Missbrauch

  • Darstellungen von Kindesmissbrauch: BKA soll nur finden, nicht löschen
    Eine Frau schaut auf einen Computer und telefoniert
    Die Ermittlung von Tätern steht im Vordergrund, das Löschen der Dateien angeblich nicht Aufgabe. (Symbolbild)
    Darstellungen von Kindesmissbrauch BKA soll nur finden, nicht löschen

    Die Rekordzahlen bei Ermittlungen gegen Kindesmissbrauch im Internet führen nicht dazu, dass diese Materialien auch konsequent gelöscht werden. Die Bundesregierung sagt nun, dass das Bundeskriminalamt gar nicht für Löschmeldungen zuständig sei.

    21. März 2022 7
  • Privatsphäre: Apple fällt um
    Umgefallener Becher und Konfetti
    (Symbolbild)
    Privatsphäre Apple fällt um

    Um Darstellungen von Kindesmissbrauch zu bekämpfen, will Apple in Zukunft die Geräte seiner Nutzer:innen durchsuchen. Die Pläne sind gefährlich. Sie werden zu mehr Zensur und Überwachung führen. Ein Kommentar.

    9. August 2021 43
  • Facebook: Insta für Kinder sorgt für Bedenken
    Kind schaut auf Smartphone
    Inwieweit unter 13-Jährige (un)kontrolliert die neue Instagram-Plattform nutzen sollen, steht noch nicht fest. (Symbolbild)
    Facebook Insta für Kinder sorgt für Bedenken

    Facebook plant ein „Instagram for Kids“ für unter 13-Jährige. Viele Details verriet der Konzern bislang nicht über seine Pläne. Doch es hagelt Kritik, die Plattform gefährde die Gesundheit und Privatsphäre von Kindern.

    15. Juni 2021 1
  • Recherche zu Pädosexuellen-Foren: „Das sind Inhalte, die liegen außerhalb meiner Vorstellungskraft“
    Die Fotos von Kindern und Jugendlichen werden in Foren für Pädosexuelle geteilt – ohne das Wissen der Betroffenen.
    Recherche zu Pädosexuellen-Foren „Das sind Inhalte, die liegen außerhalb meiner Vorstellungskraft“

    Tausende Alltagsfotos von Minderjährigen aus sozialen Netzwerken landen in Foren für Pädosexuelle. Aufgedeckt hat das ein Team von ARD und NDR. Wir haben mit dem Journalisten Daniel Moßbrucker über die Hintergründe der brisanten Recherche gesprochen.

    9. Mai 2021 18
  • Wochenrückblick KW50: Es regnet Gesetze – und Kritik
    Ein Foto von einem Okotpus auf einer Hand.
    Ein Oktopus hat in jedem Tentakel ein separates Gehirn. Vielleicht hilft das, den Überblick über die verschiedenen Gesetze zu wahren.
    Wochenrückblick KW50 Es regnet Gesetze – und Kritik

    BND-Gesetz, IT-SiG 2.0, Uploadfilter: Zum Jahresendende werden fast täglich neue Gesetze durchgepeitscht. Im Wochenrückblick fassen wir für euch zusammen, was diese Woche alles verabschiedet wurde und was uns nächste Woche erwartet.

    11. Dezember 2020
  • Neues Jugendschutzgesetz: Streaming-Dienste sollen kindgerechte Angebote schaffen
    Große Plattformen sollen kindgerechte Angebote schaffen.
    Neues Jugendschutzgesetz Streaming-Dienste sollen kindgerechte Angebote schaffen

    Die deutschen Regelungen zum Jugendschutz sind grob veraltet und entsprechen nicht mehr der heutigen Realität. Die Bundesregierung macht nun einen Vorschlag, wie Netflix, Steam & Co ihre Angebote nach Altersstufen kennzeichnen sollen. Gangsta-Rap soll unter pädagogischer Aufsicht erlaubt werden.

    16. Oktober 2020 1
  • : Wenn das Smart Home zum Werkzeug für häusliche Gewalt wird
    Wer die vernetzten Geräte bedienen kann, kann Macht und Kontrolle ausüben. (Symbolbild)
    Wenn das Smart Home zum Werkzeug für häusliche Gewalt wird

    Der Zahlencode vom digitalen Türschloss ändert sich jeden Tag. Elektronische Gerät schalten sich von alleine immer wieder aus. Immer mehr Betroffene häuslicher Gewalt erzählen von vernetzten Geräten, die sich scheinbar gegen sie verschworen haben, berichtet die New York Times. Die Zeitung hat mit mehr als 30 Überlebenden häuslicher Gewalt, ihren Anwältinnen und Anwälten sowie Mitarbeitenden von Schutz- und Hilfseinrichtungen über das neue Werkzeug für Missbrauch gesprochen.

    Vernetzte Türschlösser, Kameras oder Lautsprecher würden für Kontrolle und Überwachung, aber auch zur Belästigung oder Rache genutzt:

    Graciela Rodriguez leitet eine Notunterkunft mit 30 Betten am Center for Domestic Peace in San Rafeal, Kalifornien. Sie erzählt, einige Leute seien kürzlich mit Geschichten über „verrückt machende Dinge“ zu ihnen gekommen, etwa Thermostate, die plötzlich auf über 38 Grad Celsius springen oder smarte Lautsprecher, die unerwartet laute Musik abspielen. „Sie fühlen sich, als würden sie die Kontrolle über ihr Zuhause verlieren“, sagt sie. „Nachdem sie ein paar Tage hier verbracht haben, realisieren sie, dass sie missbraucht wurden.“

    […] Die Personen, die mit der New York Times über ihre Belästigung durch Smart-Home-Geräte sprachen, waren alle Frauen. Viele von ihnen leben in reichen Vororten, in denen diese Art von Technologie Einzug gehalten hat. […] Eine der Frauen, eine Doktorin aus dem Silicon Valley, erzählte, ihr Ehemann, ein Ingenieur, „kontrolliert das Thermostat. Er kontrolliert das Licht. Er kontrolliert die Musik.“ Sie sagt: „In von Missbrauch geprägte Beziehungen geht es um Macht und Kontrolle und er benutzt dafür Technologie.“ [Eigene Übersetzung]

    Der Missbrauch technischer Geräte zu Kontrollzwecken ist nichts Neues. Die Möglichkeiten für Missbrauch sind jedoch in einem komplett vernetztem Zuhause weitaus größer. Genaue Fallzahlen sind den von der Times befragten Polizeibehörden nicht bekannt, dafür sei das Internet of Things eine noch zu neue Erfindung. Mit der rapide zunehmenden Anzahl der Geräte scheint eine Beschäftigung mit dem Missbrauchspotenzial der Geräte jedoch unumgänglich.

    26. Juni 2018 9
  • : EFF verklagt australische Plattenfirma Liberation Music wegen Urheberrechtsmissbrauch
    EFF verklagt australische Plattenfirma Liberation Music wegen Urheberrechtsmissbrauch

    EFF-logo-transDie Electronic Frontier Foundation (EFF) hat Klage gegen das australische Musiklabel Liberation Music eingereicht. Liberation Music wird vorgeworfen das Urheberrecht zu missbrauchen, da sie einen Vortrag des Harvard Professors Lawrence Lessig, welches bei Youtube hochgeladen wurde, unrechtmäßig mit dem Verweis auf das Urheberrecht löschen ließ.

    Der Initiator der Creative-Commons-Initiative und Professor der Rechtswissenschaften in Harvard Lawrence Lessig, hielt im Juni 2010 auf einer Creative-Commons-Konferenz in Südkorea einen Vortrag mit dem Titel „Open“. In diesem Vortrag zeigte Lessig kurze Videoclips aus Amateur-Tanzvideos, welche mit dem Song „Lisztomania“ der französischen Band Phoenix unterlegt waren. Der gesamte Vortrag wurde im Anschluss an die Veranstaltung bei Youtube hochgeladen. Anfang dieses Jahres meldete sich die Plattenfirma Liberation Music und gab an, die Rechte an „Lisztomania“ zu besitzen und begann das Video bei Youtube sperren zu lassen. Als Lessig daraufhin eine Gegendarstellung abgab, drohte Liberation Music Lessig zu verklagen. Daraufhin wandte Lessig sich an die EFF, welche nun ihrerseits Klage gegen Liberation Music eingereicht hat.

    Die EFF stützt sich nun bei ihrer Klage darauf, dass die Nutzung des Songs innerhalb des Vortrags unter „Fair Use“ falle, bei dem urheberrechtlich geschützte Materialien zu Bildungszwecken verwendet werden dürfen. Sie fordert das Gericht nun auf klarzustellen, dass es sich bei dem Video um „Fair Use“ handele und fordert Schadenersatz anzuerkennen.

    23. August 2013 3
  • : Deutsche Telekom wertet Verbindungsdaten des gesamten Telefonverkehrs ihrer Kunden aus
    Deutsche Telekom wertet Verbindungsdaten des gesamten Telefonverkehrs ihrer Kunden aus

    Die Deutsche Telekom wertet den gesamten Telefonverkehr ihrer Kunden aus, sowohl im Festnetz aus auch im Mobilfunknetz. Das berichtet die Wirtschaftswoche in einem Bericht. Demnach liegen der Wirtschaftswoche interne Dokumente der Telekom-Arbeitsgruppe mit der Namen GBS-MIS vor, die im vergangenen Jahr Schäden in Höhe von 200 Millionen Euro verhindert haben soll.

    Aus den Dokumenten gehe hervor, dass ein computergesteuertes Überwachungssystem den gesamten Telefonverkehr der Telekom überwacht und mit Hilfe der gesammelten Verbindungsdaten auswertet. In erster Linie sollen mit dem System starke Abweichungen in der Nutzung des Telefonanschlusses festgestellt werden, welche auf einen betrügerischen Missbrauch hindeuten würden. Als Beispiele nennt die Wirtschaftswoche häufige und lange Gespräche in Ländern wie Guinea oder São Tomé, bei denen die Telekom hohe Minutenpreise zahlen muss, die zum Teil wieder zu den Betrügern zurück fließen. Laut Bericht wurden alleine im letzten Jahr rund 160.000 Anschlüsse auf Grund von Missbrauch gesperrt.

    Doch auch Hacker, welche in den Nachtstunden Telefonanlagen von Firmenkunden manipulieren um dann teure Servicenummern anzurufen, sollen von der GBS-MIS aufgespürt werden. Laut Wirtschaftswoche wurden im letzten Jahr 525 solche Fälle bekannt, die sich auf eine Schadenssumme von rund 2 Millionen Euro summierten.

    12. August 2013 6
  • : Internet-Sperren in Großbritannien: Nach Missbrauch jetzt standardmäßig auch Pornografie und „schädliche Inhalte“
    Internet-Sperren in Großbritannien: Nach Missbrauch jetzt standardmäßig auch Pornografie und „schädliche Inhalte“

    Im Vereinigten Königreich sollen Internet-Provider jetzt auch Webseiten mit Pornografie, Magersucht, Gewalt und anderen „schädlichen Inhalten“ sperren. Damit erweitert der „Rat für Kinder-Sicherheit“ die Vorschläge der Regierung noch. Umstritten scheint nur noch, ob die Filter standardmäßig für alle Internet-Anschlüsse gelten oder die Inhaber gefragt werden, ob sie diesen „Kinderschutz“ wollen.

    Bereits im Oktober kündigte Premierminister David Cameron auf einem Treffen mit der christlichen Organisation „Mothers’ Union“ an, die Internet-Pornografie eindämmen zu wollen. Die vier größten britischen Internet-Provider haben damals eingewilligt, pornografische Webseiten standardmäßig zu sperren. Die Technik existiert ja bereits durch die Sperren von Kindesmissbrauchs-Dokumentation. Kunden, die doch Pornos sehen wollen, könnten das ja wieder freischalten lassen.

    Der von New Labour unter Gordon Brown ins Leben gerufene UK Council for Child Internet Safety will noch weiter gehen. Der Vorstand des Zusammenschlusses aus Regierung, Strafverfolgungsbehörden, Privatwirtschaft und Kinderschutz-Organisationen hat jetzt einen Vorschlag zum Kinderschutz im Internet veröffentlicht.

    4. Juli 2012 20
  • : „Tatort Internet“: Zwischenstand und Danksagung
    „Tatort Internet“: Zwischenstand und Danksagung

    Ich muss mich mal kurz bedanken. Als ich vorhin bei Twitter nach Hinweisen und Screenshots fragte, wo und wann am Montag zuerst Details aus dem Privatleben der in der RTL2-Sendung „Tatort Internet“ des (versuchten) sexuellen Missbrauchs Beschuldigten veröffentlicht wurden, hatte ich innerhalb 30 Minuten nicht nur die gewünschten Screenshots, sondern auch ausreichend Material, um den Ablauf in den Minuten nach der Sendung zu rekonstruieren. Ich war für einen kurzen Moment tatsächlich sprachlos, wie gut dieses Internet manchmal funktioniert. Danke auch noch einmal für den nächtlichen Tipp an sumoso. Sexueller Missbrauch ist ansonsten ja nun wirklich kein Thema, mit dem man sich gerne rumschlägt.

    Im Moment schaut es so aus, dass am Montag gegen viertel vor zehn – die Sendung lief zu diesem Zeitpunkt noch – zwei Tweets mit Hinweisen auf einen der Beschuldigten veröffentlicht wurden (Da zumindest ein Tweet den Realnamen eines Beschuldigten enthält, verzichte ich auf einen Link. Der andere und zeitlich erste stammt übrigens vom Gründer einer gut vernetzten Kinderschutzplattform.).

    Um 22:06 Uhr, kurz nach dem Abspann, ging es – laut Zeitstempel – dann bei krautchan los (inzwischen gelöscht). Auf Board /b/ wurde der Beschuldigte nach allen Regeln der Kunst „nackig gemacht“. Bilder, persönliche Daten, beides auch aus dem familiären und beruflichen Umfeld, das volle Programm. Kurz nach Mitternacht ging es in diversen Foren weiter, u.a. bei boerse.bz. Der Rest ist bekannt.

    16. Oktober 2010 61
  • : 5 vor 12 (+1), Wochenendedition
    5 vor 12 (+1), Wochenendedition

    Auch wenn es sicher noch zu früh ist, um die Korken knallen zu lassen: Der Widerstand gegen den JMStV wird auch unter den politischen Entscheidern immer lauter. Auf ihrem Bundesparteitag in Köln hat sich die FDP nicht nur gegen Nacktscanner, ELENA und Vorratsdatenspeicherung ausgesprochen,* es wurde auch ein Antrag angenommen, der das Potential hat, den JMStV in der derzeit diskutieren Neufassung zu stoppen.

    Nun sind freilich die FDP-Fraktionen in der (derzeit) 8 Landesparlamenten gefragt, in denen die FDP Regierungsverantwortung trägt. Schaun mer mal:

    # Antrag: FDP-Bundesparteitag soll JMStV kippen (Jimmy Schulz)
    # Kinderpornografie: Regierung stellt Weichen für Löschgesetz (Neue OZ)
    # Schutzalter: Vatikan erlaubt Sex mit Kindern ab zwölf Jahren (Welt)
    # Vuitton-Taschen haben höheren Status als Missbrauchsopfer (Joe McNamee)
    # Youtube-Kanal mit (Spiele-)Komplettlösungen gelöscht (Golem)

    *Ja, die dpa-Meldung ist eher lausig.

    PS: In fünf Minuten beginnt der WPPD. Aber das ist ein anderes Thema ‚)

    24. April 2010 17