Andrea Jonjic-Beitter

Andrea studiert Political and Social Sciences (MA) in Würzburg, twittert als @seditioni und ist Redakteurin des Sicherheitspolitik-Blog. Kontakt: andrea@netzpolitik.org (PGP)

  • : DRadio Wissen: Der Journalist der Zukunft
    DRadio Wissen: Der Journalist der Zukunft

    Im „Digitalen Salon“ diskutiert Marlis Schaum mit dem Pulizisten Michael Praetorius, dem Redaktionsleiter der dpa-Netzwelt Christoph Dernbach, der Redaktionsleitern Online und Social Media von DRadio Wissen Anja Stöcker und mit Medienforscherin Nele Heise über die Zukunft des Journalismus.

    Informationsbeschaffung und ‑filterung sind nicht länger alleinige Domäne von Journalistinnen und Journalisten. Hackerinnen recherchieren, Programmierer bereiten Daten auf. Der Markt der Informationen ist größer und Professionen, die diese einzuordnen versuchen, sind zahlreicher geworden. Der Journalismus muss sich diesen Entwicklungen stellen.

    2. Juni 2013 2
  • : Wochenrückblick: KW 22
    <a href="http://www.flickr.com/photos/tomsaint/3847856076/">Rennett Stowe</a> via <a href="http://photopin.com">photopin</a> <a href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/">cc</a>
    Wochenrückblick: KW 22

    Die wichtigsten netzpolitischen Themen der Woche im Überblick und als kleiner Podcast (mp3):

    • Leak: Aktueller Entwurf des Verhandlungsmandates zum EU-USA-Freihandelsabkommen

    Wir haben den aktuellen Entwurf des Verhandlungsmandates zum EU-USA-Freihandelsabkommen von Seiten der EU-Ratspräsidentschaft im Briefkasten gefunden. Das Abkommen mit den Namen “Trans-Atlantic Free Trade Agreement” (TAFTA) oder “Transatlantic Trade and Investment Partnership” (TTIP) wird auch als “Wirtschafts-Nato” bezeichnet. [Zum Artikel]

    31. Mai 2013
  • : Vietnam: Blogger wegen Missbrauch der Meinungsfreiheit verhaftet
    Vietnam: Blogger wegen Missbrauch der Meinungsfreiheit verhaftet

    Die größte, staatliche Tageszeitung Vietnams, Tuoi Tre, berichtete gestern von der Festnahme des regimekritischen Bloggers Truong Duy Nhat. Er habe nach Artikel 258 des Strafgesetzbuches illegal gehandelt:

    1. Those who abuse the rights to freedom of speech, freedom of press, freedom of belief, religion, assembly, association and other democratic freedoms to infringe upon the interests of the State, the legitimate rights and interests of organizations and/or citizens, shall be subject to warnings, non-custodial reform for up to three years, or a prison term of between six months and three years.
    2. Committing the offense in serious circumstances, the offenders shall be sentenced to between two and seven years of imprisonment.

    Zudem wurde Nhats Wohnung „in Übereinstimmung mit geltendem Gesetz“ stundenlang durchsucht. Nhat betreibt seit 2010 das Blog „Mot goc nhin khac“ (Another viewpoint) und äußerte sich kritisch über die Regierung. Das Blog ist seit seiner Verhaftung nicht erreichbar.

    28. Mai 2013 7
  • : Elektronischer Personalausweis: BMI will Kommunikationsstrategie nicht veröffentlichen
    Elektronischer Personalausweis: BMI will Kommunikationsstrategie nicht veröffentlichen

    Michael Ebeling betreibt das Blog devianzen und setzt sich dort u.a. mit dem neuen elektronischer Personalausweis auseinander. Am 31. März hatte Ebeling per Frag den Staat eine Anfrage nach Informationsfreiheitsgesetz (IFG) gestellt und wissen wollen, wieso die Sprachregelung von „ePA – elektronischer Personalausweis“ zu „nPA – neuer Personalausweis“ geändert worden war. Knapp zwei Wochen später erhielt Ebeling eine Antwort aus dem Bundesministerium des Innern (BMI): Es handele sich demnach um eine neue Kommunikationsstrategie, die in Zusammenarbeit mit Serviceplan Public Opinion, einem „Spezialist für Politik- und Gesellschaftskommunikation“, entwickelt wurde. Ebenfalls genannt wird ein Handbuch mit 14 „goldenen Regeln“ als Leitlinie für die Kommunikationsarbeit. In einer angehängten Präsentation finden sich zudem „Tabuwörter“, die vermieden werden sollen, wie Biometrie, Chip, Daten auslesen/ auswerten/ sammeln, Datenkontrolle, eGovernment und gläserner Bürger.

    Ebeling stellte am 15. April erneut eine Anfrage nach IFG und forderte das in der Antwort des BMI genannte Handbuch, die „14 goldenen Regeln“ und die Unterlagen zur Ausschreibung für die Stelle eines „Experten für die fachliche Außenkommunikation“ an. Am 22. Mai erhielt Ebeling auch darauf eine Antwort – ein Anspruch auf Informationszugang bestehe beim Handbuch und den goldenen Regeln demnach nicht:

    27. Mai 2013 8
  • : Klavierunterricht bei YouTube wieder online, Mark de Heide spricht von einem Missverständnis
    Klavierunterricht bei YouTube wieder online, Mark de Heide spricht von einem Missverständnis

    Letzte Woche berichteten wir von Mark de Heide, der bei YouTube Videos einstellt, die Schritt für Schritt erklären wie man aktuelle Popsongs auf dem Klavier nachspielt. Als die Online-Tutorials plötzlich verschwunden waren, erklärte de Heide in einem Video, das mittlerweile nicht mehr online ist, dass Youtube ihn aufgrund der Verletzung von Urheberrechten der Musikindustrie aufgefordert habe, mehr als 300 seiner Videos zu löschen. Der zweite Grund für die Löschung sei die Beschwerde eines anderen Klavierlehrers gewesen, welcher ebenfalls bei YouTube Videos hochgeladen hat. Es geht dabei um Noten in Buchstabenform, welche de Heide in seinen Videos einblendet um unerfahrene Klavierspieler zu unterstützen. Die Einblendung der Buchstaben sei jedoch seine und nicht de Heides Idee gewesen, beklagte der andere Klavierlehrer, und machte deshalb die Verletzung seines geistigen Eigentums geltend.

    In einem gestern veröffentlichten Video erklärt de Heide nun, dass es sich um ein Missverständnis zwischen ihm und dem anderen Klavierlehrer handelt und sie sich einigen konnten. YouTube Deutschland habe ihn zudem kontaktiert und gefragt, ob YouTube in den Niederlanden ihn zur Löschung auffordert hatte. Daraufhin habe er klar gestellt, dass er in dem Video zur Löschung von Vorfällen in der Vergangenheit gesprochen hatte – in dem aktuellen Fall ginge es jedoch lediglich um die Auszeichung der Noten. Dass sich das nicht mit dem Video zur Löschung deckt, kann wie gesagt nicht mehr nachgeprüft werden, da das Video gelöscht wurde. De Heide habe jedoch die Gelder zurücküberwiesen, die durch einen gestarteten Spendenaufruf reingekommen waren.

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    27. Mai 2013 1
  • : Netzpolitischer Wochenrückblick: KW 21
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    Netzpolitischer Wochenrückblick: KW 21

    Die wichtigsten netzpolitischen Themen der Woche im Überblick und als kleiner Podcast (mp3):

    • ePetition für gesetzliche Festschreibung der Netzneutralität

    Auf der offiziellen ePetitionsplattform des Deutschen Bundestag gibt es seit Dienstag die Petition “Wirtschaftspolitik – Verpflichtung der Internetanbieter zur Netzneutralität vom 23.04.2013” des Studenten Johannes Scheller zum mitzeichnen. [Zum Artikel]

    24. Mai 2013 2
  • : Google verabschiedet sich größtenteils von offenen Standards für Instant Messaging
    Google verabschiedet sich größtenteils von offenen Standards für Instant Messaging

    Wie immer mal wieder während Googles I/O Entwicklerkonferenz genannt und nun von der Electronic Frontier Foundation (EFF) zusammengefasst, will Google die derzeit existierende Instant-Messaging Plattform „Talk“ durch eine neue ersetzen, „Hangouts“. Diese mindert die Unterstützung für das freie Instant Messaging Protokoll XMPP (Jabber) enorm und gibt ebenfalls keine Möglichkeit mehr, die Archivierung aller Chatnachrichten zu deaktivieren. Ein Wechsel von freien zu proprietären Protokollen und ein großer Schritt zurück für viele Nutzerinnen und Nutzer.

    Dass Google XMPP unterstützt, hieß für Nutzerinnen und Nutzer vor allem, mit Kontakten auf anderen XMPP Servern kommunizieren zu können. So kann ein Google Account bislang über Jabber beispielsweise mit jemandem kommunizieren, der oder die den beliebten Server des CCC nutzt. Google selbst beklagt in der Dokumentation der „Talk“ Plattform, dass viele IM Netzwerke es nicht ermöglichen, mit anderen Diensten zu kommunizieren:

    Service choice is something you have with email and, for the most part, with your regular phone service today. This means that regardless of whom you choose as your email service provider (Gmail, Hotmail, Yahoo! Mail, your school or ISP, etc), you can email anyone who is using another service provider. […] This allows you to choose your service provider based on other more important factors, such as features, quality of service, and price, while still being able to talk to anyone you want. Unfortunately, the same is not true with many popular IM and VOIP networks today. If the people you want to talk to are all on different IM/VOIP services, you need to sign up for an account on each service and connect to each service to talk to them.

    24. Mai 2013 3
  • : LinuxTag: Freie Software im politischen Mainstream
    LinuxTag: Freie Software im politischen Mainstream

    Auf dem Open-IT Summit im Rahmen des LinuxTag in Berlin gab es gestern den Track „Politik und Open Source“, der leider sehr schlecht besucht war. Nachdem Karl-Heinz Löber über die OpenIT in der Verwaltung gesprochen hatte und Gijs Hillenius über verschiedene OSS Strategien innerhalb der EU-Länder, thematisierte Matthias Kirschner von der Free Software Foundation Europe (FSFE) „Freie Software im Politik Mainstream“. Nach Kirschner ist freie Software im politischen Mainstream angekommen, weil sie im Mainstream angekommen ist – sie sei ein wichtiger wirtschaftlicher Faktor geworden, daher müssten sich Politikerinnen und Politiker mit ihr auseinandersetzen. Und wie steht es mit den Wahl- und Parteiprogrammen? Die FSFE hat sie sich genauer angesehen und bei den Grünen, Piraten und Linken konkretes zu freier Software gefunden. Auch die Wahlprüfsteine werden in zwei bis drei Wochen veröffentlicht: es handelt sich um Fragen zu freier Software, die die FSFE allen Parteien im Vorfeld von Wahlen stellt. Es sei erstaunlich, wie die Qualität der Antworten in den letzten Jahren zugenommen hat, so Kirschner, und das hänge auch mit der Internet-Enquete zusammen – deren größter Erfolg sei das Generieren von Wissen.

    23. Mai 2013
  • : LinuxTag: Deutschland hinkt bei eGovernment hinterher
    LinuxTag: Deutschland hinkt bei eGovernment hinterher

    Heute wurde auf dem Berliner Messegelände der LinuxTag eröffnet, eine Konferenz rund um Linux und freie Software mit Ständen und mehr als 200 Vorträgen und Workshops. Gleichzeitig gibt es seit diesem Jahr einen Open-IT Summit im Rahmen des LinuxTag, ein Businessformat mit Firmenpräsentationen und Workshops.

    Bei der Pressekonferenz zur Eröffnung der Konferenz wurde besonders betont, dass Open Source sowohl bei Privatanwendern als auch bei Unternehmen und Behörden eine immer größere Rolle spielt. So gibt es einen “Politik Track” beim Open-IT Summit, der u.a. offene Standards in Behörden und Verwaltung thematisiert. Karl-Heinz Löper sprach im ersten Politik-Slot des Tages über Spielregeln von Open Source und Open IT in Behörden: Der frühere Hochschullehrer und IT-Manager der Berliner Verwaltung engagiert sich heute im Verein Kommune 2.0, um neue Lösungen für mehr Beteiligung, Zusammenarbeit und Transparenz im kommunalen Leben zu entwickeln. Laut Löper haben Behörden den politischen Auftrag, Bürgerinnen und Bürgern eine gute und effiziente Verwaltung anzubieten.

    22. Mai 2013
  • : Bündnisse für Transparenzgesetze in Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen
    Bündnisse für Transparenzgesetze in Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen

    In Hannover wurde letzte Woche ein „Bündnis für Transparenz in Niedersachsen“ ins Leben gerufen, Gründungsmitglieder sind der Chaos Computer Club Hannover (C3H), der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung Hannover und der Landesverband Bremen/Niedersachsen des Vereins Mehr Demokratie. Das Bündnis will ein Transparenzgesetz nach Hamburger Vorbild erschaffen – dafür soll in einem öffentlichen Wiki ein eigener Gesetzentwurf erarbeitet werden.

    Auch in Mecklenburg-Vorpommern wird an einem Transparenzgesetz gearbeitet. Dort können bis zum 31. Mai noch Kommentare und Änderungsvorschläge zu einem von der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen erarbeiteten Gesetzesentwurf eingereicht werden. Die Fraktion plant den Gesetzentwurf im Juni in den Landtag einzubringen.

    Auf der Homepage des Bündnisses für Transparenz in Niedersachsen heißt es:

    Ein Transparenzgesetz regelt den freien Zugang zu Informationen der Politik und Verwaltung (wie Verträge, Ausgaben, Bauvorhaben) für alle Bürgerinnen und Bürger. Niedersachsen ist eines von fünf Bundesländern, in dem diese Informationszugangsrechte nicht gesetzlich geregelt sind. In zehn Bundesländern und auf Bundesebene gibt es gesetzliche Regelungen, in Hamburg gilt sogar ein Transparenzgesetz mit weitreichenden Veröffentlichungspflichten für staatliche Stellen. Presseberichten zufolge arbeitet die Landesregierung an einem Informationsfreiheitsgesetz für Niedersachsen. Falk Garbsch vom C3H kommentiert dies so: „Gut, dass die Landesregierung hier aktiv wird. Aufgrund der Presseberichte werden wir die Aktivitäten aber kritisch begleiten. Denn wir wollen ein Transparenzgesetz und kein Informationsfreiheitsgesetz“.

    21. Mai 2013 2
  • : Guantanamo: WLAN aus, weil Anonymous mit Angriff drohte
    Guantanamo: WLAN aus, weil Anonymous mit Angriff drohte

    Das US-Militär hat in den Gefangenenlagern der Guantanamo Bay Naval Base den WLAN Zugang abgeschaltet, nachdem das lose Kollektiv Anonymous mit Angriffen gedroht hatte. Samuel House, Sprecher des Gefangenenlagers, bestätigte dies gestern als präventiven Schritt und sagte gegenüber der Associated Press (AP), dass auch der Zugang zu sozialen Netzwerken wie Facebook und Twitter von Militär-Computern aus gesperrt ist.

    Letzte Woche Freitag startete Anonymous die „Operation Guantanamo“, eine Kampagne die mit “twitterstorms, email bombs and fax bombs” Aufmerksamkeit auf die Situation von Gefangenen, auf Menschenrechtsverletzungen und den Hungerstreik der Häftlinge richten soll. Anonymous habe angekündigt, die Online-Aktivitäten im Lager zu stören. Bislang ist nichts derartiges passiert und wie lange das WLAN aus bleibt, ist ebenfalls unklar.

    21. Mai 2013 5
  • : Bundesregierung äußert sich verhalten zum Tallinn Manual
    Bundesregierung äußert sich verhalten zum Tallinn Manual

    Am 15. März diesen Jahres wurde in London das Tallinn Manual vorgestellt, ein Handbuch über Cyberwar, erstellt vom Cooperative Cyber Defence Centre of Excellence der NATO. Es enthält 95 Regeln an denen sich NATO-Staaten im Fall eines Cyberkriegs orientieren können. Laut Manual können Hacktivisten, die ‚Online-Attacken’ während eines konventionellen Krieges durchführen, ‚legitime Ziele’ sein, auch wenn sie Zivilisten sind. Aus der Antwort auf eine kleinen Anfrage der Fraktion Die Linke geht nun hervor, dass kein Vertreter der Bundesregierung an der Erarbeitung des Tallinn Manual beteiligt war. Zur Frage nach der Position der Bundesregierung zum Manual heißt es:

    Das Tallinn-Handbuch stellt eine rechtlich nicht bindende Darstellung von völkerrechtlichen Regeln dar, die nach Ansicht der internationalen Gruppe der Sachverständigen, die für ihre Zusammenstellung verantwortlich ist, auf Cyberoperationen oberhalb der Schwelle des bewaffneten Konflikts Anwendung finden.

    Eine „breite gesellschaftliche Debatte über die Regeln des Tallinn-Handbuchs“ obliege nicht der Bundesregierung. Der Diskurs stehe „allen an Fragen des Völkerrechts von Cyberoperationen interessierten Kreisen frei“.

    20. Mai 2013 5
  • : Open Rights Group: Digital Surveillance Report und wieso die „Snoopers’ Charter“ der falsche Ansatz ist
    Open Rights Group: Digital Surveillance Report und wieso die „Snoopers’ Charter“ der falsche Ansatz ist

    digital-surveillance-reportDie Open Rights Group (ORG) veröffentlichte Ende April einen Digital Surveillance Report, in dem sie die Snoopers’ Charter (bzw Draft Communications Data Bill) thematisiert, einen Entwurf für ein Gesetz zur Vorrats­daten­speicherung in Großbritannien. Im Mai 2012 hatte Königin Elisabeth II. in einer Rede angekündigt, dass Maßnahmen ergriffen werden müssen, die es Strafverfolgungsbehörden und Geheimdiensten ermöglichen, auf Telekommunikationsdaten zuzugreifen. Heraus kam die Draft Communications Data Bill, „a sweeping, totalitarian universal Internet surveillance bill“ laut Cory Doctorow. Die ORG erstellte neben einem Wiki zu dem Gesetzentwurf auch den Digital Surveillance Report und befasst sich darin nicht nur mit der Snoopers’ Charter, sondern mit Gesetzen zur Überwachung des Internets im Allgemeinen und speziell der Geschichte von solchen Gesetzen in Großbritannien.

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    Und auch wenn die Snoopers’ Charter mittlerweile vom Tisch ist, fragt Jim Killock von der ORG, ob sie wirklich tot ist oder nur schläft:

    What will not go away is the fear of politicians of getting surveillance of criminals wrong. They usually prefer to cover their backs, which in this case means surveil everything, just in case.

    18. Mai 2013
  • : Molly Sauter veröffentlicht Masterarbeit zu DDoS-Aktionen
    Molly Sauter veröffentlicht Masterarbeit zu DDoS-Aktionen

    Molly Sauter ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am MIT Center for Civic Media und hielt auf dem 29c3 den Vortrag: “The Ethics of Activists DDoS Actions”, in dem sie Argumente für eine Legalisierung von DDoS-Angriffen vorstellte. Nun hat sie ihre Masterarbeit veröffentlicht und befasst sich auch dort mit dem Thema DDoS: „Distributed Denial of Service Actions and the Challenge of Civil Disobedience on the Internet“ (PDF). Sauter thematisiert die Geschichte und Entwicklung von DDoS Aktionen und ihre Anwendung als Werkzeug des politischen Aktivismus seit Anfang der 90er Jahre. Ihre Forschungsfrage ist, wie ziviler Ungehorsam und Aktivismus im derzeitigen Internet praktiziert werden (können).

    Online, people sign petitions, investigate stories and rumors, amplify links and videos, donate money, and show their support for causes in a variety of ways. But as familiar and widely accepted activist tools—petitions, fundraisers, mass letter-writing, call-in campaigns and others—find equivalent practices in the online space, is there also room for the tactics of disruption and civil disobedience that are equally familiar from the realm of street marches, occupations, and sit-ins?

    17. Mai 2013 1
  • : Netzpolitischer Wochenrückblick: KW 20
    <a href="http://www.flickr.com/photos/tcmorgan/7627408030/">Tc Morgan</a> via <a href="http://photopin.com">photopin</a> <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/">cc</a>
    Netzpolitischer Wochenrückblick: KW 20

    Am Ende der Woche gibt es, wie immer, den Netzpolitischen Wochenrückblick! Die wichtigsten Themen der letzten sieben Tage in Text und Ton (mp3):

    • Skype liest Nachrichten aus dem Chat mit

    Wer Skype nutzt muss beim ersten Programmstart die Nutzungsbedingungen akzeptieren, mit denen man Microsoft – dem Neueigentümer von Skype – das Einverständnis erteilt Nachrichten mitlesen zu dürfen. Wie heise Security herausgefunden und am Dienstag berichtet hat, macht Microsoft von diesem Recht auch Gebrauch. [Zum Artikel]

    17. Mai 2013
  • : Bespitzelung der Nachrichtenagentur AP: Verizon gab Daten ohne Nachfrage weiter, jetzt soll ein „Schutzschild für Journalisten“ her
    Bespitzelung der Nachrichtenagentur AP: Verizon gab Daten ohne Nachfrage weiter, jetzt soll ein „Schutzschild für Journalisten“ her

    Wie am Dienstag bekannt wurde, hat die US-Regierung heimlich auf Verbindungsdaten der Nachrichtenagentur Associated Press (AP) zugegriffen. Aus einem Brief der AP an das Justizministerium von Montag geht hervor, dass AP-Justiziarin Laura Malone wenige Tage zuvor vom Ministerium über die Bespitzelung informiert wurde:

    The Department obtained telephone toll records for more than 20 separate telephone lines assigned to the AP and its journalists. […] This action was taken without advance notice to AP or to any of the affected journalists, and even after the fact no notice has been sent to individual journalists whose home phones and cell phone records were seized by the Department. There can be no possible justification for such an overbroad collection of the telephone communications of The Associated Press and its reporters. These records potentially reveal communications with confidential sources across all of the newsgathering activities undertaken by the AP during a two-month period, provide a road map to AP’s newsgathering operations, and disclose information about AP’s activities and operations that the government has no conceivable right to know.

    17. Mai 2013
  • : Google Glass: Kongress fragt nach Privacy-Einstellungen
    Google Glass: Kongress fragt nach Privacy-Einstellungen

    Der parteiübergreifende Privacy-Ausschuss des Kongresses der Vereinigten Staaten veröffentlichte gestern einen Brief an Google CEO Larry Page und fragte darin, ob und wie die Privatsphäre des „durchschnittlichen Amerikaners“ mit Google Glass verletzt wird. In acht Fragen, die Google bis zum 14. Juni beantworten soll, fragt der Ausschuss mit Hinweis auf die rechtswidrige Sammlung von WLAN-Daten bei Google Street View wie das Unternehmen es vermeiden wolle, dass bei Glass unbeabsichtigt Daten von (Nicht-)Nutzern gesammelt werden. Weiterhin Fragen nach den Datenschutzeinstellungen, ob es die Möglichkeit einer Gesichtserkennung gibt, ob und welche Daten Google bei Glass-Nutzern sammelt, ob gewisse Datenschutzrichtlinien an die App-Entwicklung für Glass gebunden werden und wo die Daten gespeichert werden.

    17. Mai 2013 2
  • : Deutsche Akademie der Technikwissenschaften: Empfehlungen für eine Kultur der Privatheit im Internet
    Deutsche Akademie der Technikwissenschaften: Empfehlungen für eine Kultur der Privatheit im Internet

    Gestern veröffentlichte eine vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Projektgruppe unter Leitung von Johannes Buchmann ein Positionspapier zur „Privatheit im Internet“ (PDF). Eine Gruppe von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern erarbeiteten darin Vorschläge für die Bereiche Bildung, Recht, Wirtschaft und Technik, die einen Beitrag zur „Etablierung einer Kultur der Privatheit im Internet“ leisten sollen. Zudem entwickelten sie den Prototyp eines Privacy-Agenten, der Bürgerinnen und Bürger beim Schutz ihrer Privatsphäre unterstützen soll.

    16. Mai 2013 2
  • : It’s between you and the universe – DIY in der Raumfahrt und auf der #rp13
    CC-BY-SA by <a href="https://picasaweb.google.com/114657365514543526210/270712SMARAGD1Launch?noredirect=1#5770193066370014034" >Copenhagen Suborbitals</a>
    It’s between you and the universe – DIY in der Raumfahrt und auf der #rp13

    hubbleWer an die Do it yourself Kultur (DIY) denkt, dem kommen wahrscheinlich Bilder vom Heimwerken, von Nähmaschinen und Bastelscheren in den Sinn. Doch was hat Raumfahrt mit DIY zu tun? Es gibt mittlerweile viele selbstorganisierte Raketen‑, Satelliten- und Raumfahrtprogramme, und nicht alle sind von wissenschaftlichen Motiven getrieben. Auch auf der re:publica gab es dieses Jahr erstaunlich viele Vorträge und Workshops, die Astronomie, Raumfahrt und DIY Projekte thematisierten.

    Hojun Song zum Beispiel ist Künstler aus Süd-Korea. Er will als erste Privatperson einen Satelliten in den Orbit schicken. Die Bauanleitung veröffentlichte Song unter CC-Lizenz, das Geld für seine Open Source Satellite Initiative (OSSI) sammelte er durch T‑Shirt-Verkäufe und Spenden. Hojun Songs 10cm³ kleiner OSSI Würfel startete diesen April, am 19., mit einer russischen Rakete in den erdnahen Orbit. “It’s time to have a private connection between you and universe”. Er macht es, weil er es kann. Wie einfach die Kontaktaufnahme zu Raumfahrtagenturen und die Materialbeschaffung war, hat Hojun überrascht. Er ging davon aus, dass Raumfahrt etwas geheimnisvolles und unnahbares hat – vor seinem OSSI Projekt. Heute geht er davon aus, dass jeder in der Lage ist, einen selbstgebauten Satelliten ins All zu schicken. Eigentlich sollte Hojun auf der re:publica über seine Open Source Satellite Initiative sprechen, dieser Vortrag wurde jedoch leider abgesagt.

    13. Mai 2013 1
  • : Heute Anhörung des Rechtsausschusses zu Softwarepatenten
    Heute Anhörung des Rechtsausschusses zu Softwarepatenten

    Heute findet im Rechtsausschuss des Bundestags um 16:00 Uhr (Raum 4.300, Paul-Löbe-Haus) unter Vorsitz von Siegfried Kauder (CDU/CSU) eine öffentliche Anhörung der Sachverständigen zu Software-Patenten statt. Anlass ist der interfraktionelle Antrag zu „Wettbewerb und Innovationsdynamik im Softwarebereich sichern – Patentierung von Computerprogrammen effektiv begrenzen“.

    Die geladenen Sachverständigen sind:

    • Prof. Dr. Jürgen Ensthaler, Lehrstuhlinhaber Wirtschafts‑, Unternehmens- und Technikrecht, Technische Universität Berlin
    • Dr. Oliver Grün, Präsident und Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes IT-Mittelstand e. V.
    • Dr. Till Jaeger, JBB Rechtsanwälte, Institute for Legal Questions on Free and Open Source Software (IfrOSS)
    • Rasmus Keller, Rechtsanwalt, SNP Schlawien Partnerschaft
    • Matthias Kirschner, Free Software Foundation Europe (FSFE)
    • Dr. Till Kreutzer i.e., Rechtsanwalt, Büro für informationsrechtliche Expertise
    • Uwe Schriek, Siemens AG
    • Johannes Sommer, Diplom-Physiker, Vorstand des Bundesverbandes Informations- und Kommunikationstechnologie e. V. (BIKT)
    • Jan H. Wildeboer, EMEA Evangelist Open Source Affairs, Red Hat GmbH

    Die FSFE hat ihre Stellungnahme heute veröffentlicht (PDF), auch die Stellungnahmen von Rasmus Keller, Uwe Schriek und Johannes Sommer finden sich auf der Webseite des Bundestages. Die FSFE befürwortet den interfraktionellen Antrag, da die „derzeitige Vergabepraxis und die Rechtssprechung zu Softwarepatenten des Bundesgerichtshofs sowohl die Erstellung als auch die Verwendung von Freier Software enorm [erschweren]“.

    13. Mai 2013 1