Liebe Leser*innen,
„böse“ ist ein sonderbares Wort im Kontext unserer Arbeit. Begegnet ist es mir heute in der Begründung des OVG Münster, das einen Justizbeamten wegen rechtsextremen Chats aus dem Dienst entfernt hat. Seine wahre Gesinnung ist demnach nicht relevant; es genügte der „böse Schein“ – siehe Ticker.
Einen bösen Schein habe ich auch wahrgenommen, als ich das hier las: CSU-Innenminister Dobrindt plant Zwangsouting per Verordnung. Wer Vornamen oder Geschlechtseintrag ändern lässt, soll künftig über Behörden hinweg von einer Datenspur verfolgt werden. Fachleute und Verbände für queere und trans* Menschen sind entsetzt.
Wie kann so ein Vorstoß nicht böse gemeint sein?
Liebe (!) Grüße
Sebastian

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