt. Wer von Fällen weiß, ist jetzt besonders gefragt, sie zeitnah zu melden: Am 20. Januar läuft eine Frist aus, bis zu der die Europäische Kommission und GEREK Antworten auf Fragen zum Thema Netzneutralität von Telkos, aber auch von Verbraucherorganisationen entgegennehmen. Dieses Vorgehen soll bei der Evaluation des derzeitigen Zustands helfen und kann vielleicht auch Antworten auf die Frage liefern, ob die Telekommunikationsanbieter per unsichtbarer Hand Netzneutralität schaffen werden, wie EU-Kommissarin Neelie Kroes hofft.
Helfen kann man auch durch das Testen bisher gemeldeter Fälle. Drosselt die Deutsche Telekom wirklich die Geschwindigkeit von YouTube? Wann funktioniert Voice-over-IP bei Vodafone, wann nicht? Verbietet die AGB Eures UMTS-Vertrages vielleicht VOIP, p2p-Kommunikation oder andere Dienste? Tools für Tests findet man hier: http://respectmynet.eu/start/
Je mehr Menschen mitmachen, umso deutlicher wird das Bild. Betroffen sind viele. Eine Übersicht über die gemeldeten Verstöße aus Deutschland findet sich unter http://respectmynet.eu/list/DE, die Gesamtliste hier. Insbesondere aus Österreich mangelt es noch an Beiträgen.
-
: Private Zollschranken – Netzneutralität in Europa unter Beschuss
: Private Zollschranken – Netzneutralität in Europa unter Beschuss Richard Sietmann schreibt in der c’t lang und lesenswert über „Private Zollschranken – Netzneutralität in Europa unter Beschuss“.
Die schwarzgelbe Koalition wollte entsprechend ihrer Koalitionsvereinbarung die Netzneutralität erst gar nicht regeln; nun soll nach § 41a TKG‑E die Bundesregierung eine Verordnung erlassen können, die eine „willkürliche Verschlechterung von Diensten“ untersagt. Das klingt auf den ersten Blick gut, ist aber Augenwischerei und windet sich um den wunden Punkt herum. „Pay for Priority“-Verträge mit Inhalteanbietern sind ja keine „willkürliche Verschlechterung“ bestehender Dienste, führen aber dazu, dass künftig in den schnelleren Zugangsnetzen andere Konnektivitätsregeln gelten: Sich den italienischen Lieblingssender ruckel- und aussetzerfrei auf das TV-Gerät zu streamen gelingt dann nur, wenn dieser sich mit dem Zugangsnetzbetreiber seines deutschen Fans über den Einfuhrzoll geeinigt hat.
Die Tendenz ist offensichtlich: Das Abwarten und Hinhalten überlässt den großen Playern das Spielfeld und gleichzeitig die Gestaltung der Spielregeln, damit sie ein neues Verständnis von TK-Netzbetreiber durchsetzen können: Das sind nicht mehr diejenigen, die Konnektivität zu allen anderen Endhosts herstellen, sondern als „Netzbetreiber“ darf sich künftig jeder Schrankenwärter auf den Nervenbahnen der Informationsgesellschaft bezeichnen.
Hintergründe zum Thema bietet unsere Seite EchtesNetz.de.
Update: Jetzt auch mit Link.
-
: #28c3: Echtes Netz
: #28c3: Echtes Netz Unser Vortrag zum Thema „Echtes Netz – Kampagne für Netzneutralität“ ist in einer Vorabversion online:
(Jetzt auch echt mit richtigem Video)
-
: Echtes Netz – Kampagne für Netzneutralität
: Echtes Netz – Kampagne für Netzneutralität Wir haben heute eine Preview-Version von „Echtes Netz – Kampagne für Netzneutralität“ gestartet. Mehr gibt es im neuen Jahr zu sehen, vorraussichtlich wird sich das ganze Design noch ändern und sicher werden noch mehr Kampagnenelemente dazu kommen.
Ausbauen und aktualisieren werden wir auch noch diese Zeitleiste, wo wir die Debatte um Netzneutralität abbilden wollen:
-
: eco-Politikbrief zu Netzneutralität
: eco-Politikbrief zu Netzneutralität Der Politikbrief 2.2011 von eco, dem Verband der Internetwirtschaft, hat als Schwerpunkt das Thema Netzneutralität. Und ich freue mich, dass sich darin die Internetprovider deutlich für Netzneutralität einsetzen, im Gegensatz zu einigen lautstarken und mächtigen Telekommunikationsanbietern und ihrer Verbände, die diese gerne etwas abschaffen wollen.
-
: Masterplan der EU-Kommission: Netzneutralität durch Transparenz?
: Masterplan der EU-Kommission: Netzneutralität durch Transparenz? Neelie Kroes, für die Digitale Agenda zuständige Vizepräsidentin der Kommission, hat gestern Abend anlässlich des EU-Hackathons eine Rede gehalten, in der sie wieder einmal besonderen Wert auf Transparenz legte. Der Masterplan der Kommission, Netzneutralität durch Transparenz und einfaches Wechseln der Anbieter zu sichern, reicht jedoch in sehr vielen Fällen nicht aus. Angesichts der Realität und den zahlreich aufgezeigten Verletzungen der Netzneutralität in der EU ist die Logik der Kommission nicht wirklich nachvollziehbar. Warum sie geradezu gefährlich ist, erklärten in diesem Monat viele Bürgerrechtsorganisationen in ihren Antworten auf die Konsultation des GEREK:
Antwort der Net User’s Rights Protection Association
Antwort von European Digital Rights
(Crossposting von vasistas?)
-
: US-Senat soll Netzneutralität wieder kippen
: US-Senat soll Netzneutralität wieder kippen Als sich die FCC im Dezember letzten Jahres anschickte, Netzneutralität vorzuschreiben, war die Aufregung groß.
Im August war dem schon der Vorstoß von Google und Verizon vorangegangen, mit dem die beiden Unternehmen sich bemühten, Netzneutralität so zu formulieren, dass sie für ihr Kerninteressse, den mobilen Markt nicht gelte.
Dafür hatten sie einerseits ein Argument – limitierte Bandbreiten durch Interferenzen – andererseits zeigt sich gerade an diesem Beispiel, dass fehlende Netzneutralität vor allem eine Diskriminierung der Nutzer unteinander darstellt, und nicht, wie es in unzutreffenden Beispielen oft nahegelgt wird, den Nutzern die Möglichkeit gäbe, ihre persönliche Bandbreite nach ihren Vorstellungen zu verteilen.
