Dieser Artikel ist mehr als 19 Jahre alt.

„Stasi 2.0“ wird Sommermode – auch in .at

Anti-Überwachung erreicht jetzt vollständig die Popkultur: Dirk und Mac bieten jetzt endlich die Schäublonen-Shirts an, Spreadshirt verzichtet auf den kompletten Gewinnanteil, und alle Beteiligten spenden beim Kauf an den AK Vorratsdatenspeicherung. In Österreich wird die Vorratsdatenspeicherung gerade in den parlamentarischen Abnickprozess eingespeist. „Die politische Verantwortung trägt in erster Linie Verkehrs- und Schattenverteidigungsminister Innenminister Günther Platter“,…

  • Ralf Bendrath

Anti-Überwachung erreicht jetzt vollständig die Popkultur: Dirk und Mac bieten jetzt endlich die Schäublonen-Shirts an, Spreadshirt verzichtet auf den kompletten Gewinnanteil, und alle Beteiligten spenden beim Kauf an den AK Vorratsdatenspeicherung.

Stasi-2.0-Shirt
In Österreich wird die Vorratsdatenspeicherung gerade in den parlamentarischen Abnickprozess eingespeist. „Die politische Verantwortung trägt in erster Linie Verkehrs- und Schattenverteidigungsminister Innenminister Günther Platter“, meldet helge.at. Daher nun auch eine Platterone:

Plattner-Stasi 2.0 Schablone

Ich bin übrigens immer noch überrascht und überwältigt, wie sehr unser spontaner Aufruf nach der re:publica überall aufgegriffen wurde. Technorati meldet mittlerweile fast 700 Einträge mit „Stasi 2.0“, den Spendenaufruf für den AK Vorratsdatenspeicherung haben bereits 99 Leute unterzeichnet (wer will der oder die Hundertste werden? Dann mal schnell…) und auch durch die Massenmedien geistert das Thema schon.

PS: Was ich vorhin vergessen hatte: Wer schreibt jetzt eigentlich den passenden Sommerhit dazu? Die Free-Culture-Bewegung hat ihren ja schon gefunden mit Jammin Inc’s „Was ist härter v2.0“. Zu Privacy und Überwachung fallen mir nur Titel ein, die entweder nicht massentauglich kicken (z.B. Goldfish & der Dulz „Privacy“) oder schon 20 Jahre alt sind (z.B. Extrabreit „Polizisten“ mit der wieder hochaktuellen Zeile „Polizisten speichern was sie wissen elektronisch ein – alles kann ja irgendwann und irgendwie mal wichtig sein“). Und kommt mir jetzt nicht mit den Remixen von „Bundestag United“, die sind zwar nett gemacht, aber leider nicht hit-tauglich. Also?

Über die Autor:innen

  • Ralf Bendrath

    Ralf ist seit Jahren in Zusammenhängen wie DigiGes, EDRi, AK Vorrat, AK Zensur aktiv. 2011 wurde er in den Beirat von Privacy International berufen. Nach einer soliden Grundausbildung als Nerd am Commodore C-64 und dem Studium der Politikwissenschaft in Bremen und Berlin hat er zehn Jahre lang zu Datenschutz, Internet-Governance und Cyber-Sicherheit geforscht, u.a. in Berlin, Bremen, Washington und New York City. Von 2002 bis 2005 hat er für die Heinrich-Böll-Stiftung den Weltgipfel Informationsgesellschaft begleitet. Im Hauptberuf arbeitet er seit Sommer 2009 für den Abgeordneten Jan Philipp Albrecht im Europäischen Parlament, ebenfalls zu Themen der Internetfreiheit und der digitalen Bürgerrechte. Wenn er Zeit findet, bloggt er hier auf deutsch oder auf englisch auf http://bendrath.blogspot.com. Häufiger twittert er als @bendrath.


Veröffentlicht

Kategorie

Ergänzungen

Wir freuen uns auf Deine Anmerkungen, Fragen, Korrekturen und inhaltlichen Ergänzungen zum Artikel. Bitte keine reinen Meinungsbeiträge. Unsere Regeln zur Veröffentlichung von Ergänzungen findest Du unter netzpolitik.org/kommentare. Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

12 Kommentare zu „„Stasi 2.0“ wird Sommermode – auch in .at“


  1. […] (via netzpolitik) […]


  2. Platter ist natürlich Innen- und nicht ein zweiter Verkehrsminister. Hab’s bei mir ausgebessert, bitte auch hier noch korrigieren. Und: Danke fürs Verbreiten!


  3. humpaaa

    ,

    Das Problem bei der Sache ist leider, dass die Hälfte der Shirts (quasi alles, was nicht figurbetont ausfällt) derzeit nicht lieferbar sind. :(


  4. Moin!

    Ja, war das eine coole Idee oder war das eine coole Idee mit der Blogosphäre? Die Resonanz auf unseren Workshop auf der re:publica freut mich jedenfalls riesig!

    Oh, kleiner Hinweis, heute (28.04.07) um 15:00 auf dem Alex in Berlin wieder Stasi 2.0‑Kunstaktion:
    http://wiki.vorratsdatenspeicherung.de/?title=Ortsgruppen/Berlin#Pressemitteilung

    ;-)

    Gruß,
    Cristof


  5. annarose

    ,

    mit einem augenzwinkern zu hören, aber absolut ohrwurmtauglich :
    Welle: Erdball – 23 http://www.youtube.com/watch?v=mEHhdL5LC_M

    oder wie wäre es mit Reinhard May – Sei wachsam
    http://www.youtube.com/watch?v=BU9w9ZtiO8I


  6. Die T‑Shirts müssen (mussten?) neu generiert werden, weil Spreadshirt auf den Gewinnanteil verzichtet hat. Die Jungs von Dataloo haben ganz schön was zu tun gerade – und das alles wegen eines coolen Logos auf einem Blog. :-)


  7. zum sommerhit: ich tippe auf peter licht. zur not funktionieren auch die lieder vom ende des kapitalismus aus 06. wer sagt, dass die musik ebenfalls ernst sein muss?


  8. Blogosphäre für den AK: Stasi 2.0, Shirts, Spenden und Logo…

    Unser Aufruf auf der re:publica07, die Blogosphäre zu rocken, um unter den Netzbürgern das Bewußtsein für die Gefahren pauschaler Überwachung zu fördern, wird langsam zu einem Erfolg!
    Mittlerweile gibt es coole Stasi 2.0‑Shirts, wo der Erlös vol.…..


  9. Na super,
    wann kommen die NS-Vergleiche? /zyn off


  10. […] Die Platterone wird weiter gebraucht: Wie heise.de meldet, Die Forderung von Innenminister Günther Platter (ÖVP), die Daten in Österreich mindestens ein Jahr zu speichern, ist für die Bundessparte Information und Consulting (BSIC) der Wirtschaftskammer (WKÖ) eine “Horrorvision”. Der Gesetzesentwurf der Regierung für die Novelle des Telekommunikationsgesetzes sieht ein halbes Jahr Speicherdauer vor. […]


  11. […] Platterone in Anlehnung an Schäuble gibt’s schon seit längerem, höchste Zeit, diese auch hier zu […]

Dieser Artikel ist älter als 19 Jahre, daher sind die Ergänzungen geschlossen.