Auf den PunktBezahlkarten sorgen für Angst und Schrecken.

  • Martin Schwarzbeck

Liebe Leser*innen,

vergangene Woche hat nun auch Berlin Bezahlkarten für Geflüchtete eingeführt. Damit sind diese in allen Bundesländern im Einsatz. Um zu zeigen, wie kompliziert das Leben mit diesen Karten ist, habe ich eine junge Frau beim Einkaufen begleitet. Eigentlich eine ganz alltägliche Handlung. Doch für die Frau, mit der ich unterwegs war, ist aber jeder Supermarktbesuch eine beängstigende Herausforderung. Warum, erzähle ich in meinem Text.

Um trotz der Karte etwas Bargeld zu haben, um beispielsweise einen gebrauchten Kinderwagen zu bezahlen, kauft sie zunächst Einzelhandels-Gutscheine und tauscht diese dann mit solidarischen Personen gegen Geldscheine. Das größte Problem dabei ist, dass es aktuell viel mehr Bezahlkarten-Betroffene gibt, die Bargeld brauchen, als Menschen, die Bargeld gegen Gutscheine tauschen wollen. Ich werde deshalb diese Woche mal wieder etwas Cash zu einem Gutscheintausch-Event tragen. Vielleicht schließt ihr euch ja an?

Es würde mich freuen!

Martin

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Werbefirmen und Zeitungsverlagen war Apples Tracking-Schutz für iPhones schon lange ein Dorn im Auge. Nun hat das Kartellamt entschieden, dass der Konzern das System deutlich anpassen muss. Für Nutzer:innen bedeutet das wohl längere und kompliziertere Einwilligungs-Abfragen.

Bezahlkarten für Geflüchtete„Hoffentlich geht diesmal alles gut“

Immer mehr Asylbewerber*innen müssen zum Bezahlen spezielle, stark funktionsbeschränkte Karten benutzen. Wir haben eine Betroffene bei einem Einkauf begleitet. Ihr Beispiel zeigt, wie kompliziert und oft demütigend das Leben mit diesen Karten ist.

Tickermeldungen

Lesenswert, wichtig und spannend – hier fasst die Redaktion netzpolitische Meldungen von anderswo als Linktipps zusammen.

Ticker-News von t‑online vom 17. 08. 2026

Zwei Abteilungen des Digitalministeriums sind laut Tagesspiegel-Recherchen (€) direkt neben dem „Russischen Haus“ in Berlin eingezogen. Das französische Innenministerium hält das Haus für eine Tarnung für Geheimdienste.

Ticker-News von LTO vom 17. 08. 2026

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Ticker-News von WIRED vom 17. 08. 2026

Auf Prognosemärkten lassen sich Wetten auf die bevorstehenden Zwischenwahlen in den USA abschließen. Das könnte zu Chaos führen, wenn Wahlbeamte ihr Insiderwissen ausnutzen oder bedroht werden – oder Wahlberechtigte die Gewinnchancen für offizielle Ergebnisse halten.

Ticker-News von Biometric Update vom 17. 08. 2026

Ein Mann saß 17 Monate unschuldig im Gefängnis, weil ihn automatisierte Gesichtserkennung fälschlicherweise als Gewalttäter identifizierte. Nun verklagt der Betroffene Amazon, das die Gesichtserkennungstechnologie herstellte.

Ticker-News von t3n vom 17. 08. 2026

ChatGPT-Hersteller OpenAI will zeitnah ein Büro in Berlin eröffnen. Nun lobbyiert das Unternehmen für den Bau von Rechenzentren am Standort Deutschland für Training und Ausführung von Chatbots.

Ticker-News von heise online vom 17. 08. 2026

Die europäische PayPal-Alternative Wero ist einem Großteil der Menschen in Deutschland offenbar noch immer kein Begriff. Laut einer repräsentativen Umfrage eines Vergleichsportals konnten immerhin 39 Prozent zuordnen, dass es sich um einen Zahlungsdienst handelt.

Ticker-News von The Guardian vom 17. 08. 2026

Das australische Social-Media-Verbot für Teenager stützt sich unter anderem auf einen Bericht zu technischen Umsetzungsmöglichkeiten. Dieser enthält laut Recherchen des Guardian mehrere Zitate von nicht-existenten Quellen, die womöglich von einer KI generiert wurden.

Ticker-News von freiheitsfoo vom 17. 08. 2026

Die überwachungskritische Gruppe freiheitsfoo nimmt die geplante Verschärfung des Polizeigesetzes von Schleswig-Holstein auseinander. Die schwarz-grüne Regierung will unter anderem Videoüberwachung und biometrische Identifizierung ausweiten.

Ticker-News von Reuters vom 14. 08. 2026

Der Verfassungsrat in Frankreich hat das vom Parlament beschlossene Social-Media-Verbot für unter 15-Jährige gestoppt. Es missachte die Meinungs- und Kommunikationsfreiheit. Die Regierung wolle das Gesetz nun anpassen.
 
 

Über die Autor:innen

  • Martin Schwarzbeck

    Martin ist seit 2024 Redakteur bei netzpolitik.org. Er hat Soziologie studiert, als Journalist für zahlreiche Medien gearbeitet, von ARD bis taz, und war lange Redakteur bei Berliner Stadtmagazinen, wo er oft Digitalthemen aufgegriffen hat. Martin interessiert sich für Machtstrukturen und die Beziehungen zwischen Menschen und Staaten und Menschen und Konzernen. Ein Fokus dabei sind Techniken und Systeme der Überwachung. Für Recherchen zur Spionage-App mSpy hat er gemeinsam mit Chris Köver 2026 den Sonderpreis Print des Datenschutz Medienpreises DAME erhalten.

    Kontakt: E-Mail (OpenPGP), Mastodon, Signal: yoshi.42042


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