Andrea Jonjic-Beitter

Andrea studiert Political and Social Sciences (MA) in Würzburg, twittert als @seditioni und ist Redakteurin des Sicherheitspolitik-Blog. Kontakt: andrea@netzpolitik.org (PGP)

  • : Call for Participation: SIGINT 2013
    Call for Participation: SIGINT 2013

    sigintVom 5. bis 7. Juli findet in Köln die SIGINT statt, eine vom CCC jährlich veranstaltete Konferenz für Hacker, Netzbewohner und Aktivisten. Dabei werden sowohl technische als auch gesellschaftspolitische Aspekte der digitalen Gesellschaft thematisiert, es geht um Mitwirkung und Veränderungen, Hacktivismus und Spaß am Gerät. Dafür sucht der CCC nun Menschen, die Vorträge halten, interessante Projekte vorstellen oder bei der Organisation und Umsetzung helfen. Bis zum 5. Mai können Vorträge/ Workshopvorschläge eingereicht werden, zu Themen wie Überwachungstechnologien, Sicherheit von Telekommunikationssystemen, Netzneutralität, Programmiersprachen, Privacy, Partizipation. Mehr Infos und eine längere Liste mit Themenvorschlägen findet sich hier.

    19. März 2013
  • : Elektrischer Reporter über GIFs, Social Social Media und 3D-Drucker
    Elektrischer Reporter über GIFs, Social Social Media und 3D-Drucker

    Der Elektrische Reporter diesmal über nicht totzukriegende GIFs, soziales Engagement in sozialen Netzwerken und die Frage, ob die neue 3D-Drucktechnologie eine gesellschaftliche Revolution auslöst.

    Hier klicken, um den Inhalt von www.youtube-nocookie.com anzuzeigen.

    18. März 2013
  • : National Security Letters vom FBI sind verfassungswidrig, urteilt US-Richterin
    National Security Letters vom FBI sind verfassungswidrig, urteilt US-Richterin

    Vor zwei Wochen kündigte Google an, auch Anfragen des FBI in seinen Transparenzbericht aufzunehmen. Die Ermittlungsbehörde des US-Justizministeriums kann bei ‘Ermittlungen zur nationalen Sicherheit’ Daten von Nutzerinnen und Nutzern mittels National Security Letters (NSL) und ohne richterliche Verfügung anfordern: Name, Adresse, Dauer des Dienstes und Abrechnungsunterlagen für die Orts- und Ferngespräche eines Nutzers. Betroffene werden nicht informiert und das FBI darf Firmen verbieten, über den Empfang solcher NSL zu berichten. Eine Telekommunikationsfirma, die anonym bleiben will und einen NSL erhalten hat, hatte 2011 gegen das FBI geklagt. Die Bezirksrichterin Susan Illston urteilte nun, dass die National Security Letters gegen den ersten Zusatzartikel der US-Verfassung verstießen und damit verfassungswidrig seien. Sie fordert die US-Regierung auf, keine NSL mehr zu verschicken, räumt ihr aber eine Berufungsfrist von 90-Tagen ein.

    18. März 2013
  • : Nach den Wahlen in Kenia: Befürchtungen, Hate Speech im Netz könnte zu Ausschreitungen führen
    Nach den Wahlen in Kenia: Befürchtungen, Hate Speech im Netz könnte zu Ausschreitungen führen

    Ende Februar berichtete ich von dem Projekt Umati, einer Gruppe von Menschen, die vor den Präsidentschaftswahlen in Kenia soziale Netzwerke und Foren nach Hate Speech durchsuchten. Ziel war es, eine Definition für Hate Speech zu entwickeln und diese in die kenianische Verfassung einzuführen, sowie Aufklärungsarbeit gegenüber der kenianischen Öfflichkeit zu leisten.

    Mit 50,07 Prozent gewann Uhuru Kenyatta am 9. März 2013 die Wahl. Er ist vor dem Internationalen Strafgerichtshof wegen Anstiftung zum Mord, Vertreibung und Raub während der Wahlen im Jahr 2007 angeklagt. Sein Prozess beginnt am 9. Juli 2013.

    Schwere Gewaltausbrüche nach den Wahlen, wie 2007 geschehen, gab es dieses Jahr dank einem starken Polizeiaufgebot und vielen zivilen Friedensinitiativen nicht. Doch Hate Speech tritt nach den Wahlen noch immer, vor allem online auf und das Ministerium für Information und Kommunikation befürchtet erneute Unruhen auf den Straßen Kenias:.

    The Ministry of Information and Communications said this week that it has been unable to contain „the ugly messages of hate and negative ethnicity“ online. It said many of the messages qualify as hate speech. Some officials worry that the virtual feuding could trigger real-life fighting.

    18. März 2013 1
  • : Netzpolitischer Wochenrückblick – KW 11
    <a href="http://oops-i-made-you-smile.tumblr.com/post/45279668739" >oops.i-made-you-smile</a>
    Netzpolitischer Wochenrückblick – KW 11

    Was ist diese Woche passiert? Unser Netzpolitischer Wochenrückblick gibt einen kompakten Überblick:

    • Leistungsbeschreibung: Wie das Bundeskriminalamt versucht, die Quellen-TKÜ gesetzeskonform zu machen

    Die deutschen Behörden versuchen, die so genannte Quellen-Telekommunikationsüberwachung mit verfassungsrechtlichen und gesetzlichen Vorgaben in Einklang zu bringen. Dazu wurde unter Federführung des Bundeskriminalamts eine “Standardisierende Leistungsbeschreibung” erarbeitet, die wir an dieser Stelle veröffentlichen. Darin wird versucht, einige Fehler des bisher enttarnten Staatstrojaners zu beheben, die Grundprobleme bleiben jedoch bestehen.

    15. März 2013 1
  • : ownCloud 5 bringt überarbeitete Benutzeroberfläche und neue Funktionen
    ownCloud 5 bringt überarbeitete Benutzeroberfläche und neue Funktionen

    owncloud-logo-150x74ownCloud ist ein Open-Source-Projekt, dass Anwendern und Firmen eine Alternative zu kommerziellen und/oder proprietären Cloud-Diensten von Anbietern wie Google, Dropbox, usw. bieten will. Man kann ownCloud auf einem eigenen Server betreiben und behält so die Kontrolle über seine Daten. Für alle gängigen Plattformen und Betriebssysteme (Linux, Windows, Mac, Android, iOS) gibt es Clients, mit denen man Dateien, Adressbücher und Kalender synchronisieren und teilen kann. In der Weboberfläche ermöglicht der integrierte Medienplayer das Abspielen von Musik, Anzeigen von Bildern und Lesen von eBooks.

    Mit der heute erschienenen Community Edition 5 kamen neben einem überarbeiteten User Interface auch weitere nützliche Funktionen wie beispielsweise Volltextsuche über alle gespeicherten Dateien, verbesserte Versionskontrolle und ein integrierter Virenscanner hinzu. Der komplette Changelog findet sich auf owncloud.com. Neben der kostenlosen Community Edition gibt es auch eine kostenpflichtige Enterprise Edition, die sich an Geschäftskunden richtet und diverse Supportmodelle beinhaltet.

    In der cBase in Berlin findet morgen Abend die offizielle ownCloud 5 Release-Party statt. Vorgestellt werden ownCloud, Sync-Clients und die neuen Funktionen. Und es gibt Pizza!

    14. März 2013 6
  • : National Digital Council rät französischer Regierung, Netzneutralität gesetzlich zu verankern
    National Digital Council rät französischer Regierung, Netzneutralität gesetzlich zu verankern

    Der National Digital Council (Conseil national du numérique, CNNum) in Frankreich ist ein 2011 gegründetes Kommittee, das die Regierung in Fragen von ‚digitalen Angelegenheiten’ berät. Am Dienstag veröffentlichte der CNNum eine Stellungnahme zum Thema Netzneutralität. Darin heißt es laut La Quadrature du Net, die französische Regierung solle Netzneutralität gesetzlich verankern und auch auf Suchmaschinen und andere Online-Dienste wie auch Social Networks anwenden. Während eines intergouvernementalen Seminars hatte auch der Premierminister Jean-Marc Ayrault ein Gesetz „zum Schutz von digitalen Rechten und Freiheiten“ angekündigt, dass laut EDRi sehr nach Verbesserungen beim Thema Netzneutralität klang.

    14. März 2013
  • : Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte bestätigt Urteil gegen Pirate-Bay-Gründer Sunde und Neij
    Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte bestätigt Urteil gegen Pirate-Bay-Gründer Sunde und Neij

    2010 wurden vier Schweden für Betrieb und Werbung der Filesharing-Seite The Pirate Bay zu je mehreren Monaten Haft und insgesamt mehr als zehn Millionen Euro Geldstrafe verurteilt. Zwei von ihnen, Peter Sunde und Fredrik Neij wendeten sich an den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR), nachdem der oberste schwedische Gerichtshof im November einen Antrag von Sunde auf Wiederaufnahme des Verfahrens abgelehnt hatte. In der Beschwerde an den EGMR argumentierten die beiden Pirate-Bay-Gründer, dass The Pirate Bay eine Plattform zum Austausch von Inhalten sei und sie nicht verantwortlich gemacht werden können für Urheberrechtsverletzungen, die von anderen über diese Plattform begangen worden seien. Durch den automatisierten Serverbetrieb von The Pirate Bay seien nur Torrent Files zwischen Userinnen und Usern übertragen worden – und diese enthielten keine urheberrechtlich geschützten Informationen, erklärte letztes Jahr Neijs Anwalt Jonas Nilsson. Die Strafe verletze Sundes und Neijs Menschenrecht auf freie Meinungsäußerung.

    Der EGMR lehnte die Beschwerde nun ab. In der Begründung heißt es, dass Sundes und Neijs Recht auf freie Meinungsäußerung durchaus verletzt wurde, jedoch sei dies in einem legitimen Rahmen und zur Wahrung der Urheberrechte der Kläger passiert. Der EGMR betont, dass trotz deutlicher Aufforderungen an die Pirate-Bay-Betreiber keine Maßnahmen zum Schutz des Urheberrechts getroffen wurden und die in Schweden verhängten Strafen daher nicht unverhältnismäßig ausgefallen seien.

    The Court held that sharing, or allowing others to share files of this kind on the Internet, even copyright-protected material and for profit-making purposes, was covered by the right to ‘receive and impart information’ under Article 10 (freedom of expression). […] However, the Court considered that the domestic courts had rightly balanced the competing interests at stake – i.e. the right of the applicants to receive and impart information and the necessity to protect copyright – when convicting the applicants and therefore rejected their application as manifestly ill-founded.

    Eigentlich sind damit alle rechtlichen Mittel ausgeschöpft. Peter Sunde sagte allerdings gegenüber TorrentFreak, dass noch nicht alle Türen geschlossen seien.

    14. März 2013 10
  • : Deutsche Ermittler können Herausgabe von Cloud-Daten aus den USA anfordern und umgekehrt
    Deutsche Ermittler können Herausgabe von Cloud-Daten aus den USA anfordern und umgekehrt

    Aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage des Abgeordneten Andrej Hunko und der Fraktion Die Linke geht hervor, dass deutsche Ermittler in US-amerikanischen Cloud-Diensten suchen und Inhalte beschlagnahmen können. Ausländische Ermittler können umgekehrt über das G8 24/7 Netzwerk ebenfalls eine Sicherung und Herausgabe von Cloud-Daten ersuchen.

    Gefragt wurde, ob der US-amerikanische Patriot Act oder der Foreign Intelligence Surveillance Act FISA auch Zugriffe von US-Behörden auf deutsche Cloud-Inhalte gestattet. Darauf heißt es:

    Rechtsgrundlagen für Ersuchen im Bereich der justiziellen Rechtshilfe in Strafsachen mit dem Ziel des Zugriffs und der Übermittlung von Daten, die in einer Cloud gespeichert sind, sind im Wesentlichen der Vertrag vom 14. Oktober 2003 zwischen der Bundesrepublik Deutschland und den Vereinigten Staaten von Amerika über die Rechtshilfe in Strafsachen in Verbindung mit dem Zusatzvertrag vom 18. April 2006 zu dem vorbezeichneten Vertrag sowie das Übereinkommen des Europarats über Computerkriminalität vom 23. November 2011.

    14. März 2013 10
  • : Lebensprinzipien für das 21. Jahrhundert
    <a href="http://brucesterling.tumblr.com/post/45107871992/joi-ito-of-mit-media-lab-from-a-wired" >http://brucesterling.tumblr.com/</a>
    Lebensprinzipien für das 21. Jahrhundert

    Joi Ito, Leiter des MIT Media Lab, hat in einbem Interview über die „Tools for the Coming Chaos“ eine Liste von Prinzipien für das Leben im 21. Jahrhundert formuliert. Hier die deutsche Übersetzung:

    1. Ausdauer statt Stärke, was bedeutet: Du willst lieber nachgeben, Fehler zulassen und wieder auf die Beine kommen anstatt versuchen, keine Fehler zu machen.
    2. Du ziehst anstatt zu drücken. Das heißt, du ziehst Ressourcen aus dem Netzwerk, so wie du sie benötigst, anstatt sie zentral zu lagern und zu kontrollieren.
    3. Du willst lieber etwas riskieren, anstatt auf Sicherheit bedacht zu sein.
    4. Du willst das System fokussieren anstatt Objekte.
    5. Du willst gute Kompasse haben und keine Karten.
    6. Du willst praktisch arbeiten, nicht theoretisch. Manchmal weißt du nicht, wieso es funktioniert, aber es ist wichtig dass es funktioniert und nicht, dass du irgendeine Theorie dafür hast.
    7. Ungehorsamkeit statt Regelbefolgung. Du bekommst keinen Nobel-Preis dafür, zu tun, was dir gesagt wird. In der Schule geht es zu viel um Gehorsamkeit, wo wir doch eigentlich den Ungehorsam feiern sollten.
    8. Es ist die Crowd, nicht die Experten.
    9. Der Fokus liegt auf Lernen, nicht auf Bildung.
    13. März 2013 9
  • : Mündliche Anhörung vor dem EuGH: Biometrische Daten auf dem Reisepass obligatorisch?
    Mündliche Anhörung vor dem EuGH: Biometrische Daten auf dem Reisepass obligatorisch?

    Heute wird beim Europäischen Gerichtshof in einem Vorabentscheidungsverfahren über die Frage verhandelt, ob Fingerabdrücke aufgrund der EU-Verordnung Nr. 2252/2004 von jedem EU-Bürger gefordert werden können, der einen Reisepass beantragt. Der klagende Rechtsanwalt Michael Schwarz aus Bochum sieht darin seine Rechte auf informationelle Selbstbestimmung verletzt, er fordert eine Verpflichtung zur Erteilung des Reisepasses ohne Fingerabdrücke. Constanze Kurz wird ihn dabei als Sachverständige unterstützen. Bei DRadio Wissen erklärt sie, welche datenschutzrechtlichen Bedenken sie hat:

    13. März 2013 1
  • : RAT – Wie Remote Support Tools für Überwachung und Spannerei mißbraucht werden
    Quelle: <a href="http://arstechnica.com/tech-policy/2013/03/rat-breeders-meet-the-men-who-spy-on-women-through-their-webcams/" >Ars Technica</a>
    RAT – Wie Remote Support Tools für Überwachung und Spannerei mißbraucht werden

    Remote access tool, kurz RAT: Eine Software, die es ermöglicht, die Kontrolle über ein fremdes Computersystem zu übernehmen. Solche Programme wurden entwickelt, um von außen technischen Support auf einem Zielsystem leisten zu können. Doch der umfangreiche Ars Technica Artikel über ‚Ratter’, der gestern erschienen ist, beschreibt ein ganz anderes Szenario: Vater, Mutter, Kind sind zu Hause. Ein ‚Hacker’, tausende Kilometer entfernt, sieht Frau und Kind auf der Couch vor ihrem Computer sitzend. Er sieht sie durch ihre eigene Webcam. Weil ihm das zu langweilig wird, öffnet er pornografische Webseiten auf dem Computer der Familie und beobachtet die Reaktionen. ‚For teh lulz’.

    Nate Anderson schreibt, es handle sich wohl ausschließlich um männliche ‚Ratter’, die RAT benutzen, um Frauen zu beobachten und sich in Foren damit zu brüsten. Im Hack Forums gibt es einen mehr als 130 Seiten umfassenden Thread mit Aufnahmen von Frauen, die mit ihren eignen Webcams gemacht wurden. Diese Frauen werden von den Rattern slaves genannt, also Sklaven. Und das ist nicht der einzige Thread und nicht das einzige Forum, in dem es um RATs geht.

    12. März 2013 23
  • : Audioaufnahme von Bradley Mannings Teilgeständnis vor Gericht
    Audioaufnahme von Bradley Mannings Teilgeständnis vor Gericht

    Wir berichteten über Bradley Mannings Teilgeständnis, er bekannte sich in 10 der 22 Anklagepunkte für schuldig. Die Freedom of the Press Foundation hat dieses Teilgeständnis, eine Rede die Manning über eine Stunde lang vorlas, nun als Audioaufnahme veröffentlicht. Wer ihnen die Aufnahme zugespielt hat, ist unklar, doch sie schreiben, dass die extreme Geheimhaltung der Gerichte ein Gräuel für die Demokratie ist und dass die ganze Welt Mannings Stimme hören können soll.

    When we received this recording, we realized we had a unique opportunity to bring some small measure of transparency directly by allowing the world to hear for itself the voice of someone who took a controversial and important stance for government transparency.

    12. März 2013 6
  • : Anhörung zur Neuregelung der Bestandsdatenauskunft: Massive Erweiterung von Befugnissen
    Anhörung zur Neuregelung der Bestandsdatenauskunft: Massive Erweiterung von Befugnissen

    Im Oktober berichteten wir über den Gesetzentwurf zur Schaffung einer elektronischen Schnittstelle zur Bestandsdatenabfrage. Es ging darum, dass eine Vielzahl von ‘Bedarfsträgern’ Zugriff auf Bestandsdaten erhalten sollte – ganz ohne Richtervorbehalt. Heute fand eine Sachverständigen-Anhörung des Innenausschusses dazu statt, und einige der geladenen Experten äußerten grundlegende Bedenken.

    Matthias Bäcker von der Universität Mannheim kritisierte beispielsweise, dass im Gesetzesentwurf zwar stehe, an welche Behörden Daten übermittelt werden dürfen, nicht aber, unter welchen Voraussetzungen. Er sieht zudem nicht, dass die Möglichkeit eines Abrufs von Bestandsdaten „durchweg an eine konkrete Gefahr oder einen konkreten Tatverdacht“ gebunden sei, die Befugnisse von Sicherheitsbehörden würden daher mit dem Gesetz „ganz massiv“ erweitert werden. Dieter Kugelmann von der Deutschen Hochschule der Polizei in Münster führte an, dass zum Beispiel die Zuordnung dynamischer IP-Adressen, wie der Gesetzesentwurf sie vorsieht, eines Richtervorbehalts bedarf. Er sowie der Bundesbeauftrage für Datenschutz und Informationsfreiheit Peter Schaar forderten weiterhin eine Benachrichtigungspflicht im Fall dynamischer IP-Adressen und bei Zugangssicherungscodes.

    11. März 2013 5
  • : Iran blockiert VPN Software, mit der Internet Filter umgangen werden können
    Iran blockiert VPN Software, mit der Internet Filter umgangen werden können

    Viele Webseiten sind für Iranerinnen und Iraner gesperrt, darunter Nachrichtendienste, Amnesty International, Youtube und alle möglichen von der Regierung als unmoralisch empfundene Seiten. Viele iranische Bürgerinnen und Bürger umgingen diese Filter bisher durch VPN Software, die ihnen eine verschlüsselte Verbindung zu ausländischen private networks lieferte – ihr Computer nutzte eine nicht-iranische IP und konnte somit die Filter umgehen. Solche „illegalen“ VPN-Zugänge werden nun blockiert.

    „Within the last few days illegal VPN ports in the country have been blocked,“ said Ramezanali Sobhani-Fard, the head of parliament’s information and communications technology committee, according to Mehr. „Only legal and registered VPNs can from now on be used.“

    11. März 2013 4
  • : FAQ zum Leistungsschutzrecht
    FAQ zum Leistungsschutzrecht

    Thomas Schwenke, ‚Rechtsanwalt für Social Media’, hat ein FAQ zum Leistungsschutzrecht für Blogger, Social Media und Journalisten zusammengestellt. Er geht u.a. darauf ein, ob und wann Blogs und Onlineangebote vom LSR betroffen sind, inwieweit Suchmaschinen und Aggregationsdienste eingeschränkt sind, ob das Teilen von Inhalten auf Social Media Kanälen beeinflusst wird, wie es bei Twitterwalls aussieht und bei RSS-Feeds.

    Das Leistungsschutzrecht ist laut Schwenke ein „handwerklich schlechtes und deswegen ein sehr unverständliches Gesetz“ und eine Zumutung. Finden wir auch.

    11. März 2013 2
  • : Mails von Bürgern bezüglich des vorgeschlagenen Pornographie-Verbots im EU-Parlament unerwünscht (Update)
    Mails von Bürgern bezüglich des vorgeschlagenen Pornographie-Verbots im EU-Parlament unerwünscht (Update)

    Wir berichteten vor einigen Tagen über die Forderung von EU-Politikern über ein “Verbot aller Arten von Pornographie in den Medien”. Am nächsten Dienstag soll das Europäische Parlament hierüber abstimmen, und viele Bürgerinnen und Bürger kontaktierten Abgeordnete, um ihnen ihre Meinung zu diesem Thema mitzuteilen. Der Piraten-Politiker Christian Engström schrieb gestern auf seinem Blog:

    This is absolutely excellent. Citizens engaging actively in the democratic process is a very positive thing, at least in my opinion. Before noon, some 350 emails had arrived in my office.

    Er schreibt weiter, mittags kamen plötzlich keine Mails mehr. Schnell habe sich herausgestellt, dass das IT Department des Europäischen Parlaments die Mails blockiere, weil sich einige Abgeordnete über die Mailflut der Bürgerinnen und Bürger beschwert haben. Er ruft dazu auf, weiter Mails zu schreiben. Engström will einen Brief an den Präsidenten des Parlaments schreiben: „A parliament that views input from citizens on a current issue as spam, has very little democratic legitimacy in my opinion“.

    Das Center for Rights hat in Zusammenarbeit mit Fight for the Future eine Petition gestartet, adressiert an den Präsidenten des Europaparlaments: „Everyone deserves a voice. Immediately stop blocking emails from citizens.“ Auch sie rufen dazu auf, weiterhin Mails an die Abgeordneten zu schreiben.

    Update: Laut dem offiziellen Twitter-Account des Europaparlaments ist da wohl ein Filter angesprungen, weil identische Mails zum Thema verschickt wurden.

    In diesem Fenster soll ein Twitter-Post wiedergeben werden. Hierbei fließen personenbezogene Daten von Dir an Twitter. Aus technischen Gründen muss zum Beispiel Deine IP-Adresse übermittelt werden. Twitter nutzt die Möglichkeit jedoch auch, um Dein Nutzungsverhalten mithilfe von Cookies oder anderen Tracking-Technologien zu Marktforschungs- und Marketingzwecken zu analysieren.

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    8. März 2013 45
  • : Netzpolitischer Wochenrückblick: KW 10
    Quelle: <a href="http://love-for-pugs.tumblr.com/post/44785002863/omg-i-just-cant-even-cute" >love-for-pugs</a>
    Netzpolitischer Wochenrückblick: KW 10
    • Teilgeständnis von Bradley Manning: Keine Kollaboration mit dem Feind

    Bradley Manning ist seit Mai 2010 in Militärgewahrsam. 22 Anklagepunkte wurden ihm im Februar 2012 verlesen, darunter Geheimnisverrat und “Kollaboration mit dem Feind”. Ihm wurde vorgeworfen, geheime Dokumente an WikiLeaks weitergegeben zu haben, unter anderem das “Collateral Murder” Video und mehr als 250.000 Depeschen, die als “Cablegate” weltweit für Aufsehen sorgten. Vor einigen Tagen legte Bradley Manning ein Teilgeständnis ab und bekannte sich in 10 der 22 Anklagepunkte für schuldig. Er habe geheime Dokumente an unautorisierte Personen weitergegeben, wehrt sich jedoch gegen den Vorwurf, “dem Feind” geholfen zu haben.[Zum Artikel]

    8. März 2013
  • : Broschüre der Amadeu Antonio Stiftung: Wie Rechtsextreme die Sozialen Netzwerke nutzen
    Broschüre der Amadeu Antonio Stiftung: Wie Rechtsextreme die Sozialen Netzwerke nutzen

    Die gemeinnützige Amadeu Antonio Stiftung unterstützt Initiativen und Projekte, die gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus vorgehen und sich für demokratische Strukturen engagieren. no-nazi.net, ein Projekt der Stiftung, hat gestern die Broschüre „Liken. Teilen. Hetzen. Neonazi-Kampagnen in Sozialen Netzwerken“ veröffentlicht. Es geht darin unter anderem um Meinungsfreiheit im Netz, Party-Patriotismus, Islamfeindlichkeit im Netz und rechtsextreme Frauen, es gibt Tipps zu Gegenstrategien und ein Glossar.

    Die Strategie der Rechtsextremen im Internet und dabei besonders in den Sozialen Netzwerken ist um einiges raffinierter geworden – und damit umso gefährlicher. Über ganz bestimmte Themen versuchen sie immer wieder, nicht-rechtsextreme User*innen anzusprechen, Anschluss zu finden und quasi durch die Hintertür ihre menschenverachtende Ideologie einzustreuen. Das kann auf einer Facebook-Seite sein, auf der es doch angeblich nur um sarkastischen Humor geht, in einer Netz-Diskussion zum Thema Tierschutz oder mit einer Online-Veranstaltung, bei der es vermeintlich um den Schutz von Kindern vor Missbrauch geht. Wer hier nicht den Durchblick hat, die Nazi-Propaganda zu enttarnen, geht den rechtsextremen Rattenfängern schnell auf den Leim.

    8. März 2013 3
  • : Weitere Netzsperren in Großbritannien und die italienische Polizei blockierte Tumblr Domain
    Weitere Netzsperren in Großbritannien und die italienische Polizei blockierte Tumblr Domain

    Im Oktober berichteten wir über die Forderungen der britischen Musikindustrie, Netzsperren auszuweiten. Nachdem The Pirate Bay und Newzbin2 bereits erfolgreich gesperrt wurden, hatte die British Phonographic Industry (BPI) weitere Zugangssperren zu den Plattformen Kickass Torrents, H33t und Fenopy verlangt – diese Seiten stellen kein urheberrechtlich geschütztes Material zur Verfügung, sondern Verzeichnisse und Links. Die Internet-Provider wollten nur mit Gerichtsbeschlüssen sperren, der High Court ordnete die Netzsperren am 28. Februar 2013 an. Die ISPs BT, Sky, Virgin Media, O2, EE and TalkTalk müssen nun Maßnahmen ergreifen, um den Zugang zu den drei Portalen zu blockieren oder zumindest für zu behindern, sie haben 15 Tage Zeit dazu.

    7. März 2013 3