Datenschutz
-
: Bundesrat ignoriert Zweifel am Ausländerzentralregister
Schon 6-Jährige sollen Fingerabdrücke abgeben müssen : Bundesrat ignoriert Zweifel am Ausländerzentralregister Die Datensammlung im Ausländerzentralregister soll noch größer werden. Der Bundesrat beschloss heute seine Stellungnahme zum Gesetzentwurf von Seehofers Innenministerium. Die zuständigen Ausschüsse bezweifeln die Rechtmäßigkeit des Datenpools, eine Mehrheit für Verbesserungsvorschläge bekamen sie trotzdem nicht.
-
: Was vom Tage übrig blieb: Wikipedia-Off, Google-Datenschutz und rassistische Cops
So recht kann sich der Frühling noch nicht durchsetzen, aber es ist ja erst … März. : Was vom Tage übrig blieb: Wikipedia-Off, Google-Datenschutz und rassistische Cops Die deutschsprachige Wikipedia geht nächsten Donnerstag offline, New York leitet eine weitere Untersuchung gegen Facebook ein, Forscher haben 100 Millionen Polizeikontrollen in den USA ausgewertet und Google & Co. basteln an einem geplanten US-Datenschutzgesetz mit. Die interessantesten Reste des Tages.
-
: Angst essen Freiheit auf: Wir müssen unser Grundrecht auf Privatsphäre schützen
Sabine Leutheusser-Schnarrenberger. : Angst essen Freiheit auf: Wir müssen unser Grundrecht auf Privatsphäre schützen Das Grundgesetz und die Grundrechte bilden das feste Fundament unserer Demokratie. Wir dürfen sie nicht auf dem Altar der Sicherheit opfern. Ein leidenschaftliches Plädoyer der ehemaligen Justizministerin.
-
: Am 22. März ist es so weit: Wir laden zum Datenschutz-Workshop
: Am 22. März ist es so weit: Wir laden zum Datenschutz-Workshop Der Datenschutzexperte Martin Rost bietet am 22. März mit uns einen eintägigen Datenschutz-Workshop an und ihr könnt in Berlin dabei sein! Wenn ihr nicht wisst, warum ihr das braucht, klickt euch ins Interview. Erfahrt auch, wie der Workshop hieße, wäre er ein Film. Und vor allem: endlich wieder ruhig schlafen mit dem wichtigsten Rüstzeug für die Umsetzung der DSGVO.
-
: Kartellamt: Facebook missbraucht seine marktbeherrschende Stellung
: Kartellamt: Facebook missbraucht seine marktbeherrschende Stellung Facebook bekommt erstmals in Deutschland einen Schuss vor den Bug. Das Bundeskartellamt hat heute amtlich bestätigt, dass der Datenkonzern marktbeherrschend sei und dies unzulässig ausnutze. Deswegen gibt es jetzt Beschränkungen für die Datensammler.
-
: Transparenzbericht: E‑Mail-Provider mailbox.org kritisiert rechtswidrige Anfragen
Polizei und Cyber-Behörden haben beim Thema Rechtsgrundlage für Datenauskunftsanfragen immer noch Nachholbedarf. : Transparenzbericht: E‑Mail-Provider mailbox.org kritisiert rechtswidrige Anfragen Der E‑Mail-Provider mailbox.org veröffentlicht seinen Transparenzbericht für das Jahr 2018. Neben einem Anstieg der behördlichen Datenanfragen geht aus dem Bericht hervor, dass die Behörden oftmals weder technisch noch juristisch auf dem Stand sind, formkorrekte Anfragen zu stellen.
-
: Doxing: Tatverdächtiger war politisch motiviert, aber seine Straftaten sollen nicht politisch motiviert sein
Ohne Springerstiefel keine politische motivierte Straftat? : Doxing: Tatverdächtiger war politisch motiviert, aber seine Straftaten sollen nicht politisch motiviert sein Der Politiker-Doxer wurde durch politische Äußerungen seiner Opfer motiviert. Trotzdem stufen BKA und Innenminister die Taten nicht als politisch motivierte Straftaten ein. Das ist falsch – und politisch motiviert.
-
: Was vom Tage übrig blieb: Locations, Glotze & obszönes Spielzeug
Blick aus dem Büro am 9. Januar 2019: Der Winter regiert. : Was vom Tage übrig blieb: Locations, Glotze & obszönes Spielzeug Sony sperrt die Mediacenter-Software Kodi aus, Stalker kaufen US-Ortungsdaten und die Technikmesse CES verbietet angeblich frevelhaftes Sexspielzeug. Die interessantesten Reste des Tages.
-
: Netzpolitischer Wochenrückblick KW 51: Ein Log-In für alles und kein Breitband für alle
Rückblickend, ein skandalöses Jahr für Facebook. : Netzpolitischer Wochenrückblick KW 51: Ein Log-In für alles und kein Breitband für alle Der neue Anbieter Verimi gibt seinen NutzerInnen ein einziges, „praktisches“ Passwort für sämtliche Online-Dienste. Was könnte da schon schiefgehen? Der versprochene Breitbandausbau in Deutschland lies auch in diesem Jahr wieder auf sich warten und wir blicken auf ein skandalöses Jahr für Facebook zurück.
-
: Eine Identität für alles: Das schwierige Geschäftsmodell von Verimi
Eine Identität für alles: Der Log-in-Dienst Verimi will "das digitale Zuhause" seiner Nutzerinnen und Nutzer werden. Die beteiligten Unternehmen suchen vor allem einen Türöffner zum Datensammeln. : Eine Identität für alles: Das schwierige Geschäftsmodell von Verimi Ein Dutzend der größten deutschen Unternehmen gründet einen gemeinsamen Log-in-Dienst. Gegenüber Nutzerinnen und Nutzern wirbt Verimi mit Bequemlichkeit: Ein einziges Passwort als Generalschlüssel für alles, vom Online-Shopping bis zum Meldeamt. Doch was springt dabei für die Gründer raus? Wir haben uns das näher angeschaut und finden Widersprüche.
-
: Österreich verzögerte EU-Datenschutz-Gesetz nach zahlreichen Lobby-Treffen
Lobbyisten in der Leitung? Österreichs Kanzler Sebastian Kurz in Brüssel : Österreich verzögerte EU-Datenschutz-Gesetz nach zahlreichen Lobby-Treffen Die ePrivacy-Verordnung soll die Privatsphäre bei der Online-Kommunikation in Europa stärken. Telekom-Firmen und die Werbebranche hassen die Pläne. Eine Antwort der Regierung an das Parlament in Wien zeigt, wie Lobbyisten den EU-Ratsvorsitzes Österreich nutzten, um die Datenschutz-Reform auszubremsen.
-
: Ein Drittel aller Android-Apps schickt heimlich Daten an Facebook
: Ein Drittel aller Android-Apps schickt heimlich Daten an Facebook Eine Untersuchung zeigt Datensammelei des Social-Media-Konzerns durch versteckte Tools in vielen Apps. Diese senden auch Daten an Facebook, wenn man gar keinen Account dort hat. Hersteller aus Deutschland zeigen sich nach Bekanntwerden reumütig.
-
: Online-Spiel klärt über Verschlüsselung auf
Alles sicher? : Online-Spiel klärt über Verschlüsselung auf Verschlüsselung ist aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Viele Nachrichten-Messenger nutzen Ende-zu-Ende-Verschlüsselung und im Browser zeigt einem ein kleines grünes Schloss an, dass die Datenübertragung bei dem Besuch einer Website abgesichert ist. Doch viele AnwenderInnen verstehen nicht, wie Verschlüsselung eigentlich funktioniert. Das kann in brenzligen Situationen dazu führen, dass man sich fragt, ob und wie Unbefugte an die eigenen Daten gelangen können.
In einem kleinen Online-Spiel leistet die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch Aufklärungsarbeit zu Datenschutz und Verschlüsselung. Die SpielerInnen folgen dem Charakter Fei durch ihren Alltag und müssen sich in unterschiedlichen Situationen für die sicherste Alternative entscheiden. Ganz gleich, ob man richtig oder falsch klickt, bekommt man einiges an Informationen rund um das Thema Verschlüsselung im Alltag.
„Verschlüsselung hilft uns, unsere Online-Transaktionen, persönlichen Daten, intimen Fotos und sensible Kommunikation vor wachsamen Augen abzuschirmen“, erklärt Cynthia Wong, Internet Forscherin bei Human Rights Watch in einem Blogbeitrag. „Aber wie diese technische Abwehr funktioniert, ist manchmal unklar, also hoffen wir, dass die Menschen, die das Spiel spielen mehr darüber lernen, wie wichtig Verschlüsselung für ihre Sicherheit ist.“
-
: Berlin: Datenschutzbehörde prüft chinesischen Fahrradverleih Mobike
Ein Leihfahrrad des chinesischen Herstellers Mobike. : Berlin: Datenschutzbehörde prüft chinesischen Fahrradverleih Mobike Nach einem kritischen Medium-Beitrag des Datenschutzaktivisten Alexander Hanff will die Berliner Datenschutzbehörde den chinesischen Fahrradverleih Mobike prüfen, berichtet der Tagesspiegel. Der sogenannte Bike-Sharing-Anbieter sammelt umfangreiche Nutzungs- und Standortinformationen über seine Kund:innen, überträgt diese nach China und berechnet für die Betroffenen individuelle Score-Werte.
Hanff zufolge begeht das Unternehmen dabei mehrere Verstöße gegen die Datenschutzgrundverordnung. Dem Tagesspiegel teilte die zuständige Berliner Aufsichtsbehörde heute mit:
„Die Berliner Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit hatte bereits geplant, eine Prüfung von Car- und Bikesharing-Unternehmen vorzunehmen. […] Es ist geplant, Mobike noch in dieser Woche um eine schriftliche Stellungnahme sowie um die Beantwortung eines Fragenkatalogs zu bitten.“
Das Unternehmen habe dann drei Wochen Zeit für eine Antwort.
-
: Verbraucherschützer warnen vor Einführung eines Dateneigentums
Was würde es bedeuten, wenn unsere Kommunikationsdaten künftig ausschließlich unserem Mobilfunkanbieter gehören könnten? Eine Löschung der eigenen Kommunikationsspuren wäre jedenfalls nicht mehr möglich, wenn man einmal das "Eigentum" daran abgetreten hat. : Verbraucherschützer warnen vor Einführung eines Dateneigentums Auf Drängen der Automobilindustrie diskutiert die Bundesregierung seit Längerem ein Eigentumsrecht an Daten. Der Bundesverband der Verbraucherzentralen warnt vor dieser grundlegenden Neuordnung des Datenrechts. Grundrechtssensible Bereiche würden dadurch noch weiter kommerzialisiert.
-
: Das ist kein Liebeslied: Kommentar zum Ende der Amtszeit der Bundesdatenschutzbeauftragten
Die Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit. : Das ist kein Liebeslied: Kommentar zum Ende der Amtszeit der Bundesdatenschutzbeauftragten Dass sich die allzu blasse Noch-Bundesdatenschutzbeauftragte fachkundig in öffentlichen Diskussionen zu Wort meldet, erwartet wohl niemand mehr. Ihr gerade gewählter Nachfolger im Amt steht vor einer Herausforderung: Sowohl Datenschutz als auch Informationsfreiheit gehören wieder stärker in den Fokus der Öffentlichkeit.
-
: UN-Sonderberichterstatter für Datenschutz wünscht sich eine motiviertere Bundesregierung
Joseph Cannataci : UN-Sonderberichterstatter für Datenschutz wünscht sich eine motiviertere Bundesregierung Der UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Datenschutz, Joseph Cannataci, war vergangene Woche zu einem Hintergrundgespräch bei uns im Büro zu Besuch. Wir haben die Chance genutzt, mit ihm über sein Amt und die Herausforderungen für den Schutz der Privatsphäre im Zeitalter der Massenüberwachung zu sprechen.
-
: KI-Strategie der Regierung: So will Deutschland international aufholen
Die Forschung mit den Unternehmen und der Verwaltung vernetzen: Teil der Strategie der Bundesregierung, um Künstliche Intelligenz zu fördern. : KI-Strategie der Regierung: So will Deutschland international aufholen Drei Milliarden Euro will die Bundesregierung bis 2025 in die Künstliche Intelligenz investieren. Im Strategiepapier, das Donnerstag vom Kabinett beschlossen werden soll, bleibt allerdings vieles weiterhin vage. Was hingegen deutlich wird: Der Regierung geht es mit ihren Vorhaben vor allem um Wirtschaftsförderung.
-
: Datenwahrsagerei mit echten Folgen: Schützen kann uns nur ein neues Recht
"KI-Orakel": Schlussfolgerungen und Vorhersagen über uns sind oft nicht intuitiv nachvollziehbar und kaum verifizierbar, beeinflussen unser Leben aber trotzdem. : Datenwahrsagerei mit echten Folgen: Schützen kann uns nur ein neues Recht Hält ein Unternehmen Daten über uns vor, kann es diese nahezu beliebig interpretieren und Informationen daraus ableiten. Diese Erkenntnisse bergen vielleicht die größten Risiken, sind aber kaum rechtlich geschützt. Ein Forschungsteam aus Oxford fordert deshalb ein Recht darauf, wie wir gesehen werden.